Samstag, Januar 28, 2006

Latin Lover - Tender Is The Latin

Hier findet ihr den Chef-Latinisten des Vatikan, Pater Reginald Foster, im Gespräch mit Radio Vatikan über die Übersetzungsarbeit an der Enzyklika »Deus Caritas est«. Der Mann ist ein Sprachgenie … und spricht wie ein Sprachgenie. Auch wenn man kein Wort Englisch versteht, kann man spüren, daß er die Übersetzung geradezu »durchlitten« hat. Audio-Datei von 105 live

Ampel Grün für sechs Geschenkbändchen!

Man kann ja alles mögliche kaufen, Geschenkbändchen von Anselm Grün bei Herder, – oder wenn man eigene Bändchen tippen will, von einer gewissen Zitterbacke ein inspirierendes, begrüntes Schreibgerät bei Ebay ersteigern.

Man kann sich aber auch einfach nur den Daily Toon reinpfeifen: Tatatataaaah.



Übrigens lese ich gerne in den »frühen« Schriften von Anselm Grün beim Viertürmeverlag: Glauben als Umdeuten, Der Umgang mit dem Bösen und andere Grün-Klassiker sind nach wie vor lesenswert … meine ich.

Freitag, Januar 27, 2006

Dies Penitentiae Blogocesanus


Dies Penitentiæ … ich bin dabei.

Ab morgen heißt es: Jetzt plaudert Papageno wieder!

Mittwoch, Januar 25, 2006

Daily Toon - Altersmilde


Hans Küng wird milde. Auf seine alten Tage will er nur noch von der »Liebeskongregation« zur Ordnung gerufen werden. Gefunden bei Ralf.

(Bei solcher schönen Vorlage gibt’s auch ’nen Toon.)

Nicht geeifert ...

Der Spiegel ist für eine Würdigung der Enzyklika gut.

Kurze Blogpause

Meine »Daily Toons« müssen in dieser Woche eine Verschnaufpause einlegen. Leiderleider. Vielleicht habe ich ja morgen einen – aber eben nur nicht »daily«.

»Heute ist nicht alle Tage – ich komm’ wieder; keine Frage!«

Für ein katholisches Blog allerdings unverzichtbar: Diesen (PDF) oder jenen Link zu geben.

Freitag, Januar 20, 2006

Podcasting

Der Bayerische Rundfunk widmet sich dem Phänomen »Podcasting«. Für einen Einstieg sehr informativ.

Die Sendung im mp3-Format.

Donnerstag, Januar 19, 2006

Ganz freiwillig: Der Daily Toon

Aha, da lerne ich aus dem Deutschlandfunk, daß eine Forschungsgruppe der Uni Konstanz sich der Aufgabe verschrieben hat, zu erforschen, wieweit unser Wille frei oder nicht viel eher determiniert ist. Lehrende und Studierende (vielleicht auch einige Mitarbeitende) der Uni haben folgende aufschlußreiche Versuchsanordnung aufgebaut: Die Probanden werden mit Fotos von Obdachlosen und ähnlichen gestrauchelten Gesellen konfrontiert, nachdem man sie vorher befragt hat und sie brav angeben, keinerlei Vorurteile zu hegen.

Wenn ich der Reportage Glauben schenken darf, schlossen die Forschenden aus der (zu erwartenden) Reaktion auf die Fotos (Ansteigen der Hirnströme), daß der menschliche Wille schon arg determiniert sei. (Ein Schluß, der sich für mich auch aus einer weniger klischeehaften Versuchsanordnung nicht unbedingt ergäbe.)

Vielleicht bin ich ja einfach nur determiniert, das nicht zu verstehen; aber der Versuch zeigt mir vor allem, daß es nicht nur Denk- sondern auch Empfindungsverbote gibt. Natürlich hat jeder von uns Vorurteile – auch wenn wir noch so sehr (und politisch korrekt) beteuern, davon unbeleckt zu sein! Die Menschen sind zunächst einmal xenophob oder haben Angst, dem Spiegel eigenen Versagens in die Augen zu schauen. Wer das nicht wahrnimmt, täuscht sich und andere massiv. »Liebe ist überwundener Ekel.«

Vielleicht hätte eine weniger dem gesellschaftlichen Mainstream verbundene Versuchsreihe mehr Erkenntnisgewinn für die Konstanzenden bedeutet. Zum Beispiel, indem man Abtreibungsbefürwortern jene bekannten Fotografien von zerstückelten Embryonen vorhielte.

»Unmöglich tendenziös, Herr Romeo!« – Ach so.

Was mich beruhigt – daß auch ganz nette Versuche stattgefunden haben: zum Beispiel Kinder vor einen Berg mit Süßigkeiten setzen und ihnen sagen, sie dürften jetzt nichts davon essen. Klasse! Die meisten waren schlau und haben sich nicht dran gehalten. Ich schlage vor, zur Abwechslung Ralf mit einem Notebook in einen verschlossenen Raum zu setzen und ihm einzuschärfen, er dürfe nun alles tun, nur nicht bloggen.

Tja, zu guter Letzt raisonnierte der Redakteur des DLF darüber, ob denn die Forschungsergebnisse auch Auswirkungen auf das Strafrecht haben könnten. Da sei Blog vor!

Ich bin so frei und weihe meinen Daily Toon dem Thema.

Ralfs Bloggeritis

Obacht! Ralf stellt die Sinn- beziehungsweise besser: die Blogfrage. Da kann ich nur den Meister zitieren:

Mittwoch, Januar 18, 2006

Spätentwickler im Vergleich

Ich habe diesen Text im Blog von Albertus Minimus gelesen und hielt ihn für wert, übersetzt zu werden, um auch in der deutschsprachigen Blogozese wahrgenommen zu werden. Hier also durch meine Brille, was Albertus absolut klar und scharfsichtig schrieb:

Abtreibung. Wißt ihr, wenn all die Abtreibungsbefürworter mir doch sagen könnten, wann ein menschliches Leben beginnt – dann gäbe es überhaupt kein Problem damit. Alles in allem ist das auch kein religiöses Argument, sondern ein vernunftbegründetes: An einem bestimmten Punkt nach der Empfängnis – folgt man denen, die sich für Abtreibung aussprechen – ändert sich der Status des Geschöpfs von »nicht-menschlich« zu »menschlich«.

Nun gut, in England haben wir den Punkt bei vierundzwanzig Wochen festgelegt. In Amerika ist er erst bei der Geburt erreicht. In Deutschland und Frankreich sind es zwölf Wochen, in Italien dreizehn und in Schweden achtzehn Wochen. Daraus ist zu schließen, daß »Protodeutsche« und »Präfanzosen« eine Woche schneller zu echten »Kindern« und kleinen »Enfants« werden als in Italien zu Mini-»Bambini«. Die Schweden wiederum sind nette kleine Spätentwickler, brauchen sie doch fünf Wochen länger, um sich vom Zellklumpen zu einem vollwertigen Menschenwesen zu entwickeln – vermutlich dämpft die Kälte ihre Entwicklung.

Was uns Briten angeht, da muß es das Wetter sein, oder irgendeine Diät oder irgendetwas anderes, aber wir brauchen ganze drei Monate länger als die Deutschen oder – oh nein! – die Franzosen um kleine John Bulls zu werden.

Schließlich – das ist leider etwas blamabel, daß ich’s erwähnen muß, denn ich habe nun mal einige Leser aus den Staaten; aber traurigerweise muß ich euch informieren, daß ihr Amerikaner wirklich die saumseligsten von allen seid: Ihr werdet erst Menschen, wenn ihr geboren seid. Ich kann nur vermuten, daß es an den vielen Hamburgern liegt …


Hier noch einmal die Quelle.

Prost Jungs!

Da lese ich, Deutschland, Österreich und fünfzehn andere Staaten starten eine europäische Initiative, Japan zum Stop seines vorgeblich wissenschaftlichen Walfangs zu bewegen. Typisch! Kaum haben wir ’ne Regierungs-Scheffin, wird schon mit den ganzen Männerlügen aufgeräumt! Wissenschaftlich! Haha!– Die Japaner sind doch nur scharf auf Walhinterschinken!



Komisch … sonst hat diese Ausrede doch immer funnzonniert, oder was oder wie?

Dienstag, Januar 17, 2006

Pray for us, little one

Albertus Minimus in einem verzweifelten Kampf um das Leben eines Ungeborenen. Das Urteil scheint gefällt zu sein. Wer schreibt jetzt die Petition?

Albert, unsere Gedanken und Gebete für dich.

Daily Toon


Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen. Radio Vatikan meldet:

Im Streit um eine mögliche Weihe von Bischöfinnen hat eine Arbeitsgruppe der anglikanischen Staatskirche von England heute einen Kompromiss vorgeschlagen. Demnach könnten künftig so genannte Fliegende Bischöfe für jene Pfarreien eingesetzt werden, die die Leitung des Gottesdienstes durch eine Bischöfin ablehnen.


Quelle: Radio Vatikan

Wie war das noch mit dem »Dienst der Einheit«?

Donnerstag, Januar 12, 2006

Der Daily-Toon-Fastentip



Bevor Sie sich in die Imponderabilien einer kräftezehrenden Diät stürzen: Suchen Sie nach einer ausgewogenen Lösung.

Leben, Meynungen und Thaten …


… von Hieronymus Jobs dem Kandidaten

Da andernorts der Kampf um das Latein tobt, kann ich in einem ruhigen Winkel der Blogozese weitere Betrachtungen über den akademischen und geistlichen Gebrauch des Latein anstellen. Wer weiß; vielleicht dokumentiere ich auch einmal eine Liste der unregelnmäßigen Verben? Hier also ein Abschnitt aus der Satire des Carl Arnold Kortum. Hieronymus (latürnich nicht »unser« Hieronymus) im Bewerbungsgespräch. (Hätte er den Unterschied zwischen Polemik und Satire gekannt? Hätte er eine zu verfassen gewußt?)

Der Herr Inspektor machte den Anfang,
Hustete vielmal mit starkem Klang.
Schneuzte und räusperte auch viermal sich
Und fragte, indem er den Bauch strich:

»Ich, als zeitlicher pro tempore Inspektor
Und der hiesigen Geistlichkeit Direktor,
Frage Sie: Quid sit Episcopus?«
Alsbald antwortete Hieronimus:

»Ein Bischof ist, wie ich denke,
Ein sehr angenehmes Getränke,
Aus rotem Wein, Zucker und Pomeranzensaft
Und wärmet und stärket mit großer Kraft«.

Über diese Antwort des Kandidaten Jobses
Geschah allgemeines Schütteln des Kopfes;
Der Inspektor sprach zuerst: hem! hem!
Darauf die andern: secundum ordinem.

Mittwoch, Januar 11, 2006

Daily Toon


Aus der Reihe: Die Abenteuer des Vierten Königs

Montag, Januar 09, 2006

Apud Belgos

Asterix bei den Belgiern – zwei Legionäre am Waschzuber singen ein Lied, wie es katholischer nicht sein kann: »Ich singe, ich singe / alles in Latein. Ich kann ja, ich kann ja / nur ein Römer sein!«
Ungeliebt-geliebtes Latein! Von Sexta bis Unter-Secunda hast du mich acht Jahre lang (sic!) gequält und manchmal erfreut! Ich hasste die öden Feldzugsbeschreibungen des C. I. Cæsar und liebte die Lyrik des Ovid. Von gerade noch »mangelhaft« bis »gut« war bei mir alles drin. Daß unsere Kirche das Latein verloren hat – zumindest weitgehend in unseren Breiten – halte ich für einen Verlust. Sicher: ich habe sie nicht mehr bewußt erlebt, die Messen und Gottesdienste, die man ohne Großes Latinum nicht verstehen konnte, und der Einzug der Muttersprache in die Liturgie ist für mich auf jeden Fall ein Gewinn. Aber die Unsicherheiten, beim Weltjugendtag in den Gemeinden eine gemeinsame liturgische Sprache mit den Gästen aus Kolumbien, Frankreich und England zu finden – und befürchten zu müssen, das Plädoyer für ein gemeinsames »Pater Noster« könnte als kirchenpolitisches Votum ausgelegt werden, ist eine Folge nicht nur von Traditions- sondern auch von Substanzverlust.

Daily Toon


In vielen Gemeinden gibt es glücklicherweise wieder den Versuch, Jugendliche an den Beichtstuhl heranzuführen.

Dank an Edith für die Inspiration!

Donnerstag, Januar 05, 2006

Wie glauben die Österreicher?

Diese Frage wird hier besprochen.



Unser Bild zeigt Hofrath Zwicklmüller beim Versetzen eines mittelgroßen Berges. So glauben die Österreicher!

Daily Toon


Wenn’s in der Blogozese kracht, dann wenigstens stilvoll auf Latein … dem sey der erste Toon des Jahres geweiht!

Dienstag, Januar 03, 2006

Willkommen im Neuen Jahr!



Willkommen im Neuen Jahr! Nach einer kleinen Weihnachtspause wird nun weitergebloggt.Beginnen möchte ich mit einem Text aus dem Propheten Jeremia, der mir seit langem sehr viel bedeutet:

[So spricht der Herr:]Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, / auf schwaches Fleisch sich stützt / und dessen Herz sich abwendet vom Herrn.
Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, / der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, / im salzigen Land, wo niemand wohnt.
Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt / und dessen Hoffnung der Herr ist.
Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist / und am Bach seine Wurzeln ausstreckt:Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; / seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, / unablässig bringt er seine Früchte.


(Jer 17,5-8)

Freitag, Dezember 30, 2005

Am sechsten Tag ...

Am sechsten Tag der Weihnachtsoktav wünsche ich euch allen von Herzen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Übergang ins Neue Jahr.

Freitag, Dezember 23, 2005

Impressionen



Zum Baumkauf und zum Weihnachtsbraten.

Griesgram

Heute bei Walter Kasper gefunden (Kasper, Die Methoden der Dogmatik, Kösel 1967):

»Der schlimmste Einwand ist der, daß die Theologie im Grunde so kleingläubig und argwöhnisch, so giesgrämig und so humorlos geworden ist.«

Daily Toon – Apokryphen


Mit diesem »Toon« geht’s erst mal in die Holy Days. Ich danke Ralf fürs gemeinsame Blödeln und wünsche euch allen gesegnete Weihnachten. »Jesus is the Reason for the Season!« (Gloria Gaynor)

Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken!

Mittwoch, Dezember 21, 2005

Daily Toon


Wie gereute es Hannelore, daß sie sich doch noch zu einem kleinen Bummel über den Weihnachtsmarkt hatte überreden lassen.

Sonntag, Dezember 18, 2005

Daily Toon


Sein erster Stuhlkreis verlief für Nachwuchs-Gruppensupervisor Harald eher unbefriedigend.

Samstag, Dezember 17, 2005

Narnia – Die Verführung


Ich habe heute abend die Narnia-Verfilmung im Kino gesehen - und ganz gut genossen. War das nun Disney-typisch? Zumindest meine direkten Nachbarn, ein paar Jungs zur einen und ein Pärchen zur anderen Seite langweilten sich. Die Symbolik blieb ihnen wohl eher fremd. Der Kommentar hinterher war vernichtend: grottig! Wirklich hatte ich das Gefühl, die Handlung werde nicht in einem gleichbleibenden Tempo vorangetrieben. Rasche »Actionszenen«, Verfolgungsjadgen wechselten mit eher beschreibenden Szenen; oft hatte man das Gefühl, die Bewegung müsse nun wieder künstlich abgebremst werdden, weil der mittlerweile schon etwas ältere Plot unter der Rasanz der computeranimierten Bilder ächzte und zu reißen drohte. Das machten die Jungs zur Rechten nicht mit. Während der ersten Stunde hatten sie noch mehrere Liter Cola und ein größeres, faßähnliches Gefäß mit Popcorn, mit dem sie sich kauend ablenken konnten. Als die Nahrung nicht mehr vorhielt, bot der Film nicht mehr genügend Anreiz, sich zu konzentrieren.
Dabei ist der Film nicht schlecht: Der Psychologie der Hauptfiguren, der Pevensie-Kinder, wird viel Raum gewidmet. In einer dramatischen Ausmalung des ersten Satzes der Lewis’schen Erzählung (die Kinder mußten London wegen der Bombenangriffe verlassen) wird dem heutigen Leser die Ausgangssituation klarer: Es herrscht Krieg, die Menschen sind erschöpft, bedroht und müde, die Sitten unter der Oberfläche der Wohlerzogenheit verroht. Der ungeheure Druck, unter dem Edmund steht, der jüngere der beiden Jungen, der seinen an der Front kämpfenden Vater vermißt, wird deutlicher herausgearbeitet. Und dieser ohnehin durch Sehnsucht und mangelndes Vertrauen angeschlagene Junge wird Opfer der Verführungskunst der Hexe. Schön, aber kühl, mit märchenhafter, etwas morbider Präsenz dargestellt von Tilda Swinton.
Lassen wir das Bild beiseite und nehmen nur das Faktum der Verführung zum Verrat Edmunds, sind mir einige Punkte sehr stark aufgefallen, die – oh Wunder von Narnia! – auch gleich ihre Nutzanwendung im realen Leben finden.
Erstens: Die Wohlanständigkeit und das Besserwissertum seiner älteren Geschwister helfen ihm nicht. Im Gegenteil – unter der Fuchtel seiner älteren Schwester und seines Bruders wird er sich immer als der Zurückgesetzte fühlen. Kein Wunder, daß die Verheißung aus dem Mund der Hexe, er werde ihr dereinst als König auf den Thron folgen, auf offene Ohren und nur allzu bereiten Glauben stößt.
Und ein Zweites: Die Versuchung arbeitet nicht nur mit Lügen. Sie sagt dem Menschen auch Wahres über sich selbst. Am Baum im Paradies hieß es: Euch werden die Augen aufgehen. Und hier: die Verheißung des Königtums. Freilich ist diese Vorstellung mit allerhand Irrtümern behaftet – so zum Beispiel, daß das Leben eines Königs bedeute, Zimmer voll mit türkischem Honig zu besitzen (die Speise, durch die die Hexe den Jungen gerade erst gefügig gemacht hatte), aber am Ende hat die Hexe hierin sogar recht behalten: Edmund sitzt als König auf dem Thron – wohl jedoch mit seinen Geschwistern. Sie hat ihn bei der Ahnung gepackt, was aus ihm tatsächlich einmal werden würde.
Aber - um das zu übertragen: Der Teufel war (in der biblischen Geschichte) deshalb überzeugend, weil er sich einer echten Bestimmung des Menschen bedient hatte - und diese mit allerlei Tand behängte wie Gumbo mit der Lichterkette. Genauso hier: die Verheißung, als König zu herrschen, von der Hexe als »der Bösen schlechthin« pervertiert, war das Einfallstor für Verrat und Tod. Und dabei war die Verheißung des Königtums »echt«!
Meine Nachbarn waren nach dem Film schnell mit dem Thema durch. Der Film war halt grottig, und die Angelegenheiten ihrer Clique drängten sich wieder in den Vordergrund. Zum ersten Mal in meinem Leben erlebte ich dann auf der Heimfahrt mit dem Bus, daß der Fahrer sich im Weg vertat. Er mußte am Stadtwald wenden. Zwischen den Bäumen des Waldes konnte ich deutlich das Licht einer Straßenlaterne erkennen.

Daily Toon


Gumbo gab nicht auf. Diesmal würde er es den Typen mit dem beleuchteten Reihenhaus aber zeigen!

Freitag, Dezember 16, 2005

Freude – stärker als der Tod

Pius-Aimone Reggio in seinem Vorwort zu dem kleinen Buch »Vergiß die Freude nicht«, Herder, Freiburg 1958:
Der Christ hat mehr als jeder andere die Freude nötig. Die Traurigkeit ist schlimm für alle, für ihn aber ist sie verhängnisvoll. Das war für mich die Veranlassung, diese Seiten zu schreiben.
Wohl verstanden ist die Freude, um die es sich hier handelt, nicht irgendwelche Freude. Es ist nicht die Freude, die man leicht mit Vergnügen verwechselt. Selbst wenn es richtig ist, zu behaupten, daß beim Menschen eine gewisse Freude mit jedem Vergnügen verbunden ist, so ist die Freude, genau gesehen, geistiger Art, das Vergnügen sinnlicher Art: Die Freude entstammt aus einer Wertschätzung der Vernunft, das Vergnügen aus einer Empfindung. Es gibt sogar Freuden, die nicht fühlbar, also nicht von Vergnügen begleitet sind und nur in der Tiefe des Geistes schwingen. Freuden des Denkens und der Betrachtung, der Selbsthingabe und des Opfers. Die Freude, von der hier die Rede sein soll, gehört zu diesen letzten.
Sie ist eine der geistigsten unter den geistigen Freuden, eine tiefe Freude, tiefer als der tiefe Schmerz, und es kommt vor, daß sie nur in der Tiefe lebt. Sie ist fähig, inmitten aller Arten von Prüfungen und selbst Bitterkeiten fortzudauern. Sie ist eine Freude der Ewigkeit, die nach der Ewigkeit verlangt. Sie bezeugt die Größe des Menschen und seine wesensmäßige Freiheit, da sie zeigt, daß er fähig ist, sich über die gegenwärtige Stunde zu erheben, so schwer sie auch sein mag. Die Freude verleiht dem Christen, diesem unvermeidlich geprüften Wesen, Flügel, jene Freude nämlich, wie sie die Apostel verkosteten, wenn sie etwas um des Namens Jesu willen zu leiden hatten (Apg 5, 41). Kurz, es handelt sich um die Freude, die zum Wesen der Menschwerdung gehört, um die Freude, die mit Jesus geboren wurde und die, wie die Liebe, stärker ist als der Tod.

Leckerbissen

Gefunden in einer Zeitungsbesprechung: »Außerdem ist ein exzellent zusammengestellter Teil "Christ und Welt" enthalten, der für unsereinen wohl einen besonderen Leckerbissen abgibt!«

Daily Toon


Vorgestern in der Residenzstadt.

Donnerstag, Dezember 15, 2005

Vergiß die Freude nicht

Das liturgische Tagesgebet für den heutigen Tag:

Heiliger Gott, wir sind vor dir schuldig geworden, und die Sünde belastet uns. Schenke deinen unwürdigen Dienern die Freude wieder durch die heilbringende Ankunft deines Sohnes, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Die Freude – ein zentraler Begriff des Glaubens; und mehr als ein netter Geschenkbuchtitel. So nennt C. S. Lewis seine Autobiographie »Überrascht von Freude« – »Surprised by Joy». Der Apostel Paulus bezeichnet sein Dienstamt als »Helfer zu eurer Freude«. Und überhaupt – wir stehen in der Woche, die mit dem Sonntag Gaudete begonnen hat.

»In die Freude einzutreten«, sagte mir einmal ein Freund, «kann eine Form der Buße sein«. Vor einigen Tagen fand ich beim Entrümpeln einer alten Bücherkiste das Buch von Pius-Aimone Reggio, »Vergiß die Freude nicht«; Herder 1958. Wie konnte ich diese kleine Meisterwerk nur zur Seite legen? Pius-Aimone Reggio schöpft aus dem reichen Schatz der Tradition und legt dar, welche Bedeutung die Freude im geistlichen Leben hat. Ich habe das Büchlein (gerade mal achtzig Seiten) wieder in mein Regal eingeräumt und lege es jedem ans Herz, der es mal irgendwo antiquarisch auftreiben kann. Ich wünsche uns eine freudevolle Bußzeit!

Ciceros Katholon

Eine kleine Werbung für Peter ... äääh ... Ciceros Weblog. Ich wünsche uns viele inspirierende Beiträge. (Gestern bleistiftsweise zu Madeleine Delbrêl.)

Daily Toon


Der Weihnachtsmann des Grauens

Sollte mein Daily Toon nicht wirklich jeden Tag erscheinen, immer daran denken: Beim Herrn sind tausend Jahre wie ein Tag, und ein Tag wie tausend Jahre … da kann ich schon mal einen Tag verschlafen …

Dienstag, Dezember 13, 2005

Daily Toon


Fußballknastmeisterschaft.

Peter’s Sketchbook

Sooo. Heute gibt’s keinen Toon – jedenfalls jetzt noch nicht, sondern eine kleine Promo-Aktion in eigener Sache. Mancher hat im wahrsten Sinne des Wortes doch sehr ungläubig geguckt, daß er in meinem Blog so fromm empfangen wurde. Daher habe ich mir zu diesem weißen auch ein schwarzes Blog gegönnt, in dem ich meine Arbeiten als Illustrator vorstelle.

Welcome to Peter’s Sketchbook!

(Es wird natürlich einen Link auf diese Seite geben … und hier … blogt der Papst!)

Montag, Dezember 12, 2005

Unsere Liebe Frau von Guadalupe


Wir feiern heute das Fest Unserer lieben Frau beider Amerikas, vom Tepeyac, von Guadalupe. Die Frau, die Juan Diego in Gestalt einer Aztekin erschienen ist, deren Bild in Mexico-Stadt aufbewahrt wird, zu der heute Hunderttausende gepilgert sind.

Ich gebe diese Worte wieder, die Juan Diego, den Papst Johannes Paul II im Jahr 2002 heiliggesprochen hat, von der geheimnisvollen Frau hörte:

»Nichts soll dich erschrecken, nichts dich betrüben, nichts soll dein Antlitz, dein Herz verfinstern. Fürchte nicht diese Krankheit oder irgendeine andere Krankheit oder einen Kummer, einen Schmerz. Bin ich denn nicht hier, deine Mutter? Bist du denn nicht in meinem Schatten, unter meinem Schutz? Bin ich nicht der Brunnen deiner Freude? Bist du nicht in den Falten meines Mantels, in der Beuge meiner Arme? Brauchst du noch mehr als das?«

Daily Toon

Montagmorgen – Begegnung im Zeitfenster

Touching Xmas …

Damit die Wartezeit auf den nächsten Cartoon nicht zu lange wird, hier ein Fundstück aus dem Prospekt eines Markendiscounters in der letzten Woche. Ich glaube, ich muß dazu nicht viel sagen: Ein Toilettenpapier, das »Touching« heißt, nach Spekulatius duftet und mit zarter Rentiererotik beworben wird. (»Hoho, meine Dame, der nächste Verehrer lauert schon im Gestrüpp!«) … das muß ein Renner werden.

Freitag, Dezember 09, 2005

»Beee - ne -detto!!!«

»Am Fest der Unbefleckten Empfängnis entsteht in uns der Verdacht, dass eine Person, die nicht sündigt, im letzten langweilig sein muss; dass irgendetwas in ihrem Leben fehlt; dass die dramatische Dimension des Selbstbestimmtseins fehlt, dass die Freiheit, Nein zu sagen, Teil unseres Menschseins sei – das Hinabsteigen in die Dunkelheiten der Sünde und alles selber machen zu wollen. Dass man nur so die Breite und Tiefe unseres Menschseins, unseres wahren Wir-selbst-Seins, voll ausleben kann. Wir müssen diese Freiheit auch gegen Gott auf die Probe stellen, um wirklich wir selbst zu sein.

Mit einem Wort, wir denken, dass das Böse im Tiefsten doch gut sei. Wir denken, dass wir es zumindest ein bisschen brauchen, um die Fülle des Seins zu erleben. Denken wir an Mephistopheles, den Versucher. Wir glauben, dass er Recht hätte, wenn er sagt, dass er die Kraft sei, die "stets das Böse will und stets das Gute schafft". Wir denken, dass ein bisschen mit dem Bösen zu kämpfen uns ein wenig Freiheit von Gott geben könnte, dass es im Tiefen gut sei, ja vielleicht auch nötig. Beim Blick auf uns selbst können wir aber sehen, dass dem eben nicht so ist. Das Böse erhöht den Menschen nicht, sondern es erniedrigt und demütigt ihn vielmehr.

Das müssen wir vor allem am Tag der Immaculata lernen: Der Mensch, der sich vollkommen in die Hände des Herrn übergibt, wird keine Marionette Gottes, keine langweilige, angepasste Person; er verliert seine Freiheit nicht. Nur der Mensch, der sich ganz Gott anvertraut, findet die wahre Freiheit, die große und schöpferische Weite der Freiheit und des Guten. Je näher der Mensch bei Gott ist, desto näher kommt er auch den Menschen.«

Papst Benedikt XVI, in seiner Predigt zum Fest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Diese Frau geht uns alle an.

Donnerstag, Dezember 08, 2005

Daily Toon

Unbearbeitete Gefühle verhinderten, daß Harald in der ersten Nacht des Eglifiguren-Wochenendes bei sich ankommen und durchschlafen konnte.

Mädchen aus der unteren Mittelklasse

Absolut lesenswert – Scipio in »Credo ut intelligam«:
»Wer wie wir verkrüppelt, hinkend, leicht beschränkt, egoistisch, arrogant, ängstlich, lieblos durchs Leben geht, der bringt es nie fertig mit ganzem Herzen "Ja" zu sagen. Nur wer nicht weniger, sondern mehr Mensch ist als Sie, geneigter Leser, und ich - der allein kann in den überraschenden und unbegreiflichen Willen GOttes springen, der kann "JA" sagen statt "Vielleicht" oder "Nur wenn..." oder "Gerne, aber nur auf Widerruf". Nur wer nicht an sich denkt, weiß, was er tut, wenn er sich der "teuren Gnade" GOttes leibhaftig zur Verfügung stellt.«
Guggsdu hier. Ich bin beinahe versucht, mit der römischen Patriziergattin in »Asterix und der Kupferkessel zu sagen: »Kaum zu ertragen, so wahr ist es.«

Daily Toon


Banneux 1992. Als Meßdiener bei einer Krankensegnung wäre ich beinahe meiner bislang ersten und einzigen Marienerscheinung teilhaftig geworden.

Boah, heute schlägt’s Dreizehn!

Hi Klara, auch von mir – und an dieser Stelle ganz oberhärzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich hätte natürlich noch drei Zeh’n oder dreizehn Weihnachtsmänner zeichnen können. Aber ich dachte mir, daß diese Zeichnung vielleicht am wenigsten peinlich sein könnte.

Hmmm … wenn ich’s mir recht überlege, wären die dreizehn Weihnachtsmänner (zum Umblasen) vielleicht doch unverfänglicher gewesen.

Auf jeden Fall finde ich’s ziemlich genial, am 8. Dezember Geburtstag zu haben … und noch einmal von Anja und von mir alles Gute (natürlich auch an T., A. und R.)!

(Jetzt erwarte ich natürlich ein »Her mit den dreizehn Weihnachtsmännern!«)

Stallknechte der Immaculata

Ich habe in diesen Tagen wenig in das Weblog eingetragen; nun möchte ich mir doch die Zeit nehmen, ein paar kurze Bemerkungen zum heutigen Fest zu machen. Vor einigen Tagen, am 5. Dezember, jährte sich für mich ein persönlicher Gedenktag zum achtzehnten Mal. Am 5. Dezember 1987 fand ich zum Glauben; erst später wurde mir bewußt, daß dieser Abend, an dem mir sehr plötzlich, blitzartig und ein wenig überfallmäßig klar wurde, daß Gott existierte, und daß Ihm an mir lag, ein Abend im Marianischen Jahr 1987/1988 war. In wenigen Worten kann ich skizzieren, was damals geschah – äußerlich vielleicht nicht viel, was der Erwähnung wert war: ein Besuch als distanzierter Besucher in einer freikirchlichen Gemeinde, eine mutig ausgesprochene Prophetie, ein blitzartiges Innewerden, daß ich, wirklich ich, gemeint war; das Gebet mit den Brüdern aus der Freikirche, der Entschluß, mit einem Priester, den ich bereits seit einigen Jahren kannte, zu sprechen. Ein Gespräch, daß zur Beichte wurde, eine Adventszeit, die zur Vorbereitung der Entscheidung wurde, von nun an Jesus Christus als den Herrn gläubig anzunehmen. Als ich an diesem 5. Dezember abends nach Hause kam, schlug ich aufs Geratewohl eine Bibel aus, die ich bereits seit Schulzeiten besaß. Die Bibel liegt nun vor mir und ich lese aus dem Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizäa erneut die Worte: »Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür aufmacht, so werde ich bei ihm einkehren und Mahl mit ihm halten und er mit mir.« (Offb 3,20f)

Eines der größten Geschenke dieser Zeit für mich ist, daß sich von diesem Anfang an mein neuer Glaubensweg mit dem Glauben daran verband, daß dieses einzigartige Geschöpf, die Jungfrau Maria, eine treue Wegbegleiterin sein konnte. Mirjam von Nazareth – keine bemalte Gipsfigur, wie ich sie in Irland und anderswo gesehen hatte, keine Hirngespinst einer – Pardon! – in meiner Erinnerung etwas bigotten Großtante, die mich als Kind mit beunruhigenden Geschichten zwischen Aberglauben und Marienfrömmigkeit beunruhigt hatte, sondern eine Mutter, die mir seither auch in verlassenen Augenblicken nah war. Nicht fordernd, aber immer einladend, mich und mein Gehege auf Gott hin zu verlassen. Nur wenige Tage, an denen ich nicht den Rosenkranz zumindest in der Tasche getragen hätte. – Und doch habe ich ihn oft nur dann gebetet, wenn mir scheinbar kein anderer Weg offenstand.

»Ist das biblisch zu begründen?« habe ich mich oft gefragt. Meine Kirche sagt »Ja« – und das sollte mir reichen. Und doch habe ich weiter nach Antworten gesucht. Eine kleine Antwort möchte ich gerne mit euch teilen. Die meisten Gestalten der Bibel liebe ich deswegen, weil sie Schlawiner sind, wie ich selber. Petrus, mein Namenspatron zuerst. Impulsiv, unüberlegt, das Herz auf dem rechten Fleck; aber immer wieder auch bereit, vor dem selbstgesteckten Maßstab zu versagen, wenn es ernst wird und Ausdauer gefragt ist. Der Mensch der Bibel, dem aus höchstem Mund die schlimmste Zurechtweisung zuteil wurde, die eine biblische Gestalt je einstecken mußte: »Zurück, Satan, denn du hast nicht im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen!« Jakob, der Patriarch: Verschlagen, hinterhältig, auf den eigenen Vorteil bedacht – und doch ein Mensch, der Segen spenden konnte wie keiner. Einer, der mit Gott zu ringen verstand. Alle anderen Gestalten – Sünder, »Versager«, Menschen, die lernen mußten, daß sich »vor Gott kein Fleisch rühmen« kann.

Aus dieser Reihe der Sünder nimmt die Bibel nur zwei Menschen aus. Jesus selbst, den Sohn Gottes. Und seine Mutter Maria. Sicher hat sie lernen müssen, und sicherlich hat sie Glaubenszumutungen am meisten da hinnehmen müssen, wo sie durch ihren Sohn Zurechtweisungen erfahren hat. Aber eine Sünde, in der sie sich von Gott abgewendet hätte, in der sie auch nur das leiseste »Nein« gesprochen, Abstriche an ihrem »Mir geschehe nach deinem Wort« gemacht hätte, sind mir auch in ihren Krisen, von denen das Neue Testament andeutungsweise berichtet, nicht bekannt.

Sie ist nicht die Erlöserin, sie ist keine »katholische Sondergöttin«, will, wie Luther sagte, kein Abgott sein. Aber sie ist eine treue Wegweiserin. Darin ist sie der Stern der Meere. Und darin ist es mir möglich, sie als Mutter zu lieben.

Pater Maximilian Kolbe nannte seine Gemeinschaft Soldaten oder Ritter der Unbefleckten. Ich kann da nicht mithalten. Nicht, weil ich der Immaculata nicht diese Ehre geben wollte, sondern weil ich ein miserabler Soldat bin – und als Ritter nicht satisfaktionsfähig. Aber wenigstens Stallknecht der Ritter will ich sein. Stallknecht der Immaculata zu sein, das wäre mein Wunsch für euch, die ihr das lest und für mich – an diesem Festtag.

Mittwoch, Dezember 07, 2005

Daily Toon

Björn vom Team Rent-A-Laus war sich sicher: Diemal habe ich keinen Fehler gemacht; diesmal wird alles klappen!

Montag, Dezember 05, 2005

Rationalistic Solution

»If it be true (as it certainly is) that a man can feel exquisite happiness in skinning a cat, then the religious philosopher can only draw one of two deductions. He must either deny the existence of God, as all atheists do; or he must deny the the present union between God and man, as all Christians do. The new theologians seem to think it a highly rationalistic solution to deny the cat.«

G. K. Chesterton, Orthodoxy

Daily Toon – Paläontologisches


Soeben im Canal Grande entdeckt: Der Venetosaurus.

Samstag, Dezember 03, 2005

Daily Toon – Alder, ey!

Da wollte die Rheinische Post aus Düsseldorf etwas für die Moral tun und versprach am Donnerstag einen Adventskalender (Adventkalender für die Freunde aus Österreich) aus lauter guten Nachrichten!

Ich lese da, daß sich die Deutschen offenbar jünger fühlen als sie sind. Erheblich jünger – und das »durch die Bank«! – Das soll eine gute Nachricht sein? Da haben alle Leute Schwierigkeiten zu ihrem Alter zu stehen, und die RP verbucht das als Gute Nachricht?

Naja. Vielleicht bin ich einfach nur viel zu jung, um da mitreden zu können.

Freitag, Dezember 02, 2005

Narnia – Der Biber


Herr und Frau Biber wohnen in einer Art Bienenkorb-Hütte auf dem Damm. Und was ich am Biber gut finde und warum die Bescheidenheit dr Biberhütte zum Entscheidungsort für Edmund wird – dat krieje mer später …
(Ich könnte mir ja auch so ’nen Biber vorstellen; aber ich glaube, das wäre mir etwas zu technisch …

Daily Toon


Hiermit setze ich der Gans ein Denkmal, die wir gestern zu unserem Genuß (und des Vogels Verdruß) »em Kruetzche« in Köln verzehrten. (Versprochen ist schließlich versprochen.)

Donnerstag, Dezember 01, 2005

Strichzeichnung


Neulich, beim Kunden.

70 Jahre »Du bist Deutschland«

Gestern habe ich im Christ in der Gegenwart den Kommentar zur Motivationskampagne »Du bist Deutschland« gelesen«:

Für jede Zielgruppe haben die Werbetexter ein Vorbild gefunden: Hobby-Literaten sollen sich an Goethe ein Beispiel nehmen, Tüftler an Toto Lilienthal, Fernsehgucker an Günther Jauch, Unternehmer an August Thyssen oder Adi Dassler. Die meisten Vorbilder finden sich – wen wundert’s – unter den Sportlern: Du bist Franz Beckenbauer, Claudia Pechstein, Max Schmeling, Katharina Witt oder Michael Schumacher. Letzterer hätte es auch »in jedem anderen Job aufs Siegertreppchen geschafft«. Denn, so glauben die Erfinder der Kampagne, »sein Erfolgsrezept ist kein gottgegebenes Talent, Sondern Perfektionismus und außerirdischer Wille.«
Aber auch für diejenigen, die statt schneller Autos Sex und Erotik lieben, gibt es Ermutigung: »Du traust dich nicht, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen? Wovor hast du Angst? Beate Uhse glaubte immer an ihre Vision. So wurde die Gesellschaft toleranter und sie zur Erfolgsunternehmerin.«
Im Land der Dichter und Denker mag man darüber schmuzeln oder die Stirn runzeln, daß es kein einziger Philosoph – geschweige denn ein Theologe – in die Riege der Vorbilder geschafft hat. Aber das ist nur konsequent. Denn der Leistungsbegriff, der hier eingesetzt wird, ist radikal subjektiv, zusammengesetzt aus den beiden Zutaten Ehrgeiz und Wille, und läßt sich messen an der öffentlichen Bewunderung oder am Einkommen. Er kennt prinzipiell keine Grenzen. »Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst.«

Christ in der Gegenwart, Nr. 49/05, S. 403f


In einem Buch über Ludwigshafen ist ganz offensichtlich eine Photographie aus den dreißiger Jahren aufgetaucht, die ein Spruchband mit der Aufschrift »Denn du bist Deutschland« zeigt. Darüber auf einem monströsen Transparent Hitlers Kopf mit dem unsäglichen Entscheide-dich-Blick. »Doppelschöpfung« zur aktuellen Du-bist-Deutschland-Kampagne? Der Spiegel berichtet.

Nein, es wäre sicher nicht richtig, zu behaupten, die Macher der Kampagne seien Nazis, oder die Kampagne in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Ich sehe andere Parallelen – wenn auch kaum schmeichelhaftere. Die Kampagne ist auf eine penetrante Weise »neuheidnisch« … und dumm.

(Und jetzt denke ich nach, ob ich Albrecht Dürer bin … oder doch eher Alfred E. Neumann.)

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Um wirkliche Erhörung zu erlangen, konnte Oma Stuckenbrook schon mal zu drastischeren Maßnahmen greifen.