Sonntag, Februar 26, 2012

Dualität der Geschlechter

[Von Bastian]
Wieder ein interessantes Gespräch mit meinem Bloggervater, von dem ich grüßen soll.
Thema: Geschlechtlichkeit.
Unsere Überlegung: die beiden Geschlechter sind keine Kriterien, zu denen man weitere hinzufügen könnte – sie sind eine Polarität. Wie Heiß – Kalt. Eine dritte Temperatur ist nicht denkbar, sondern würde sich immer aus diesen beiden heraus definieren.
Dennoch werden munter weitere Geschlechter propagiert. Warm beispielsweise. Oder nach Gender die, die sich zwar heiß anfühlen, selbst aber frieren. Oder umgekehrt.
Man kann da auch Rechte draus erwachsen lassen. Zum Beispiel dass auf Wunsch Spiegeleier auf Kühlakkus zubereitet werden, wenn die Akkus sich heiß fühlen. Oder dass Herdplatten in Kühlschränken montiert werden und sich dort frei ausleben, wenn sie sich dazu selbst entscheiden. Ja aus Gründen der "Cesliusgerechtigkeit" sollen sogar nur noch Kühlschränke mit Ceranfeld erlaubt sein, damit die Temperatur stets frei wählbar ist.

Der Brei, der inzwischen aus dem ehemals gut gefüllten Kühlschrank fließt, ist unappetitlich und wahrscheinlich bereits verdorben. Auch die Eier sind hin.
Mir wird schlecht von dem Zeug. Es ist irritierend – wobei die „Aufgeklärten“ über meine Übelkeit irritiert sind.

Guten Appetit.

Kommentare:

  1. Diese Menschen haben einen hohen Leidensdruck; aber das Wort Mitleid ist wohl für viele ein Fremdwort. Vor allem wenn ich daran denke, wie manche katholischen Kleriker Leid verherrlichen und Menschen glauben "zur Annahme des Leids" überreden zu müssen, dass man meinen könnte, das sind alles Masochisten und Sadisten.
    Wahrscheinlich können sie (klein geschrieben!) sich nie und nimmer in so ein Leid hineinversetzen, geschweige denn mitleiden.

    Diese völlig fehlende Empathie, die sich, vor allem beim moralischen Rigorismus, ja sogar Absolutismus des katholischen Lehramtes in Personam eines Benedikt VI zeigt, ist vielleicht auch ein Grund, warum die Kirchen leer sind.

    AntwortenLöschen
  2. Nun ja, das ist sicher eine Meinung. Doch ich würde da noch einmal nachdenken. Es scheint mir etwas zu simpel.
    Interessant, wie mir scheint: von "manchen katholischen Klerikern" wird geschlossen, man könne "meinen, das sind alles".
    Dazu ein paar Superlative wie moralischer Rigorismus, Absolutismus und völliges Fehlen von Empathie, dann noch ein Feindbild, und schon steht die Argumentation? Das kann ich nicht recht glauben.

    Zudem: Leidensdruck, Mitleid? Ist nicht das häufigste Argument, das sei nichts, worunter man leiden müsse? Wird nicht Mitleid abgelehnt?
    Dass die Leiden eines jeden Menschen ernst zu nehmen sind und Mitleid im positiven Sinn als intensive Teilnahme eine Forderung des katholischen Katechismus ist, finde ich sehr wichtig.

    AntwortenLöschen
  3. Bastian (Sierra Victor)Feb 27, 2012 01:21 AM
    Nun ja, das ist sicher eine Meinung. Doch ich würde da noch einmal nachdenken. Es scheint mir etwas zu simpel.
    Nur was kompliziert ist, kann wahr sein? So simpel ist Ihre Wahrheit? Wieso denn?
    Interessant, wie mir scheint: von "manchen katholischen Klerikern" wird geschlossen, man könne "meinen, das sind alles".
    Wollen Sie damit sagen, dass in der römisch-katholischen Kirche, oder gar im römisch-katholischen Lehramt, Meinungsvielfalt herrschen müsse, wie in einer freiheitlich verfassten Demokratie? Das sieht Papst Benedikt meines Wissens völlig anders. Und das völlig zu Recht! Schon mit den sehr, sehr katholischen Piusbrüdern bringt er keine Übereinstimmung zustande, aber dann noch Meinungsvielfalt? Dass Gott bewahre!

    Dazu ein paar Superlative wie moralischer Rigorismus, Absolutismus und völliges Fehlen von Empathie, dann noch ein Feindbild, und schon steht die Argumentation? Das kann ich nicht recht glauben.
    Für Sie sind die Ausdrücke „moralischer Rigorismus“ oder „Absolutismus“ Superlative? Das glaube nun wieder ich nicht.
    Absolute Wahrheiten sind der Kern der katholischen Lehre; das Gegenteil von Relativismus und das grosse Anliegen des Papstes.
    Absolutismus ist nicht nur in der Wahrheit des katholischen Lehramtes (man nennt das auch Dogmen) sondern auch die Verfassung der Kirche, wie sie im Codex Iuris Canonici festgeschrieben steht. Absolut ist die Macht des Papstes in der Kirche (Quelle: C. I. C. Canon 331), also sollten Sie vorsichtig sein, den Absolutismus mit den Worten „Das kann ich nicht recht glauben.“ zu relativieren.
    Sie stellen sich damit ausserhalb des innersten Kerns der katholischen Wahrheiten.

    Und „moralischer Rigorismus“ ist Ihnen auch nicht allzu glaubwürdig?
    Na wozu dann diese Aufregung über die ganze Sache, inklusive Ihrer ekelhaften Vergleiche von Verfaultem mit Menschen?
    Und wie hätten Sie es denn gerne ohne moralischen Rigorismus? Da eine kleine Abtreibung, dort ein wenig Verhütungsmentalität oder lieber doch Geschlechtsverkehr ausserhalb der sakramentalen Ehe, nur so zum Vergnügen?
    Das wollen Sie doch auch alles nicht, oder täusche ich mich da? Sind Sie gar nicht so dem moralischen Rigorismus verhaftet, sondern eher dem laissez-faire-Prinzip der so gefürchteten „alt-68er“

    Zudem: Leidensdruck, Mitleid? Ist nicht das häufigste Argument, das sei nichts, worunter man leiden müsse? Wird nicht Mitleid abgelehnt?
    Wollen Sie damit jetzt den Leidensdruck der Menschen relativieren? Nach dem Motto: Mitleid ja, aber nur dort wo ich Leiden erkennen kann? Ihr letzter Satz scheint darauf hinzudeuten.
    Vielleicht überdenken Sie Ihren Standpunkt noch einmal und wenns irgend geht: bitte ohne diese Ekelvergleiche. Danke.

    AntwortenLöschen