»Wer wie wir verkrüppelt, hinkend, leicht beschränkt, egoistisch, arrogant, ängstlich, lieblos durchs Leben geht, der bringt es nie fertig mit ganzem Herzen "Ja" zu sagen. Nur wer nicht weniger, sondern mehr Mensch ist als Sie, geneigter Leser, und ich - der allein kann in den überraschenden und unbegreiflichen Willen GOttes springen, der kann "JA" sagen statt "Vielleicht" oder "Nur wenn..." oder "Gerne, aber nur auf Widerruf". Nur wer nicht an sich denkt, weiß, was er tut, wenn er sich der "teuren Gnade" GOttes leibhaftig zur Verfügung stellt.«Guggsdu hier. Ich bin beinahe versucht, mit der römischen Patriziergattin in »Asterix und der Kupferkessel zu sagen: »Kaum zu ertragen, so wahr ist es.«
Donnerstag, Dezember 08, 2005
Mädchen aus der unteren Mittelklasse
Absolut lesenswert – Scipio in »Credo ut intelligam«:
Daily Toon
Boah, heute schlägt’s Dreizehn!
Hmmm … wenn ich’s mir recht überlege, wären die dreizehn Weihnachtsmänner (zum Umblasen) vielleicht doch unverfänglicher gewesen.
Auf jeden Fall finde ich’s ziemlich genial, am 8. Dezember Geburtstag zu haben … und noch einmal von Anja und von mir alles Gute (natürlich auch an T., A. und R.)!
(Jetzt erwarte ich natürlich ein »Her mit den dreizehn Weihnachtsmännern!«)
Stallknechte der Immaculata
Ich habe in diesen Tagen wenig in das Weblog eingetragen; nun möchte ich mir doch die Zeit nehmen, ein paar kurze Bemerkungen zum heutigen Fest zu machen. Vor einigen Tagen, am 5. Dezember, jährte sich für mich ein persönlicher Gedenktag zum achtzehnten Mal. Am 5. Dezember 1987 fand ich zum Glauben; erst später wurde mir bewußt, daß dieser Abend, an dem mir sehr plötzlich, blitzartig und ein wenig überfallmäßig klar wurde, daß Gott existierte, und daß Ihm an mir lag, ein Abend im Marianischen Jahr 1987/1988 war. In wenigen Worten kann ich skizzieren, was damals geschah – äußerlich vielleicht nicht viel, was der Erwähnung wert war: ein Besuch als distanzierter Besucher in einer freikirchlichen Gemeinde, eine mutig ausgesprochene Prophetie, ein blitzartiges Innewerden, daß ich, wirklich ich, gemeint war; das Gebet mit den Brüdern aus der Freikirche, der Entschluß, mit einem Priester, den ich bereits seit einigen Jahren kannte, zu sprechen. Ein Gespräch, daß zur Beichte wurde, eine Adventszeit, die zur Vorbereitung der Entscheidung wurde, von nun an Jesus Christus als den Herrn gläubig anzunehmen. Als ich an diesem 5. Dezember abends nach Hause kam, schlug ich aufs Geratewohl eine Bibel aus, die ich bereits seit Schulzeiten besaß. Die Bibel liegt nun vor mir und ich lese aus dem Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizäa erneut die Worte: »Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür aufmacht, so werde ich bei ihm einkehren und Mahl mit ihm halten und er mit mir.« (Offb 3,20f)
Eines der größten Geschenke dieser Zeit für mich ist, daß sich von diesem Anfang an mein neuer Glaubensweg mit dem Glauben daran verband, daß dieses einzigartige Geschöpf, die Jungfrau Maria, eine treue Wegbegleiterin sein konnte. Mirjam von Nazareth – keine bemalte Gipsfigur, wie ich sie in Irland und anderswo gesehen hatte, keine Hirngespinst einer – Pardon! – in meiner Erinnerung etwas bigotten Großtante, die mich als Kind mit beunruhigenden Geschichten zwischen Aberglauben und Marienfrömmigkeit beunruhigt hatte, sondern eine Mutter, die mir seither auch in verlassenen Augenblicken nah war. Nicht fordernd, aber immer einladend, mich und mein Gehege auf Gott hin zu verlassen. Nur wenige Tage, an denen ich nicht den Rosenkranz zumindest in der Tasche getragen hätte. – Und doch habe ich ihn oft nur dann gebetet, wenn mir scheinbar kein anderer Weg offenstand.
»Ist das biblisch zu begründen?« habe ich mich oft gefragt. Meine Kirche sagt »Ja« – und das sollte mir reichen. Und doch habe ich weiter nach Antworten gesucht. Eine kleine Antwort möchte ich gerne mit euch teilen. Die meisten Gestalten der Bibel liebe ich deswegen, weil sie Schlawiner sind, wie ich selber. Petrus, mein Namenspatron zuerst. Impulsiv, unüberlegt, das Herz auf dem rechten Fleck; aber immer wieder auch bereit, vor dem selbstgesteckten Maßstab zu versagen, wenn es ernst wird und Ausdauer gefragt ist. Der Mensch der Bibel, dem aus höchstem Mund die schlimmste Zurechtweisung zuteil wurde, die eine biblische Gestalt je einstecken mußte: »Zurück, Satan, denn du hast nicht im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen!« Jakob, der Patriarch: Verschlagen, hinterhältig, auf den eigenen Vorteil bedacht – und doch ein Mensch, der Segen spenden konnte wie keiner. Einer, der mit Gott zu ringen verstand. Alle anderen Gestalten – Sünder, »Versager«, Menschen, die lernen mußten, daß sich »vor Gott kein Fleisch rühmen« kann.
Aus dieser Reihe der Sünder nimmt die Bibel nur zwei Menschen aus. Jesus selbst, den Sohn Gottes. Und seine Mutter Maria. Sicher hat sie lernen müssen, und sicherlich hat sie Glaubenszumutungen am meisten da hinnehmen müssen, wo sie durch ihren Sohn Zurechtweisungen erfahren hat. Aber eine Sünde, in der sie sich von Gott abgewendet hätte, in der sie auch nur das leiseste »Nein« gesprochen, Abstriche an ihrem »Mir geschehe nach deinem Wort« gemacht hätte, sind mir auch in ihren Krisen, von denen das Neue Testament andeutungsweise berichtet, nicht bekannt.
Sie ist nicht die Erlöserin, sie ist keine »katholische Sondergöttin«, will, wie Luther sagte, kein Abgott sein. Aber sie ist eine treue Wegweiserin. Darin ist sie der Stern der Meere. Und darin ist es mir möglich, sie als Mutter zu lieben.
Pater Maximilian Kolbe nannte seine Gemeinschaft Soldaten oder Ritter der Unbefleckten. Ich kann da nicht mithalten. Nicht, weil ich der Immaculata nicht diese Ehre geben wollte, sondern weil ich ein miserabler Soldat bin – und als Ritter nicht satisfaktionsfähig. Aber wenigstens Stallknecht der Ritter will ich sein. Stallknecht der Immaculata zu sein, das wäre mein Wunsch für euch, die ihr das lest und für mich – an diesem Festtag.
Eines der größten Geschenke dieser Zeit für mich ist, daß sich von diesem Anfang an mein neuer Glaubensweg mit dem Glauben daran verband, daß dieses einzigartige Geschöpf, die Jungfrau Maria, eine treue Wegbegleiterin sein konnte. Mirjam von Nazareth – keine bemalte Gipsfigur, wie ich sie in Irland und anderswo gesehen hatte, keine Hirngespinst einer – Pardon! – in meiner Erinnerung etwas bigotten Großtante, die mich als Kind mit beunruhigenden Geschichten zwischen Aberglauben und Marienfrömmigkeit beunruhigt hatte, sondern eine Mutter, die mir seither auch in verlassenen Augenblicken nah war. Nicht fordernd, aber immer einladend, mich und mein Gehege auf Gott hin zu verlassen. Nur wenige Tage, an denen ich nicht den Rosenkranz zumindest in der Tasche getragen hätte. – Und doch habe ich ihn oft nur dann gebetet, wenn mir scheinbar kein anderer Weg offenstand.
»Ist das biblisch zu begründen?« habe ich mich oft gefragt. Meine Kirche sagt »Ja« – und das sollte mir reichen. Und doch habe ich weiter nach Antworten gesucht. Eine kleine Antwort möchte ich gerne mit euch teilen. Die meisten Gestalten der Bibel liebe ich deswegen, weil sie Schlawiner sind, wie ich selber. Petrus, mein Namenspatron zuerst. Impulsiv, unüberlegt, das Herz auf dem rechten Fleck; aber immer wieder auch bereit, vor dem selbstgesteckten Maßstab zu versagen, wenn es ernst wird und Ausdauer gefragt ist. Der Mensch der Bibel, dem aus höchstem Mund die schlimmste Zurechtweisung zuteil wurde, die eine biblische Gestalt je einstecken mußte: »Zurück, Satan, denn du hast nicht im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen!« Jakob, der Patriarch: Verschlagen, hinterhältig, auf den eigenen Vorteil bedacht – und doch ein Mensch, der Segen spenden konnte wie keiner. Einer, der mit Gott zu ringen verstand. Alle anderen Gestalten – Sünder, »Versager«, Menschen, die lernen mußten, daß sich »vor Gott kein Fleisch rühmen« kann.
Aus dieser Reihe der Sünder nimmt die Bibel nur zwei Menschen aus. Jesus selbst, den Sohn Gottes. Und seine Mutter Maria. Sicher hat sie lernen müssen, und sicherlich hat sie Glaubenszumutungen am meisten da hinnehmen müssen, wo sie durch ihren Sohn Zurechtweisungen erfahren hat. Aber eine Sünde, in der sie sich von Gott abgewendet hätte, in der sie auch nur das leiseste »Nein« gesprochen, Abstriche an ihrem »Mir geschehe nach deinem Wort« gemacht hätte, sind mir auch in ihren Krisen, von denen das Neue Testament andeutungsweise berichtet, nicht bekannt.
Sie ist nicht die Erlöserin, sie ist keine »katholische Sondergöttin«, will, wie Luther sagte, kein Abgott sein. Aber sie ist eine treue Wegweiserin. Darin ist sie der Stern der Meere. Und darin ist es mir möglich, sie als Mutter zu lieben.
Pater Maximilian Kolbe nannte seine Gemeinschaft Soldaten oder Ritter der Unbefleckten. Ich kann da nicht mithalten. Nicht, weil ich der Immaculata nicht diese Ehre geben wollte, sondern weil ich ein miserabler Soldat bin – und als Ritter nicht satisfaktionsfähig. Aber wenigstens Stallknecht der Ritter will ich sein. Stallknecht der Immaculata zu sein, das wäre mein Wunsch für euch, die ihr das lest und für mich – an diesem Festtag.
Mittwoch, Dezember 07, 2005
Daily Toon
Dienstag, Dezember 06, 2005
Montag, Dezember 05, 2005
Rationalistic Solution
»If it be true (as it certainly is) that a man can feel exquisite happiness in skinning a cat, then the religious philosopher can only draw one of two deductions. He must either deny the existence of God, as all atheists do; or he must deny the the present union between God and man, as all Christians do. The new theologians seem to think it a highly rationalistic solution to deny the cat.«G. K. Chesterton, Orthodoxy
Samstag, Dezember 03, 2005
Daily Toon – Alder, ey!
Da wollte die Rheinische Post aus Düsseldorf etwas für die Moral tun und versprach am Donnerstag einen Adventskalender (Adventkalender für die Freunde aus Österreich) aus lauter guten Nachrichten!Ich lese da, daß sich die Deutschen offenbar jünger fühlen als sie sind. Erheblich jünger – und das »durch die Bank«! – Das soll eine gute Nachricht sein? Da haben alle Leute Schwierigkeiten zu ihrem Alter zu stehen, und die RP verbucht das als Gute Nachricht?
Naja. Vielleicht bin ich einfach nur viel zu jung, um da mitreden zu können.
Freitag, Dezember 02, 2005
Narnia – Der Biber

Herr und Frau Biber wohnen in einer Art Bienenkorb-Hütte auf dem Damm. Und was ich am Biber gut finde und warum die Bescheidenheit dr Biberhütte zum Entscheidungsort für Edmund wird – dat krieje mer später …
(Ich könnte mir ja auch so ’nen Biber vorstellen; aber ich glaube, das wäre mir etwas zu technisch …
Daily Toon
Donnerstag, Dezember 01, 2005
70 Jahre »Du bist Deutschland«
Gestern habe ich im Christ in der Gegenwart den Kommentar zur Motivationskampagne »Du bist Deutschland« gelesen«:
In einem Buch über Ludwigshafen ist ganz offensichtlich eine Photographie aus den dreißiger Jahren aufgetaucht, die ein Spruchband mit der Aufschrift »Denn du bist Deutschland« zeigt. Darüber auf einem monströsen Transparent Hitlers Kopf mit dem unsäglichen Entscheide-dich-Blick. »Doppelschöpfung« zur aktuellen Du-bist-Deutschland-Kampagne? Der Spiegel berichtet.
Nein, es wäre sicher nicht richtig, zu behaupten, die Macher der Kampagne seien Nazis, oder die Kampagne in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Ich sehe andere Parallelen – wenn auch kaum schmeichelhaftere. Die Kampagne ist auf eine penetrante Weise »neuheidnisch« … und dumm.
(Und jetzt denke ich nach, ob ich Albrecht Dürer bin … oder doch eher Alfred E. Neumann.)
Für jede Zielgruppe haben die Werbetexter ein Vorbild gefunden: Hobby-Literaten sollen sich an Goethe ein Beispiel nehmen, Tüftler an Toto Lilienthal, Fernsehgucker an Günther Jauch, Unternehmer an August Thyssen oder Adi Dassler. Die meisten Vorbilder finden sich – wen wundert’s – unter den Sportlern: Du bist Franz Beckenbauer, Claudia Pechstein, Max Schmeling, Katharina Witt oder Michael Schumacher. Letzterer hätte es auch »in jedem anderen Job aufs Siegertreppchen geschafft«. Denn, so glauben die Erfinder der Kampagne, »sein Erfolgsrezept ist kein gottgegebenes Talent, Sondern Perfektionismus und außerirdischer Wille.«
Aber auch für diejenigen, die statt schneller Autos Sex und Erotik lieben, gibt es Ermutigung: »Du traust dich nicht, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen? Wovor hast du Angst? Beate Uhse glaubte immer an ihre Vision. So wurde die Gesellschaft toleranter und sie zur Erfolgsunternehmerin.«
Im Land der Dichter und Denker mag man darüber schmuzeln oder die Stirn runzeln, daß es kein einziger Philosoph – geschweige denn ein Theologe – in die Riege der Vorbilder geschafft hat. Aber das ist nur konsequent. Denn der Leistungsbegriff, der hier eingesetzt wird, ist radikal subjektiv, zusammengesetzt aus den beiden Zutaten Ehrgeiz und Wille, und läßt sich messen an der öffentlichen Bewunderung oder am Einkommen. Er kennt prinzipiell keine Grenzen. »Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst.«
Christ in der Gegenwart, Nr. 49/05, S. 403f
In einem Buch über Ludwigshafen ist ganz offensichtlich eine Photographie aus den dreißiger Jahren aufgetaucht, die ein Spruchband mit der Aufschrift »Denn du bist Deutschland« zeigt. Darüber auf einem monströsen Transparent Hitlers Kopf mit dem unsäglichen Entscheide-dich-Blick. »Doppelschöpfung« zur aktuellen Du-bist-Deutschland-Kampagne? Der Spiegel berichtet.
Nein, es wäre sicher nicht richtig, zu behaupten, die Macher der Kampagne seien Nazis, oder die Kampagne in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Ich sehe andere Parallelen – wenn auch kaum schmeichelhaftere. Die Kampagne ist auf eine penetrante Weise »neuheidnisch« … und dumm.
(Und jetzt denke ich nach, ob ich Albrecht Dürer bin … oder doch eher Alfred E. Neumann.)
Daily Toon
Mittwoch, November 30, 2005
Narnia – Herr Tumnus
Wen trifft Lucy, als sie durch den Wandschrank in das Land Narnia gelangt ist? Der ziegenbeinige Faun mit Namen Tumnus, der sie so überrascht »Doch sie sind … entschuldigen Sie bitte … was man so sagt … ein Mädchen?« begrüßt, scheint zunächst sehr harmlos, und doch hat auch er im winterlichen Narnia seinen Pakt mit der »Weißen Hexe« geschlossen. Sicher – er ist im Grunde ein lieber Kerl, und am Ende des zweiten Kapitels wird er über sich hinauswachsen und trotz der Gefahr, die ihm durch die Geheimpolizi der Hexe droht, Lucy nicht ausliefern. Lucy wird unbehelligt von ihrem ersten Ausflug nach Narnia zurückkehren.Im Grunde ähnelt der Faun zunächst uns allen – nicht ganz gut, nicht ganz schlecht. Aus Angst vor den Strafen der Hexe hat er eingewilligt, den Spitzel für sie zu spielen: und so gleicht er dem Durchschnittsmenschen, dem kleinen Mitläufer. Er ist sozusagen gut entschuldigt. Immerhin hat die Hexe angedroht, ihn furchtbar zu verstümmeln und zu versteinern.
So gesteht er Lucy: »Ich gehöre zu der Sorte von Faunen, die arme, unschuldige Kinder, wenn sie ihnen im Wald begegnen, Kinder, die ihnen nie etwas zuleide getan haben, freundlich in ihre Höhle einladen, nur um sie einzulullen und dann der Weißen Zauberin auszuliefern.«
In der Begegnung mit Lucy erkennt er jedoch, daß er den Verrat nicht begehen kann – und indem er sie gehen läßt, hat er seinen Teil an der Befreiung Narnias. Er gibt Lucy sicheres Geleit zurück zum Wandschrank.
Der Faunus ist eine ländliche, italische Gottheit, verwandt und identifiziert mit dem griechischen Gott Pan. Er wird mit den Waldnymphen in Verbindung gebracht. Der Mythos sagt ihm prophetische Gaben nach. (Quelle: DTV-Lexikon der antiken Mythen und Gestalten)
St. Andrew’s Day
An diesem Tag (30. November) denke ich immer an die Kirche neben der Fachhochschule – nein, keine St.-Andreas-Kirche, aber das Gotteshaus, in dem der Priester der englischsprachigen Katholiken mittags um 13:45 die englische Messe hielt. Er war ein echter Schotte; selbstverständlich, daß er am 30. November die schottische Flagge neben dem Pfarrhaus hißte. Von ihm stammte der Kommentar zur Teilung des Roten Meers: »It was a very big miracle; it took the whole Trinity to do it …«
Auch wenn er vor der Messe als meditative Einstimmung auf den Gottesdienst Dudelsackmusik abspielte – er hat dennoch nie im Kilt zelebriert.
Auch wenn er vor der Messe als meditative Einstimmung auf den Gottesdienst Dudelsackmusik abspielte – er hat dennoch nie im Kilt zelebriert.
Emily Rose – Der Exorzist.
Aha. Super. Endlich wieder einmal »Exorzismus«. Mit sicherem Instinkt stürzt sich die (zu bespaßende) Gesellschaft aufs falsche Thema. Oh ja – sicher: Der Teufel ist ein Thema.
Aber zur Annäherung empfiehlt Echo Romeo doch eher diese Dämonologie. Die mit den Alltagsschlichen …
Und, bei Bedarf … Wanninger kommen lassen. (Siehe vorheriges Posting.)
Aber zur Annäherung empfiehlt Echo Romeo doch eher diese Dämonologie. Die mit den Alltagsschlichen …
Und, bei Bedarf … Wanninger kommen lassen. (Siehe vorheriges Posting.)
Dienstag, November 29, 2005
Narnia – Der Wandschrank

Was mag sich wohl für Lucy hinter der Schranktür verbergen? Große und kleine Leser der Chroniken von Narnia wissen es: Der Wandschrank in »The Lion, The Witch and The Wardorobe« ist eine Schnittstelle zu Lewis’ Phantasiewelt. Immer wieder werden Kinder durch irgendein verzaubertes Tor in das Land Narnia fortgerissen, sei es eine Tür, seien es magische Ringe, sei es ein verlassener Bahnsteig – der Wandschrank, der mit beiden Füßen betreten werden muß, ist jedoch das Symbol für Lewis’ Chroniken von Narnia.
Lewis’ Denken kreist um die Frage: »Wie könnte Erlösung in einem Land meiner Phantasie geschehen?« Das Ergebnis ist keine Christentums-Allegorie im klassischen Sinne, sondern eine lebendige, humorvolle Saga um ein wunderbares Land, in dem Tiere sprechen können und über das ein geheimnisvoller Löwe herrscht: Aslan, der Löwe – wild und schreckenerregend, gut und opferbereit. Der Löwe und das Lamm.
Noch steht Lucy vor dem Wandschrank; sie wird hineingehen und die erste Erfahrung dieser anderen Welt machen. Wieder zurück im Haus bei ihren Geschwistern wird sie eine Erfahrung machen, die der sogenannten »Geistlichen Nacht« ähnelt: Die anderen werden ihr nicht glauben, sie wird mit ihrer Geschichte anecken, sich ihren älteren Bruder Edmund zum Feind machen, für eine Lügnerin und Spinnerin gehalten werden und sich fragen, ob sie die Geschichte wirklich erlebt hat – die Geschichte vom Wald im Wandschrank, von der Straßenlaterne inmitten der Lichtung, von Tumnus, dem freundlichen Faun.
Nutzungsrechte und so
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Aud gegebenem Anlaß bitte ich auch um Verständnis, daß ich anonyme Zuschriften und Anfragen (ohne Namen und überprüfbare postalische Adressen)nicht bearbeiten, also auch nicht beantworten werde. — Das halte ich allerdings für eine Selbstverständlichkeit.
Zwar ist ein Cartoon nach deutschem Recht auch ohne einen Copyrightsvermerk urheberrechtlich geschützt – ausreichende Schöpfungshöhe und Unberührtheit von Rechten Dritter vorausgesetzt –, dennoch werde ich in Zukunft jeden Cartoon mit dem Copyright-Zeichen versehen. Der Urheberschutz erstreckt sich allerdings auch auf nicht gekennzeichnete oder signierte Bilder, Vignetten und Icons.
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