Donnerstag, September 25, 2014

Zitate

[Von Bastian]
Am letzten Wochenende fand der zweite Teil eines 4-Tägigen Seminars mit Prof. em. Dr. phil. Jörg Splett in Düsseldorf statt. Das Thema war Freiheit - Wahrheit - Person.
Es ist mir nicht möglich, die Fülle der Gedanken hier wiederzugeben. Es war unglaublich bereichernd. Mitgeschrieben habe ich allerdings ein paar Zitate, die mir gefielen.
Vielleicht gefallen sie ja nicht nur mir...

  • Wahrheit ist Wirklichkeit, die sich zeigt.
  • Das theoretisch richtige ist wahr. Das praktisch richtige ist gut.
  • Warum ist nach 2000 Jahren Christentum die Welt nicht besser? Weil jeder von vorn anfangen muss. Man kann eben nicht sagen: "Mein Vater war schon ein halber Heiliger und - hurra! - ich mache jetzt die andere Hälfte!".
  • Wer liebt, um glücklich zu sein, liebt nicht.
  • Wissen: sagen können, dass ich sagen kann, wie es ist.
  • Gott ist nicht das höchste Gut, sondern die höchste Güte. Ein höchstes Gut kann ich ergreifen und besitzen. Versuche ich aber, die höchste Güte zu ergreifen, dreht sie mich sofort um und schickt mich zum Nächsten. Die höchste Güte kann ich nur ergreifen, indem ich mich von ihr ergreifen lasse.
  • Ich bin frei, ein Versprechen zu geben, aber nicht frei, es gegeben zu haben.
  • Beweis: einen uneinsichtigen Satz auf einsichtige Weise auf etwas einsichtiges zurückführen.
  • Wer nicht sollen will, muss müssen.


Kommentare:

  1. Als Hattrup-Schüler kann ich nicht mit allen Zitaten etwas anfangen.
    ;-)

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  2. Imrahil3:09 vorm.

    Warum ist nach 2000 Jahren Christentum die Welt nicht besser?

    Falsche Frage. Sie *ist* besser.
    Das Christentum ist, nicht nur und nicht hauptsächlich aber auch, eine zweitausendjährige Erfolgsgeschichte, die wir nur nicht sehen, weil wir sie schon gewohnt sind.

    Gott ist selbstverständlich das höchste Gut; wir wollen doch nicht die ganze Scholastik über den Haufen werfen.

    Und "Wahrheit ist Wirklichkeit, die sich zeigt"? Na wenndann umgekehrt. Ich kann allerdings mit dem ganzen Konzept, zwischen Wahrheit und Wirklichkeit einen Unterschied hineinzupfriemeln, nichts anfangen.

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