Mittwoch, Oktober 20, 2010

Kardinal Marx!



Ein herzlicher Gruß geht nach Geseke, wo sich zur Zeit vermutlich Prozessionen und Autocorsi durch die Prachtstraßen wälzen. Erzbischof Reinhard Marx, Sohn der Stadt im nördlich gelegenen südlichen Ostwestfalen, ist ernannter Kardinal!

Der Rheinländer sieht es neidlos.


Bildquelle: Wikipedia

Donnerstag, Oktober 14, 2010

Schwester Consolatrix rollert zum Dialog [2]



Heute hätte es Schwester Consolatrix fast vom Roller gehauen. Da gibt es etwas, das kannte sie noch nicht. Geistkraft! Wow! Consolatrix hat ja einen gewöhnlich gut ausgerüsteten Medikamentenschrank im Kloster, und sie ist mit allen charismatischen Wassern gewaschen, aber »Geistkraft« ist ihr noch nie untergekommen.

Damit macht ihr Roller hundert Sachen.

Liebe Bischofskonferenz! Da die Geistkraft mittleweile auch in euren Frauenreferaten angekommen ist und offensichtlich herbeimeditiert werden kann, fragt euch Schwester Consolatrix, wie weit die Entwertung und Umdeutung des Glaubensgutes noch gehen soll. Ihr wißt ja, was denen passiert, die die Geistkraft lästern. (Oder wirft Schwester Consolatrix das nur wieder durcheinander? Sie ist ja nicht mehr die Jüngste.)

Das nur als Anregung zur DialogIn. (Abk. f. DialogInitiative.)

Dienstag, Oktober 12, 2010

Blogosaurus’ Erwachen …




Lange schlief der Blogossaurus. Doch jetzt hat er ein wenig herumtapeziert und die Blogroll mal so ganz ordentlich glattgestrichen.

Fehlt da noch wer???

Namensagen!

Harald meint in einem Kommentar zu Schwester Robustas Pflegedämonen, es sei wie mit den Bären. Am Ende sagten sie alle ihren Namen.

Ich glaub das nicht. Mein Opa hat es versucht.


Die seltsamen Abenteuer des Raumschiffs Catholica

Regler hoch und affrocke!

Montag, Oktober 11, 2010

Schwester Consolatrix rollert zum Dialog …



Schwester Consolatrix fährt zur Dialoginitiative und hat ein paar Fragen im Gepäck.

Heute:

Zum Themenkreis Mißbrauch und Weg der Kirche aus der Krise möchte Schwester Consolatrix gerne wissen, ob sich die Bischofskonferenz mit dem Brief des Papstes an die Iren beschäftigt hat und ob gegebenenfalls Anregungen und Wegweisungen aus dem Brief aufgriffen werden können.

In unserer zunehmend säkularisierten Gesellschaft, in der selbst wir Christen uns oft schwer tun, über die transzendente Dimension unserer Existenz zu sprechen, müssen wir neue Wege finden, jungen Menschen die Schönheit und den Reichtum der Freundschaft mit Christus in der Gemeinschaft der Kirche nahezubringen.
Für die Bewältigung der gegenwärtigen Krise sind die Maßnahmen, um angemessen gegen Verbrechen von einzelnen vorzugehen, unerläßlich, aber sie allein reichen nicht aus: Wir brauchen eine neue Vision, um die gegenwärtige und die zukünftigen Generationen zu ermutigen, das Geschenk unseres gemeinsamen Glaubens wie einen Schatz zu bewahren. Wenn Ihr den Weg des Evangeliums geht, die Gebote befolgt und euer Leben immer enger nach dem Beispiel Jesu Christi gestaltet, werdet Ihr sicher die tiefe Erneuerung erfahren, die wir in dieser Zeit so dringend brauchen. Ich lade Euch ein, auf diesem Weg beharrlich voranzuschreiten.



Es wäre doch klasse, wenn wir in Deutschland vom Heiligen Geist eine Vision für die Bewahrung und Weitergabe des Glaubens erbitten könnten.

Indes soll Schwester Consolatrix durch die Blogoezese rollern. Wenn jemand ihr Bild aufnehmen und ihr ein paar Fragen mitgeben will, wer weiß, vielleicht kommt sie dann irgendwann einmal bei der Bischofskonferenz an …

Quelle: Brief des Papstes an die Katholiken in Irland

Jetzt bloß nichts überstürzen …



Oha, beim Blogoezesanen Schwester-Robusta-Preis bin ich in der Kategorie »Trägheit« nominiert. Jetzt nur keinen Fehler machen. Nicht zuviel posten. Nachher verliere ich noch meine Kategorie …

Klosterneuburger Marginalien: Endlich!: "Es kann losgehen! Ich habe jetzt keine Lust mehr auf Warten und Rumgezimper. Laßt uns abstimmen! Ich habe eine handlesübliche Online-Poll-S..."

Freitag, Oktober 08, 2010

Blogtechnisches

Ich habe gerade einen Kommentar von Sponsa Agni veröffentlicht. Ab jetzt habe ich die Kommentarbox wieder geöffnet. – Die Zeiten des Untergrundkampfes unserer Sedivandalen sind ja wohl vorbei. – Sedisvakantismus ist ausgesessen. Als nächstes werde ich daran gehen, die Blogroll und meine Links zu aktualisieren.

Ob ich wohl irgendwann einmal wieder zu Wordpress gehen werde? Erst mal meinen Blog wieder ans Laufen bringen. Ich hüpfe hinter der Blogoezese her … ;-)

Gedanken zur Eucharistischen Nüchternheit

»Ich mag doch nicht vor der Messe die Minuten bis zum Kommunionempfang zählen, nur um ein äußerliches Fastengebot einzuhalten.«

Es ist einerseits wahr, daß die Liebe nicht rechnet. Es ist andererseits objektiv wahr, daß die Kirche ein Mindestmaß an Fasten vor dem Empfang der Heiligen Gaben vorgeschrieben hat. Und daß das Mindestmaß von einer Stunde vor Empfang der Kommunion schon eine weitgehende Liberalisierung gegenüber den alten Bestimmungen zur Eucharistischen Nüchternheit darstellt.

Ein Freund drückte es nah einem Choralhochamt – das seine Zeit dauerte – irgendwo am Düsseldorfer Rheinufer so aus: Wenn ich vor der Messe noch eben beim Burgerking gewesen wäre und das Papier gerade noch in den Papierkorb vor der Kirche geschmissen hätte, dann hätte ich die Vorgaben erfüllt.

Ich halte diese Fastenbestimmung für einen fast nicht nachvollziehbaren Fehler, auch wenn ich selber natürlich davon profitiere, daß ich mit Kollegen Kaffee trinken kann, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob ich später zur Kommunion gehen will oder nicht. Die Orthodoxen scheinen die Katholische Fastenregelung, die eigentlich nur verhindert, daß jemand beim Gloria noch ein Stück Schokolade vernascht, mit Irritation zu sehen.

Natürlich kann man sagen: Alles Äußerlichkeiten! Hat Christus uns nicht vom Gesetz befreit? Meines Erachtens ist das nicht ganz richtig. Er hat uns davon befreit, durch Werke des Gesetzes gerecht werden zu wollen. Aber das Gemeindebild der Charismatischen Anarchie, in der jeder – nichts als seinem eigenen Gewissen verpflichtet, sich weitgehend von kultischen und bevormundenden Regeln löst, ist eine Fiktion der Liberalen Theologie.

Was spräche dagegen, etwas zu tun, nur weil es eben Gebot der Kirche ist? Es von innen her und in der Liebe anzunehmen. Wer mag, soll zusätzlich und in derselben Liebe Psalm 51, 122 oder 43 vor der Messe (oder in der Vormesse) beten.

Donnerstag, Oktober 07, 2010

Mittwoch, August 11, 2010

Erzbischof Burke: Aufgabe der ganzen Kirche

Erzbischof Burke schrieb im Vorwort zu einer Studie über das Motu Proprio »Summorum Pontificum« folgende Sätze, die ich sehr freudig aufgenommen habe:

Die Verfügung, mit der der Papst vor einigen Jahren die ältere Form der katholischen Messfeier für breitere Kreise zuließ, sei ein „Akt universeller Gesetzgebung“ und daher „für die gesamte Kirche weltweit verbindlich“, betont der aus den USA stammende Kurienerzbischof. Es gehe also nicht um einen „Gunsterweis gegenüber irgendwelchen Personen oder Gruppen, sondern eine Gesetzgebung zum Zweck der Wahrung und Beförderung des Lebens des ganzen mystischen Leibes Christi und der höchsten Ausdrucksform dieses Lebens, nämlich der heiligen Liturgie“.


In unserer gemeindlichen Situation müssen solche Sätze wie weit übers Kirchenvolk hin gesprochen erscheinen. Vielleicht hätte ich den Sinn dieser Worte nicht verstanden, wenn ich nicht selber die Erfahrung gemacht hätte, daß das »Ja« zur liturgischen Tradition der Kirche (inklusive ihrer Liturgiereformen) den Blick auf die Katholizität der Kirche richtet. Die traditionelle Messe gehört nicht an den Rand der Kirche; und ihre Freunde sind keine Randständigen; Gruppen, denen man ein Zugeständnis machen mußte.

Bevor ich erste »Erfahrungen« mit der Außerordentlichen Form machen konnte, habe ich eine starke Trennung zwischen vorkonziliarem und nachkonziliarem Kirchenbild in meinem Umfeld, besonders meinem theologischen Umfeld wahrgenommen. Auf liturgischem Gebiet war man schon weiter als die Reform, sprach von tridentinischem und vatikanischem Feierraum und konzipierte dialogische Spannungspole im liturgischen Feierraum. Tradierte Kirchenräume wurden teilweise mit Schlagworten (»Omnibus-Anordnung«) abgetan.

Gleichzeitig habe ich den teilweise unerleuchteten Eifer traditionalistischer Gruppen kennengelernt: Die alte Messe lag mir also relativ fern.

Ich habe selber festgestellt, daß mir das Motu Proprio erst einen Weg zur Außerordentlichen Form bahnte, denn der Papst war – zumindest in meinen Augen – im Begriff, die sogenannte »Tridnetinische Messe« aus der Schmuddelecke »Indultmesse« in die universale Berechtigung der Kirche zurückzuholen.

Es mag Zufall sein, daß mir gleichzeitig jene dritte liturgische Form des »Unordentlichen Ritus« sauer aufstieß. Aus verschiedenen Rücksichtnahmen heraus bin ich sogar einmal in einer Messe zur Kommunion (war es wirklich Kommunion?) gegangen, in der die Gemeindereferentin Teile des Hochgebetes übernommen hat. Das war für mich ein innerer Schock. War es wirklich noch Jesus, den ich da empfing? In einem Kirchenraum, der die existenzielle Wucht und Dramatik eines schwedischen Einrichtungskataloges besaß? Ohne zu dramatisieren, glaube ich, daß die Ideologie des Liturgie-Machens weit in den Raum der Kirche vorgedrungen ist.

Ich will nicht gegen eine legitime Form der Liturgie polemisieren, es sei denn eben gegen die Unordentliche Form. Ich weiß auch nicht, ob die liturgiefeindlichen Elemente (Liturgie als moralische oder pädagogische Veranstaltung; Eventcharakter der Liturgie) wegen oder mit der Liturgiereform eingezogen sind. Auf liturgische Anweisungen oder die Liturgiereform selber können sie sich jedenfalls nicht berufen. (Meiner Überzeugung nach haben die unterschiedlichen Formen der Liturgie unterschiedliche Gefährdungen.)

Ich stand vor der Alten Liturgie wie ein Kind, das an Heiligabend die Tür zum Gabenzimmer aufstößt. (Soweit die Analogie: Ich würde nicht soweit gehen, den Papst als Weinhnachtsmann zu bezeichnen …) :-)

Ich hatte etwas gefunden, das ich, ohne es zu kennen, vermißt habe: Eine weitgehende Einheit von Wort und Klang, Raum, Bewegung und Geste. Das bürgerliche: »Ihnen einen schönen Sonntag« – »Danke gleichfalls!« wurde mir angesichts des Gefeierten immer unerträglicher. – Ja, ich weiß: Das »Danke gleichfalls, Halleluja, Halleluja« der Osterzeit taucht nirgends in den Rubriken von 1970 auf.

Ich habe jetzt die Möglichkeit, die alten Opferungsgebete anzuschauen, Orationen zu vergleichen – mich andererseits über die Evangelienprozession zu freuen und festzustellen, wieviel mir doch an der neuen Leseordnung liegt; und das Wichtigste: Ich kann dies tun, ohne daß es mich innerlich ideologisch zerreißt. Das Motu Proprio hat mir doch ziemlich die Augen für die innere Einheit der Römischen Liturgie geöffnet. Dabei liegt es mir fern, Grenzen zu verwischen. Offene Fragen zwischen den beiden Usus (Wer oder was wird wann geopfert?) kann ich gerne stehenlassen – gerade wegen der Katholizität beider Formen.

Vielleicht bin ich in einigen Augen ja ein typischer Postmoderner, oder ein Mosebach-Katholik. Ich glaube heute nichts anderes über die Eucharistie als ich vor zwanzig Jahren geglaubt habe – und das ist der Glaube der Kirche –; aber die Alte Form der messe ist für mich eine Schule des Gebets geworden. In der Mitte der Kirche, wie auch ich in der Mitte der Kirche stehe.

Und wie auch die Menschen in der Mitte der Kirche stehen, die ich so oft beim sonntäglichen Choralamt treffe.

Sonntag, Juli 11, 2010

Heute, in Köln ...



Ein Hauch von Weltjugendtagsstimmung heute auf dem Roncalliplatz. Wenn die Süddeutsche Zeitung über die Kundgebung von Deutschland pro Papa in München zu sagen wußte, es seien vorwiegend ältere Teilnehmer gewesen, dann fiel jedenfalls mir in Köln auf, daß alle Altersstufen vertreten waren und sich in einer fröhlichen Volksfeststimmung in Gedanken an den Heiligen Vater versammelten. (Ich sehe daher Anlaß, auch die Darstellung der Süddeutschen höflich zu bezweifeln.)

Besonders bewegend war für mich, daß so viele Menschen auf einem öffentlichen Platz einmütig den Engel des Herrn beteten.

Ein Wort zu den unterschiedlichen Schätzungen der Teilnehmerzahlen. Ich glaube, wir werden es nie so genau wissen. Zum einen gibt es die Anmeldungen der einzelnen Gruppen und Gemeinden. Dann der vollkommen überfüllte Dom zum Pontifikalamt. Beim Roncalliplatz verschätzt man sich leicht, zumal sehr viele Teilnehmer unter den schattenspendenden Arkaden des Römisch-Germanischen Museums standen. Eines ist jedenfalls sicher: Es waren erheblich mehr als tausend.

Elsas Nacht(b)revier berichtet.

Und hier noch der Link zu meinem Picasa-Album

Freitag, Juli 09, 2010

Nashörnchen



In den letzten beiden Wochen war ich nicht sehr oft online; mein Blog mußte ruhen.

Nun bin ich glücklicher Dauerkartenbesitzer des (sehr) nahegelegenen Zoos. Und ich möchte das Blog nutzen, einige Nachbarn vorzustellen. Da ist zum Beispiel das Spitzmaulnashornpärchen Nane und Usoni, die seit letzten Sonntag Nachwuchs haben. Ein Nashörnchen, oder vielmehr, ein Nasohnehörnchen.

Dienstag, Juni 22, 2010

Kleine Maria oder großer Alexander?




Wer dieser Tage in Augsburg das Gnadenbild der »Knotenlöserin« betrachtet, wird vielleicht auf die Idee kommen, die verworrene und vielschichtig gebrochene Situation im Bistum der Aufmerksamkeit Marias, der Mutter Jesu, anzuvertrauen. Mich hat dieses Bild immer fasziniert – zum Beispiel wenn ich am Heiligabend die Lichterketten entwirren oder unter den Schreibtisch kriechen muß, um das Kabelgewirr zu ordnen.

Das Gnadenbild erinnert mich in dieser Situation daran, daß der Ausweg aus den sehr diesseitigen Augsburger Verworrenheiten nicht im Durchschlagen des Gordischen Knotens bestehen kann, wie es die Legende von Alexander dem Großen berichtet.



Der marianische Weg geduldigen Lösens hat zudem den Vorteil, daß das Seil unzertrennt bleibt …

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Freitag, Juni 18, 2010

What Shall We Do With The Vuvuzela?




Hat sich jemand bereits der andrängenden Frage gestellt, was aus den Tonnen von Vuvudingsdas wird, die in Deutschland über die Ladentheke gingen? Echo Romeo macht Vorschläge zur sinnvollen Verwendung der WM-Tröten nach dem Match.

Dienstag, Juni 15, 2010

TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT!



Aus einem Kommentar der Katholischen Tageszeitung »Die Tagespost«. Sie findet die Diskussion um ein Verbot der Vuvuzelas unmöglich …

»… weil dieses Begehren im Grunde ein mentaler kolonialistischer Reflex ist, den man endlich überwunden zu haben glaubte. Da klopfen sich die Großen im Fußball der FIFA aus Europa gegenseitig auf die Schulter, weil sie Afrika (…) zum Austragungsort eines globalen sportlichen Großereignisses machten, um so dem Kontinent etwas Wahres, Gutes und Schönes zu tun (…) – nimmt sich dieses Afrika jedoch tatsächlich das Recht heraus, selbstbewusst mit der Tröte im Mund das Gute, Wahre und Schöne der eigenen Fan-Kultur im wahrsten Sinne des Wortes frei herauszuposaunen, dann ist es dem kulturpaternalistischen Europa auch wieder nicht recht.«

Montag, Mai 31, 2010

Deutschland Pro Papa!




Wie, ihr habt keinen Bundespräsidenten mehr? Macht nichts, wir sind immer noch Papst!

Wie das kleine gallische Dorf das Imperium Romanum, so versucht die Aktion »Deutschland Pro Papa« das Land, das einstmals Papst war, aufzumischen und so ein sichtbares Votum für den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI zu sein.

Keine Chance für ein so kurzfristig anberaumtes Projekt, ohne Unterstützung (dafür mit freundlichen Grüßen) seitens der Bischofskonferenz?

Wir werden sehen. Und wir werden uns sehen. Zum Beispiel am 11. Juli zum Angelus am Dom.


Link: Solidaritätskundgebung »Deutschland Pro Papa«

Lena und ihr Triton




Dafür werden mich die Kunstfreunde steinigen. Zu Recht, wie ich finde. Ich ducke mich rasch.

Es war allerdings schwer, sich in den letzten Tagen der Präsenz dieses fröhlich zappelnden, singenden und quasselnden Mädchens zu entziehen. Und ich kann Frère Wolfgangs Rührung über die Einfachheit der neuen Pop-Prinzessin gut nachvollziehen, wird doch der Hügel in Burgund Jahr für Jahr von Hunderten solcher Lenas überschwemmt.

Was macht die Faszination aus? Mir kamen als erstes jene Schönheiten der italienischen Renaissance in den Sinn, die von Malern von Botticelli über Tizian bis Lotto gemalt, uns heute noch als Darstellungen griechischer Göttinnen und christlicher Madonnen erfreuen. Sehnsucht nach dem reinen, jungfräulichen Anfang? Die Kind-Frau als Ausdruck unserer Hoffnung, noch einmal neu anfangen zu können, in der ganzen Frische und Schönheit des Beginns?

Die Illusion war nur von kurzer Dauer, denn wie ein Böcklinscher Triton schob sich das Gesicht Stefan Raabs daneben. Und dann dieses Lied … lassen sich Form und Inhalt tatsächlich trennen? Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen über den Inhalt des Contest Songs, wenn die junge Dame von der blauen Unterwäsche singt, die sie eigens kaufte, um einem durchaus auswechselbaren Typen zu gefallen?

Es bleiben gemischte Gefühle. Und ein Wunsch für Lena: Daß sie noch oft, oft die Gelegenheit hat, am Song Practise in Taizé teilzunehmen.

Sonntag, Mai 30, 2010

Termin in Köln

Ich teile hiermit meinem regelmäßigen Leser (in Gestalt einer lieben Freundin) mit, daß ich am 11. Juli in Köln den Angelus vor dem Dom zu beten gedenke.

Hier Elsas Kommentar vom gewaltigen Eindruck, den die Aktion »Deutschland pro Papa« auf den Pressesprecher der Bischofskonferenz gemacht hat.

»Ihrer Initiative wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf und bin mit herzlichen Grüßen«, schreibt er da. Das kriegen wir Rheinländer kürzer hin: »Tschöööhöööö!«