Freitag, März 15, 2013

Ich frage mich, was denkt ein Papst…

… über Armutsprobleme in einem Land, dessen Sozialhilfe für viele in seiner Heimat großen Reichtum bedeuten würde?

… der in seiner Heimat gegen Korruption und unsittlichen Lebensstil kämpfte, über eine Kirche, die es nicht schafft, sich wirklich von einem Verlag zu trennen, in dessen Bereich Pornographie hergestellt wurde und die daran verdiente?

… der auf die Straße gehen will, um Menschen in die Kirche zu holen, wenn Christen sich stattdessen streiten, in welchem Ritus die Messe dann gefeiert werden soll?

… der ein besonderes Herz für die Armen hat, über ein Land, in dem mittels einer Kirchensteuer Gremien finanziert werden?

… der im Heiligen Geist gewählt wurde, der Fels der Kirche zu sein, wenn ihm andere erklären wollen, was Tradition und das Messopfer wirklich sind?

… der Menschen vor einem Terrorregime versteckt hat, von Priesterinitiativen und Laiengruppen, die Rebellion gegen die Kirche predigen?

… der in seiner Heimat Menschen auf der Straße verrecken sah, von einem Land, das ihm erzählen will, die hiesigen Probleme seien die wichtigsten der Weltkirche und ohne Kondome gehe gar nichts?

Kommentare:

  1. Gute Frage ...
    Möge Gott ihn segnen!

    AntwortenLöschen
  2. Was für ein schöner Beitrag, vielen Dank!!!

    AntwortenLöschen
  3. Wie wohltuend hebt sich dein Beitrag von denen ab, die - von verschiedenen Seiten! - jetzt schon gleich wieder den neuen Papst kritisieren müssen, weil er nicht genauso ist (oder besser: zu sein scheint), wie sie es sich vorgestellt haben!
    Ich fand seine Bescheidenheit jedenfalls sehr berührend. Und er hat doch genau das in den Mittelpunkt gestellt, was wirklich zählen sollte: er hat als erstes mit den Versammelten gebetet! Was hätte er Besseres machen können? Sich selbst feiern lassen?
    Nochmal danke für deinen Beitrag!

    AntwortenLöschen