Freitag, Februar 06, 2015

Buddhallahchwe

[Von Bastian]
Ein Bischof schlägt vor, dass alle Gott Allah nennen – dadurch gäbe es weniger Spannungen. Ich finde, das ist zu kurz gedacht. Warum nur Christen und Moslems? Warum nicht so, dass sich alle großen Religionen darin wiederfinden? Wenn Gott es egal ist, wie wir Ihn nennen, ist es Ihm/Ihr sicher auch egal, wie wir an Ihn/Sie glauben. Die eine große Religion wartet auf uns!
Der passende Name wäre doch Buddhallahchwe (früher auch Buddhallahova genannt). Mit ihm kann sich jeder anfreunden, zu ihm kann jeder beten, im nächsten Kirmoschempel. Und dann kommen wir alle ins Nirvimmeldies.
Wie schön!

Kommentare:

  1. Keine schlechte Idee - aber man darf nicht auf den bereits bestehenden Namen eines Gottes zurückgreifen, sonst halten sich die Anhänger (so sie dazu neigen) für die großen Sieger und etwas Besseres.
    In Jasper Fforde's Tuesday Next Series haben sich die Religionen aus Vernunftsgründen zusammengeschlossen und nennen Gott nun GSD oder "Global Standard Deity". Das räumt mit den unguten Assoziationen bereits verwendeter Gottesnamen auf. Also GDS, wenn schon. :-)

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  2. So'n Käse. Allah ist doch gar kein Name. Warum sollten wir plötzlich anfangen, beim Beten Arabisch zu sprechen? Außerdem beten doch die Protestanten auch zum Vater, Sohn und Heiligen Geist und kommen trotzdem nich ins Nirwa... äh, Paradies. Und die Piusbrüder sind sogar katholisch und kommen nicht rein, weil ihre Messe zu alt ist. Und wer erstmal anfängt mit "Mein Gott ist nicht dein Gott" ist doch sowieso Polytheist und hat im Paradies auch nichts verloren. Jedenfalls wenn Gott solche komischen Regeln mit unterschiedlichen Namen und verschiedenen mehr oder weniger wahren Religionen usw. einführt. Ich meine, es gab schon immer nur eine Religion und es war auch schon immer egal, welcher man angehört, Hauptsache gottesfürchtig, fromm und gütig. Wüsste auch nicht, wo Jesus dem widersprechen würde.

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  3. Da gäbe es viel zu zu sagen. Eines nur von mir: Es ist eine versteckte Art, mir zu sagen, dass ich dumm bin, weil ich an Christus glaube und Ihn für den Weg halte, Mohammed aber nicht. Ich denke allerdings, dass diese Behauptung Unsinn ist.

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  4. Dann wäre ich allerdings auch dumm. Die Fakten sind doch klar. Es gibt nur einen Gott. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg der Rechtleitung haben wir nicht, brauchen wir auch nicht.

    Allah ist Arabisch und bedeutet "Gott". Arabisch ist hierzulande keine Liturgiesprache. Privat bete ich auch praktisch nie in dieser Sprache. Also stellt sich das Problem eigentlich nicht. Den Vorschlag dieses (imaginären, oder?) Bischofs finde ich also recht abtrus. Also sind wir doch einer Meinung. Und beide keineswegs dumm.

    Dann gibt es noch zwei Punkte:
    - Bei Veranstaltungen mit Arabern wäre es natürlich kein Problem, sich auf Arabisch zu unterhalten oder von mir aus auch auf Arabisch zu beten. Jedenfalls ist das nicht per se Synkretismus.
    - Und weil andere Leute Mohammed für wichtiger halten als Jesus (von dir und mir verlangt das hoffentlich in absehbarer Zeit niemand, jdfs. wenn wir nicht gerade am "Lies!"-Stand stehen), müssen sie auch nicht per se fehlgeleitet sein. Sie könnten sich durchaus auf dem Weg zur Wahrheit und zum Leben befinden und man kann ihren Weg nicht als im Ansatz vollkommen verfehlt verurteilen (tut die Kirche jdfs. nicht).
    Diese beiden Schlussfolgerungen wären also undurchdacht, zu kurz gedacht, nicht ganz korrekt, nenn sie von mir aus "dumm".

    Meine "versteckte" Aussage enthielt aber keinerlei Vorwürfe gegen dich, sondern nur ein paar ironische Vereinfachungen (ein "verstecktes" Augenzwinkern, kein "versteckter" Angriff), weil ich deinen Beitrag eben auch für satirisch vereinfachend hielt. :-)

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