Freitag, Juni 22, 2012

Noch eines.

[Von Bastian]





Kommentare:

  1. ... aber nur dann wenn sie dem Kind in Deutschland auch Deutsch (und noch einiges andere) beibringen können und wollen. Sonst ist das Kind im hoch selektiven deutschen Schulbetrieb völlig überfordert und letztendlich verloren.

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  2. Sprachbeherrschung ist eine wichtige Sache! Allerdings ist das Zusammensein der Kinder mit den Eltern noch viel wichtiger.
    Ersteres qualifiziert für die höhere Schule, letzteres zur Beziehungsfähigkeit.
    Ersteres kann auch im Elternhaus gefördert werden, letzteres nur dort stattfinden.

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  3. Man kann ruhig noch einen Dritten draufsetzen:D

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  4. .... Und der Aufenthalt in einer KiTa oder entsprechender Einrichtung macht die Kinder beziehungsunfähig? Aba geh! Alle Sozialwisseschaftler und Pädagogen behaupten in dieser Sache das genaue Gegenteil des römisch katholischen Klerus, der die Kinder rund um die Uhr an den Rockzipfel der Mütter hängen will.
    Also ich persönlich halte den gesamten römisch katholischen Klerus in dieser Sache, bis auf extrem wenige, natürlich äußerst bedauerliche Einzelfälle und Ausnahmen, nicht unbedingt für eine erste Adresse.

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  5. Es ist doch immer wieder die mangelnde Information, die die Diskussion bestimmt.
    Es ist hier nicht von der Zeit der KiTas die Rede, sondern von Krippen. KiTas besucht man so zwischen 3 und 5 Jahren. Hier ist die Rede von Kindern 4 Monaten und etwa zweieinhalb Jahren.
    Das Betreuungsgeld ist nie eine Alternative zur KiTa gewesen. Es ist für Eltern, die ihre Kinder selbst erziehen, wenn sie noch Milch trinken, das Laufen und das Sprechen lernen.

    Außerdem ist es eine typische Argumentation, zu übertreiben. Ebensowenig, wie ich sagte, Ausländische Eltern machten Kinder schulUNfähig, sagte ich, Krippen machten beziehungsUNfähig. Offenbar fehlen da ein paar Argumente, wenn bereits zu solcher Polemik und Verdrehung gegriffen wird.
    Ich schlage vor:
    - als erstes informieren
    - als zweites aufmerksam lesen und verstehen
    - als drittes fundiert kommentieren.
    Dann kommen wir auch weiter.

    P.S. diese Bilder habe ich selbst gemacht. Und ich gehöre nicht zum Klerus. Wozu auch? Denken und gesellschaftlich urteilen kann ich gut selbst.

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  6. Ohne Kinderbetreuung haben die Frauen keine Wahl. Sie MÜSSEN zu Hause bleiben. Und genau das ist gewünscht. Frauen zu Hause, rund um die Uhr Kinder (und Männer) betreuend. Da ist noch nicht einmal ein Halbtagsarbeitsplatz drin, der die Minimal-Rente halbwegs sichert.

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  7. *seufz*
    Ich mache noch einen letzten Versuch, mit Fakten gegen Klischees anzukämpfen.
    Schon mal dieses gelesen, hier im Blog:
    http://echoromeo.blogspot.de/2012/05/was-helfen-konnte-die-schere-zu.html
    Es geht darum, das definitiv jede Familie, die Betreuung wünscht, die auch bekommt. Und dass zugleich alle, die das nicht wünschen, Anspruch auf eine adäquate Förderung für ihre Entscheidung haben. Der Staat hat nicht das Recht, mit seinem Geld eine bestimmte Richtung zu fördern.
    Es ist schon beeindruckend, wie verzweifelt Vorurteile von einer frauen- und arbeitsweltfeindlichen Kirche gepflegt und zitiert werden, nur um nicht akzeptieren zu müssen, dass es auch andere Ansichten als die eigene gibt.

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  8. Der Kulturbetrieb wird mit Milliarden staatlich gefördert. Wenn ich auf Inanspruchnahme diverser Opern, Museen oder Staatsgalereien verzichte, müsste ich nach Ihrer katholischen Logik, die die Wahlfreiheit der Eltern und nicht das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellt, Anspruch auf eine "Sofaprämie" haben.

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  9. Förderung des Kulturbetriebs: Museen, Opern, Staatsgalerien, Kleinkunstbühnen, Zuschüsse zu Projekten, Kunst am Bau, günstige Künstler-Sozialkassen, unterschiedlichste Finanzhilfen. Wer aktiv oder passiv am kulturellen Leben teilnehmen will, hat ungezählte Möglichkeiten. Wer das nicht will, profitiert nicht davon.
    Wer Kinder bekommt, soll aber nur eine einzige Art von Förderung erhalten: bezahlte Betreuung. So, als würde man Opern fördern und sonst nichts.
    Gerade Ihr Beispiel zeigt doch, wie falsch argumentiert wird. Ihre "Sofaprämie" entspräche nicht der "Herdprämie" (nebenbei: ohne aggressive und verdrehende Schlagworte geht es nicht?), sondern sie käme einer Unterstützung derer gleich, die gar keine Kinder bekommen.
    Wahlmöglichkeiten der Eltern dienen übrigens dem Wohl des Kindes - wem denn sonst? Und bitte bitte kommen Sie jetzt nicht mit Bier und Zigaretten, die von Zuschüssen gekauft werden können.
    Noch einmal: niemand, der vernünftig ist, ist grundsätzlich gegen Betreuung. Auch nicht gegen ein Mindestmaß an vorgehaltenen Betreuungsplätzen. Doch jeder, der ein wenig rechnen kann und Respekt auch vor anderen Lebensweisen als der eigenen hat, wird einsehen, dass hier durch Geld manipuliert werden soll.
    Nach Ihrer (ungläubigen? Sehen Sie - ich kann das auch) Logik gibt es nur einen richtigen Weg. Und ich dachte immer, Dogmen seien eine eher katholische Sache...

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    1. Finde diese Diskussion doof.
      War gerne mit meinen Kindren 8,5 Jahre zu Hause.
      Geld wäre nett gewesen dafür, hätte ich sogar für die Rente genommen. Aber egal wie - DIESE ZEIT MÖCHTE ICH NICHT MISSEN!!!
      Und im Überfluss haben wir in dieser Zeit nicht gelebt. Aber glücklich.

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  10. Zitat: War gerne mit meinen Kindren 8,5 Jahre zu Hause./Zitat

    Gerne. Und ist eine Frau und Mutter, die gerne mit ihren Kindern zusammen ist, aber auch gerne erwerbstätig ist in ihrem erlernten und gemochten Beruf, deswegen eine schlechte, gar eine Rabenmutter? Wohl eher nicht.

    Nochmal: alle Fachleute sagen, das Berteuungsgeld ist schädlich vor allem für diejenigen, die Integration am allernötigsten hätten.
    Da halten wir die Kinder, die am dringendesten Sprachkompetenz erwerben müssten von anderen, deutschsprachigen Kindern mutwillig fern und beklagen uns hinterher über die angebliche Integrationsunwilligkeit von Einwanderern. Das ist nix anderes als ...

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  11. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  12. Liebste anaonym, ich wohne hier unter lauter Leuten mit Migrationshintergrund und ich kenne keine Volksgruppe, die so gerne und so früh ihre Kinder überall hinschickt, wo es nix kostet und die lieben Kleinen weg sind.
    Und ich stehe immer bewundernd davor, wie vergeblich das alles ist.
    Die Mädchen sind fakisch ab der Geburt in der Krippe und laufen ab der Grundschule z.T. kommentarlos mit Kopftuch rum.
    Die Jungs sind trotz des Krippenaufenthaltes ab Geburt und regelmäßiger Ganztagsschule von der ersten Klasse bis zum nicht erreichten Hauptschulabschlus absolut freunenverachtende Machos, die auch ansonsten ausstrahlen, keinen Bock auf irgendwas zu haben.
    Gut deutsch können, allerdings alle drei Gruppen, da haben sie schon recht.
    Aber, wenn der Erwerb der Sprachkompetenz an die Ganztageskrippe bzw Hort gekoppelt ist, dann wäre ich dafür doch all den Sprachunterricht in den Schulen zu lassen, weil die 5 Stunden Englisch der Woche bringen ja eh nix, laut Ihrer Logik.
    In einem alten Film über Einwanderer in die USA "Gran Torrino" heißt es "Die Mädchen gehen aufs Kollege, die Jungen in den Knast" und genau diese Tendenz wird durch all diese Ganztagesbetreuerei, meiner Erfahrung nach, eher noch verschärft.

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  13. Wie an anderer Stelle angekündigt darf F.M. hier nicht mehr kommentieren.
    Sollte dennoch Interesse bestehen, bitte ich F.M., mich erst zu kontaktieren.

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  14. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  15. Es stimmt nicht, dass alle Fachleute sagen, das Bestreuungsgeld sei schädlich. Im Gegenteil ist es so, dass alle, die etwas anderes sagen, nicht als Experten akzeptiert werden.
    Arme Gesellschaft, der zur Integration nichts anderes einfällt, als durch Einseitigkeit dafür zu sorgen, dass viele es sich ohne Krippenbesuch nicht mehr leisten können, Kinder zu haben.

    Die Lüge ist doch die: es wird behauptet, dass Frauen ohne Betreuungsangebot zuhause bleiben MÜSSEN. Tatsächlich aber ist es so, dass v.a. alleinertiehende Frauen arbeiten gehen MÜSSEN, weil sie anders nicht durchkommen. Für sie ist nur Geld da, wenn sie brav sind und ihr Kind abgeben, ohne Rücksicht darauf, dass gerade Kinder aus zerbrochenen Beziehungen dringend den engen Kontakt mit dem verbleibenden Elternteil brauchen.

    Niemand, der das Betreuungsgeld fordert, will Krippen verbieten. Bevormunden wollen nur die Gegner des Betreuungsgeldes, indem sie jede Förderung verhindern möchten, die einen Krippenbesuch überflüssig machen könnte.

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  16. Was in der Diskussion oft übersehen wird (auch in der vor kurzem veröffentlichten Analyse der OECD) sind die unterschiedlichen Altersklassen, von denen wir hier sprechen: Natürlich ist der Umgang von kleinen Kindern mit Gleichaltrigen eine gute Sache - nur die Dosis macht, ob ein Ding Gift ist! Und so ist die Betreuung für Kinder bis etwa drei Jahre zu Hause am sinnvollsten, ab dann kann man eben auch einen Kindergarten in Erwägung ziehen, vielleicht in ansteigendem Maße und abhängig davon, wieviel einem Kind gut tut.

    Ein bisschen prägnant: die ersten drei Jahre brauchen Kinder wie der kleine Hosenmatz in der Grafik Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch die Eltern (mindestens einen Elternteil), alles andere ist Verwahrung. Ab drei Jahren dann in verträglichen Dosen Kindergarten zur Ergänzung, nicht zur Grundlegung der bereits erworbenen Kompetenzen.

    Erhellend dazu die Untersuchungen zur Gleichaltrigenorientierung von Gordon Neufeld (Literaturtipp: "Unsere Kinder brauchen uns")

    Wenn ich hierzu noch zwei Artikel von mir selbst beisteuern darf (Admin, sonst gerne löschen, wenn das nicht gerne gesehen ist):

    Zum Betreuungsgeld: http://papsttreuer.blog.de/2012/06/08/betreuung-13827138/

    Und zur Wertschätzung der Mutter (aus katholischer Sicht): http://papsttreuer.blog.de/2012/06/11/muetter-ziemlich-maennliche-betrachtung-13844483/

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