[Von Bastian]
Es ist offiziell: dieses Blog ist eine Lachnummer. (LINK)
Letztes mal war es noch die Robusta in Trägheit - die Leser erhofften sich mehr. Um dem Folge zu leisten, ging mein Blogger-Vater Peter ein hohes Risiko ein und machte Echo Romeo zum Gemeinschaftsblog. Die Quittung ist hart: man lacht über uns.
Ich kann hier nur beteuern, dass mir dieses Zeugnis Mahnung und Ansporn sein wird, in mich zu gehen und in Zukunft darauf zu achten, die Dinge mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu betrachten.
So verbleibe ich zerknirscht
Sierra Victor
Samstag, August 18, 2012
Freitag, August 17, 2012
Wieder hochgeholt: Gesellschaftliche Logik
[Von Bastian]
Die beiden Meldungen, auf die ich heute stieß (siehe letzter Beitrag) veranlassen mich, folgenden älteren Text noch einmal einzustellen.
Was ist eine kinderfreundliche Gesellschaft? Die heutige Definition sagt: das ist eine Gesellschaft, in der Kinder nicht zum Nachteil werden, eine Gesellschaft, in der man den Mut hat, Kinder in die Welt zu setzen. Kinder zu bekommen soll keine finanziellen Einbußen bedeuten und keinen Ausschluss aus dem Berufsleben. Es soll keine Abkoppelung von der beruflichen Weiterentwicklung geben: auch eine Karriere muss möglich sein. Kurz: Beruf und Familie sollen vereinbar sein. Alles wichtig. Aber: ist das kinderfreundlich?
Ist eine Gesellschaft wirklich kinderfreundlich, deren Botschaft im Klartext lautet: Gehe arbeiten, mache Karriere, bleibe bloß nicht zu Hause, lebe mit Kindern so, als hättest Du keine! Gerade in der Forderung, Kinder dürften kein Hindernis sein, wird der kinderlose Zustand als der erstrebenswerte hingestellt. Das Verständnis gilt nicht denen, die sich Kinder wünschen, sondern denen, die sie notfalls in Kauf nehmen.
Die Willkommensbotschaft an die Kinder lautet: wir haben deine Existenz ermöglicht, indem wir alles getan dafür haben, dass du nicht störst. Deshalb bezahlen wir dafür, dass du ganz schnell in einer Krippe von anderen versorgt werden kannst und später möglichst den ganzen Tag in der Schule bist und gefördert wirst.
Gefördert? Warum? Reicht das Kind denn nicht, wie es ist? Nein, es reicht nicht. Die Gesellschaft verlangt Qualifikationen, die ohne Förderung für viele nicht erreichbar sind, die wir aber brauchen. Kinder sind unsere Zukunft! Kindergeschrei ist bekanntlich Zukunftsmusik.
Moment, wessen Zukunft? Nun, unsere. Um es klar zu sagen: damit wir unseren eigenen Lebensstandard halten können, brauchen wir die Kinder. Nicht um ihrer selbst willen. Das Leben, dass die Gesellschaft möglichst wenig von Kindern beeinträchtigt wissen will, soll ihr im Alter von ebendiesen Kindern weiter ermöglicht werden. Die Kinder sollen die Folgen ihrer eigenen Ausgrenzung finanzieren. Dazu werden sie präpariert und gefördert, dafür bekommen sie Zuwendung. Finanzielle Zuwendung. Die Gesellschaft klopft sich derweil ob derart viel Fürsorge und Kinderfreundlichkeit stolz selbst auf die Schulter.
Wann wird diese Gesellschaft wirklich kinderfreundlich sein? Sie wird es an dem Tag, an dem sie unsere Kinder nicht einplant, sondern sie willkommen heißt, wie sie sind. Sie wird es an dem Tag, an dem sie nicht mehr sagt, die Zukunft werde durch Kinder ermöglicht, sondern sagt, die Gegenwart werde durch sie lebenswert.
Kinder sind unsere Gegenwart.
Die beiden Meldungen, auf die ich heute stieß (siehe letzter Beitrag) veranlassen mich, folgenden älteren Text noch einmal einzustellen.
Was ist eine kinderfreundliche Gesellschaft? Die heutige Definition sagt: das ist eine Gesellschaft, in der Kinder nicht zum Nachteil werden, eine Gesellschaft, in der man den Mut hat, Kinder in die Welt zu setzen. Kinder zu bekommen soll keine finanziellen Einbußen bedeuten und keinen Ausschluss aus dem Berufsleben. Es soll keine Abkoppelung von der beruflichen Weiterentwicklung geben: auch eine Karriere muss möglich sein. Kurz: Beruf und Familie sollen vereinbar sein. Alles wichtig. Aber: ist das kinderfreundlich?
Ist eine Gesellschaft wirklich kinderfreundlich, deren Botschaft im Klartext lautet: Gehe arbeiten, mache Karriere, bleibe bloß nicht zu Hause, lebe mit Kindern so, als hättest Du keine! Gerade in der Forderung, Kinder dürften kein Hindernis sein, wird der kinderlose Zustand als der erstrebenswerte hingestellt. Das Verständnis gilt nicht denen, die sich Kinder wünschen, sondern denen, die sie notfalls in Kauf nehmen.
Die Willkommensbotschaft an die Kinder lautet: wir haben deine Existenz ermöglicht, indem wir alles getan dafür haben, dass du nicht störst. Deshalb bezahlen wir dafür, dass du ganz schnell in einer Krippe von anderen versorgt werden kannst und später möglichst den ganzen Tag in der Schule bist und gefördert wirst.
Gefördert? Warum? Reicht das Kind denn nicht, wie es ist? Nein, es reicht nicht. Die Gesellschaft verlangt Qualifikationen, die ohne Förderung für viele nicht erreichbar sind, die wir aber brauchen. Kinder sind unsere Zukunft! Kindergeschrei ist bekanntlich Zukunftsmusik.
Moment, wessen Zukunft? Nun, unsere. Um es klar zu sagen: damit wir unseren eigenen Lebensstandard halten können, brauchen wir die Kinder. Nicht um ihrer selbst willen. Das Leben, dass die Gesellschaft möglichst wenig von Kindern beeinträchtigt wissen will, soll ihr im Alter von ebendiesen Kindern weiter ermöglicht werden. Die Kinder sollen die Folgen ihrer eigenen Ausgrenzung finanzieren. Dazu werden sie präpariert und gefördert, dafür bekommen sie Zuwendung. Finanzielle Zuwendung. Die Gesellschaft klopft sich derweil ob derart viel Fürsorge und Kinderfreundlichkeit stolz selbst auf die Schulter.
Wann wird diese Gesellschaft wirklich kinderfreundlich sein? Sie wird es an dem Tag, an dem sie unsere Kinder nicht einplant, sondern sie willkommen heißt, wie sie sind. Sie wird es an dem Tag, an dem sie nicht mehr sagt, die Zukunft werde durch Kinder ermöglicht, sondern sagt, die Gegenwart werde durch sie lebenswert.
Kinder sind unsere Gegenwart.
Das passt doch nicht!
Heute bin ich über zwei Meldungen gestolpert, die ich nicht übereinander bringe.
Einmal im Focus online: Düsseldorf ist die bürgerfreundlichste Stadt. (LINK)
Viel davon kann ich bestätigen: Behörden mit Terminen, auf die man nicht warten muss, freundliche Beamte, gute öffentliche Verkehrsmittel, beste Organisation, die Stadt ist unglaublich sauber, die öffentlichen Grünbereiche sind im Frühling ein Blütenmeer (allein auf den Mittelstreifen der großen Straßen blühen mehrere Millionen Krokusse und Narzissen), Altstadt, Rheinufer und Hafen bilden eine gigantische Fußgängerzone, auf der unglaublich viel los ist, und, und, und...
Zugleich schreibt die Rheinische Post, dass in Düsseldorf die Geburten zurück gehen: in Düsseldorf sank die Quote auf 1,28 Kinder pro Frau (Hier mehr dazu: LINK)
Wie kann das sein? Uns geht es so gut wie nie, und wir sterben aus?
Einmal im Focus online: Düsseldorf ist die bürgerfreundlichste Stadt. (LINK)
Viel davon kann ich bestätigen: Behörden mit Terminen, auf die man nicht warten muss, freundliche Beamte, gute öffentliche Verkehrsmittel, beste Organisation, die Stadt ist unglaublich sauber, die öffentlichen Grünbereiche sind im Frühling ein Blütenmeer (allein auf den Mittelstreifen der großen Straßen blühen mehrere Millionen Krokusse und Narzissen), Altstadt, Rheinufer und Hafen bilden eine gigantische Fußgängerzone, auf der unglaublich viel los ist, und, und, und...
Zugleich schreibt die Rheinische Post, dass in Düsseldorf die Geburten zurück gehen: in Düsseldorf sank die Quote auf 1,28 Kinder pro Frau (Hier mehr dazu: LINK)
Wie kann das sein? Uns geht es so gut wie nie, und wir sterben aus?
Donnerstag, August 16, 2012
Alles noch da.
[Von Bastian]
Da meint man, mit dem Fall des Eisernen Vorhangs habe man Ruhe und die Gefahr ist vorbei.
Und dann merkt man plötzlich, dass auch ganz andere Krisen eskalieren können und entdeckt: das ganze Waffenzeugs samt zugehörigem Overkill ist noch da.
(LINK)
Hmm... unschön!
Da meint man, mit dem Fall des Eisernen Vorhangs habe man Ruhe und die Gefahr ist vorbei.
Und dann merkt man plötzlich, dass auch ganz andere Krisen eskalieren können und entdeckt: das ganze Waffenzeugs samt zugehörigem Overkill ist noch da.
(LINK)
Hmm... unschön!
»Verbotene Kommunion«
[Peter Esser]
Vorzugsbehandlung für Ministerpräsident Seehofer? Wohl kaum. Nur selten habe ich davon gehört, erlebt habe ich es nie, daß jemand, der die Heilige Kommunion erbat, obwohl er kirchenrechtlich gehindert war, bei der Kommunionausteilung weggeschickt wurde.
»Als Priester muss ich bei jedem, der von mir die Eucharistie erbittet, davon ausgehen, dass er dies mit reinem Herzen tut«, kommentiert Kardinal Woelki den »Fall« nüchtern.
Unsere CDU/CSU-Größen jedoch gehen mir zunehmend auf die Nerven. Wenn Herr Seehofer subjektiv der Meinung ist, die Heilige Kommunion empfangen zu dürfen, die eben nur dem Augenschein nach »eine münzgroße Hostie« ist, müßte er wenigstens wissen, daß er mit einer öffentlichen Bekundung »den Kleinen Anstoß gibt«. Das sind die Menschen, die nach einer gescheiterten Ehe dennoch dem Eheversprechen treu bleiben oder in einer sogenannten Wiederverheiratung wenigstens nach der kirchlichen Ordnung leben.
Warum hat er, wenn die Sehnsucht nach dem Empfang des Sakramentes so groß ist, nicht irgendwann vor dem Besuch des Vatikan in einer der kleinen Innenstadtkirchen Roms die Heilige Messe besucht? Der Verdacht liegt nahe, daß der Politiker Seehofer Kirchenpolitik macht. Für die Politik scheint das, was in Deutschland von der Kirche übrig ist, immer noch als Stabilisator parteitreuer Milieus interessant zu sein.
Vorzugsbehandlung für Ministerpräsident Seehofer? Wohl kaum. Nur selten habe ich davon gehört, erlebt habe ich es nie, daß jemand, der die Heilige Kommunion erbat, obwohl er kirchenrechtlich gehindert war, bei der Kommunionausteilung weggeschickt wurde.
»Als Priester muss ich bei jedem, der von mir die Eucharistie erbittet, davon ausgehen, dass er dies mit reinem Herzen tut«, kommentiert Kardinal Woelki den »Fall« nüchtern.
Unsere CDU/CSU-Größen jedoch gehen mir zunehmend auf die Nerven. Wenn Herr Seehofer subjektiv der Meinung ist, die Heilige Kommunion empfangen zu dürfen, die eben nur dem Augenschein nach »eine münzgroße Hostie« ist, müßte er wenigstens wissen, daß er mit einer öffentlichen Bekundung »den Kleinen Anstoß gibt«. Das sind die Menschen, die nach einer gescheiterten Ehe dennoch dem Eheversprechen treu bleiben oder in einer sogenannten Wiederverheiratung wenigstens nach der kirchlichen Ordnung leben.
Warum hat er, wenn die Sehnsucht nach dem Empfang des Sakramentes so groß ist, nicht irgendwann vor dem Besuch des Vatikan in einer der kleinen Innenstadtkirchen Roms die Heilige Messe besucht? Der Verdacht liegt nahe, daß der Politiker Seehofer Kirchenpolitik macht. Für die Politik scheint das, was in Deutschland von der Kirche übrig ist, immer noch als Stabilisator parteitreuer Milieus interessant zu sein.
Mittwoch, August 15, 2012
Nachtrag zum Vortrag
[Von Bastian]
Hier der LINK zu einer Zusammenfassung eines ähnlichen Vortrags von S.E. Erzbischof Dr. Flavien Joseph Melki von Syrisch-Antiochenisch- Katholischen Patriarchat in Beirut, den er 2009 in Wien hielt.
Hier der LINK zu einer Zusammenfassung eines ähnlichen Vortrags von S.E. Erzbischof Dr. Flavien Joseph Melki von Syrisch-Antiochenisch- Katholischen Patriarchat in Beirut, den er 2009 in Wien hielt.
Vortrag zum Islam
[Von Bastian]
Heute hatten wir in unserer Gemeinde hohen Besuch: Seine Exzellenz Erzbischof Dr. Flavien Joseph Melki von Syrisch-Antiochenisch- Katholischen Patriarchat in Beirut hat mit uns ein Pontifikalamt gefeiert. Nach dem Festgottesdienst hielt der Erzbischof einen Vortrag zum Thema „Christen im Islam, Islam in Europa“.
Es war beeindruckend und interessant. An den politischen Motiven des Westens gegenüber Assad ließ er kein gutes Haar. Er sieht die Situation der Christen in den arabischen Staaten sich verschlechtern und den Islam als Gefahr für Europa.
Eine Chance sieht er in der Mission europäischer Moslems, die hier bei uns eine für sie völlig neue Entscheidungsfreiheit erführen und von denen viele offen seien. Überhaupt seien viele Moslems offen für Christus, würden aber viel zu selten von ihm hören. Es werde versäumt, das Licht Christi zu allen zu bringen.
Insgesamt hatte man nach dem Vortrag den Eindruck, dass wir in der Kirche bei uns keine Strukturprobleme haben, sondern ein massives Verkündigungsproblem.
Heute hatten wir in unserer Gemeinde hohen Besuch: Seine Exzellenz Erzbischof Dr. Flavien Joseph Melki von Syrisch-Antiochenisch- Katholischen Patriarchat in Beirut hat mit uns ein Pontifikalamt gefeiert. Nach dem Festgottesdienst hielt der Erzbischof einen Vortrag zum Thema „Christen im Islam, Islam in Europa“.
Es war beeindruckend und interessant. An den politischen Motiven des Westens gegenüber Assad ließ er kein gutes Haar. Er sieht die Situation der Christen in den arabischen Staaten sich verschlechtern und den Islam als Gefahr für Europa.
Eine Chance sieht er in der Mission europäischer Moslems, die hier bei uns eine für sie völlig neue Entscheidungsfreiheit erführen und von denen viele offen seien. Überhaupt seien viele Moslems offen für Christus, würden aber viel zu selten von ihm hören. Es werde versäumt, das Licht Christi zu allen zu bringen.
Insgesamt hatte man nach dem Vortrag den Eindruck, dass wir in der Kirche bei uns keine Strukturprobleme haben, sondern ein massives Verkündigungsproblem.
Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel
Wenn davon die Rede ist, daß Maria in den Himmel aufgenommen wurde, denke ich meist an eine Szene, die der Himmelfahrt Mariens in der Frari-Kirche in Venedig ähnelt, gemalt von Tizian — an ein Ereignis, das schon mehr dem himmlischen als dem irdischen Bereich angehört. Und so habe ich dieses Bild auch irgendwann einmal vor Jahren in diesem Blog gepostet.
Ich finde es nach wie vor großartig.
Heute denke ich aber gerne daran zurück, daß ich vor über einem Jahr in der Krypta der Dormitio, der Kirche der Entschlafung Mariens dieses Bild aufnehmen konnte. Natürlich sieht man auf diesem Bild, das an dem Ort aufgenommen wurde, an dem nach der Jerusalemer Tradition die Mutter Gottes entschlief, nichts, was nicht »wilhelminisch« wäre.
Dennoch kann ich mich dieses Down-to-Earth-Gefühls nicht erwehren: Ja, sie war eine von uns. Sie hat hier gelebt, diese Sonne ertragen und unsere Tränen geweint.
Ich finde es nach wie vor großartig.
Heute denke ich aber gerne daran zurück, daß ich vor über einem Jahr in der Krypta der Dormitio, der Kirche der Entschlafung Mariens dieses Bild aufnehmen konnte. Natürlich sieht man auf diesem Bild, das an dem Ort aufgenommen wurde, an dem nach der Jerusalemer Tradition die Mutter Gottes entschlief, nichts, was nicht »wilhelminisch« wäre.
Dennoch kann ich mich dieses Down-to-Earth-Gefühls nicht erwehren: Ja, sie war eine von uns. Sie hat hier gelebt, diese Sonne ertragen und unsere Tränen geweint.
Dienstag, August 14, 2012
Hört beim Geld die Freundschaft auf?
[Von Bastian]
Wenn ich so etwas lese (LINK), wird mir ganz anders: Soziale Unruhe, Armut Rassismus und Übergriffe in Griechenland.
Wir leben hier recht gut und philosophieren, wie es zur Finanzkrise kommen konnte und was dagegen zu tun ist. Nur, dass es sich längst um eine humanitäre Katastrophe handelt.
Werden wir der Situation überhaupt gerecht, wenn wir alles auf ein Geldproblem reduzieren und stolz auf unsere Wettbewerbsfähigkeit sind? Lässt sich das, was sich in Griechenland abspielt, noch mit "selbst Schuld!" abhandeln?
Sollte die Verzweifelung sich durchsetzen und die entsprechenden Politiker nach oben bringen, ist es mit Ruhe und Wohlstand in Europa zu Ende.
Griechenland ist mit uns befreundet. Ich stelle mir unter Freundschaft etwas anderes vor, und das nicht nur von griechischer Seite.
Wenn ich so etwas lese (LINK), wird mir ganz anders: Soziale Unruhe, Armut Rassismus und Übergriffe in Griechenland.
Wir leben hier recht gut und philosophieren, wie es zur Finanzkrise kommen konnte und was dagegen zu tun ist. Nur, dass es sich längst um eine humanitäre Katastrophe handelt.
Werden wir der Situation überhaupt gerecht, wenn wir alles auf ein Geldproblem reduzieren und stolz auf unsere Wettbewerbsfähigkeit sind? Lässt sich das, was sich in Griechenland abspielt, noch mit "selbst Schuld!" abhandeln?
Sollte die Verzweifelung sich durchsetzen und die entsprechenden Politiker nach oben bringen, ist es mit Ruhe und Wohlstand in Europa zu Ende.
Griechenland ist mit uns befreundet. Ich stelle mir unter Freundschaft etwas anderes vor, und das nicht nur von griechischer Seite.
Montag, August 13, 2012
Antwort auf das Interview von Herrn Weihbischof Jaschke
Lieber Herr Weihbischof Jaschke,
als ich Ihr Interview las, dass Sie Domradio gegeben haben (LINK), war ich von einigem sehr angetan. Dass Sie die Ehe gegenüber anderen Beziehungen abgrenzen, kann ich nur unterstützen. Gut finde ich aber auch anders herum, dass Sie versuchen, den gesellschaftlichen Entwicklungen die Lehren der Kirche gegenüberzustellen, ohne daraus eine Kampfansage zu machen. Sie vermeiden so den Eindruck, der in Gesetzesform gegossene Katechismus als Zwang für alle sei das Ziel der Evangelisierung.
Vieles andere, was gesagt wird, möchte ich jedoch nicht unkommentiert lassen.
Einerseits wird klar betont, dass die Ehe etwas ganz einzigartiges ist. Zugleich sagen Sie, dass „wir“ (wenn ein Bischof als Bischof spricht, ist „wir“ die Kirche) auch homosexuellen Paaren gerecht werden müssen, und stellen sie so auf eine vergleichbare Stufe. Dass man in großen Teilen der Gesellschaft längst nicht mehr zwischen einer Ehe und einer Homo-Ehe unterscheiden will, ist klar. Das Interview weckt keine Erwartung auf eine alternative Antwort der Kirche, sondern hinterlässt eher den Eindruck, sie würde langsam begreifen, dass es da gegenüber der Gesellschaft Nachholbedarf gäbe.
Bei der Frage nach der Diskriminierung Homosexueller gehen Sie, ausgehend vom Katechismus, ausschließlich auf die gesellschaftlichen Aspekte der Frage ein und sprechen sich selbst am Ende die Kompetenz zur letztlichen Beurteilung ab ("Im Detail kann ich das und will ich das gar nicht beurteilen.") Doch wenn für die Kirche gesprochen wird, ist, so denke ich, nicht nach persönlicher Kompetenz gefragt, sondern nach dem Willen Gottes, auf den sie nicht eingehen.
Sie führen aus: „Ich kann nicht jedem Homosexuellen sagen: Du musst auf jeden Fall dieses Ziel der Enthaltsamkeit erreichen.“ Ich denke, das sollen Sie auch gar nicht. Das kann nur Gott, weil Er allein nicht nur dazu auffordern, sondern auch dazu befähigen kann. Dies wiederum ist uns jedoch zu verkünden aufgetragen. Es kann nicht angehen, dass die Kirche sich bei der Beantwortung dieser Fragen auf die menschlichen Aspekte beschränkt. Da hinterlässt sie ein schwaches Bild, denn auf dieser Ebene diskutieren viele andere länger, besser und mit mehr Wissen. Uns ist es aufgetragen, den Willen Gottes zu verkünden und Seine Logik in das Gespräch einzubringen, eine Logik, die alle Bereiche unseres Seins umfasst.
Die persönliche Herausforderung durch das Evangelium beschränkt sich nicht auf Fragen der Sexualität – sie ist im Leben allgegenwärtig. Die persönliche Überforderung durch Gottes Gebote ist es auch - der Gerechte fällt siebenmal am Tag. Die Botschaft der Kirche ist nun nicht, dass es daher opportun sei, von den Geboten Abstriche zu machen. Ihre Botschaft ist, dass diese Gebote zugleich Verheißungen sind! Du sollst nicht sündigen heißt zugleich: in meinem Reich wirst du nicht sündigen. Ein Skandal, wenn im Namen der Kirche diese Verheißung abgeschwächt wird.
Ich vermute, mit Ihrer Aussage wollten Sie ausdrücken, dass es unrealistisch ist, anzunehmen, dass auf eine Predigt von Ihnen hin alle Schwulen und Lesben umgehend enthaltsam leben. Mit dieser Aussage, die ich hier für Sie annehme, hätten Sie natürlich Recht. Nur, dass sich genau hier der Weg gabelt: die Welt sagt, dann ist eben das Gebot falsch, und Gott sagt, Meine Gebote führen zu Mir und Ich vergebe die Sünden auf diesem Weg. Die Welt ändert angesichts eines schweren Weges das Ziel, Gott stärkt und verzeiht das Fallen. Das ist Seine Logik: es ist die der höchsten Berufung, der Verheißung und der Vergebung. Diese Logik fehlt heute an allen Ecken und Enden. Leider finde ich in Ihren Antworten nur die weltliche Logik. Entweltlichung ist da vielleicht weniger eine Frage nach der Kirchensteuer, sondern nach der Logik, der unser Denken und Reden folgt.
Christen werden nicht dadurch interessant, dass sie sind wie alle anderen, sondern dadurch, dass sie anders sind. Die Kirche ist im gesellschaftlichen Diskurs nicht dadurch fruchtbar, dass sie möglichst das wiederholt, was andere bereits besser gesagt haben, sondern indem sie selbst etwas neues und anderes sagt. Es ist kein Zeichen von Demut oder Diskussionsfähigkeit, wenn das Salz aufhört, salzig zu sein. Christus hat Gott und Seine Wahrheit verkündet. Dasselbe erhoffe ich von einem Bischof der Kirche. Daher bitte ich dazu und für alles, was mit der Ausübung des schweren Bischofsamtes zusammenhängt, Gott um reichen Segen!
Bastian Volkamer
als ich Ihr Interview las, dass Sie Domradio gegeben haben (LINK), war ich von einigem sehr angetan. Dass Sie die Ehe gegenüber anderen Beziehungen abgrenzen, kann ich nur unterstützen. Gut finde ich aber auch anders herum, dass Sie versuchen, den gesellschaftlichen Entwicklungen die Lehren der Kirche gegenüberzustellen, ohne daraus eine Kampfansage zu machen. Sie vermeiden so den Eindruck, der in Gesetzesform gegossene Katechismus als Zwang für alle sei das Ziel der Evangelisierung.
Vieles andere, was gesagt wird, möchte ich jedoch nicht unkommentiert lassen.
Einerseits wird klar betont, dass die Ehe etwas ganz einzigartiges ist. Zugleich sagen Sie, dass „wir“ (wenn ein Bischof als Bischof spricht, ist „wir“ die Kirche) auch homosexuellen Paaren gerecht werden müssen, und stellen sie so auf eine vergleichbare Stufe. Dass man in großen Teilen der Gesellschaft längst nicht mehr zwischen einer Ehe und einer Homo-Ehe unterscheiden will, ist klar. Das Interview weckt keine Erwartung auf eine alternative Antwort der Kirche, sondern hinterlässt eher den Eindruck, sie würde langsam begreifen, dass es da gegenüber der Gesellschaft Nachholbedarf gäbe.
Bei der Frage nach der Diskriminierung Homosexueller gehen Sie, ausgehend vom Katechismus, ausschließlich auf die gesellschaftlichen Aspekte der Frage ein und sprechen sich selbst am Ende die Kompetenz zur letztlichen Beurteilung ab ("Im Detail kann ich das und will ich das gar nicht beurteilen.") Doch wenn für die Kirche gesprochen wird, ist, so denke ich, nicht nach persönlicher Kompetenz gefragt, sondern nach dem Willen Gottes, auf den sie nicht eingehen.
Sie führen aus: „Ich kann nicht jedem Homosexuellen sagen: Du musst auf jeden Fall dieses Ziel der Enthaltsamkeit erreichen.“ Ich denke, das sollen Sie auch gar nicht. Das kann nur Gott, weil Er allein nicht nur dazu auffordern, sondern auch dazu befähigen kann. Dies wiederum ist uns jedoch zu verkünden aufgetragen. Es kann nicht angehen, dass die Kirche sich bei der Beantwortung dieser Fragen auf die menschlichen Aspekte beschränkt. Da hinterlässt sie ein schwaches Bild, denn auf dieser Ebene diskutieren viele andere länger, besser und mit mehr Wissen. Uns ist es aufgetragen, den Willen Gottes zu verkünden und Seine Logik in das Gespräch einzubringen, eine Logik, die alle Bereiche unseres Seins umfasst.
Die persönliche Herausforderung durch das Evangelium beschränkt sich nicht auf Fragen der Sexualität – sie ist im Leben allgegenwärtig. Die persönliche Überforderung durch Gottes Gebote ist es auch - der Gerechte fällt siebenmal am Tag. Die Botschaft der Kirche ist nun nicht, dass es daher opportun sei, von den Geboten Abstriche zu machen. Ihre Botschaft ist, dass diese Gebote zugleich Verheißungen sind! Du sollst nicht sündigen heißt zugleich: in meinem Reich wirst du nicht sündigen. Ein Skandal, wenn im Namen der Kirche diese Verheißung abgeschwächt wird.
Ich vermute, mit Ihrer Aussage wollten Sie ausdrücken, dass es unrealistisch ist, anzunehmen, dass auf eine Predigt von Ihnen hin alle Schwulen und Lesben umgehend enthaltsam leben. Mit dieser Aussage, die ich hier für Sie annehme, hätten Sie natürlich Recht. Nur, dass sich genau hier der Weg gabelt: die Welt sagt, dann ist eben das Gebot falsch, und Gott sagt, Meine Gebote führen zu Mir und Ich vergebe die Sünden auf diesem Weg. Die Welt ändert angesichts eines schweren Weges das Ziel, Gott stärkt und verzeiht das Fallen. Das ist Seine Logik: es ist die der höchsten Berufung, der Verheißung und der Vergebung. Diese Logik fehlt heute an allen Ecken und Enden. Leider finde ich in Ihren Antworten nur die weltliche Logik. Entweltlichung ist da vielleicht weniger eine Frage nach der Kirchensteuer, sondern nach der Logik, der unser Denken und Reden folgt.
Christen werden nicht dadurch interessant, dass sie sind wie alle anderen, sondern dadurch, dass sie anders sind. Die Kirche ist im gesellschaftlichen Diskurs nicht dadurch fruchtbar, dass sie möglichst das wiederholt, was andere bereits besser gesagt haben, sondern indem sie selbst etwas neues und anderes sagt. Es ist kein Zeichen von Demut oder Diskussionsfähigkeit, wenn das Salz aufhört, salzig zu sein. Christus hat Gott und Seine Wahrheit verkündet. Dasselbe erhoffe ich von einem Bischof der Kirche. Daher bitte ich dazu und für alles, was mit der Ausübung des schweren Bischofsamtes zusammenhängt, Gott um reichen Segen!
Bastian Volkamer
Sonntag, August 12, 2012
Es geht dem Kreuz an den Kragen.
[Von Bastian]
Kein Kreuz auf der Zugspitze – zumindest in Prospekten für Muslime. (LINK)
Abgesehen davon, dass ich mir als Muslim reichlich veräppelt vorkäme, wenn dann doch eines oben ist, und zudem beleidigt wäre, weil man mich offenbar für einen dämlichen Fanatiker hält, dem man mit Lügen ans Geld will: die Richtung ist klar. Das Kreuz muss weg, und wenn irgend möglich durch einen Halbmond ersetzt werden. Wohl kaum für Muslime, doch dringend für uns selbst, die wir unsere Überzeugung nähren müssen, besonders tolerant zu sein. Vorauseilend sei der Gehorsam, vom Winde verweht die Vernunft!
Was kommt als nächstes?
Anstelle von Straßenkreuzungen Kreisverkehre, die sich aus zwei Halbmonden zusammensetzen? Auch Autobahnmonde wären nur eine Sache des guten Willens.
Keine Kreuzfahrten mehr? (Gut, seit dem Unglück scheinen das ohnehin eher Mondfahrten zu sein…)
Auch das Kreuzbein im Rücken ist aufgrund unserer sitzenden Tätigkeiten oft längst zum Mondbein verkrümmt. Wir sollten unsere Mondworträtsel öfter im Gehen lösen – das täte uns gut!
Es ist peinlich welches Niveau wir den Menschen anderer Kulturen zutrauen. „Haha, verarscht! Hier oben ist wohl ein Kreuz, wir haben dich getäuscht! Naja, Hauptsache du hast Hotel und Seilbahn bezahlt.“ Wahrlich gastfreundlich und den Tourismus ankurbelnd. Das sind wirklich wir? Weia!
Eine Kultur, die nicht mehr zu sich selbst stehen kann, wird nicht ernst genommen – warum sollte man sie auch ernster nehmen, als sie es selbst tut? Das dürfte mehr und mehr zum Fazit werden, das arabische Touristen mit nachhause nehmen – zu Recht! Und wir wundern uns, wenn einige dann meinen, man müsse uns missionieren?
Kein Kreuz auf der Zugspitze – zumindest in Prospekten für Muslime. (LINK)
Abgesehen davon, dass ich mir als Muslim reichlich veräppelt vorkäme, wenn dann doch eines oben ist, und zudem beleidigt wäre, weil man mich offenbar für einen dämlichen Fanatiker hält, dem man mit Lügen ans Geld will: die Richtung ist klar. Das Kreuz muss weg, und wenn irgend möglich durch einen Halbmond ersetzt werden. Wohl kaum für Muslime, doch dringend für uns selbst, die wir unsere Überzeugung nähren müssen, besonders tolerant zu sein. Vorauseilend sei der Gehorsam, vom Winde verweht die Vernunft!
Was kommt als nächstes?
Anstelle von Straßenkreuzungen Kreisverkehre, die sich aus zwei Halbmonden zusammensetzen? Auch Autobahnmonde wären nur eine Sache des guten Willens.
Keine Kreuzfahrten mehr? (Gut, seit dem Unglück scheinen das ohnehin eher Mondfahrten zu sein…)
Auch das Kreuzbein im Rücken ist aufgrund unserer sitzenden Tätigkeiten oft längst zum Mondbein verkrümmt. Wir sollten unsere Mondworträtsel öfter im Gehen lösen – das täte uns gut!
Es ist peinlich welches Niveau wir den Menschen anderer Kulturen zutrauen. „Haha, verarscht! Hier oben ist wohl ein Kreuz, wir haben dich getäuscht! Naja, Hauptsache du hast Hotel und Seilbahn bezahlt.“ Wahrlich gastfreundlich und den Tourismus ankurbelnd. Das sind wirklich wir? Weia!
Eine Kultur, die nicht mehr zu sich selbst stehen kann, wird nicht ernst genommen – warum sollte man sie auch ernster nehmen, als sie es selbst tut? Das dürfte mehr und mehr zum Fazit werden, das arabische Touristen mit nachhause nehmen – zu Recht! Und wir wundern uns, wenn einige dann meinen, man müsse uns missionieren?
Samstag, August 11, 2012
Am Start: Transgenderhendl!
Zum Ausklang der Grillsaison am Start für den passionierten Hobbygriller und die passionierte Hobbygrillerin: Das Transgenderhendl!
(Ein Facebookfreund war so aufmerksam.)
Wieder einmal Faszination pur!
[Von Bastian]
(LINK) In diesen Tage (besser: in diesen Nächten) kann man wieder einmal life erleben, wie die Erde durchs Weltall rast. Denn in diesen Tagen passiert sie jedes Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, der wie alle Kometen eine Staubwolke hinterlassen hat. Diese Staubkörnchen treffen mit gut 200.000km/h auf die Atmosphäre, verglühen und bringen die Luft um sich herum zum Leuchten. Dieses Leuchten sind die sichtbaren "Sternschnuppen", von denen man bis zu 100 pro Stunde sehen kann, wenn der Himmel klar ist. In den nächsten beiden Nächten ist der Höhepunkt, und sie werden klar sein.
Für mich ist es überwältigend, mir klar zu machen, was man da eigentlich sieht. Wie sollte ich da nicht dankbar sein, wenn ich sehe, welch gewaltigen Aufwand Gott für Seine Menschen treibt. Wenn die gefallene Schöpfung schon so groß ist - wie muss erst Sein Reich sein! Das dankbare Staunen über die Schöpfung ist für mich eines der schönsten Gebete.
(LINK) In diesen Tage (besser: in diesen Nächten) kann man wieder einmal life erleben, wie die Erde durchs Weltall rast. Denn in diesen Tagen passiert sie jedes Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, der wie alle Kometen eine Staubwolke hinterlassen hat. Diese Staubkörnchen treffen mit gut 200.000km/h auf die Atmosphäre, verglühen und bringen die Luft um sich herum zum Leuchten. Dieses Leuchten sind die sichtbaren "Sternschnuppen", von denen man bis zu 100 pro Stunde sehen kann, wenn der Himmel klar ist. In den nächsten beiden Nächten ist der Höhepunkt, und sie werden klar sein.
Für mich ist es überwältigend, mir klar zu machen, was man da eigentlich sieht. Wie sollte ich da nicht dankbar sein, wenn ich sehe, welch gewaltigen Aufwand Gott für Seine Menschen treibt. Wenn die gefallene Schöpfung schon so groß ist - wie muss erst Sein Reich sein! Das dankbare Staunen über die Schöpfung ist für mich eines der schönsten Gebete.
Donnerstag, August 09, 2012
Politiker-Olympiade?
[Von Bastian]
„Zwei Journalisten der „WAZ“-Gruppe bemühen sich eigenen Angaben zufolge seit Mai 2011, die Zielvereinbarungen für Olympia 2012 in Erfahrung zu bringen.“ (LINK)
Äh, was? Bei uns nimmt die Politik Einfluss auf „Zielvereinbarungen“ für olympische Spiele? Und ich Naivling habe geglaubt, bei uns würden einfach gute Sportler gefördert und gäben dann ihr Bestes. Und wenn sie gewinnen, ist es prima, und wenn sie nicht gewinnen, freuen sie sich, dabei zu sein, und wir Zuschauer freuen uns auch. Peinlich, aber nicht für mich, sondern für die allzu verbissenen, ehrgeizigen und repräsentations- und imagesüchtigen Politiker und Funktionäre. Schämt Euch!
Es ist mir wurscht, wenn das in anderen Ländern genauso oder noch übler sein mag: für MEIN Land bin ich froh, dass das bisher nicht besonders gut und bei den Schwimmern (und Schwimmerinnen) so überhaupt nicht geklappt hat.
„Zwei Journalisten der „WAZ“-Gruppe bemühen sich eigenen Angaben zufolge seit Mai 2011, die Zielvereinbarungen für Olympia 2012 in Erfahrung zu bringen.“ (LINK)
Äh, was? Bei uns nimmt die Politik Einfluss auf „Zielvereinbarungen“ für olympische Spiele? Und ich Naivling habe geglaubt, bei uns würden einfach gute Sportler gefördert und gäben dann ihr Bestes. Und wenn sie gewinnen, ist es prima, und wenn sie nicht gewinnen, freuen sie sich, dabei zu sein, und wir Zuschauer freuen uns auch. Peinlich, aber nicht für mich, sondern für die allzu verbissenen, ehrgeizigen und repräsentations- und imagesüchtigen Politiker und Funktionäre. Schämt Euch!
Es ist mir wurscht, wenn das in anderen Ländern genauso oder noch übler sein mag: für MEIN Land bin ich froh, dass das bisher nicht besonders gut und bei den Schwimmern (und Schwimmerinnen) so überhaupt nicht geklappt hat.
Ich bin bewegt!
Die Nationalhymne von Jamaika ist ein Gebet! Grandios!! Was kann man besseres tun?
Zum ersten mal erscheint mir unser Text "Einigkeit und Recht und Freiheit", den ich eigentlich sehr liebe, etwas flach und selbstgerecht.
Text auf Englisch:
Eternal Father bless our land,
Guard us with Thy mighty hand;
Keep us free from evil pow’rs,
Be our light through countless hours.
To our leaders, Great Defender,
Grant true wisdom from above,
Justice, Truth be ours forever,
Jamaica, land we love,
Jamaica, Jamaica, Jamaica, land we love.
Teach us true respect for all,
Stir response to duty’s call;
Strengthen us the weak to cherish,
Give us vision lest we perish,
Knowledge send us, heavenly Father,
Grant true wisdom from above.
Justice, Truth be ours forever,
Jamaica, land we love,
Jamaica, Jamaica, Jamaica, land we love
Eine Deutsche Übersetzung:
Ewiger Vater segne unser Land,
Bewahre uns mit deiner mächtigen Hand;
behüte uns vor bösen Mächten,
Sei unser Licht, in unzähligen Stunden.
Und unseren Führern, grosser Beschützer,
erteile deine wahre Weisheit von oben,
Gerechtigkeit, Wahrheit sei unser für immer,
Jamaika, Land, das wir lieben,
Jamaika, Jamaika, Jamaika, Land das wir lieben.
Lehre uns echten Respekt für alle,
Bewegung wenn die Pflicht ruft;
Stärke uns den Schwachen zu schätzen,
Gib uns eine Vision, damit wir nicht untergehen,
Sende uns Erkenntnis, himmlischer Vater,
Erteile uns wahre Weisheit von oben.
Gerechtigkeit, Wahrheit sei unser für immer,
Jamaika, Land, das wir lieben,
Jamaika, Jamaika, Jamaika, Land das wir lieben
Zum ersten mal erscheint mir unser Text "Einigkeit und Recht und Freiheit", den ich eigentlich sehr liebe, etwas flach und selbstgerecht.
Text auf Englisch:
Eternal Father bless our land,
Guard us with Thy mighty hand;
Keep us free from evil pow’rs,
Be our light through countless hours.
To our leaders, Great Defender,
Grant true wisdom from above,
Justice, Truth be ours forever,
Jamaica, land we love,
Jamaica, Jamaica, Jamaica, land we love.
Teach us true respect for all,
Stir response to duty’s call;
Strengthen us the weak to cherish,
Give us vision lest we perish,
Knowledge send us, heavenly Father,
Grant true wisdom from above.
Justice, Truth be ours forever,
Jamaica, land we love,
Jamaica, Jamaica, Jamaica, land we love
Eine Deutsche Übersetzung:
Ewiger Vater segne unser Land,
Bewahre uns mit deiner mächtigen Hand;
behüte uns vor bösen Mächten,
Sei unser Licht, in unzähligen Stunden.
Und unseren Führern, grosser Beschützer,
erteile deine wahre Weisheit von oben,
Gerechtigkeit, Wahrheit sei unser für immer,
Jamaika, Land, das wir lieben,
Jamaika, Jamaika, Jamaika, Land das wir lieben.
Lehre uns echten Respekt für alle,
Bewegung wenn die Pflicht ruft;
Stärke uns den Schwachen zu schätzen,
Gib uns eine Vision, damit wir nicht untergehen,
Sende uns Erkenntnis, himmlischer Vater,
Erteile uns wahre Weisheit von oben.
Gerechtigkeit, Wahrheit sei unser für immer,
Jamaika, Land, das wir lieben,
Jamaika, Jamaika, Jamaika, Land das wir lieben
DBK übt „pro multis“!
[Von Bastian]
Für alle? Nein, keinesfalls. Für viele? Maximal. Eigentlich nur für einige Auserwählte.
Die DBK übt. Nein, noch nicht mit den Wandlungsworten, nicht mit der Eucharistie, sondern erst einmal mit einem Kongress dazu und dessen Logo.
So kann ich, wie Peter Winnemöller herausfand, das feine Projekt „Eucharistischer Kongress“ nur wie folgt bekannt machen:

Schade eigentlich.
Für alle? Nein, keinesfalls. Für viele? Maximal. Eigentlich nur für einige Auserwählte.
Die DBK übt. Nein, noch nicht mit den Wandlungsworten, nicht mit der Eucharistie, sondern erst einmal mit einem Kongress dazu und dessen Logo.
So kann ich, wie Peter Winnemöller herausfand, das feine Projekt „Eucharistischer Kongress“ nur wie folgt bekannt machen:

Schade eigentlich.
Mittwoch, August 08, 2012
Genial und erschütternd!
[Von Bastian]
Ich bin wieder einmal voll fasziniert! (LINK)
Ich könnte stundenlang zuschauen und zuhören, wie diese Mission weitergeht. Und ich danke Gott für solch großartige Möglichkeiten!
Was mich dabei erschüttert, ist der Filter im Kopf vieler Menschen, der für mich hier deutlich wird. Ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse der Relativitätstheorie ließe sich nichts davon durchführen. Die Änderung von Raum und Zeit in der Nähe großer Massen sind nicht zu abstrakt, um mit ihnen zu arbeiten. Geht es aber um Dinge wie die dagegen recht banale Erkenntnis, dass der Mensch kein Leben schaffen kann und es deshalb außerhalb seines Verfügungsbereiches steht, versagt derselbe Intellekt.
Ich begreife das nicht.
Ich bin wieder einmal voll fasziniert! (LINK)
Ich könnte stundenlang zuschauen und zuhören, wie diese Mission weitergeht. Und ich danke Gott für solch großartige Möglichkeiten!
Was mich dabei erschüttert, ist der Filter im Kopf vieler Menschen, der für mich hier deutlich wird. Ohne Berücksichtigung der Erkenntnisse der Relativitätstheorie ließe sich nichts davon durchführen. Die Änderung von Raum und Zeit in der Nähe großer Massen sind nicht zu abstrakt, um mit ihnen zu arbeiten. Geht es aber um Dinge wie die dagegen recht banale Erkenntnis, dass der Mensch kein Leben schaffen kann und es deshalb außerhalb seines Verfügungsbereiches steht, versagt derselbe Intellekt.
Ich begreife das nicht.
Dienstag, August 07, 2012
Ein Beispiel für Dummheit.
[Von Bastian]
Endlich! Das Eis ist, zusammen mit dem Tabu, gebrochen. Es wurde höchste Zeit!
(LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK)
Liebe und Lust kommen von Gott. Ab 16 Jahren darf man das wissen, und damit man es auch wirklich kapiert, wird als Predigt auf den „Landeplätzen der Lust“ verbal verkehrt. Schließlich sind wir „vor Gott Liebende, Streichelnde und lustvoll Schreiende“
Sehr schön. Daran lässt sich anknüpfen. Mund und Magen kommen von Gott. Vor Ihm sind wir Schlemmende, Schlürfende und genüsslich Schmatzende.
Auch unsere Muskeln sind von Gott. Sport ist von Ihm! Und so sind wir Schwitzende, Kämpfende und (außer beim Schwimmen) rechtmäßig Siegende.
Wir sind Saufende, Rülpsende und nebulös Komatöse (Leber), Grölende, Brüllende und notorisch nörgelnde (Mund), Rennende, Tretende und häufig Ungewaschene (Füße), Besserwissende, Kreuzworträtsellösende beim Sudoku Versagende (Hirn bzw. das, was davon übrig ist).
Wir sind Gottes Ebenbild. Ab 16.
Endlich! Das Eis ist, zusammen mit dem Tabu, gebrochen. Es wurde höchste Zeit!
(LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK) (LINK)
Liebe und Lust kommen von Gott. Ab 16 Jahren darf man das wissen, und damit man es auch wirklich kapiert, wird als Predigt auf den „Landeplätzen der Lust“ verbal verkehrt. Schließlich sind wir „vor Gott Liebende, Streichelnde und lustvoll Schreiende“
Sehr schön. Daran lässt sich anknüpfen. Mund und Magen kommen von Gott. Vor Ihm sind wir Schlemmende, Schlürfende und genüsslich Schmatzende.
Auch unsere Muskeln sind von Gott. Sport ist von Ihm! Und so sind wir Schwitzende, Kämpfende und (außer beim Schwimmen) rechtmäßig Siegende.
Wir sind Saufende, Rülpsende und nebulös Komatöse (Leber), Grölende, Brüllende und notorisch nörgelnde (Mund), Rennende, Tretende und häufig Ungewaschene (Füße), Besserwissende, Kreuzworträtsellösende beim Sudoku Versagende (Hirn bzw. das, was davon übrig ist).
Wir sind Gottes Ebenbild. Ab 16.
Montag, August 06, 2012
Und deshalb...
...glaube ich, dass all die Erziehung außer Haus durch letztlich Fremde niemals den gewünschten Erfolg haben wird. (LINK) [Von Bastian]
Man kann Kindern mit ausgefeilten Methoden die großartigsten Prinzipien nahe bringen – es wird stets weniger sein als 5min Schmusen mit den eigenen Eltern.
Ein Mensch, der von letztlich eben doch fremden Kindern Feierabend macht und Urlaub nimmt, kann niemals die ersetzen, die ihr ganzes Leben auf die Kinder ausrichten, weil sie nun einmal da sind.
Ich höre schon das Argument, es gäbe Familien, die das Wort nicht wert seien und für deren Kinder jeder Erzieher besser ist als das, was sie ihr Zuhause nennen müssen. Das stimmt. Es gibt sie, und das in allen Einkommensschichten. Dafür brauchen wir gute und wohl auch professionelle Erzieher! Aber eben dafür, und nicht als Ersatz für das, was ungleich besser ist: die eigene Familie, die funktioniert.
Die gilt es zu unterstützen und die Erziehung außer Haus als das anzusehen, was es ist: Plan B, der möglichst gut sein muss. Plan B für alle ist Blödsinn. Niemand käme auf die Idee, weil es Hungernde gibt, die es brauchen, Milchpulver für alle einzuführen – im Zweifelsfall auch als Ersatz für Obst und Yoghurt.
Man kann Kindern mit ausgefeilten Methoden die großartigsten Prinzipien nahe bringen – es wird stets weniger sein als 5min Schmusen mit den eigenen Eltern.
Ein Mensch, der von letztlich eben doch fremden Kindern Feierabend macht und Urlaub nimmt, kann niemals die ersetzen, die ihr ganzes Leben auf die Kinder ausrichten, weil sie nun einmal da sind.
Ich höre schon das Argument, es gäbe Familien, die das Wort nicht wert seien und für deren Kinder jeder Erzieher besser ist als das, was sie ihr Zuhause nennen müssen. Das stimmt. Es gibt sie, und das in allen Einkommensschichten. Dafür brauchen wir gute und wohl auch professionelle Erzieher! Aber eben dafür, und nicht als Ersatz für das, was ungleich besser ist: die eigene Familie, die funktioniert.
Die gilt es zu unterstützen und die Erziehung außer Haus als das anzusehen, was es ist: Plan B, der möglichst gut sein muss. Plan B für alle ist Blödsinn. Niemand käme auf die Idee, weil es Hungernde gibt, die es brauchen, Milchpulver für alle einzuführen – im Zweifelsfall auch als Ersatz für Obst und Yoghurt.
Kinder zum Frieden erziehen.
[Von Bastian}
Der Appell von Vatikan und der DBK lautet: Erzieht Eure Kinder zum Frieden. Für mich ein Anlass, zu überdenken, ob ich das wohl tue. Denn: wie macht man das?
Wie erzieht man überhaupt zu irgendetwas? Bereden? Antrainieren und Rituale aufbauen? Regeln aufstellen? Abweichungen Sanktionieren? Selbst Vormachen? Eine gute Mischung aus allem, abgestimmt auf die Eigenschaften des jeweiligen Kindes?
Zumindest der letzte Punkt klingt weise und hat einiges an Wahrheit in sich, doch das Wichtigste fehlt. Spätestens in der Pubertät wird Besprochenes hinterfragt, Antrainiertes bezweifelt, werden Regeln gebrochen und Sanktionen herausgefordert und wird Vorgemachtes durch Provokation und Belastung auf seine Echtheit geprüft. Und diese Echtheit wird zum Hauptkriterium. Sie ist das Wichtigste.
Die Pubertär ist weit mehr als ein Hormonhaushalt, der sich einpendeln muss. Es ist sozusagen der Abgabetermin für die Erziehung. Der/die Heranwachsende nimmt sich die eigene Erziehung und damit den Grund, auf dem das Leben bisher stand vor, um zu prüfen, ob er für eigene Schritte stabil genug ist. Geprüft wird: war das echt, oder war es vorgetäuscht? War mein Vater wirklich selbst friedlich oder hat er etwas gefordert, was er selbst eigentlich nicht wollte? War sein Wunsch nach Frieden echt oder ein Betrug und Manipulationsversuch an mir?
Kinder werden ihren Eltern nicht immer gehorchen, aber sie werden sie immer nachahmen. War das Erziehungsziel nur vorgespielt, ist die Botschaft nicht: „Sei friedlich“, sondern sie ist: „Tue so, als wärest Du friedlich“. Auch das kann zur Grundlage des Handelns werden.
Es gibt leider eine ganze Reihe von „Als-Ob-Botschaften“, die in der Erziehung heute modern sind.
„Tu so, als sei es falsch, über andere zu reden (und schaue, wer das alles falsch macht)“
„Tu so, als ob schulische Leistungen egal seien (aber sei gut!)“
„Tu so, als ob Geld eher unwichtig sei (aber nimm bloß keinen Beruf, in dem man schlecht verdient!)“
„Predige Toleranz! (Und lehne alles ab, was deinem Bild von Toleranz widerspricht)“
„Tu so, als seist du nicht das Wichtigste (solange du dafür genug Zustimmung erntest)“
„Tu so, als seien alle Menschen gleichwertig (und definiere für alle, was das bedeutet)“
Jede leere Verkündigung von Prinzipien in der Erziehung rächt sich, indem sie entweder aufgedeckt oder ins Gegenteil verkehrt wird.
Für mich bedeutet das für die Erziehung: jedes Ziel, das ich da habe, muss ich erst einmal bei mir selbst finden. Meine Kinder sollen Gott vertrauen? Dann muss ich das tun, nicht verkünden. Meine Kinder sollen den Frieden suchen? Dann muss ich es tun. In der Erziehung wird, so denke ich, in besonderem Maße das Schriftwort wahr: wer im Kleinen treu ist, wird es auch im Großen sein. Was ich im täglichen Leben lebe und bin, kann zur Lebensgrundlage für meine Kinder werden. Für alles, was ich versäumt habe, muss ich mich bei ihnen entschuldigen: auch hier ist Aufrichtigkeit gefragt.
Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste: Aufrichtigkeit. Ein Satz aus einen christlichen Erziehungsbuch, der mich besonders prägte, ist: „Egal, was du tust: sei nie zu stolz, um dich bei deinem Kind zu entschuldigen.“ Die Erziehungsmethoden sind sicher wichtig, aber letztlich zweitrangig, solange Kinder wissen, dass ich sie liebe und es gut für sie meine, und sie sich in diesem Wissen nicht täuschen.
Der Appell von Vatikan und der DBK lautet: Erzieht Eure Kinder zum Frieden. Für mich ein Anlass, zu überdenken, ob ich das wohl tue. Denn: wie macht man das?
Wie erzieht man überhaupt zu irgendetwas? Bereden? Antrainieren und Rituale aufbauen? Regeln aufstellen? Abweichungen Sanktionieren? Selbst Vormachen? Eine gute Mischung aus allem, abgestimmt auf die Eigenschaften des jeweiligen Kindes?
Zumindest der letzte Punkt klingt weise und hat einiges an Wahrheit in sich, doch das Wichtigste fehlt. Spätestens in der Pubertät wird Besprochenes hinterfragt, Antrainiertes bezweifelt, werden Regeln gebrochen und Sanktionen herausgefordert und wird Vorgemachtes durch Provokation und Belastung auf seine Echtheit geprüft. Und diese Echtheit wird zum Hauptkriterium. Sie ist das Wichtigste.
Die Pubertär ist weit mehr als ein Hormonhaushalt, der sich einpendeln muss. Es ist sozusagen der Abgabetermin für die Erziehung. Der/die Heranwachsende nimmt sich die eigene Erziehung und damit den Grund, auf dem das Leben bisher stand vor, um zu prüfen, ob er für eigene Schritte stabil genug ist. Geprüft wird: war das echt, oder war es vorgetäuscht? War mein Vater wirklich selbst friedlich oder hat er etwas gefordert, was er selbst eigentlich nicht wollte? War sein Wunsch nach Frieden echt oder ein Betrug und Manipulationsversuch an mir?
Kinder werden ihren Eltern nicht immer gehorchen, aber sie werden sie immer nachahmen. War das Erziehungsziel nur vorgespielt, ist die Botschaft nicht: „Sei friedlich“, sondern sie ist: „Tue so, als wärest Du friedlich“. Auch das kann zur Grundlage des Handelns werden.
Es gibt leider eine ganze Reihe von „Als-Ob-Botschaften“, die in der Erziehung heute modern sind.
„Tu so, als sei es falsch, über andere zu reden (und schaue, wer das alles falsch macht)“
„Tu so, als ob schulische Leistungen egal seien (aber sei gut!)“
„Tu so, als ob Geld eher unwichtig sei (aber nimm bloß keinen Beruf, in dem man schlecht verdient!)“
„Predige Toleranz! (Und lehne alles ab, was deinem Bild von Toleranz widerspricht)“
„Tu so, als seist du nicht das Wichtigste (solange du dafür genug Zustimmung erntest)“
„Tu so, als seien alle Menschen gleichwertig (und definiere für alle, was das bedeutet)“
Jede leere Verkündigung von Prinzipien in der Erziehung rächt sich, indem sie entweder aufgedeckt oder ins Gegenteil verkehrt wird.
Für mich bedeutet das für die Erziehung: jedes Ziel, das ich da habe, muss ich erst einmal bei mir selbst finden. Meine Kinder sollen Gott vertrauen? Dann muss ich das tun, nicht verkünden. Meine Kinder sollen den Frieden suchen? Dann muss ich es tun. In der Erziehung wird, so denke ich, in besonderem Maße das Schriftwort wahr: wer im Kleinen treu ist, wird es auch im Großen sein. Was ich im täglichen Leben lebe und bin, kann zur Lebensgrundlage für meine Kinder werden. Für alles, was ich versäumt habe, muss ich mich bei ihnen entschuldigen: auch hier ist Aufrichtigkeit gefragt.
Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste: Aufrichtigkeit. Ein Satz aus einen christlichen Erziehungsbuch, der mich besonders prägte, ist: „Egal, was du tust: sei nie zu stolz, um dich bei deinem Kind zu entschuldigen.“ Die Erziehungsmethoden sind sicher wichtig, aber letztlich zweitrangig, solange Kinder wissen, dass ich sie liebe und es gut für sie meine, und sie sich in diesem Wissen nicht täuschen.
Freitag, August 03, 2012
Gratuliert mir...
[Von Bastian]
... heute vor 16 Jahren bin ich Vater geworden.
Ich danke Gott für meine Familie.
... heute vor 16 Jahren bin ich Vater geworden.
Ich danke Gott für meine Familie.
Donnerstag, August 02, 2012
Warum sind Atheisten nie von Dämonen besessen?
In irgendeinem Diskussions-Zusammenhang wurde die Frage gestellt – natürlich von einem religionskritischen Menschen –, warum Atheisten nie von Dämonen befallen werden. Das Argument ist alt. Meistens wird es im Zusammenhang mit Marienerscheinungen gestellt. Dabei ist jedoch die Muttergottes mindestens einem Atheisten erschienen. Siehe hierzu auch die Bekehrung von Alphonse Ratisbonne. Der Frager bleibt den Beweis für seine Behauptung schuldig. Es ist eine Behauptung nur um des Effektes willen.
Ich vermute, daß ein Atheist, der von Dämonen besessen ist, aufgehört hat, Atheist zu sein, weil er auf eine grausame Weise – nämlich ohne Hoffnung – einen Teil der Wirklichkeit wahrnimmt, die einem Gläubigen vertraut ist.
Ich vermute, daß ein Atheist, der von Dämonen besessen ist, aufgehört hat, Atheist zu sein, weil er auf eine grausame Weise – nämlich ohne Hoffnung – einen Teil der Wirklichkeit wahrnimmt, die einem Gläubigen vertraut ist.
Kurzmeldungen aus der blogarmen Urlaubszeit
[Von Bastian]
Die beste Meldung zuerst:
Wer betet, wird sicher gerettet. (LINK)
Ich habe eine Chance! Denn beten tue ich. Nicht genug, aber ich tue es. Beruhigend.
Man mag sich fragen, ob denn Angst vor der Hölle eine Eigenschaft ist, die ein Christ haben sollte. Ich weiß es nicht, und ich weiß auch nicht, ob das, was ich meine, mit diesen Worten überhaupt richtig beschrieben ist. Es ist nur so: wenn ich Gottes Offenbarung betrachte, bekomme ich eine Ahnung von der Größe dessen, was da geschieht und existiert. Eine Ahnung von dem Ausmaß an Wahrheit, in das ich hineinsterben und –auferstehen soll. Und dann merke ich, dass ich nichts, aber auch garnichts bin und habe, was dazu qualifizieren würde, dort auch nur anzuklopfen, aber sehr viel, was mich davon trennt. Was mir hilft, ist die (offenbarte, nicht selbst erdachte!) Erkenntnis, dass Gott das um meinetwillen tut. Dass nicht ich es bin, der dort hin muss, sondern dass Gott es ist, der mich dort hin holt, weil er mich dort haben will. Mein Gebet ist nichts Besonderes, aber es ist der Punkt, an dem er ansetzt. Seine Sehnsucht nach mir ist es, die mich zieht.
Was ist Wahlfreiheit?
Herrn Weihbischof Jaschke gebe ich Recht. (LINK)
Frau Schiedek hingegen irrt. Sie will den Ehebegriff zivilrechtlich auf homosexuelle Beziehungen ausweiten und begründet das mit Wahlfreiheit. Nur: was ist es für eine Wahl, wenn man, egal, was man wählt, dasselbe bekommt? Wenn aus jeder Beziehung automatisch eine Ehe wird, sobald sie einen zivilrechtlichen Status erhält? Das ist genau das Gegenteil von Wahlfreiheit. Es ist so, als stünde hinter jeder Partei dieselbe Liste von Abgeordneten, die sich zwar nicht vertragen, aber auf jeden Fall gewählt werden, damit auch wirklich jeder die Regierung wählen kann und keiner ausgeschlossen ist. Komisch eigentlich, dass das nicht längst Gesetz ist. In China klappt das doch auch. Ein interessantes Streiflicht auf das Demokratieverständnis einiger Politiker.
Politiker können offenbar nicht rechnen. (LINK)
Die Kirche verkündet die Wahrheit und besteht seit 2000 Jahren. Verglichen damit ist Prölls politische Karriere eher kurz. Aus dieser Sich heraus verkündet er, wie sich die Kirche in einigen Sachfragen besser verhalten solle. Nun ist es doch so: wenn es sich bei diesen Fragen um Wahrheitsfragen drehen sollte, ist jede Forderung nach „Bewegung“ eine Forderung danach, mit der Wahrheit lockerer umzugehen, also absurd. Zudem fällt sie definitiv nicht in die Kompetenz eines um Mehrheiten ringenden Politikers. Sollte es sich jedoch um taktische Fragen handeln, bei deren Beantwortung hinsichtlich der Beweglichkeit freie Wahl herrschte, sei Herrn Pröll nahegelegt, seine knapp 20 Jahre als Obmann einmal in Relation zu knapp 2000 Jahren Kirchengeschichte zu setzen. Er würde feststellen, dass es da Experten mit mehr Erfahrung gibt.
Es ist eben doch das Geld, das stinkt. (LINK)
Wenn ich jemandem helfe, sich selbst umzubringen, kann es sein, dass ich bestraft werde. Das hängt nicht davon ab, was ich da tue, sondern davon, ob ich Geld dafür nehme. Nicht die Tat selbst ist schändlich, sondern nur ihre gewerbsmäßige Ausübung.
Kurz gesagt: „Töte aus lauterer Gesinnung, und du bleibst straffrei, töte zum Lebensunterhalt, und du bist ein Verbrecher.“
Eine noch verwirrtere Logik ist kaum denkbar. Die Strafbarkeit des Tötens wird nicht am Opfer festgemacht, sondern am Täter. Eine Regelung, die den Getöteten völlig außer Acht lässt, denn die Strafe fragt überhaupt nicht nach ihm. Es sind zwei Fälle denkbar, in denen genau dasselbe geschieht, nur, dass einmal der Täter strafbar ist und einmal nicht. Der Akt des Tötens zieht keine Strafe nach sich, sondern einen Beurteilungsprozess, der den Täter betrachtet und ihn häufig straffrei ausgehen lässt. Das gibt es ansonsten nur, wenn sich herausstellt, dass der Täter unzurechnungsfähig ist.
So wird hier das, was allgemein als „Barmherzigkeit“ gilt, mit geistiger Umnachtung gleichgesetzt. Das allerdings kann ich wieder nachvollziehen.
Aus der Traum. (LINK)
Acht Badminton-Spielerinnen wurden von den olympischen Spielen ausgeschlossen, weil sie aus taktischen Gründen nicht zeigten, was sie können, sondern tiefstapelten, um besser dazustehen. Sie haben ihre Talente vergraben und wurden dafür bestraft. Als Christ sage ich: Recht so!
Die beste Meldung zuerst:
Wer betet, wird sicher gerettet. (LINK)
Ich habe eine Chance! Denn beten tue ich. Nicht genug, aber ich tue es. Beruhigend.
Man mag sich fragen, ob denn Angst vor der Hölle eine Eigenschaft ist, die ein Christ haben sollte. Ich weiß es nicht, und ich weiß auch nicht, ob das, was ich meine, mit diesen Worten überhaupt richtig beschrieben ist. Es ist nur so: wenn ich Gottes Offenbarung betrachte, bekomme ich eine Ahnung von der Größe dessen, was da geschieht und existiert. Eine Ahnung von dem Ausmaß an Wahrheit, in das ich hineinsterben und –auferstehen soll. Und dann merke ich, dass ich nichts, aber auch garnichts bin und habe, was dazu qualifizieren würde, dort auch nur anzuklopfen, aber sehr viel, was mich davon trennt. Was mir hilft, ist die (offenbarte, nicht selbst erdachte!) Erkenntnis, dass Gott das um meinetwillen tut. Dass nicht ich es bin, der dort hin muss, sondern dass Gott es ist, der mich dort hin holt, weil er mich dort haben will. Mein Gebet ist nichts Besonderes, aber es ist der Punkt, an dem er ansetzt. Seine Sehnsucht nach mir ist es, die mich zieht.
Was ist Wahlfreiheit?
Herrn Weihbischof Jaschke gebe ich Recht. (LINK)
Frau Schiedek hingegen irrt. Sie will den Ehebegriff zivilrechtlich auf homosexuelle Beziehungen ausweiten und begründet das mit Wahlfreiheit. Nur: was ist es für eine Wahl, wenn man, egal, was man wählt, dasselbe bekommt? Wenn aus jeder Beziehung automatisch eine Ehe wird, sobald sie einen zivilrechtlichen Status erhält? Das ist genau das Gegenteil von Wahlfreiheit. Es ist so, als stünde hinter jeder Partei dieselbe Liste von Abgeordneten, die sich zwar nicht vertragen, aber auf jeden Fall gewählt werden, damit auch wirklich jeder die Regierung wählen kann und keiner ausgeschlossen ist. Komisch eigentlich, dass das nicht längst Gesetz ist. In China klappt das doch auch. Ein interessantes Streiflicht auf das Demokratieverständnis einiger Politiker.
Politiker können offenbar nicht rechnen. (LINK)
Die Kirche verkündet die Wahrheit und besteht seit 2000 Jahren. Verglichen damit ist Prölls politische Karriere eher kurz. Aus dieser Sich heraus verkündet er, wie sich die Kirche in einigen Sachfragen besser verhalten solle. Nun ist es doch so: wenn es sich bei diesen Fragen um Wahrheitsfragen drehen sollte, ist jede Forderung nach „Bewegung“ eine Forderung danach, mit der Wahrheit lockerer umzugehen, also absurd. Zudem fällt sie definitiv nicht in die Kompetenz eines um Mehrheiten ringenden Politikers. Sollte es sich jedoch um taktische Fragen handeln, bei deren Beantwortung hinsichtlich der Beweglichkeit freie Wahl herrschte, sei Herrn Pröll nahegelegt, seine knapp 20 Jahre als Obmann einmal in Relation zu knapp 2000 Jahren Kirchengeschichte zu setzen. Er würde feststellen, dass es da Experten mit mehr Erfahrung gibt.
Es ist eben doch das Geld, das stinkt. (LINK)
Wenn ich jemandem helfe, sich selbst umzubringen, kann es sein, dass ich bestraft werde. Das hängt nicht davon ab, was ich da tue, sondern davon, ob ich Geld dafür nehme. Nicht die Tat selbst ist schändlich, sondern nur ihre gewerbsmäßige Ausübung.
Kurz gesagt: „Töte aus lauterer Gesinnung, und du bleibst straffrei, töte zum Lebensunterhalt, und du bist ein Verbrecher.“
Eine noch verwirrtere Logik ist kaum denkbar. Die Strafbarkeit des Tötens wird nicht am Opfer festgemacht, sondern am Täter. Eine Regelung, die den Getöteten völlig außer Acht lässt, denn die Strafe fragt überhaupt nicht nach ihm. Es sind zwei Fälle denkbar, in denen genau dasselbe geschieht, nur, dass einmal der Täter strafbar ist und einmal nicht. Der Akt des Tötens zieht keine Strafe nach sich, sondern einen Beurteilungsprozess, der den Täter betrachtet und ihn häufig straffrei ausgehen lässt. Das gibt es ansonsten nur, wenn sich herausstellt, dass der Täter unzurechnungsfähig ist.
So wird hier das, was allgemein als „Barmherzigkeit“ gilt, mit geistiger Umnachtung gleichgesetzt. Das allerdings kann ich wieder nachvollziehen.
Aus der Traum. (LINK)
Acht Badminton-Spielerinnen wurden von den olympischen Spielen ausgeschlossen, weil sie aus taktischen Gründen nicht zeigten, was sie können, sondern tiefstapelten, um besser dazustehen. Sie haben ihre Talente vergraben und wurden dafür bestraft. Als Christ sage ich: Recht so!
Montag, Juli 30, 2012
Es passt ins Bild
[Von Bastian, der sich einen Frust von der Seele schreibt.]
Für gewöhnlich schaue ich mir keine Sportberichte im Fernsehen an - sie interessieren mich nicht besonders.
Bei olympischen Spielen ist das anders: die haben für mich einen Charme, der mir sehr gefällt. Als Sportveranstaltung unvergleichlich, wie ich finde.
Um so mehr stören mich derzeit die Kommentare: von der Stimmung und der Schönheit der Spiele kommt fast nichts mehr rüber vor lauter Ehrgeiz. Ein Schwimmer freut sich über die Teilnahme: oh nein, so geht das aber nicht. Er ist nicht weiter gekommen! Ein Amerikaner bringt eine großartige Leistung: das wollen wir nicht, weil er besser ist als ein Deutscher. Paul Biedermann erschwimmt einen Sieg: der wird nur in Zusammenhang mit dem "Versagen" am Vortag gesehen. Eine Radfahrerin erreicht Platz 4: wieder eine Medaillenhoffnung weniger.
Und, und, und...
Sagt mal, liebe Fernsehsender: glaubt Ihr wirklich eine derartig negative Stimmungsmache sei das Gebot der Stunde? Oder überhaupt irgendwie geboten? Ich finde das widerlich.
Es stimmt: derzeit ist viel von unseren nationalen Interessen die Rede, womit meistens Dinge gemeint sind, die man gegen die eigenen Partner durchsetzen soll. Insofern passt Eure Berichterstattung ins Bild. Ins Bild, das Ihr malt und das hässlich ist.
Für gewöhnlich schaue ich mir keine Sportberichte im Fernsehen an - sie interessieren mich nicht besonders.
Bei olympischen Spielen ist das anders: die haben für mich einen Charme, der mir sehr gefällt. Als Sportveranstaltung unvergleichlich, wie ich finde.
Um so mehr stören mich derzeit die Kommentare: von der Stimmung und der Schönheit der Spiele kommt fast nichts mehr rüber vor lauter Ehrgeiz. Ein Schwimmer freut sich über die Teilnahme: oh nein, so geht das aber nicht. Er ist nicht weiter gekommen! Ein Amerikaner bringt eine großartige Leistung: das wollen wir nicht, weil er besser ist als ein Deutscher. Paul Biedermann erschwimmt einen Sieg: der wird nur in Zusammenhang mit dem "Versagen" am Vortag gesehen. Eine Radfahrerin erreicht Platz 4: wieder eine Medaillenhoffnung weniger.
Und, und, und...
Sagt mal, liebe Fernsehsender: glaubt Ihr wirklich eine derartig negative Stimmungsmache sei das Gebot der Stunde? Oder überhaupt irgendwie geboten? Ich finde das widerlich.
Es stimmt: derzeit ist viel von unseren nationalen Interessen die Rede, womit meistens Dinge gemeint sind, die man gegen die eigenen Partner durchsetzen soll. Insofern passt Eure Berichterstattung ins Bild. Ins Bild, das Ihr malt und das hässlich ist.
Samstag, Juli 28, 2012
Mal vereinfacht gesagt.
[Von Bastian]
Dies einmal als Gegenpol zur allgemeinen Ansicht, Deutschland werde ausgenutzt. Ein Gedankengang ohne Anspruch auf vollständige Richtigkeit, aber bedenkenswert, wie ich meine.
Soviel habe ich verstanden: Jahrzehntelang hatten wir einen Außenhandelsüberschuss, viele Jahre waren wir „Exportweltmeister“. Und wir waren stolz darauf: offensichtlich arbeiten wir gut und sind durch Qualität erfolgreich.
Was wir aber versäumt haben: zu fragen, woher die anderen denn das Geld eigentlich haben, dass sie bei uns mehr ausgeben als wir bei ihnen. Und damit sind wir bei der Frage, woher in unserem System Geld eigentlich kommt.
Ist da irgendjemand, der Geld verschenkt, wenn mehr gebraucht wird? Nein, das wäre ungerecht. Wem sollte man Geld schenken? Wenn mehr Geld gebraucht wird, als da ist (und das ist bei jedem Wirtschaftswachstum unentwegt der Fall), dann geht man zur Bank und leiht es sich. Und wenn die Bank keines zum Verleihen hat, geht sie zur Zentralbank und leiht es sich dort selbst. Alles gegen Zinsen, versteht sich. Die sind mal höher und mal niedriger, aber sie sind immer da. Und damit ist klar: unserer gesamten Geldmenge steht eine entsprechende Schuldenlast gegenüber.
Sicher: wenn ich meine Schulden abbezahlt habe und Gewinn mache, habe ich Geld, dem keine Schulden gegenüberstehen. Ich bin Schuldenfrei. Wenn ich allerdings das Geld, das ich als Gewinn gemacht habe, zurückverfolge: irgendjemand hat es sich geliehen und hat deshalb Schulden.
Es ist systemimmanent: mit jedem Wachstum steigen die Schulden. Und was uns einerseits den Geldwert stabil hält, nämlich der Leitzins, sorgt zugleich dafür, dass es bei uns keinerlei Geld gibt, hinter dem nicht Schulden stehen.
Wir haben es gut gehabt: wir haben mehr verdient als ausgegeben. Aber irgendjemand anders hat dafür Schulden gemacht. Zwangsläufig. Faktisch haben wir jahrelang unser Geld mit den Schulden anderer verdient.
Das war kein böser Wille, sondern Kurzsichtigkeit. Solange die Weltwirtschaft wächst, kann man sich Schulden leisten. Übersehen haben wir, dass sich in diesem System zwangsläufig irgendwann die Schulden an ein paar Schwachpunkten soweit aufstauen, dass sie dort nicht mehr bezahlt werden können. Und da an diesen Schulden das Kapital des Systems hängt, ist das gefährlich, denn es hat Folgen für alle.
Wir haben uns verhalten wie eine Bank, die ihren Kunden immer neue Kredite aufschwatzt, dabei kräftig wächst und dann staunt, wenn diese Kredite irgendwann faul werden. Dass wir in diesem System bisher gut dastanden, heißt nicht, dass wir weniger pleite sind als Griechenland. Bei uns kommt die Pleite nur etwas später an.
Dies einmal als Gegenpol zur allgemeinen Ansicht, Deutschland werde ausgenutzt. Ein Gedankengang ohne Anspruch auf vollständige Richtigkeit, aber bedenkenswert, wie ich meine.
Soviel habe ich verstanden: Jahrzehntelang hatten wir einen Außenhandelsüberschuss, viele Jahre waren wir „Exportweltmeister“. Und wir waren stolz darauf: offensichtlich arbeiten wir gut und sind durch Qualität erfolgreich.
Was wir aber versäumt haben: zu fragen, woher die anderen denn das Geld eigentlich haben, dass sie bei uns mehr ausgeben als wir bei ihnen. Und damit sind wir bei der Frage, woher in unserem System Geld eigentlich kommt.
Ist da irgendjemand, der Geld verschenkt, wenn mehr gebraucht wird? Nein, das wäre ungerecht. Wem sollte man Geld schenken? Wenn mehr Geld gebraucht wird, als da ist (und das ist bei jedem Wirtschaftswachstum unentwegt der Fall), dann geht man zur Bank und leiht es sich. Und wenn die Bank keines zum Verleihen hat, geht sie zur Zentralbank und leiht es sich dort selbst. Alles gegen Zinsen, versteht sich. Die sind mal höher und mal niedriger, aber sie sind immer da. Und damit ist klar: unserer gesamten Geldmenge steht eine entsprechende Schuldenlast gegenüber.
Sicher: wenn ich meine Schulden abbezahlt habe und Gewinn mache, habe ich Geld, dem keine Schulden gegenüberstehen. Ich bin Schuldenfrei. Wenn ich allerdings das Geld, das ich als Gewinn gemacht habe, zurückverfolge: irgendjemand hat es sich geliehen und hat deshalb Schulden.
Es ist systemimmanent: mit jedem Wachstum steigen die Schulden. Und was uns einerseits den Geldwert stabil hält, nämlich der Leitzins, sorgt zugleich dafür, dass es bei uns keinerlei Geld gibt, hinter dem nicht Schulden stehen.
Wir haben es gut gehabt: wir haben mehr verdient als ausgegeben. Aber irgendjemand anders hat dafür Schulden gemacht. Zwangsläufig. Faktisch haben wir jahrelang unser Geld mit den Schulden anderer verdient.
Das war kein böser Wille, sondern Kurzsichtigkeit. Solange die Weltwirtschaft wächst, kann man sich Schulden leisten. Übersehen haben wir, dass sich in diesem System zwangsläufig irgendwann die Schulden an ein paar Schwachpunkten soweit aufstauen, dass sie dort nicht mehr bezahlt werden können. Und da an diesen Schulden das Kapital des Systems hängt, ist das gefährlich, denn es hat Folgen für alle.
Wir haben uns verhalten wie eine Bank, die ihren Kunden immer neue Kredite aufschwatzt, dabei kräftig wächst und dann staunt, wenn diese Kredite irgendwann faul werden. Dass wir in diesem System bisher gut dastanden, heißt nicht, dass wir weniger pleite sind als Griechenland. Bei uns kommt die Pleite nur etwas später an.
Freitag, Juli 27, 2012
Das war zu erwarten
Chinas Autobauer klauen deutsche Technik. (LINK)
Im Wunsch, alles billiger zu bekommen, haben wir viel Know-How ins Ausland verlagert. Dort kann man damit billiger produzieren.
Haben wir wirklich erwartet, dass die billigen Produzenten das auf Dauer mitmachen und dafür sorgen, dass es bei uns alles schön preiswert ist? Haben wir wirklich erwartet, dass die anderen Länder immer mehr bei uns einkaufen, als wir bei ihnen, dass wir es uns mit dem Überschuss dann gut gehen lassen und die anderen halt notfalls Schulden machen, um unsere Waren zu bezahlen? Erwarten wir wirklich, dass die anderen jetzt sparen, um die Schulden bei uns bezahlen zu können, gegen die wir nie etwas hatten, solange das Geld bei uns ankam?
Zudem wurden dabei bei uns viele Menschen arbeitslos, weil ihre Arbeitsplätze ausgelagert wurden, die nun unterstützt werden müssen.
Sind wir wirklich so naiv?
Im Wunsch, alles billiger zu bekommen, haben wir viel Know-How ins Ausland verlagert. Dort kann man damit billiger produzieren.
Haben wir wirklich erwartet, dass die billigen Produzenten das auf Dauer mitmachen und dafür sorgen, dass es bei uns alles schön preiswert ist? Haben wir wirklich erwartet, dass die anderen Länder immer mehr bei uns einkaufen, als wir bei ihnen, dass wir es uns mit dem Überschuss dann gut gehen lassen und die anderen halt notfalls Schulden machen, um unsere Waren zu bezahlen? Erwarten wir wirklich, dass die anderen jetzt sparen, um die Schulden bei uns bezahlen zu können, gegen die wir nie etwas hatten, solange das Geld bei uns ankam?
Zudem wurden dabei bei uns viele Menschen arbeitslos, weil ihre Arbeitsplätze ausgelagert wurden, die nun unterstützt werden müssen.
Sind wir wirklich so naiv?
Schon wieder Verwirrung
[Von Bastian]
Ich arbeite mich an diesem Themenbereich ab - nun gut, er ist offensichtlich wichtig für mich.
JoBo hat es schon auf den Punkt gebracht: „Damit, also mit der einfachen Maßnahme, bis zur Ehe enthaltsam zu leben und in der Ehe dem Partner treu zu bleiben, sind 99 Prozent aller Risikofaktoren einer HIV-Infektion vom Tisch.“ (LINK)
Das stimmt natürlich für alle Krankheiten, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden.
Nun gibt es die Meldung, dass die Syphilis sich wieder verstärkt ausbreitet (LINK). Und es ist frappierend, dass bereits im Artikel, der diese Meldung bringt, an zwei Stellen der simple Zusammenhang zwischen Sex und Krankheit verwischt wird.
„Es sind hauptsächlich Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Aber daraus nun zu schließen, dass sich ein sorgloseres Verhalten ausbreitet, ist nur Spekulation."
„Denn – ganz wie im Mittelalter – wecken sexuell übertragbare Krankheiten noch heute Assoziationen mit lebhaftem und sündhaftem Sexualverhalten... So verschmelzen Vorstellungen von einem partnerschaftlichem Treueideal und was eine gute und richtige Sexualität darstellt, mit Einstellungen zu einer bakteriellen Erkrankung.“
Auch wenn man mit der Nase drauf gestoßen wird: Libido kann in unserer Gesellschaft einfach nicht schaden!
Ich arbeite mich an diesem Themenbereich ab - nun gut, er ist offensichtlich wichtig für mich.
JoBo hat es schon auf den Punkt gebracht: „Damit, also mit der einfachen Maßnahme, bis zur Ehe enthaltsam zu leben und in der Ehe dem Partner treu zu bleiben, sind 99 Prozent aller Risikofaktoren einer HIV-Infektion vom Tisch.“ (LINK)
Das stimmt natürlich für alle Krankheiten, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden.
Nun gibt es die Meldung, dass die Syphilis sich wieder verstärkt ausbreitet (LINK). Und es ist frappierend, dass bereits im Artikel, der diese Meldung bringt, an zwei Stellen der simple Zusammenhang zwischen Sex und Krankheit verwischt wird.
„Es sind hauptsächlich Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Aber daraus nun zu schließen, dass sich ein sorgloseres Verhalten ausbreitet, ist nur Spekulation."
„Denn – ganz wie im Mittelalter – wecken sexuell übertragbare Krankheiten noch heute Assoziationen mit lebhaftem und sündhaftem Sexualverhalten... So verschmelzen Vorstellungen von einem partnerschaftlichem Treueideal und was eine gute und richtige Sexualität darstellt, mit Einstellungen zu einer bakteriellen Erkrankung.“
Auch wenn man mit der Nase drauf gestoßen wird: Libido kann in unserer Gesellschaft einfach nicht schaden!
Elterngeld wird gekürzt
[Von Bastian]
Das Elterngeld wird in Zukunft anders berechnet. Die Folge: es sinkt. (LINK)
Das Ziel des Elterngeldes ist, anlässlich der Geburt eines Kindes einen ca. einjährigen Berufsausstieg zu ermöglichen, indem finanzielle Einbußen abgefedert werden. Da sich das Elterngeld nach dem Einkommen des letzten Jahres berechnet, ist diese Förderung umso höher, je mehr man verdient. Danach hat man Anspruch auf einen Krippenplatz und kann wieder arbeiten.
Jetzt wird dieser Zuschuss gekürzt. Das ist logisch, denn er hat versagt. Die Geburtenrate in der Bevölkerungsgruppe, die davon profitiert, ist nicht gestiegen. Auch die Geburtenrate insgesamt verharrt auf einem indiskutablen Niveau, und sie wird auch nach Inkrafttreten des KiTa- und Krippenanspruchs nicht besser. Auch dabei handelt es sich um eine verstärkte Förderung höherer Einkommen (siehe LINK).
Es klappt einfach nicht mit der Kinderfreundlichkeit - dennoch will niemand begreifen, dass die Art und Weise, mit der hier an das Problem herangegangen wird, kontraproduktiv ist. Es ist der falsche Ansatz, eine Gesellschaft aufzubauen, in der man ohne Kind am besten lebt, um dann die Nachteile des Kinderkriegens abzufedern. Das ganze soziale Umfeld für Familien wird so vom Kern her negativ (LINK). Man wünscht sich Dinge, weil sie schön sind, nicht weil sie nicht stören.
Wir befinden uns hier in einem sich selbst verstärkenden Prozess: Die Teilnahme an der Arbeitswelt gilt als höchstes Ziel; so rückt der Kinderwunsch nach hinten: erst die Karriere aufbauen; so haben wir weniger Kinder; so müssen mehr Menschen ihr Glück am Arbeitsplatz suchen. Womit wir am Anfang wären. Es baut sich eine gefühlte kinderlose Mehrheit auf, die Kinder selbst nicht will, sie aber als Sicherung ihres Wohlstandes braucht. Aus dieser Mentalität heraus werden dann „Förderungen“ ausgedacht, die nicht funktionieren können. Solange unsere Gesellschaft so ist, dass Kinder als abzufederndes Problem gesehen werden, wird sie ein Geburtenproblem haben.
Das Elterngeld wird in Zukunft anders berechnet. Die Folge: es sinkt. (LINK)
Das Ziel des Elterngeldes ist, anlässlich der Geburt eines Kindes einen ca. einjährigen Berufsausstieg zu ermöglichen, indem finanzielle Einbußen abgefedert werden. Da sich das Elterngeld nach dem Einkommen des letzten Jahres berechnet, ist diese Förderung umso höher, je mehr man verdient. Danach hat man Anspruch auf einen Krippenplatz und kann wieder arbeiten.
Jetzt wird dieser Zuschuss gekürzt. Das ist logisch, denn er hat versagt. Die Geburtenrate in der Bevölkerungsgruppe, die davon profitiert, ist nicht gestiegen. Auch die Geburtenrate insgesamt verharrt auf einem indiskutablen Niveau, und sie wird auch nach Inkrafttreten des KiTa- und Krippenanspruchs nicht besser. Auch dabei handelt es sich um eine verstärkte Förderung höherer Einkommen (siehe LINK).
Es klappt einfach nicht mit der Kinderfreundlichkeit - dennoch will niemand begreifen, dass die Art und Weise, mit der hier an das Problem herangegangen wird, kontraproduktiv ist. Es ist der falsche Ansatz, eine Gesellschaft aufzubauen, in der man ohne Kind am besten lebt, um dann die Nachteile des Kinderkriegens abzufedern. Das ganze soziale Umfeld für Familien wird so vom Kern her negativ (LINK). Man wünscht sich Dinge, weil sie schön sind, nicht weil sie nicht stören.
Wir befinden uns hier in einem sich selbst verstärkenden Prozess: Die Teilnahme an der Arbeitswelt gilt als höchstes Ziel; so rückt der Kinderwunsch nach hinten: erst die Karriere aufbauen; so haben wir weniger Kinder; so müssen mehr Menschen ihr Glück am Arbeitsplatz suchen. Womit wir am Anfang wären. Es baut sich eine gefühlte kinderlose Mehrheit auf, die Kinder selbst nicht will, sie aber als Sicherung ihres Wohlstandes braucht. Aus dieser Mentalität heraus werden dann „Förderungen“ ausgedacht, die nicht funktionieren können. Solange unsere Gesellschaft so ist, dass Kinder als abzufederndes Problem gesehen werden, wird sie ein Geburtenproblem haben.
Donnerstag, Juli 26, 2012
Schlafende Hunde wecken?
[Von Bastian]
In einem Forum wurde den Bloggern der Vorwurf gemacht, "Schades of Grey" erst so richtig hochgespielt zu haben. Der Schreiber fühlte sich gleichsam beschmutzt dadurch, dass er plötzlich "grey" nicht mehr mit "Earl", sondern mit Sado-Maso assoziiere. Früher habe er angesichts des Titels an Tee gedacht - jetzt denke er in Teeläden an Schweinskram.
So ungefähr.
So fast komisch diese Anmerkung auch daher kommt: dieser User spricht ein wichtiges Thema an. Dürfen wir schlafende Hunde wecken? Machen wir uns dann mitschuldig an dem, was folgt?
Ich meine, das will sauber abgewogen sein. In diesem Fall allerdings denke ich, dass die Blogger wenig zum Erfolg des Buches beisteuern, das bereits zigtausendfach verkauft war, bevor zumindest ich überhaupt wusste, dass es existiert.
Zudem gehört Weltbild der Kirche, der wiederum ich angehöre. Ich betrachte die Kirche in gewisser Weise als die meine, und da sage ich schon meine Meinung. Wo, wenn nicht hier? Und ich finde, in meinem Garten hat in dem, was als Blumenbeet gedacht ist, auch ein schlafender Hund nichts verloren. Besonders, wenn es so ein dicker Hund ist.
In einem Forum wurde den Bloggern der Vorwurf gemacht, "Schades of Grey" erst so richtig hochgespielt zu haben. Der Schreiber fühlte sich gleichsam beschmutzt dadurch, dass er plötzlich "grey" nicht mehr mit "Earl", sondern mit Sado-Maso assoziiere. Früher habe er angesichts des Titels an Tee gedacht - jetzt denke er in Teeläden an Schweinskram.
So ungefähr.
So fast komisch diese Anmerkung auch daher kommt: dieser User spricht ein wichtiges Thema an. Dürfen wir schlafende Hunde wecken? Machen wir uns dann mitschuldig an dem, was folgt?
Ich meine, das will sauber abgewogen sein. In diesem Fall allerdings denke ich, dass die Blogger wenig zum Erfolg des Buches beisteuern, das bereits zigtausendfach verkauft war, bevor zumindest ich überhaupt wusste, dass es existiert.
Zudem gehört Weltbild der Kirche, der wiederum ich angehöre. Ich betrachte die Kirche in gewisser Weise als die meine, und da sage ich schon meine Meinung. Wo, wenn nicht hier? Und ich finde, in meinem Garten hat in dem, was als Blumenbeet gedacht ist, auch ein schlafender Hund nichts verloren. Besonders, wenn es so ein dicker Hund ist.
Mittwoch, Juli 25, 2012
Mit das beste von C.S. Lewis...
[... wie Bastian findet]
Ich erkenne den Geist Gottes, wie ich das Licht erkenne. Nicht, indem ich es selbst sehe, sondern indem ich in ihm andere Dinge erkennen kann.
Ich erkenne den Geist Gottes, wie ich das Licht erkenne. Nicht, indem ich es selbst sehe, sondern indem ich in ihm andere Dinge erkennen kann.
Ungenau
[Von Bastian]
Tricks mit der Sprache sind allgegenwärtig. Man sagt die Dinge so, dass das Gegenüber sie anders versteht, als man selbst. So werden Formelkompromisse gefunden, auf die man sich später berufen kann, ohne dass der Gesprächspartner seine Zustimmung jemals so gemeint hätte.
Solche Tricks haben bei Gott nichts verloren: Ja, ja und nein, nein sei unser Reden. Umso mehr stört es mich, dass die Piusbruderschaft genau das wieder einmal versucht: Dinge mit unausgesprochenem Inhalt zu füllen. [LINK]
So sagen sie: Nicht verhandelbar sei die Freiheit, die Irrtümer von Modernismus, Liberalismus und des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie die Konsequenzen dieser Irrtümer zu bekämpfen. Nun, das ist für einen Katholiken nicht nur ein Recht – das ist seine Pflicht. Irrtümer des Modernismus, des Liberalismus und des Konzils (z.B. eine falsche Interpretation seiner Texte), kurz: alle Irrtümer, die den Glauben und die Kirche betreffen, sind selbstverständlich aufzuklären und zu korrigieren. Die Folgen muss jeder, der Gott und die Kirche ernst nimmt, mit Sorge verfolgen und bekämpfen, wo er kann. Was also soll daran falsch sein?
Falsch ist daran, dass hier tatsächlich gemeint ist, man wolle alles bekämpfen, was man selbst für einen Irrtum hält. Genau da liegt aber die Meinungsverschiedenheit gegenüber der Kirche. Würde diese Forderung so erfüllt, ginge die Diskussion über den wahren Glauben weiter, wie bisher, nur dass sie plötzlich innerhalb der Kirche und mit höchster Erlaubnis geführt würde.
Die Pius-Bruderschaft wolle ferner über mindestens einen Bischof verfügen. Zumindest in diesem Wortlaut ist das theologisch schon einmal Unsinn: keine Gruppe, welche auch immer, „verfügt“ über einen Bischof. Gemeint könnte sein, dass man sich einen Bischof ausbedingt, den man selbst auswählt und der im Zweifelsfall nicht weisungsgebunden Rom gegenüber ist. Die Staatskirche Chinas macht es genauso. Es ist ein Widerspruch in sich, denn die Gemeinschaft mit Rom lässt sich nicht auf der Abmachung aufbauen, dass sie im Zweifelsfall eben nicht existiert. Auch dies wäre, gleich dem ersten Beispiel, das Prinzip, den Status Quo zu erhalten und einfach in die Kirche hinein zu verlagern.
In beiden Fällen wäre eine Eingliederung der Piusbruderschaft nichts als eine Ausweitung der Kirche auf Personen, die sich die Freiheit ausbedingen, im Konfliktfall nicht dazuzugehören. Der Riss zwischen ihnen und der Kirche würde zum kircheninternen Riss. Unter einer Wiedereingliederung stellt sich Rom, so denke ich, mehr vor: Heilung, nicht den Import des Unheilen.
Tricks mit der Sprache sind allgegenwärtig. Man sagt die Dinge so, dass das Gegenüber sie anders versteht, als man selbst. So werden Formelkompromisse gefunden, auf die man sich später berufen kann, ohne dass der Gesprächspartner seine Zustimmung jemals so gemeint hätte.
Solche Tricks haben bei Gott nichts verloren: Ja, ja und nein, nein sei unser Reden. Umso mehr stört es mich, dass die Piusbruderschaft genau das wieder einmal versucht: Dinge mit unausgesprochenem Inhalt zu füllen. [LINK]
So sagen sie: Nicht verhandelbar sei die Freiheit, die Irrtümer von Modernismus, Liberalismus und des Zweiten Vatikanischen Konzils sowie die Konsequenzen dieser Irrtümer zu bekämpfen. Nun, das ist für einen Katholiken nicht nur ein Recht – das ist seine Pflicht. Irrtümer des Modernismus, des Liberalismus und des Konzils (z.B. eine falsche Interpretation seiner Texte), kurz: alle Irrtümer, die den Glauben und die Kirche betreffen, sind selbstverständlich aufzuklären und zu korrigieren. Die Folgen muss jeder, der Gott und die Kirche ernst nimmt, mit Sorge verfolgen und bekämpfen, wo er kann. Was also soll daran falsch sein?
Falsch ist daran, dass hier tatsächlich gemeint ist, man wolle alles bekämpfen, was man selbst für einen Irrtum hält. Genau da liegt aber die Meinungsverschiedenheit gegenüber der Kirche. Würde diese Forderung so erfüllt, ginge die Diskussion über den wahren Glauben weiter, wie bisher, nur dass sie plötzlich innerhalb der Kirche und mit höchster Erlaubnis geführt würde.
Die Pius-Bruderschaft wolle ferner über mindestens einen Bischof verfügen. Zumindest in diesem Wortlaut ist das theologisch schon einmal Unsinn: keine Gruppe, welche auch immer, „verfügt“ über einen Bischof. Gemeint könnte sein, dass man sich einen Bischof ausbedingt, den man selbst auswählt und der im Zweifelsfall nicht weisungsgebunden Rom gegenüber ist. Die Staatskirche Chinas macht es genauso. Es ist ein Widerspruch in sich, denn die Gemeinschaft mit Rom lässt sich nicht auf der Abmachung aufbauen, dass sie im Zweifelsfall eben nicht existiert. Auch dies wäre, gleich dem ersten Beispiel, das Prinzip, den Status Quo zu erhalten und einfach in die Kirche hinein zu verlagern.
In beiden Fällen wäre eine Eingliederung der Piusbruderschaft nichts als eine Ausweitung der Kirche auf Personen, die sich die Freiheit ausbedingen, im Konfliktfall nicht dazuzugehören. Der Riss zwischen ihnen und der Kirche würde zum kircheninternen Riss. Unter einer Wiedereingliederung stellt sich Rom, so denke ich, mehr vor: Heilung, nicht den Import des Unheilen.
Ergänzung zum letzten Beitrag.
[Eine Polemik von Bastian]
Zu unserem letzten Beitrag erreichte uns eine Stellungnahme. [LINK]
Hamburg (Unfug-Rederei). Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des katholischen Schiffahrtsverbandes hat das Vorgehen im Falle des Lecks im Luxusliner «Weltbild» verteidigt. Die Rederei wolle eine «kritische Auseinandersetzung» mit den Gefahren eindringenden Wassers, hieß es in Hamburg gegenüber Echo Romeo (Dienstag). Das Leck werde in den Rumpf geschlagen, neu aber seien die kritische Einordnung und Stellungnahmen dazu.
Die Beiboote würden nicht leck geschlagen, im Reisekatalog komme es ebenfalls nicht vor, unterstrich der Sprecher. Auch weitere Lecks seien nicht vorgesehen. Er wundere sich jedoch, dass es keinen gesellschaftlichen Aufschrei gebe, wenn ein solches Leck alle Rekorde breche.
Der Sprecher rechtfertigte zudem die Entscheidung der Rederei, «das sogenannte Lehrbuch 'Efficient Leakage' nicht zu verkaufen». Das habe der Rederei zwar massive Vorwürfe eingebracht, auch den Vorwurf der Zensur. Aber die klare Positionierung lohne sich für das Profil, so der Sprecher. Klar sei, dass es um Abwägung gehe. «In einigen Fällen wird man Kompromisse finden müssen, die nicht immer allen gefallen.» Das völlig dichte Schiff gebe es auch hier nicht.
Die Rederei sei eben kein Binnenhafen, «in dem ich an einem Nachmittag mal schnell klar Schiff mache, sondern ein komplexer Schiffahrtskonzern mit einem Netz an Anlegestellen», sagte der Aufsichtsrats-Vize. Dazu komme ein riesiger Containerhafen mit täglich 50.000 Bewegungen und verschiedenen Buchführungen sowie Beteiligungen und vertragliche Bindungen. Das warentechnische Gesamtkonzept müsse jedoch weiter gefördert werden.
In letzter Zeit seien in dem Unternehmen intensiv weitere Möglichkeiten erörtert und genutzt worden, trockene Waren zu befördern, betonte der Sprecher. Darunter seien Bücher über über große Kapitäne und Lehrbücher. Auch verschiedene Filter und Pumpen seien verbessert worden, die die Aufgabe hätten, eindringendes Wasser zu verstecken. Diese Schritte gelte es nun zu verstetigen, doch bleibe das eine Daueraufgabe.
Diese Unfug-Rederei gehört zwölf deutschen Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Katholischen Soldatenseelsorge Berlin. Die Eigentümer haben jüngst beschlossen, ihre Anteile in eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts zu überführen. Damit wurde ein Verkaufsbeschluss zurückgenommen, der unter dem Eindruck öffentlicher Debatten über gefährliche Riffe im Redereihafen vor gut einem halben Jahr gefällt worden war.
Dienstag, Juli 24, 2012
Montag, Juli 23, 2012
Wir bedanken uns!
Wofür? Bei wem?
Nun, wir bedanken uns NICHT beim Aufsichtsrat von Weltbild für den locker hingelegten Salto Mortale, der souverän für Applaus sorgte, wäre er von Artisten gesprungen worden und nicht von politikergleich daherredenden Kaufleuten, die vorgeben, die katholische Kirche zu fördern. (LINK)
Wir bedanken uns auch NICHT beim Entdecker der religiösen Affen, der es wohl aufgrund dieser Entdeckung vorzieht, der Verwechselungsgefahr zu entgehen und Atheist zu sein. (LINK)
Nun, wir bedanken uns NICHT beim Aufsichtsrat von Weltbild für den locker hingelegten Salto Mortale, der souverän für Applaus sorgte, wäre er von Artisten gesprungen worden und nicht von politikergleich daherredenden Kaufleuten, die vorgeben, die katholische Kirche zu fördern. (LINK)
Wir bedanken uns auch NICHT beim Entdecker der religiösen Affen, der es wohl aufgrund dieser Entdeckung vorzieht, der Verwechselungsgefahr zu entgehen und Atheist zu sein. (LINK)
Wie wehren gegen Newspeak?
[Von Bastian]
Der Umgang mit dem Begriff „Ehe“ trägt Züge von George Orwells Roman „1984“: Begriffe werden geändert mit dem Ziel, den dahinter stehenden Inhalt verblassen zu lassen, bis er dadurch verschwindet, dass niemand mehr ihn kennt. (LINK)
Für uns Katholiken stellt sich so eine schwierige Frage: verteidigen wir unsere Ehe oder nicht? Und wenn ja, wie?
Grundsätzlich haben wir einen schweren Stand, egal, was wir tun. Verteidigen wir den Begriff, erscheinen wir als unflexibel und eng, als Menschen, die andere ausgrenzen. Da mit dem Begriff „Ehe“ Rechtsfolgen verbunden sind, setzen wir uns in den Augen der Öffentlichkeit ins Unrecht, indem wir scheinbar bestimmen wollen, wer alles nicht in den Genuss von Förderungen etc. kommen darf. Das sind schwere Vorwürfe.
Verteidigen wir den Begriff nicht, nehmen wir Folgen (auch handfeste Rechtsfolgen) in Kauf, die wir nicht gutheißen können.
Was tun?
Erst einmal sollte man, so denke ich, erkennen, dass hier zwei unterschiedliche logische Systeme um die Vorherschafft ringen.
Das System, das uns derzeit eine Diskussion aufzwingt, besagt: die Wahrheit lässt sich wandeln. Indem ich die Sprache und ihre Bedeutung ändere, übernehme ich die Hoheit über die Inhalte, die dahinter stehen. Dieser Ansatz hat augenscheinlich einiges für sich: er funktioniert offenbar, denn er setzt Dinge in Bewegung. Die Aufweichung des Ehebegriffs richtet schweren Schaden an, oder, wie die Gegenseite es formulieren würde: setzt längst notwendige Änderungen in Gang. Und so gibt es heftige Diskussionen, ob es sich bei den ablaufenden Prozessen um Schäden oder Erfolge handelt. Wenn wir uns auf diese Diskussionen einlassen, haben wir, wie ich befürchte, bereits verloren. Die gegen uns erhobenen Vorwürfe sind innerhalb der Logik, in der sich alles abspielt, nicht zu widerlegen.
Unsere Stärke, die letztlich gewinnen wird, liegt nicht in der Diskussion. Sie liegt darin, dass das derzeit handelnde System in sich falsch ist und wir die richtige Logik kennen: die der Wahrheit. Die Ehe ist nicht nur schützenswert, weil sie ein Bund ist, den letztlich Gott schließt. Sie ist aus eben diesem Grunde auch unermesslich stark und schlicht wahr. Die Ehe ist, was sie ist, egal, wie man ihren Namen zu verunstalten sucht. Um im Bild des oben verlinkten Beitrags zu bleiben: der Würfel wird unter den Quadern immer auffallen. Daran kann keine Verdrehung etwas ändern – das ist so. Selbst wenn man Würfeln ungleiche Kantenlängen vorschreiben würde, um sie so abzuschaffen: allein dieses Gebot würde den wirklichen Würfel für alle sichtbar definieren. Schafft man das Wort ab, wird sich ein anderes bilden, weil der Würfel eben nicht mit dem Wort verschwunden ist. Man kann ihn nicht abschaffen.
Wir sitzen am längeren Hebel. Gott hat den Ehebund gestiftet. Dieser Bund ist so real wie eine geometrische Form: er gehört zur umfassenden Logik der Welt. Aus dieser Logik heraus muss die Argumentation erfolgen, denn sie bringt das andere System zum Einsturz. Solange wir über Begriffe streiten, unterliegen wir der Gesellschaft, die den Inhalt prägt. Zeigen wir aber, dass es die Ehe, wie Gott sie gegeben hat, gibt, funktioniert die ganze Begriffsdiskussion nicht mehr.
Man mag sich verloren vorkommen, angesichts der überschäumenden Diskussionen und Aufbrüche in die Irre, doch wir können ruhig sein: wir stehen auf dem festen Boden – die anderen nicht. Und wir haben, dem Katholizismus sei Dank, eine unermessliche Menge an Mitstreitern: alle Heiligen (auch die, die wir gar nicht kennen) kennen die Wahrheit auch und sind höchst aktiv. Und so kann man, denke ich, die Antwort Gottes bereits erkennen: an vielen Stellen gibt es kleine Aufbrüche, Ehe und Familie zu stärken und sie den Menschen ins Bewusstsein zu rücken.
Fazit: Wir müssen nicht alles in Kauf nehmen. Ich denke, es ist wichtig, Stellung zu beziehen! Doch gleich, wie man es tut: auf die Logik der von Menschen geänderten Wahrheit sollte man sich nicht einlassen. Die wirkliche Wahrheit siegt am Ende, das ist sicher. Halten wir uns daran.
Der Umgang mit dem Begriff „Ehe“ trägt Züge von George Orwells Roman „1984“: Begriffe werden geändert mit dem Ziel, den dahinter stehenden Inhalt verblassen zu lassen, bis er dadurch verschwindet, dass niemand mehr ihn kennt. (LINK)
Für uns Katholiken stellt sich so eine schwierige Frage: verteidigen wir unsere Ehe oder nicht? Und wenn ja, wie?
Grundsätzlich haben wir einen schweren Stand, egal, was wir tun. Verteidigen wir den Begriff, erscheinen wir als unflexibel und eng, als Menschen, die andere ausgrenzen. Da mit dem Begriff „Ehe“ Rechtsfolgen verbunden sind, setzen wir uns in den Augen der Öffentlichkeit ins Unrecht, indem wir scheinbar bestimmen wollen, wer alles nicht in den Genuss von Förderungen etc. kommen darf. Das sind schwere Vorwürfe.
Verteidigen wir den Begriff nicht, nehmen wir Folgen (auch handfeste Rechtsfolgen) in Kauf, die wir nicht gutheißen können.
Was tun?
Erst einmal sollte man, so denke ich, erkennen, dass hier zwei unterschiedliche logische Systeme um die Vorherschafft ringen.
Das System, das uns derzeit eine Diskussion aufzwingt, besagt: die Wahrheit lässt sich wandeln. Indem ich die Sprache und ihre Bedeutung ändere, übernehme ich die Hoheit über die Inhalte, die dahinter stehen. Dieser Ansatz hat augenscheinlich einiges für sich: er funktioniert offenbar, denn er setzt Dinge in Bewegung. Die Aufweichung des Ehebegriffs richtet schweren Schaden an, oder, wie die Gegenseite es formulieren würde: setzt längst notwendige Änderungen in Gang. Und so gibt es heftige Diskussionen, ob es sich bei den ablaufenden Prozessen um Schäden oder Erfolge handelt. Wenn wir uns auf diese Diskussionen einlassen, haben wir, wie ich befürchte, bereits verloren. Die gegen uns erhobenen Vorwürfe sind innerhalb der Logik, in der sich alles abspielt, nicht zu widerlegen.
Unsere Stärke, die letztlich gewinnen wird, liegt nicht in der Diskussion. Sie liegt darin, dass das derzeit handelnde System in sich falsch ist und wir die richtige Logik kennen: die der Wahrheit. Die Ehe ist nicht nur schützenswert, weil sie ein Bund ist, den letztlich Gott schließt. Sie ist aus eben diesem Grunde auch unermesslich stark und schlicht wahr. Die Ehe ist, was sie ist, egal, wie man ihren Namen zu verunstalten sucht. Um im Bild des oben verlinkten Beitrags zu bleiben: der Würfel wird unter den Quadern immer auffallen. Daran kann keine Verdrehung etwas ändern – das ist so. Selbst wenn man Würfeln ungleiche Kantenlängen vorschreiben würde, um sie so abzuschaffen: allein dieses Gebot würde den wirklichen Würfel für alle sichtbar definieren. Schafft man das Wort ab, wird sich ein anderes bilden, weil der Würfel eben nicht mit dem Wort verschwunden ist. Man kann ihn nicht abschaffen.
Wir sitzen am längeren Hebel. Gott hat den Ehebund gestiftet. Dieser Bund ist so real wie eine geometrische Form: er gehört zur umfassenden Logik der Welt. Aus dieser Logik heraus muss die Argumentation erfolgen, denn sie bringt das andere System zum Einsturz. Solange wir über Begriffe streiten, unterliegen wir der Gesellschaft, die den Inhalt prägt. Zeigen wir aber, dass es die Ehe, wie Gott sie gegeben hat, gibt, funktioniert die ganze Begriffsdiskussion nicht mehr.
Man mag sich verloren vorkommen, angesichts der überschäumenden Diskussionen und Aufbrüche in die Irre, doch wir können ruhig sein: wir stehen auf dem festen Boden – die anderen nicht. Und wir haben, dem Katholizismus sei Dank, eine unermessliche Menge an Mitstreitern: alle Heiligen (auch die, die wir gar nicht kennen) kennen die Wahrheit auch und sind höchst aktiv. Und so kann man, denke ich, die Antwort Gottes bereits erkennen: an vielen Stellen gibt es kleine Aufbrüche, Ehe und Familie zu stärken und sie den Menschen ins Bewusstsein zu rücken.
Fazit: Wir müssen nicht alles in Kauf nehmen. Ich denke, es ist wichtig, Stellung zu beziehen! Doch gleich, wie man es tut: auf die Logik der von Menschen geänderten Wahrheit sollte man sich nicht einlassen. Die wirkliche Wahrheit siegt am Ende, das ist sicher. Halten wir uns daran.
Ehrenvoller Highscore!
[Von Bastian]
Echo Romeo hat 100 Freunde und der Hundertste kommt gleich zu dritt: Die Pimpfe machen die Zahl rund.
Es ist uns eine Ehre und eine Freude! Herzlichen Dank!
Echo Romeo hat 100 Freunde und der Hundertste kommt gleich zu dritt: Die Pimpfe machen die Zahl rund.
Es ist uns eine Ehre und eine Freude! Herzlichen Dank!
Samstag, Juli 21, 2012
Meine Tomaten gehen ein!
[Eine Polemik von Bastian]
Die Tomatenpflanzen im Garten sind gewachsen wie nie, haben viele Früchte angesetzt und jetzt sind sie ernsthaft krank. Die Blätter werden schwarz und fallen ab. Es gab zuviel Regen.
Dabei fällt auf: die in den Einzeltöpfen schrumpfen etwas langsamer als die im Hochbeet. Dieser Unterschied mag interessant sein, doch ändert das etwas langsamere Schrumpfen der Blätter nichts daran, dass die Pflanze ebenfalls krank ist und denselben Weg nimmt. Weniger Symptome bedeutet nicht unbedingt weniger krank und schon gar nicht Gesundheit. Die genaue vergleichende Buchführung über das Blätterschrumpfen kann wichtige Anhaltspunkte darüber geben, was los ist. Doch darf ich nicht in den Zahlen hängen bleiben – es sei denn, ich wollte die Pflanzen nicht retten, sondern Wetten darauf abschließen, welche noch wie lange durchhält.
In diesem Sinne: es ist gut zu wissen, dass die katholische Kirche langsamer schrumpft als die evangelische. Manche Kommentare legen allerdings möglicherweise eher den Wusch auf Wetten nahe als den auf Therapie. (LINK)
Die Tomatenpflanzen im Garten sind gewachsen wie nie, haben viele Früchte angesetzt und jetzt sind sie ernsthaft krank. Die Blätter werden schwarz und fallen ab. Es gab zuviel Regen.
Dabei fällt auf: die in den Einzeltöpfen schrumpfen etwas langsamer als die im Hochbeet. Dieser Unterschied mag interessant sein, doch ändert das etwas langsamere Schrumpfen der Blätter nichts daran, dass die Pflanze ebenfalls krank ist und denselben Weg nimmt. Weniger Symptome bedeutet nicht unbedingt weniger krank und schon gar nicht Gesundheit. Die genaue vergleichende Buchführung über das Blätterschrumpfen kann wichtige Anhaltspunkte darüber geben, was los ist. Doch darf ich nicht in den Zahlen hängen bleiben – es sei denn, ich wollte die Pflanzen nicht retten, sondern Wetten darauf abschließen, welche noch wie lange durchhält.
In diesem Sinne: es ist gut zu wissen, dass die katholische Kirche langsamer schrumpft als die evangelische. Manche Kommentare legen allerdings möglicherweise eher den Wusch auf Wetten nahe als den auf Therapie. (LINK)
Freitag, Juli 20, 2012
Ich bin begeistert!
[Von Bastian]
Meine Frau berichtete mir dies:
Heute Abend war sie in einer Sühneandacht mit eucharistischer Anbetung, die in unserer Gemeinde abgehalten wurde. Die Intention war Sühne für unser Land, das den Papst, der von hier stammt, so schlecht behandelt und verzerrt wiedergibt. Die Kapelle war voll - bezeichnenderweise waren es ziemlich genau die Personen, die sonst auch in den Werktagsmessen erscheinen. Initiiert war es von einer Frau, die damit Papst Benedikt einen "Blumenstrauss" in den Urlaub senden wollte.
Ich bin diesen Menschen und unserem Pastor sehr dankbar für diese Aktion!
Meine Frau berichtete mir dies:
Heute Abend war sie in einer Sühneandacht mit eucharistischer Anbetung, die in unserer Gemeinde abgehalten wurde. Die Intention war Sühne für unser Land, das den Papst, der von hier stammt, so schlecht behandelt und verzerrt wiedergibt. Die Kapelle war voll - bezeichnenderweise waren es ziemlich genau die Personen, die sonst auch in den Werktagsmessen erscheinen. Initiiert war es von einer Frau, die damit Papst Benedikt einen "Blumenstrauss" in den Urlaub senden wollte.
Ich bin diesen Menschen und unserem Pastor sehr dankbar für diese Aktion!
Ich muss gestehen...
...der Umkehrschluss kam mir auch schon in den Sinn.
[Von Bastian]
Affen sind möglicherweise religiös? (LINK)
Zumindest scheint es oft so, als sei so mancher Religiöse (oder der sich zumindest so nennt) ein Affe.
Wie anders soll es sonst zu all dem Blödsinn, den wir in unseren Blogs durchkauen müssen, kommen?
Es wäre eine Lösung.
[Von Bastian]
Affen sind möglicherweise religiös? (LINK)
Zumindest scheint es oft so, als sei so mancher Religiöse (oder der sich zumindest so nennt) ein Affe.
Wie anders soll es sonst zu all dem Blödsinn, den wir in unseren Blogs durchkauen müssen, kommen?
Es wäre eine Lösung.
Undenkbar?
[Von Bastian]
Ich muss mich verschwörungstheoretisch betätigen und werde erklären, warum.
Wenn es Gesetz würde, den Begriff „Würfel“ auf alles auszuweiten, das einem Quader ähnlich sieht – was wären die Folgen? Das Wort „Würfel“ umfasst in seiner neuen Bedeutung nach wie vor das, was es vorher beschrieb, denn jeder Würfel ist auch ein Quader. Zusätzlich umfasst es jetzt auch alle anderen Quader. Positiv beschönigend ausgedrückt ist seine Bedeutung umfassender geworden. Tatsächlich ist seine Bedeutung verschwommen und unpräzise geworden. Und was dazu kommt: für richtige Würfel gibt es kein Wort mehr. Dabei hat sich an den Tatsachen nichts geändert: natürlich ist der Würfel hinterher noch ein Würfel und ein Quader ein Quader. Die Sprache wäre absichtlich ungenauer geworden – undenkbar.
Undenkbar? Nun, derzeit wird allgemein versucht, mit dem Begriff der Ehe genauso umzugehen: er soll auf alle anderen Formen der Lebens(abschnitts)partnerschaften ausgeweitet werden. Das erklärte Ziel ist, keinen Unterschied mehr zwischen den einzelnen Formen der Partnerschaft zu machen. Gleich dem Würfel im Beispiel ändert sich dabei an den Tatsachen nichts – es gibt die vor Gott geschlossene endgültig bindende Partnerschaft zwischen Mann und Frau nach wie vor, nur hat sie keinen Namen mehr. Die Sprache ist unpräziser geworden, denn die Gesellschaft beraubt sich der Möglichkeit, einen Inhalt zu formulieren. So macht sie sich selbst dümmer und ist stolz darauf. Das undenkbare ist eingetroffen.
Aber warum? Dass es dabei um das Ziel geht, die christliche Ehe auszuhöhlen, weil man selbst, triebgesteuert, wie man ist, nicht mit ihr klar kommt, liegt auf der Hand. Doch woher stammt die (abstruse) Idee, man könne durch Änderung der Begrifflichkeiten die dahinterstehenden Tatsachen mitändern? Literarisch gibt es dazu eine große Vorlage: „1984“ von George Orwell. Die dort beschriebene Gesellschaft beruht auf dem Prinzip, dass wahr ist, was ich wahrnehme, und dass ich wahrnehme, was politisch korrekt ist.
Das Werkzeug dazu ist „Newspeak“. Dabei handelt es sich um eine vorgeschriebene Sprache, in der die Bedeutung von Worten so verändert wird, dass für unangenehme (hier: dem Regime gefährliche) Dinge keine Begriffe mehr existieren. Ziel ist, bestimmte Dinge unmöglich zu machen, weil man an sie mangels Begriff nicht einmal denken kann. Damit sollen so genannte „Gedankenverbrechen“ unmöglich werden. Womit wir wieder beim Stichwort „undenkbar“ wären.
Dass wir selbst derzeit (ich behaupte: nicht mehr lange!) in einer Gesellschaft leben, die ihre eigene politisch und mainstreamtechnisch korrekte Wahrnehmung zur Wahrheit für alle machen will, ist evident. (LINK, LINK) Doch sind wir tatsächlich bei der Idee von „Gedankenverbrechen“ angelangt? Ich denke, der Begriff der (natürlich abzulehnenden und schwerst zu bekämpfenden) „Homophobie“ ist die Antwort. Eine Phobie ist keine Tätigkeit, die man unter Strafe stellen könnte, sondern eine Haltung, eine persönliche Eigenschaft, eine Angst. Sie entzieht sich damit jeder Rechtsprechung: die Gedanken sind frei. Sollten sie zumindest sein. Der offene Versuch, eine Haltung notfalls (nur notfalls?) auch mit gesetzlichen Mitteln zu bekämpfen, zeigt, dass es bei uns inzwischen Gedankenverbrechen gibt, die zu begehen gefährlich ist. Eine wie auch immer geartete Ablehnung homosexuellen Verhaltens darf man nicht haben. Es kann den Job kosten, was, wenn es nach den Wortführern der Wortänderer geht, nur der Anfang ist. Und so werden schon kleine Kinder in neuen Schulbüchern darauf vorbereitet, dass es keine besondere Ehe, sondern nur Partnerschaften gibt, die vor dem Gesetz zufällig „Ehe“ heißen.
Da wird gesellschaftlich und politisch auf vielen Ebenen zugleich am selben Thema gearbeitet. Es erscheint koordiniert und zielgerichtet. Es steckt jemand dahinter, der weiß, was er will und was er tut: Verschwörungstheorie? Und der zugleich so verblendet ist, nicht zu merken, dass das nur daneben gehen kann. Wenn ich mir an einem Mauervorsprung das Schienbein stoße, hilft es einfach nichts, das Licht auszumachen, damit ich den Vorsprung nicht mehr sehe: ich werde mich weiter daran stoßen, weil es ihn gibt.
Oder biblisch gesprochen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Stein des Anstoßes geworden. Einfach weil es wahr ist.
Ich muss mich verschwörungstheoretisch betätigen und werde erklären, warum.
Wenn es Gesetz würde, den Begriff „Würfel“ auf alles auszuweiten, das einem Quader ähnlich sieht – was wären die Folgen? Das Wort „Würfel“ umfasst in seiner neuen Bedeutung nach wie vor das, was es vorher beschrieb, denn jeder Würfel ist auch ein Quader. Zusätzlich umfasst es jetzt auch alle anderen Quader. Positiv beschönigend ausgedrückt ist seine Bedeutung umfassender geworden. Tatsächlich ist seine Bedeutung verschwommen und unpräzise geworden. Und was dazu kommt: für richtige Würfel gibt es kein Wort mehr. Dabei hat sich an den Tatsachen nichts geändert: natürlich ist der Würfel hinterher noch ein Würfel und ein Quader ein Quader. Die Sprache wäre absichtlich ungenauer geworden – undenkbar.
Undenkbar? Nun, derzeit wird allgemein versucht, mit dem Begriff der Ehe genauso umzugehen: er soll auf alle anderen Formen der Lebens(abschnitts)partnerschaften ausgeweitet werden. Das erklärte Ziel ist, keinen Unterschied mehr zwischen den einzelnen Formen der Partnerschaft zu machen. Gleich dem Würfel im Beispiel ändert sich dabei an den Tatsachen nichts – es gibt die vor Gott geschlossene endgültig bindende Partnerschaft zwischen Mann und Frau nach wie vor, nur hat sie keinen Namen mehr. Die Sprache ist unpräziser geworden, denn die Gesellschaft beraubt sich der Möglichkeit, einen Inhalt zu formulieren. So macht sie sich selbst dümmer und ist stolz darauf. Das undenkbare ist eingetroffen.
Aber warum? Dass es dabei um das Ziel geht, die christliche Ehe auszuhöhlen, weil man selbst, triebgesteuert, wie man ist, nicht mit ihr klar kommt, liegt auf der Hand. Doch woher stammt die (abstruse) Idee, man könne durch Änderung der Begrifflichkeiten die dahinterstehenden Tatsachen mitändern? Literarisch gibt es dazu eine große Vorlage: „1984“ von George Orwell. Die dort beschriebene Gesellschaft beruht auf dem Prinzip, dass wahr ist, was ich wahrnehme, und dass ich wahrnehme, was politisch korrekt ist.
Das Werkzeug dazu ist „Newspeak“. Dabei handelt es sich um eine vorgeschriebene Sprache, in der die Bedeutung von Worten so verändert wird, dass für unangenehme (hier: dem Regime gefährliche) Dinge keine Begriffe mehr existieren. Ziel ist, bestimmte Dinge unmöglich zu machen, weil man an sie mangels Begriff nicht einmal denken kann. Damit sollen so genannte „Gedankenverbrechen“ unmöglich werden. Womit wir wieder beim Stichwort „undenkbar“ wären.
Dass wir selbst derzeit (ich behaupte: nicht mehr lange!) in einer Gesellschaft leben, die ihre eigene politisch und mainstreamtechnisch korrekte Wahrnehmung zur Wahrheit für alle machen will, ist evident. (LINK, LINK) Doch sind wir tatsächlich bei der Idee von „Gedankenverbrechen“ angelangt? Ich denke, der Begriff der (natürlich abzulehnenden und schwerst zu bekämpfenden) „Homophobie“ ist die Antwort. Eine Phobie ist keine Tätigkeit, die man unter Strafe stellen könnte, sondern eine Haltung, eine persönliche Eigenschaft, eine Angst. Sie entzieht sich damit jeder Rechtsprechung: die Gedanken sind frei. Sollten sie zumindest sein. Der offene Versuch, eine Haltung notfalls (nur notfalls?) auch mit gesetzlichen Mitteln zu bekämpfen, zeigt, dass es bei uns inzwischen Gedankenverbrechen gibt, die zu begehen gefährlich ist. Eine wie auch immer geartete Ablehnung homosexuellen Verhaltens darf man nicht haben. Es kann den Job kosten, was, wenn es nach den Wortführern der Wortänderer geht, nur der Anfang ist. Und so werden schon kleine Kinder in neuen Schulbüchern darauf vorbereitet, dass es keine besondere Ehe, sondern nur Partnerschaften gibt, die vor dem Gesetz zufällig „Ehe“ heißen.
Da wird gesellschaftlich und politisch auf vielen Ebenen zugleich am selben Thema gearbeitet. Es erscheint koordiniert und zielgerichtet. Es steckt jemand dahinter, der weiß, was er will und was er tut: Verschwörungstheorie? Und der zugleich so verblendet ist, nicht zu merken, dass das nur daneben gehen kann. Wenn ich mir an einem Mauervorsprung das Schienbein stoße, hilft es einfach nichts, das Licht auszumachen, damit ich den Vorsprung nicht mehr sehe: ich werde mich weiter daran stoßen, weil es ihn gibt.
Oder biblisch gesprochen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Stein des Anstoßes geworden. Einfach weil es wahr ist.
Mittwoch, Juli 18, 2012
Gedanken zum Evangelium
[Von Bastian]
„In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Früher hat mich hier die vermeintliche Willkür Gottes gestört: offensichtlich bekommt nicht jeder diese Offenbarung. Was, wenn ich nicht zu denen gehöre, denen Er es offenbaren will? Dann entdeckte ich den Schlüssel im Abschnitt davor.
Wer ist unmündig? Der, der nicht aus sich handeln kann, sondern sich von einem anderen die Dinge sagen lassen muss. Der, der an der Hand eines anderen durchs Leben gehen und geführt werden muss.
Wer Gott selber denken will, kann eine Offenbarung gar nicht annehmen, weil die naturgemäß nicht selbst erdacht wird. Was aber von außen kommt, sprengt stets erst einmal den eigenen Rahmen.
Da Gott immer größer ist, als ich Ihn denken kann, kann ich Ihn jedoch gar nicht anders an mich heran lassen, als durch Offenbarung. Alles innere Betrachten darf nur die Vorbereitung darauf sein, mir die Erkenntnis Gottes von Ihm weiter vergrößern zu lassen – anderenfalls versuche ich, Ihn in meinem Intellekt einzusperren und so zu verlieren, denn dort passt Er nicht hinein.
Die einzige angemessene Haltung Gott gegenüber ist die Bereitschaft, Ihn größer sein zu lassen, als ich es bin und zu erkennen, dass Er mich führen muss, wenn ich zu Ihm gelangen will. Ich muss Ihm gegenüber unmündig sein – anders geht es gar nicht. Unmündigkeit Gott gegenüber ist der höhere Geisteszustand: die Unmündigen erhalten die Offenbarung, denn Gott will es so, weil es wahr ist.
Jesus verkündet diese Wahrheit hier nicht nur – Er bestätigt sie machtvoll, indem Er sie zum Vater hin ausspricht. Jesus spricht zum Vater – Gott spricht zu Gott. Innerhalb Gottes selbst wird dies gesagt, und ich darf es hören. Aus meiner Unmündigkeit heraus werde ich hineingenommen in Gott selbst. Wie sollte ich da den eigenen Intellekt noch zum Maßstab machen!
„In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“
Früher hat mich hier die vermeintliche Willkür Gottes gestört: offensichtlich bekommt nicht jeder diese Offenbarung. Was, wenn ich nicht zu denen gehöre, denen Er es offenbaren will? Dann entdeckte ich den Schlüssel im Abschnitt davor.
Wer ist unmündig? Der, der nicht aus sich handeln kann, sondern sich von einem anderen die Dinge sagen lassen muss. Der, der an der Hand eines anderen durchs Leben gehen und geführt werden muss.
Wer Gott selber denken will, kann eine Offenbarung gar nicht annehmen, weil die naturgemäß nicht selbst erdacht wird. Was aber von außen kommt, sprengt stets erst einmal den eigenen Rahmen.
Da Gott immer größer ist, als ich Ihn denken kann, kann ich Ihn jedoch gar nicht anders an mich heran lassen, als durch Offenbarung. Alles innere Betrachten darf nur die Vorbereitung darauf sein, mir die Erkenntnis Gottes von Ihm weiter vergrößern zu lassen – anderenfalls versuche ich, Ihn in meinem Intellekt einzusperren und so zu verlieren, denn dort passt Er nicht hinein.
Die einzige angemessene Haltung Gott gegenüber ist die Bereitschaft, Ihn größer sein zu lassen, als ich es bin und zu erkennen, dass Er mich führen muss, wenn ich zu Ihm gelangen will. Ich muss Ihm gegenüber unmündig sein – anders geht es gar nicht. Unmündigkeit Gott gegenüber ist der höhere Geisteszustand: die Unmündigen erhalten die Offenbarung, denn Gott will es so, weil es wahr ist.
Jesus verkündet diese Wahrheit hier nicht nur – Er bestätigt sie machtvoll, indem Er sie zum Vater hin ausspricht. Jesus spricht zum Vater – Gott spricht zu Gott. Innerhalb Gottes selbst wird dies gesagt, und ich darf es hören. Aus meiner Unmündigkeit heraus werde ich hineingenommen in Gott selbst. Wie sollte ich da den eigenen Intellekt noch zum Maßstab machen!
Dienstag, Juli 17, 2012
Worüber regen wir uns eigentlich auf?
Ein Politiker setzt Religiosität mit Dummheit gleich. „Too stupid to understand Science? Try religion!“
Ein Gericht setzt die jüdische und moslemische Beschneidung mit Verstümmelung gleich und verbietet sie.
Beiden Fällen ist dasselbe Bewusstsein gleich: was ich für richtig halte, ist für alle richtig. Meine Vorstellungen von Unversehrtheit und Intelligenz zählen - Abweichungen davon sind dumm oder strafbar. Der Gedanke, ein Wissenschaftler könne durch sein Staunen zu Gott finden, hat hier keinen Platz mehr. Genauso steht fest, dass kein jüdischer oder muslimischer Junge darunter leiden könnte, nicht beschnitten zu sein. Eine fehlende Vorhaut traumatisiert, der fehlende Eintritt in die eigene Religionsgemeinschaft natürlich nicht: Die Gegner der Beschneidung entscheiden, worunter ein Muslim zu leiden hat und worunter nicht.
Große Teile der öffentlichen Meinung werden bei uns von Idioten gemacht. Anders kann man es nicht sagen, denn es ist eine letztlich unbeschreibliche Ignoranz und Dummheit, die hinter der Vorstellung steht, die eigene Meinung sei das Nonplusultra. Hier wird das Sprichwort wahr: ein Standpunkt ist der geistige Horizont, wenn der Radius null ist. Und viele fragen sich, wohin das führen soll.
Ich meine, es hat längst zum Ergebnis geführt. Die öffentliche Beschlussfassung, was lebenswert ist und worunter man unerträglich leidet, hat längst die höchste Ebene erklommen: sie hat das Lebensrecht entthront. Worüber regen wir uns auf? Dass wir in einem Land leben, in dem man Gläubige für dumm erklären kann? Wir leben in einem Land, in dem man Dumme tötet!
Wird entdeckt, dass ein ungeborenes Kind geistig behindert ist, hat es wenig Chancen, zu überleben. Mein Geisteszustand ist schließlich der einzig wahre. Andere Menschen will ich nicht.
„Too stupid to join society? Try abortion!”
Ein Gericht setzt die jüdische und moslemische Beschneidung mit Verstümmelung gleich und verbietet sie.
Beiden Fällen ist dasselbe Bewusstsein gleich: was ich für richtig halte, ist für alle richtig. Meine Vorstellungen von Unversehrtheit und Intelligenz zählen - Abweichungen davon sind dumm oder strafbar. Der Gedanke, ein Wissenschaftler könne durch sein Staunen zu Gott finden, hat hier keinen Platz mehr. Genauso steht fest, dass kein jüdischer oder muslimischer Junge darunter leiden könnte, nicht beschnitten zu sein. Eine fehlende Vorhaut traumatisiert, der fehlende Eintritt in die eigene Religionsgemeinschaft natürlich nicht: Die Gegner der Beschneidung entscheiden, worunter ein Muslim zu leiden hat und worunter nicht.
Große Teile der öffentlichen Meinung werden bei uns von Idioten gemacht. Anders kann man es nicht sagen, denn es ist eine letztlich unbeschreibliche Ignoranz und Dummheit, die hinter der Vorstellung steht, die eigene Meinung sei das Nonplusultra. Hier wird das Sprichwort wahr: ein Standpunkt ist der geistige Horizont, wenn der Radius null ist. Und viele fragen sich, wohin das führen soll.
Ich meine, es hat längst zum Ergebnis geführt. Die öffentliche Beschlussfassung, was lebenswert ist und worunter man unerträglich leidet, hat längst die höchste Ebene erklommen: sie hat das Lebensrecht entthront. Worüber regen wir uns auf? Dass wir in einem Land leben, in dem man Gläubige für dumm erklären kann? Wir leben in einem Land, in dem man Dumme tötet!
Wird entdeckt, dass ein ungeborenes Kind geistig behindert ist, hat es wenig Chancen, zu überleben. Mein Geisteszustand ist schließlich der einzig wahre. Andere Menschen will ich nicht.
„Too stupid to join society? Try abortion!”
Montag, Juli 16, 2012
Die Umkehr, u.a. mathematisch betrachtet.
[Von Bastian]
„Kehret um und glaubt!“ fordert der Herr uns auf.
Noch einmal ganz langsam: erst umkehren, dann glauben? Scheint so. Beginnen wir also mit der Umkehr.
Wenn der Navi sagt: „Kehren Sie wenn möglich um!“ meint er (oder besser sie – bei mir redet da eine Frau, kurz „Tante“ genannt) damit, ich solle die Fahrtrichtung um 180° ändern und somit dorthin fahren, wo ich herkomme. Das klingt in diesem Zusammenhang schön symbolisch: zurück zum Ursprung, der Gott ist.
Doch Umkehr ist mehr als symbolisch gemeint: es ist ein praktischer Vorgang. Tatsächlich bedeutet er für die meisten: mache das Gegenteil dessen, was Du gerade tust, oder mache es zumindest gründlich anders. Das ist unangenehm, denn ich tue die Dinge so, wie ich sie tue, weil es für mich passt und ich es so will. Die Botschaft der Umkehr wird so zu: Tue, was du eigentlich nicht willst, was dir nicht liegt, denn was du machst, ist falsch.
Es gibt ein paar übliche Weisen, damit umzugehen.
Eine ist, die Aufforderung schlicht abzulehnen und als unmenschlich zu bekämpfen. Eine populärere Weise.
Eine andere ist, Christus auf das Christliche einzudampfen, dem man dann den Status einer Lebensweisheit zugesteht. Aus der Umkehr des ganzen Menschen wird dann ein leichtes Drehen des Kopfes: man schaut auch mal links und rechts und nicht nur auf sich und ist stolz darauf. Eine beliebte Methode, ungefährlich für die eigene Lebensführung.
Es gibt auch die Möglichkeit, Umkehr zum Lebensprinzip zu erheben. Man kehrt nicht zu etwas um, sondern dreht sich quasi aus einem Geist der Umkehr heraus ständig um sich selbst. Nie zufrieden mit dem eigenen Glauben wird man so auf christliche Weise selbst zum persönlichen Lebensmittelpunkt. Eine Methode für Grübler.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat letzthin eine weitere Methode hinzugefügt: die zweifache Umkehr. Erst die Umkehr in Sachen Weltbild, dann die Umkehr in Sachen Arbeitsplätze. 2x180° ergibt 360° - also weiter wie bisher, verkauft als Umkehr. Eine ausbaufähige Methode.
Gott jedoch hat keine dieser Methoden gemeint. Er käme nie auf die Idee, zu fordern, man solle tun, was man nicht will. Umkehr und Glaube sind keine Abfolge, sondern Gleichzeitigkeit. Man kehrt um, indem man glaubt, und sich so die Maßstäbe des Lebens verändern. Der Glaube ist der Umkehr dabei sogar eine Nasenlänge voraus: schon die Idee, sich auf diesen Veränderungsprozess einzulassen, ist der erste Teil des Glaubens.
Glaube und Umkehr sind eins: im Glauben erkenne ich die wirkliche Wahrheit als Handlungsgrundlage, und indem ich mich darauf einlasse und mein Leben sich ändert, wächst mein Glaube. Die wachsende Erkenntnis führt dann zu weiterer Umkehr. Und in diesem faszinierenden ersten Anblick Gottes ist ein Leben der Umkehr genau das, was ich will.
Die Umkehr wird im Glauben sichtbar, nicht in einem unbequemen Leben.
„Kehret um und glaubt!“ fordert der Herr uns auf.
Noch einmal ganz langsam: erst umkehren, dann glauben? Scheint so. Beginnen wir also mit der Umkehr.
Wenn der Navi sagt: „Kehren Sie wenn möglich um!“ meint er (oder besser sie – bei mir redet da eine Frau, kurz „Tante“ genannt) damit, ich solle die Fahrtrichtung um 180° ändern und somit dorthin fahren, wo ich herkomme. Das klingt in diesem Zusammenhang schön symbolisch: zurück zum Ursprung, der Gott ist.
Doch Umkehr ist mehr als symbolisch gemeint: es ist ein praktischer Vorgang. Tatsächlich bedeutet er für die meisten: mache das Gegenteil dessen, was Du gerade tust, oder mache es zumindest gründlich anders. Das ist unangenehm, denn ich tue die Dinge so, wie ich sie tue, weil es für mich passt und ich es so will. Die Botschaft der Umkehr wird so zu: Tue, was du eigentlich nicht willst, was dir nicht liegt, denn was du machst, ist falsch.
Es gibt ein paar übliche Weisen, damit umzugehen.
Eine ist, die Aufforderung schlicht abzulehnen und als unmenschlich zu bekämpfen. Eine populärere Weise.
Eine andere ist, Christus auf das Christliche einzudampfen, dem man dann den Status einer Lebensweisheit zugesteht. Aus der Umkehr des ganzen Menschen wird dann ein leichtes Drehen des Kopfes: man schaut auch mal links und rechts und nicht nur auf sich und ist stolz darauf. Eine beliebte Methode, ungefährlich für die eigene Lebensführung.
Es gibt auch die Möglichkeit, Umkehr zum Lebensprinzip zu erheben. Man kehrt nicht zu etwas um, sondern dreht sich quasi aus einem Geist der Umkehr heraus ständig um sich selbst. Nie zufrieden mit dem eigenen Glauben wird man so auf christliche Weise selbst zum persönlichen Lebensmittelpunkt. Eine Methode für Grübler.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat letzthin eine weitere Methode hinzugefügt: die zweifache Umkehr. Erst die Umkehr in Sachen Weltbild, dann die Umkehr in Sachen Arbeitsplätze. 2x180° ergibt 360° - also weiter wie bisher, verkauft als Umkehr. Eine ausbaufähige Methode.
Gott jedoch hat keine dieser Methoden gemeint. Er käme nie auf die Idee, zu fordern, man solle tun, was man nicht will. Umkehr und Glaube sind keine Abfolge, sondern Gleichzeitigkeit. Man kehrt um, indem man glaubt, und sich so die Maßstäbe des Lebens verändern. Der Glaube ist der Umkehr dabei sogar eine Nasenlänge voraus: schon die Idee, sich auf diesen Veränderungsprozess einzulassen, ist der erste Teil des Glaubens.
Glaube und Umkehr sind eins: im Glauben erkenne ich die wirkliche Wahrheit als Handlungsgrundlage, und indem ich mich darauf einlasse und mein Leben sich ändert, wächst mein Glaube. Die wachsende Erkenntnis führt dann zu weiterer Umkehr. Und in diesem faszinierenden ersten Anblick Gottes ist ein Leben der Umkehr genau das, was ich will.
Die Umkehr wird im Glauben sichtbar, nicht in einem unbequemen Leben.
Sonntag, Juli 15, 2012
Samstag, Juli 14, 2012
Rävoluschn Nau!
Man vergleiche...
Freitag, Juli 13, 2012
Donnerstag, Juli 12, 2012
Ornithologisches Frühlingstagebuch 12
[Von Bastian]
Heute Abend essen gewesen im "Alten Fischerhaus" in Urdenbach am Rhein.
Man sitzt auf der Terrasse, schaut übers Naturschutzgebiet auf den Rhein und lässt sich's gut gehen.
In 3 Wochen wird kein Vogel mehr singen, aber heute gab es ein Abschiedskonzert.
Dauersänger waren Amsel und Singdrossel ganz in der Nähe. Zwischendurch gab es Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Zaungrasmücke, Heckenbraunelle und Meisen.
Herrlich! Danke, Herr, für die Schöpfung!
Heute Abend essen gewesen im "Alten Fischerhaus" in Urdenbach am Rhein.
Man sitzt auf der Terrasse, schaut übers Naturschutzgebiet auf den Rhein und lässt sich's gut gehen.
In 3 Wochen wird kein Vogel mehr singen, aber heute gab es ein Abschiedskonzert.
Dauersänger waren Amsel und Singdrossel ganz in der Nähe. Zwischendurch gab es Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Zaungrasmücke, Heckenbraunelle und Meisen.
Herrlich! Danke, Herr, für die Schöpfung!
Mittwoch, Juli 11, 2012
Dienstag, Juli 10, 2012
Hört, was ich Euch verkünde...
...was Ihr da tut, ist Sünde! Wenn Du jedoch einem Hund seinen Knochen klauen willst, beißt er Dich womöglich. Wenn Du hm aber ein Schnitzel gibst, wird er ihn selbst liegen lassen.
[Von Bastian]
Google unternimmt eine weltweite Kampagne für die Rechte Homosexueller. (LINK)
Dass homosexuelle Handlungen sündig sind – darüber besteht eigentlich unter den meisten gläubigen Katholiken Einigkeit. Wie soll man mit solchen Kampagnen und dem ganzen Thema umgehen?
Bei mir entsteht immer wieder der Eindruck, dass sich die Diskussion bei dieser Frage oft verirrt. Google boykottieren, klarer Stellung beziehen, Machtworte der Hirten – was da oft gefordert wird, richtet sich gegen Homosexualität. Und damit zugleich - da es sich für viele Betroffene um eine Frage der Selbstdefinition handelt – gegen Homosexuelle Menschen, auch wenn das so nicht gemeint ist. Solche Stellungnahmen halte ich oft für sinnlos. Als ob irgendjemand seinen Lebensstil ändert, weil ich laut dagegen aufschreie. Auch wenn ich mich dabei auf die Kirche und Gott berufe, werde ich nicht glaubwürdiger - eher werden Kirche und Gott unglaubwürdiger.
Google hingegen „ermuntere seine Mitarbeiter, offen die eigene Persönlichkeit und Lebensweise am Arbeitsplatz zu entfalten.“ Das ist ein Aufruf zum Zeugnis, wenn auch zu einem, das mir oft nicht gefällt.
Die richtige Antwort darauf ist keine Verurteilung. Was, so denke ich, viel dringender gebraucht wird, als Proklamationen gegen Homosexualität, sind Zeugnisse für Beziehungen aus dem katholischen Glauben heraus.
Was ich erreichen will, ist doch nicht, dass ein Schwuler besonders klar versteht, dass ich gar nichts davon halte, sondern dass er erkennt, dass es möglicherweise auch für ihn andere Lebensformen gibt. Was ich erreichen will, ist doch nicht, dass eine Pubertierende weiß, dass ich ihr bestimmte Lebensformen verbieten will, sondern dass sie erkennt, dass die Ehe einfach die beste Form des Zusammenlebens ist und sie wählt. Ich möchte kein Nein vermitteln, sondern ein Ja.
Wenn es zur Loveparade geht oder bei Demos Tausende gegen Homophobie auf die Straße gehen, haben sie etwas, wovon sie begeistert sind und wofür sie streiten. Wenn man da nur dagegen ist, hat man bereits verloren. Das Für besiegt das Wider. Wo sind die begeisterten Berichte aus Ehe, Familie und Zölibat? Wo sind die Treffen und Feten aus Freude darüber, dass man den besten Weg gefunden hat? Mir tut jeder Mensch leid, der nicht weiß was er verpasst, wenn er sich nicht auf das Abenteuer einlässt, seine Beziehungen von Gott zu empfangen und ihm zu unterstellen. Das kann hart sein, aber es ist unvergleichlich!
Mein Glück jedenfalls ist, eine glückliche Familie zu haben und nicht, dass ich nicht schwul bin.
[Von Bastian]
Google unternimmt eine weltweite Kampagne für die Rechte Homosexueller. (LINK)
Dass homosexuelle Handlungen sündig sind – darüber besteht eigentlich unter den meisten gläubigen Katholiken Einigkeit. Wie soll man mit solchen Kampagnen und dem ganzen Thema umgehen?
Bei mir entsteht immer wieder der Eindruck, dass sich die Diskussion bei dieser Frage oft verirrt. Google boykottieren, klarer Stellung beziehen, Machtworte der Hirten – was da oft gefordert wird, richtet sich gegen Homosexualität. Und damit zugleich - da es sich für viele Betroffene um eine Frage der Selbstdefinition handelt – gegen Homosexuelle Menschen, auch wenn das so nicht gemeint ist. Solche Stellungnahmen halte ich oft für sinnlos. Als ob irgendjemand seinen Lebensstil ändert, weil ich laut dagegen aufschreie. Auch wenn ich mich dabei auf die Kirche und Gott berufe, werde ich nicht glaubwürdiger - eher werden Kirche und Gott unglaubwürdiger.
Google hingegen „ermuntere seine Mitarbeiter, offen die eigene Persönlichkeit und Lebensweise am Arbeitsplatz zu entfalten.“ Das ist ein Aufruf zum Zeugnis, wenn auch zu einem, das mir oft nicht gefällt.
Die richtige Antwort darauf ist keine Verurteilung. Was, so denke ich, viel dringender gebraucht wird, als Proklamationen gegen Homosexualität, sind Zeugnisse für Beziehungen aus dem katholischen Glauben heraus.
Was ich erreichen will, ist doch nicht, dass ein Schwuler besonders klar versteht, dass ich gar nichts davon halte, sondern dass er erkennt, dass es möglicherweise auch für ihn andere Lebensformen gibt. Was ich erreichen will, ist doch nicht, dass eine Pubertierende weiß, dass ich ihr bestimmte Lebensformen verbieten will, sondern dass sie erkennt, dass die Ehe einfach die beste Form des Zusammenlebens ist und sie wählt. Ich möchte kein Nein vermitteln, sondern ein Ja.
Wenn es zur Loveparade geht oder bei Demos Tausende gegen Homophobie auf die Straße gehen, haben sie etwas, wovon sie begeistert sind und wofür sie streiten. Wenn man da nur dagegen ist, hat man bereits verloren. Das Für besiegt das Wider. Wo sind die begeisterten Berichte aus Ehe, Familie und Zölibat? Wo sind die Treffen und Feten aus Freude darüber, dass man den besten Weg gefunden hat? Mir tut jeder Mensch leid, der nicht weiß was er verpasst, wenn er sich nicht auf das Abenteuer einlässt, seine Beziehungen von Gott zu empfangen und ihm zu unterstellen. Das kann hart sein, aber es ist unvergleichlich!
Mein Glück jedenfalls ist, eine glückliche Familie zu haben und nicht, dass ich nicht schwul bin.
Montag, Juli 09, 2012
Warum ich den Norden liebe (1)
Sonntag, Juli 08, 2012
Die YOURS im Juli
[Von Bastian]YOURS im Juli
Aktuell und investigativ!
Aktuell und investigativ!
Labels:
Blogoezese,
Fakten,
Illustration,
YOURS
Freitag, Juli 06, 2012
Ein notwendiger Aufdruck.
Die neuen Brothostien sind ab August in zugelassenen Hostienbäckereien zu erhalten.
Es fehlt jedoch nicht an nachdenklichen Stimmen, die das Vorhaben kritisch bewerten. So teilte Weihbischof Dose auf Anfragen der Redaktion mit, er wisse nicht, was das jetzt wieder solle.
Donnerstag, Juli 05, 2012
Die Angst vor der Schuld geht um.
[Von Bastian]
Keine Beichte für Kinder, damit ihnen keine Schuldgefühle indoktriniert werden. (LINK)
Aha. Logisch. Wie meine Mutter auch früher schon immer sagte: „Junge, bring den Müll nicht raus, damit die Küche nicht so dreckig aussieht.“
Man könnte auch den guten Rat geben: geh‘ nicht aufs Klo, damit du nicht musst.
Es ist frappierend: hier wird die Logik aufgebaut, man dürfe nichts weggeben, weil sonst etwas da war. Schwer verständlich? Ja, ist es. Aber es ist tatsächlich so gemeint: keine Sünden abgeben, weil man sich sonst schuldig fühlt. Mehr noch: man müsse es verbieten, auch nur die Gelegenheit zur Abgabe der Schuld zur Verfügung zu stellen, weil ja allein das schon feststellt, dass da Schuld ist. Die Angst geht um.
Praktisch ist das ein klares Denkverbot: Kind, über Schuld darfst Du noch gar nicht nachdenken – Du hast keine und Basta. Wenn du auch anderes ahnst und fühlst: wir verbieten es jedem unter Strafe, sich mit Dir darüber zu unterhalten und dir Vergebung zuzusprechen.
Die frohe Botschaft ans Kind: Dir muss nichts vergeben werden, kapiert? Dein schlechtes Gewissen ist ein Irrtum, den du bitte auf der Stelle abstellst. Und wenn du dich trotzdem schuldig fühlst, brauchst du Hilfe, dass du dich frei fühlst. Jeder, der auch nur von meiner persönlicher Schuld redet, ist gefährlich. Jeder, der damit freier umgeht als ich selbst, indoktriniert!
Dahinter steht der verzweifelte Versuch, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen, die man längst kennt: dass jeder Mensch Vergebung braucht. Denn die hat einen Nachteil: vorher erkennt man seine Schuld. Und wenn die groß ist, wünscht man sich die vermeintlich billigere Alternative: Negierung der Schuld anstelle der Vergebung. Das Problem dabei ist, dass die Tatsache der persönlichen Schuld bleibt. Mit der Negierung ist nichts gewonnen: anstatt den stinkenden Stall auszumisten, hat man die Tür zugemacht und ein Schild drangehängt: „Wenn du religionsmündig bist und dazu blöd genug, dir das freiwillig anzutun, darfst du eintreten.“ Bis dahin vermehren sich die Ratten im Stall, die sich im Mist sehr wohl fühlen. Und die bleiben nicht drin, sondern verbreiten sich im Haus. So wird die Angst vor der Tür immer größer, weil man dahinter Schlimmes ahnt und riecht.
Wer nicht an Vergebung glaubt, kann seine Sünden nur wegsperren und jeden beschimpfen, der mit dem Schlüssel kommt, selbst wenn er die Schuld nur wegnehmen will.
Es sind Feiglinge, die sich ihrer Angst, einmal bei Licht das eigene Gesicht zu betrachten, nicht stellen, sondern lieber anderen Dunkelheit predigen und das als Wohltat verkaufen.
Aha. Logisch. Wie meine Mutter auch früher schon immer sagte: „Junge, bring den Müll nicht raus, damit die Küche nicht so dreckig aussieht.“
Man könnte auch den guten Rat geben: geh‘ nicht aufs Klo, damit du nicht musst.
Es ist frappierend: hier wird die Logik aufgebaut, man dürfe nichts weggeben, weil sonst etwas da war. Schwer verständlich? Ja, ist es. Aber es ist tatsächlich so gemeint: keine Sünden abgeben, weil man sich sonst schuldig fühlt. Mehr noch: man müsse es verbieten, auch nur die Gelegenheit zur Abgabe der Schuld zur Verfügung zu stellen, weil ja allein das schon feststellt, dass da Schuld ist. Die Angst geht um.
Praktisch ist das ein klares Denkverbot: Kind, über Schuld darfst Du noch gar nicht nachdenken – Du hast keine und Basta. Wenn du auch anderes ahnst und fühlst: wir verbieten es jedem unter Strafe, sich mit Dir darüber zu unterhalten und dir Vergebung zuzusprechen.
Die frohe Botschaft ans Kind: Dir muss nichts vergeben werden, kapiert? Dein schlechtes Gewissen ist ein Irrtum, den du bitte auf der Stelle abstellst. Und wenn du dich trotzdem schuldig fühlst, brauchst du Hilfe, dass du dich frei fühlst. Jeder, der auch nur von meiner persönlicher Schuld redet, ist gefährlich. Jeder, der damit freier umgeht als ich selbst, indoktriniert!
Dahinter steht der verzweifelte Versuch, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen, die man längst kennt: dass jeder Mensch Vergebung braucht. Denn die hat einen Nachteil: vorher erkennt man seine Schuld. Und wenn die groß ist, wünscht man sich die vermeintlich billigere Alternative: Negierung der Schuld anstelle der Vergebung. Das Problem dabei ist, dass die Tatsache der persönlichen Schuld bleibt. Mit der Negierung ist nichts gewonnen: anstatt den stinkenden Stall auszumisten, hat man die Tür zugemacht und ein Schild drangehängt: „Wenn du religionsmündig bist und dazu blöd genug, dir das freiwillig anzutun, darfst du eintreten.“ Bis dahin vermehren sich die Ratten im Stall, die sich im Mist sehr wohl fühlen. Und die bleiben nicht drin, sondern verbreiten sich im Haus. So wird die Angst vor der Tür immer größer, weil man dahinter Schlimmes ahnt und riecht.
Wer nicht an Vergebung glaubt, kann seine Sünden nur wegsperren und jeden beschimpfen, der mit dem Schlüssel kommt, selbst wenn er die Schuld nur wegnehmen will.
Es sind Feiglinge, die sich ihrer Angst, einmal bei Licht das eigene Gesicht zu betrachten, nicht stellen, sondern lieber anderen Dunkelheit predigen und das als Wohltat verkaufen.
Dienstag, Juli 03, 2012
Ist der Zug abgefahren?
„Achtung an Gleis 16, der ICE „Ecclesia“ zum Paradies über Rom fährt in Kürze ab. Bitte einsteigen und Vorsicht bei der Abfahrt!“
Reisegruppe P.: Moment, wir wollen auch mit!
Zugführer: Haben Sie ein Ticket?
Reisegruppe P.: Ja, dieses.
Zugführer: Das ist ein altes, das geht klar. Sie können einsteigen. Nehmen Sie dieses neue Ticket und zeigen Sie es bei der Kontrolle zusammen mit dem alten vor.
Reisegruppe P.: Ein neues Ticket? Wollen Sie sagen, unser altes Ticket sei ungültig?
Zugführer: Nein. Ihr altes Ticket gilt. Der Schaffner tut sich beim Neuen allerdings leichter mit der Kontrolle.
Reisegruppe P.: Wir wollen kein neues Ticket. Das ist ein Skandal! Wie können Sie einfach die Tickets austauschen? Die Fahrkarte ist die Berechtigung zur Fahrt. Wer weiß, wo wir mit dem neuem Ticket hinkommen!
Zugführer: Wollen Sie mitfahren oder über das Ticket streiten?
Reisegruppe P.: Oh weh! Wohin ist es mit der Bahn gekommen!
Zugführer: Wenn es sie beruhigt, stelle ich Ihnen gerne ein Schreiben aus, dass Sie auch mit der alten Karte allein fahren können. Sie brauchen das neue Ticket dann nicht. (schreibt) Bitte unterschreiben Sie hier.
Reisegruppe P.: (liest) …darf mit dem vorhandenen Ticket im ICE „Ecclesia“ nach den geltenden Bestimmungen… Nein! Die geltenden Bestimmungen sind falsch! Wir wollen die alten Bestimmungen!
Zugführer: (rauft sich die Haare) Es gibt keine neuen und alten Bestimmungen. Da hat sich nichts geändert.
Reisegruppe P.: Nichts geändert? Vergleichen Sie mal die Tickets. Alles ist anders!
Zugführer: (ganz ruhig) Bitte steigen Sie ein. Sie wollen zum Paradies – wir fahren hin. Unterschreiben Sie und steigen Sie ein. Bitte!
Reisegruppe P.: Wir unterschreiben gar nichts. Im Gegenteil: Sie unterschreiben uns, dass sie dafür garantieren, dass sich bei der Bahn nichts geändert hat. Und dass Sie für alle Änderungen, die nachteilig sind, haften. Und dass Sie es unterstützen, wenn wir durch den ganzen Zug gehen, und bekannt machen, dass nur die Alten Tickets wahre Tickets sind. Und dass jeder auch ein Altes Ticket braucht. Und dass wir einen außerplanmäßigen Stopp in Purgatorium einlegen, wo Sie alle rauswerfen, die nur ein neues Ticket haben. Die können von dort aus laufen.
Zugführer: Wollen Sie nun mitfahren oder nicht? Ich bestätige die Gültigkeit Ihres alten Tickets. Quittieren Sie das bitte hier. Und steigen Sie endlich ein!
„Achtung an Gleis 16, der ICE „Ecclesia“ zum Paradies über Rom fährt ab. Bitte einsteigen, die Türen schließen automatisch. Vorsicht an der Bahnsteigkante!“
Zugführer: (zuckt mit den Achseln und steigt ein) Vielleicht überlegen Sie es sich und fahren mit dem nächsten Zug.
Der Zug fährt ab. Die Reisegruppe bleibt allein auf dem Bahnsteig zurück.
Reisegruppe P.: Da fahren sie in ihr Unheil. Hätten sie nur auf UNS gehört - wirklich unterwegs sind wir! Wenn die Bahn sich nicht ändert, werden wir nie einsteigen! Die Verhandlungen sind an einem toten Punkt angekommen.
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