Sonntag, September 28, 2014

Wenn Martin auf den Zug aufspringt...

[Von Bastian]
Aha. Die Polizei wird in NRW bei Martinszügen und Ähnlichem nicht mehr aufpassen. Das kostet zu viel. Spätestens hier wird klar, was unserer Rot-Grünen Landesregierung wichtig ist: Geld. Denn dass ausfallende Martinszüge auch etwas kosten, z.B. Freude und Brauchtum, wird offensichtlich nicht bedacht. Sie sollen halt privat organisiert und gesichert werden. Seitdem im NRW-Landtag kein Kaffee mehr serviert wird (Kostenfaktor!), fehlt es dort offenbar an Denkfähigkeit und Konzentration. (Vielleicht wäre Kaffee eben doch eine gute Investition in funktionierende Politikerhirne!)

Ich denke allerdings, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Polizei eben doch wieder vor Ort ist. Spätestens wenn die Linke anlässlich der Laternenzüge zu Gegendemos aufruft, wird man die vor aggressiven Kindern schützten wollen - schließlich werden die armen Demonstranten mit brennenden Laternen bedroht!

Uns bleibt, zu überlegen, wie man in der Zwischenzeit damit umgeht. Eigentlich braucht das Kind nur einen anderen Namen. Wir müssen auf den Zug der Zeit aufspringen. Denn was wird noch vernünftig geschützt? Immer die Aktionen, von denen die Regierung glaubt, dass man dort gar keine Polizei haben will. Das macht nämlich misstrauisch.
Die nächste Fronleichnahmsdemo könnte daher Glück haben, wenn man es schafft, die Behörden zu überzeugen, dass es sich bei Ministranten und Geistlichen um Vermummte handelt. Dann sind Beamte zur Stelle. Martinszüge könnte man offiziell absagen und als Flashmob übers Internet organisieren. Irgendjemand muss dann noch dafür sorgen, dass die Polizei einen Tipp bekommt.

Die Art des Auftritts ist alles. Denn wenn die Polizei uns nicht schützen will, muss sie eben da sein, um andere vor uns zu schützen. Es muss doch irgendeinen Weg geben, die Ordnungshüter zur Stelle zu haben.

Kommentare:

  1. Wenn Täuschen und Tricksen nicht so unchristlich wäre, würde ich vorschlagen, wir nennen es Gänsefest. Dann dürfen wir wieder.

    AntwortenLöschen
  2. Warum passt die Polizei eigentlich bei Fußballspielen auf?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ganz einfach: für viele ist Fußball die neue Religion. Und dafür wird so viel Polizei benötigt, dass für die "alte, überholte" Religion nichts mehr übrig bleibt...

      Löschen
    2. Wie ich inzwischen gelesen habe, wird auch beim Fußball gespart bzw. es soll dort gespart werden. Man hat es offenbar schon ausprobiert und Minister Jäger ist zufrieden.

      Aber etwas anderes frage ich mich auch noch:
      Wenn die Polizisten nicht bei Martinszügen aufpassen, was machen die in der Zeit? Haben die dann unbezahlten Urlaub?

      Löschen