Mittwoch, Oktober 16, 2013

Prunkbaustellen der Katholischen Kirche in Deutschland

[Von Bastian]

Bischofsresidenz zu Limburg
Bauprojekt, dessen Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Man spricht von 40.000.000,-€, was wohl für das Projekt ziemlich unangemessen ist.
Die architektonische Qualität ist sehr hoch.
Die Nachhaltigkeit ist gewährleistet, da die Bausubstanz sehr gut ist.
Die logische Folge: der Bischof muss gehen.

Der Dialogprozess
Missionsprojekt, das als Prestigeprojekt aufgezogen wird.
Die Kosten sind unbekannt – da gibt es keinerlei Transparenz. (Korrektur: man schrieb mir, es stehen 300.000 dafür im Haushalt.)
Die rhetorische Qualität ist bisweilen sehr hoch – die inhaltliche lässt sich nicht bewerten, ohne dass man sich entweder dem Zorn der Teilnehmer oder dem ihrer Gegner aussetzt. Allein daraus lässt sich problemlos schließen, dass zumindest der Aspekt, integrierend zu wirken, gründlich danebengegangen ist.
Die logische Folge: auf jeden Fall weiter so!

Katholisch.de
Medienprojekt mit einem exorbitanten Budget. Man spricht von Millionen jährlich.
Die gestalterische Qualität ist in Ordnung, die inhaltliche durchwachsen.
Ob davon etwas Nachhaltiges bewirkt wird, weiß nur Gott.
Die logische Folge: keine.

Weltbild
Finanzprojekt mit katholischem Deckmantel, der übelste Blasphemien und Sauereien verdecken soll.
Finanziell meist ein Gewinn. Kosten: der letzte Rest der eigenen Glaubwürdigkeit.
Die inhaltliche Qualität deckt ein großes Spektrum ab. Der Konzern leistet Integrationsarbeit. So integriert er beispielsweise Pornographie und Esoterik in die Kirche.
Die logische Folge: dem Chef wird das Vertrauen ausgesprochen und die eigenen Sünden werden nicht geändert, sondern in eine Stiftung outgesourced.

Meine persönliche Ansicht: mit den ersten drei kann ich leben - mit dem letzten nicht.

Kommentare:

  1. Freiburg benennt im aktuellen Bistumshaushalt einen Posten für den Dialogprozess: In diesem Rahmen wendet man 300.000 Euro auf.

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