Donnerstag, Dezember 15, 2005

Vergiß die Freude nicht

Das liturgische Tagesgebet für den heutigen Tag:

Heiliger Gott, wir sind vor dir schuldig geworden, und die Sünde belastet uns. Schenke deinen unwürdigen Dienern die Freude wieder durch die heilbringende Ankunft deines Sohnes, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Die Freude – ein zentraler Begriff des Glaubens; und mehr als ein netter Geschenkbuchtitel. So nennt C. S. Lewis seine Autobiographie »Überrascht von Freude« – »Surprised by Joy». Der Apostel Paulus bezeichnet sein Dienstamt als »Helfer zu eurer Freude«. Und überhaupt – wir stehen in der Woche, die mit dem Sonntag Gaudete begonnen hat.

»In die Freude einzutreten«, sagte mir einmal ein Freund, «kann eine Form der Buße sein«. Vor einigen Tagen fand ich beim Entrümpeln einer alten Bücherkiste das Buch von Pius-Aimone Reggio, »Vergiß die Freude nicht«; Herder 1958. Wie konnte ich diese kleine Meisterwerk nur zur Seite legen? Pius-Aimone Reggio schöpft aus dem reichen Schatz der Tradition und legt dar, welche Bedeutung die Freude im geistlichen Leben hat. Ich habe das Büchlein (gerade mal achtzig Seiten) wieder in mein Regal eingeräumt und lege es jedem ans Herz, der es mal irgendwo antiquarisch auftreiben kann. Ich wünsche uns eine freudevolle Bußzeit!

1 Kommentar:

  1. Danke für den Tipp! Habs gerade bei ebay erstanden - für den sagenhaften Preis von 1 Euro... ;-)

    (Dort sind momentan übrigens noch 2 weitere Exemplare eingestellt, geringfügig teurer.)

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