Mittwoch, November 23, 2005

Daily Toon



Heute schon den Daily Toon für morgen. Kurze Übersetzungshilfe für die Nichtniederrheiner: Jupp = Josef; Kenk = Kind; esuu = so; anbeäne = anbeten.

Zugleich oute ich mich als dilettierender Freund des Dialekts. Ob mich wohl jemand in Krieewel so verstehen würde? Egal – es gibt Gags, die funktionieren nur mit dem Augenzwinkern unseres Dialekts. Es gibt halt Gute, Böse und Krefelder …

Kommentare:

  1. Ich bin vermutlich eine totale Null, aber ich verstehe die Pointe noch immer nicht... :-(

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  2. Soooo genial :D
    (Erklären überlass ich jetzt aber lieber dem Zeichner, weil ich eh nicht gut drin bin...) ;-)

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  3. Oh, das ist einfach. Ein Freund (den ich für einen wackeren und frommen Menschen halte) meinte, Maria sei womöglich »verwundert« über die Tatsache gewesen, daß die Magier ihren Sohn angebetet hätten.

    Anlaß für diese Aufassung war Lukas 2, 18.19. Alle staunten über die Worte der Kirten (sic!). Maria aber bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen …

    Ich habe daraufhin gefragt, ob dieses »aber« die Gottesmutter nicht aus dem Gros derer, die einfach nur staunen, ausschließt. Alle staunten – Maria aber … tut mehr. (Sie bewahrt diese Worte in ihrem Herzen; und ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß sie Jesus nicht angebetet hat. Sie kann sich also nicht über die Anbetung der Weisen gewundert haben.

    Natürlich kam an dieser Stelle der historisch-kritische Enwand, daß man diese Verse ja nicht als Protokoll verstehen dürfe. (Und überhaupt, ob Maria überhaupt gewußt hat, was aus ihrem Kind mal wird?) Und da stand mir diese Szene vor Augen: Maria gibt Josef das Kind; sie könne ihn gerade nicht anbeten, weil sie sich etwas »historisch-kritisch« fühle …

    Das habe ich in einer schnellen Skizze illustriert. Völlig unhistorisch, und kritisch gegenüber der Kritik …

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  4. Den Theologen, der mir den (immer berechtigten) Einwand gab, die Lukasgeschichte sei als Protokoll nur mißzuverstehen, schätze ich allerdings auch als wackeren und frommen Menschen. Nur mal am Rande …

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  5. Ok, spät aber doch... :-) Ich habe nämlich das "mech" als "mach" missverstanden und fragte mich noch, was denn der Josef jetzt machen soll, und wie da noch der Kopf dazukommt. ("Mach" müsste aber wohl "mak" oder sowas Ähnliches im Krefelder Dialekt sein, oder? Ja, ja, die Zweite Lautverschiebung...)

    Dass die Evangelien nicht als Polizeiprotokoll zu verstehen sind ist klar. Ich verstehe aber diese Verwunderung trotzdem nicht. Angesichts dessen, dass Maria wusste, dass sie Jesus als Jungfrau geboren hatte (sie ist ja schließlich nicht die Marquise von O...) und ihr die Herkunft ihres Sohnes zudem von einem Engel mitgeteilt wurde (ok, ok, scheidet natürlich unter hk-Gesichtspunkt aus :-)), wäre es eher verwunderlich, wenn sie sich gewundert hätte. (Man kann natürlich auch bestreiten, dass Maria Jungfrau war - das hat aber mit historisch-kritisch nichts mehr zu tun, sondern hat einen anderen Namen.)

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  6. "/*

    Nur zur Erläuterung: Dieses Zeichen ... bedeutet nichts Kryptisches, sondern ich wohl einfach eine mißglückte Formatierung. Das sollte einfach ein kursives »kann« sein.

    Ansonsten stimme ich mit dir überein. Und wegen der Lautverschiebung frage ich mal einen echten Krefelder …

    Viele Grüße
    Peter

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  7. Äääh; geht einfach nicht: [kursiv] kann [/kursiv].

    (Komisch.)

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  8. Die Lautgrenze verläuft zwischen Rummeln und Kaldenhausen;
    Südlich "isch mesch" (wie schreibt man diesen Kessellaut nur?), nördlich "ick maak"

    Gruß
    Thomas

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  9. Zu den Lauten: Ich bin da nicht ganz sicher. Wenn ich gleich mal ins Dorf (nach Bockum) fahre, könnte ich ja mal fragen. »Mech« ist allerdings ganz sicher »Mich«. Ich denke, es heißt auch bei uns (westlich von Rumeln) »maak«; aber mit einem kaum hörbaren »k«.

    Unser Martinsklassiker (obwohl doch eher ein Nikolauslied?) ist: »Mech hätt’ e lekker Pöppke de Kloos jebreit.« – »Mir hat ein leckeres Püppchen (Weckmann) der Nikolaus gebracht …«

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