Montag, Januar 20, 2014

Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht!

[Von Bastian]
Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht. Sagt man so. Was es aber mit Sicherheit nicht gibt, sind Dinge, die sich in der EU nicht fordern ließen. Um noch ein wenig mehr Schwung in das Karussell abstruser Forderungen zum Thema „Political Correctness in Daily Life“ zu bringen, hier ein paar Vorschläge. Sie ergänzen den derzeit hofierten Bereich „Kinder“. Ich traue der EU jeden einzelnen davon zu.

  • Aussagen bei der Geburt wie „Es ist ein Junge“ müssen verboten werden. Sie legen das Kind auf nicht zulässige Weise fest. Das Geschlecht soll sich das Kind später selbst aussuchen können.
  • Der Klaps auf den Po, wenn das Kind nicht atmet, soll als Gewaltanwendung endlich unter Strafe gestellt werden. Stattdessen sollte nötigenfalls ein Sozialarbeiter mit dem Kind in einem ruhigen Gespräch eine Lösung finden.
  • Zur Verhinderung vereinnahmende Aussagen wie „Das ist MEINE Tochter“ (ein Kind gehört niemandem!) werden Possessivpronomina zur Beschreibung von Verwandtschaftsverhältnissen verboten.
  • Da kleinerwüchsige Kinder weniger Kosten verursachen als hochgewachsene, wird eine Familienumlage eingeführt. Eltern (oder wer auch immer deren Platz einnimmt) von Kindern unterhalb der offiziellen Durchschnittsgröße müssen sich beim Kauf von Kleidern den Preis der entsprechenden Normgröße mitteilen lassen und 50% der Differenz in den sogenannten „Schuhsoli“ einzahlen. Eltern (oder wer auch immer deren Platz einnimmt) großer Kinder können den Antrag auf Zuschuss stellen, wenn sie nachweisen, dass ein kleineres Kleidungsstück gleicher Art weniger gekostet hätte.
  • Da Kinder nicht gefragt werden, ob sie geboren werden wollen, kann man sie nicht verpflichten, später für ihre Eltern zu zahlen. Zum Schutz der Kinder vor einer solchen Ungerechtigkeit erhalten Eltern daher für ihre Erziehungszeiten keine Rente.
  • Um die Diskriminierungen zu verhindern, wird der Begriff der „Eltern“ auch auf Kinderlose ausgeweitet. Subventionen, die ausschließlich für Personen mit Kindern gelten, werden in diesem Zusammenhang auch für Kinderlose geöffnet. Auch ohne Kinder kann man verantwortungsvoll erziehen und so den Anspruch auf Erziehungsgeld sichern.
  • Zur Verhinderung anerzogener sexueller Stereotype wird in der Schule für jeden Jungen ein sechsmonatiges Praktikum als Mädchen und für jedes Mädchen ein entsprechendes Praktikum als Junge obligatorisch.
  • Die finanzielle Eigenständigkeit der Eltern soll gestärkt und die Abhängigkeit vom Staat vermindert werden. Eltern sollen deshalb in Zukunft das Kindergeld nicht mehr vom Staat bekommen, sondern aus dem eigenen Einkommen nehmen.
  • Eltern dürfen die Schulzeugnisse von Kindern nur noch dann einsehen, wenn sie von den Kindern schriftlich dazu bevollmächtigt wurden.

Kommentare:

  1. DER Name, DER Tag ... grauenhafte Grammatik! Trotzdem: Alles Gute und Gottes Segen zum Namenstag!

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  2. (((-; Wollen Sie das wirklich alles, Sie Bestie? ;-)))

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  3. Immerhin - DAS Kind wird man weiterhin sagen dürfen. Es gibt auch Anregungen, alle Wörter, die Menschen bezeichnen, nur noch in der neutralen Deminutivform zuzulassen, analog zu Mädchen das Jungchen, das Mütterchen, das Väterchen, das Arbeiterchen und das Professorchen. Allerdings gibt es daran Kritik, weil es so sehr an den ostpreußischen Dialekt erinnert und damit revisionistisch ist.

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    1. Und was machen wir mit DER Stuhl, DER Salat, DIE Soße, DIE Tischdecke, DIE Erde, DER Himmel ... Viel Vergnügen!

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  4. Friedlon10:52 vorm.

    Jedes Kind hat ein Menschenrecht auf Abtreibung. Der/die Schwangere wird vom behandelnden Ärtzchen verpflichtend darauf hingewiesen. Für unwillige Schwangere wird eine Umweltabgabe eingeführt, die den der Allgemein entzogenen Wert durch den Ressourcenverbrauch (Atemluft, Nahrung etc.) des Kindes abdeckt.

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