Freitag, August 17, 2012

Das passt doch nicht!

Heute bin ich über zwei Meldungen gestolpert, die ich nicht übereinander bringe.
Einmal im Focus online: Düsseldorf ist die bürgerfreundlichste Stadt. (LINK)
Viel davon kann ich bestätigen: Behörden mit Terminen, auf die man nicht warten muss, freundliche Beamte, gute öffentliche Verkehrsmittel, beste Organisation, die Stadt ist unglaublich sauber, die öffentlichen Grünbereiche sind im Frühling ein Blütenmeer (allein auf den Mittelstreifen der großen Straßen blühen mehrere Millionen Krokusse und Narzissen), Altstadt, Rheinufer und Hafen bilden eine gigantische Fußgängerzone, auf der unglaublich viel los ist, und, und, und...
Zugleich schreibt die Rheinische Post, dass in Düsseldorf die Geburten zurück gehen: in Düsseldorf sank die Quote auf 1,28 Kinder pro Frau (Hier mehr dazu: LINK)

Wie kann das sein? Uns geht es so gut wie nie, und wir sterben aus?

Kommentare:

  1. Ja, passt doch prima. Wikipedia: "Die Messestadt ist Sitz einer Vielzahl börsennotierter Unternehmen, darunter der DAX-Konzerne E.ON AG, Henkel AG und Metro AG. Düsseldorf ist der umsatzstärkste deutsche Standort für Wirtschaftsprüfung, Unternehmens- und Rechtsberatung, Werbung und Kleidermode sowie ein wichtiger Banken- und Börsenplatz."

    Da sind massenhaft Leute mit ihrer Karriere beschäftigt. Und auf der Prioritätenliste wandern Kinder dann immer weiter nach unten. Und daß Wohlstand eher zu Kinderarmut (im Sinne von wenig Kinder) ist doch ein bekanntes Phänomen...wenngleich es auch widersinnig und sehr traurig ist.

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    1. Womit wir beim alten Thema wären: stören Kinder die Karriere? Und wenn ja: wer muss dann dran glauben?

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  2. Wir sterben aus WEIL es uns so gut geht wie nie. Da will jede(r) (ihr) sein Stück vom Kuchen (so lange noch Kuchen da ist...), und offenbar sind Kinder da hin und wieder einfach im Weg. Wenn wir uns mal wieder aus Trümmern und Asche hocharbeiten müssen, dann kommen auch wieder die Kinder.

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    1. Also ich bin dagegen!
      Ich habe Kinder und liebe das! Und ich finde das alles einfach nur dämlich!

      Das, was ich am liebsten über unsere Gesellschaft schreiben würde, lasse ich lieber ungeschrieben.

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    2. Ja, aber die Kinder, die die Leute bekommen, wenn sie sich aus Schutt und Asche hervorkämpfen, haben nicht unbedingt damit zu tun, dass die Leute Kinder um ihrer selber wertschätzen.
      Das kann damit zu tun haben, dass sie sich selbst bessere Überlebenschancen ausrechnen, wenn sie viele kleine Arbeitskräfte in die Welt setzen.
      Oder damit, dass sie keine Möglichkeit haben, KEINE Kinder zu bekommen.
      Das bedeutet nicht, dass die Kinder dann gut behandelt werden. Man lese sich Bücher über Nachkriegskindheiten durch (das letzte Mal, dass man sich hierzulande aus Trümmern & Asche hocharbeiten musste). Diese Kindheiten waren oft nicht geprägt von Liebe & Verständnis, sondern sehr oft von "Das Kind ist da, das muss jetzt funktionieren."

      Eine Runde Elend für alle verändert die Einstellung zu Kindern nicht unbedingt.

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