Dienstag, Juni 26, 2012

Weiteres Plakat

[Von Bastian]



Kommentare:

  1. Betreuung durch Mama und Papa das Allerbeste!!!
    Eugenie Roth

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  2. ... kommt ganz auf Mama und Papa an. Ich kenne genug Familien (berufsbedingt) da sind die Kinder heilfroh, wenn Mama und Papa mal für ein paar Stunden weit, weit weg sind.

    Und alle Fachleute sagen, dass gerade in Problemfällen (z. B. Kinder von Einwanderern oder Kinder aus "bildungsfernen" Gruppen) die frühkindliche Bildung, Sprachentwicklung und Sozialisation deutlich besser funktioniert, als bei reiner Heim und Herderziehung vielleicht sogar noch ganz ohne Deutschkenntnisse zu erwerben.
    Wir reden hier ja nicht über Kinderbetreuung rund um die Uhr, sondern vielleicht über zwanzig bis dreißig Wochenstunden (von hundertachtundsechzig), in denen die Väter und Mütter (warum bleiben eigentlich kaum Väter zu Hause? Sind das die schlechteren Elternteile? Nein, weil die Väter genau wissen, wie wichtig eine befriedigende Arbeit, die auch gerecht entlohnt wird, für das Selbstwertgefühl ist!) hre Ausbildung nutzbringend einsetzen können und zum Wohl der Familie beitragen.

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  3. Persönlich glaube ich (was ich auch in Analysen selbst in der Mainsreampresse wiederfinde), dass der Großteil der Kinder gut zu Hause aufgehoben sind und der Kindergarten ab etwa 3 Jahren dazu eine sinnvolle (wemm auch längst nicht notwendige) Ergänzung darstellt. Ich finde es eine gute Idee, den Eltern für diese Erziehungsleistung, für die sie sonst keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, eine kleine Anerkennung zu zahlen.

    Ich glaube auch, dass es "Elternhäuser" gibt, in denen die Kinder nicht gut aufgehoben sind und es für sie aus verschiedenen Gründen besser ist, wenn sie zumindest nicht nur Umgang mit ihren Eltern haben. Das können (müssen nicht) Familien mit Migrationshintergrund oder solche aus sogenannten "bildungsfernen" Miliues sein. Da ist es gut, wenn es das Angebot einer Kita gibt! Wenn ich also bspw. als geborener Araber mit geringem deutschen Sprachschatz meinem Kind etwas gutes tun will, dann suche ich nach Gelegenheiten, dass mein Kind Umgang mit deutschsprachigen Erwachsenen oder Kindern bekommt. Gleiches gilt für "Bildungsferne", die für ihre Kinder eine bessere Zukunft wünschen. Das zu förden kann man sicher ebenfalls argumentieren.

    Das Problem ist nur: die Kombination funktioniert nicht! Wenn in den Kitas nur noch Kinder von Migranten und aus bildungsfernen Miliues sind, dann kann man auf den erwarteten Vorteil lange warten! Und so versucht der Staat jetzt halt, die Eltern, die in der Lage wären, ihre Kinder alleine zu erziehen, durch Diffamierung dieser Leistung, zu drängen, auch ihre Kinder in die Kita zu geben, auf dass sie in Zukunft ein bisschen weniger sprachliche Fertigkeiten erlangen als zu Hause ... aber was macht das schon, wenn man damit der Minderheit hilft!

    Man sieht: das ganze System staatlich bevormundeter Kindererziehung steht auf tönernen Füßen, hat es immer und wird es wohl auch immer!

    Ein zusätzlicher Punkt ist: wenn der Staat bei bestimmten Bevölkerungsteilen glaubt, dass sie ihre Kinder nicht richtig erziehen, ihrem grundgesetzlichen Auftrag zur Erziehung nicht nachkommen, kann er sie durchaus zwingen. Das setzt aber voraus, dass deutlich gemacht wird, welche Eltern zukünftig ihre Kinder nicht mehr (Vollzeit) erziehen dürfen. Da man das aus wahltaktischen Gründen (betroffen wären vermutlich im Wesentlichen Migranten- und Arbeiter- sowie Arbeitslosenfamilien) nicht möchte (und auch ich möchte dem nicht das Wort reden) will man sie halt alle haben!

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  4. Das "System staatlich bevormundeter Kindereziehung" das die meisten erzkonservativen immer wieder als Teufel an die Wand malen, gibts weder bei uns (in D, A, CH) noch in den skandinavischen Ländern, die Riesen Erfolge haben und schon gar nicht in der ecole materielle in Frankreich.

    Warum glauben sie (klein geschrieben!) eigentlich immer, dass in unseren Erziehungseinrichtungen indoktriniert wird? Und selbst wenn das so wäre, die allermeiste Zeit verbringen die Kleinen immer noch mit den Eltern, die durch ihr Vorbild praktisch jede "staatliche Erziehung" kinderleicht aushebeln können. Aus der verblichenen DDR gibt's dazu Millionen Beispiele bei denen die ganze Mühe staatlicher rundum-Indoktrination für die Katz war, ja sogar das Gegenteil bewirkt hat.

    Alle Fachleute sagen, dass die Kinder um so besser lernen, vor allem Sprachen um so kompetenter beherrschen, je früher und spielerischer man damit anfängt.

    Genau das hat mir gerade ein Freund mit seinem fünfjährigen Sohn exemplarisch vorgeführt der fließend drei Sprachen wie ein echter Muttersprachler beherrscht.
    Die Ehefrau meines Freundes ist Deutsche; sie hat mit dem Sohn ausschließlich Deutsch gesprochen. Die Mutter meines Freundes ist Wallonin, deswegen ist er zweisprachig und spricht mit seinem Sohn ausschließlich Französisch. Und der Großvater des Kindes kommt aus Flandern und hat mit seinem Enkel nur niederländisch gesprochen. Der Kleine spricht völlig akzentfrei Deutsch und Französisch wie ein Muttersprachler und kann sich auch schon sehr gut niederländisch verständlich machen.
    Genau DAS brauchen unsere Einwandererkinder! Zu Hause die Muttersprache so gut wie möglich und in der Welt draußen, spätestens bis zum Schulbeginn fließend Deutsch. Wir BRAUCHEN die Einwandererkinder so gut wie möglich ausgebildet, weil die Arbeitgeber sonst in wenigen Jahren mit viel zu wenigen Arbeitskräften dastehen. Und das ist für uns alle sehr schlecht.
    Die Leute haben wir, wir müssen sie nur dazu bringen zu lernen. Und das geht mit ausschließlich mit Muttern am Herd sehr sehr schlecht.

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    1. Um es kurz zu machen: niemand sagt, dass viele Einwandererkinder Sprachförderung gebrauchen können. Das ist aber keine Grundlage dafür, allen Kindern möglichst dasselbe anzutun.

      Die berühmten gesichtslosen und im Zweifelssfall gerade verreisten "alle Fachleute" sind uninteressant. Jeder zitiert da den, der das richtige Argument liefert.
      Ein Fachleut, dem ich sehr vertraue, ist meine Mutter, die jahrelang (jahrzehntelang) als Erzieherin und Leiterin eines Kindergartens gearbeitet hat.
      Sie sagt:
      Kinder, deren Eltern mit ihnen leben und mit ihnen sprechen, haben die beste Sprachentwicklung.
      Je mehr Kinder fernsehen, desto eingeschränkter die Sprachentwicklung.
      Kinder aus Scheidungsfamilien müssen sprachlich und sozial mehr Arbeit leisten, um dasselbe zu erreichen - sie haben es schwerer.
      Alles hat seine Zeit. Die erste Zeit im Leben dient der Ausprägung und Bildung der Grundfähigkeiten wie Laufen und Sprechen. Dabei ist es viiiiel wichtiger, dass ein Kind anfangs sprachliche Nuancen und unterschiedliche Emotionen vermittelt bekommt, als möglichst viele Sprachen. Die lassen sich lernen - die sprachliche Musikalität lässt sich später nicht mehr lernen. Die wichtigste Grundfähigkeit ist zudem das Vertrauen. Das lernt man nicht von wechselnden, sondern von tiefen, intensiven und konstanten Beziehungen.

      Es ist eine verkopfte und letztlich unmenschliche Einstellung, Kleinkinder nach einem Leistungsstand zu beurteilen, der eigentlich erst in höheren Schulklassen angebracht ist.

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