
Eigentlich hatte sich Eberhard den neuen Aufbruch anders vorgestellt.

»Viele Gläubige leben in zwei Welten. Sie setzen im Krankheitsfall auf eine Hochleistungsmedizin und sollen im nächsten Moment an einen Gott glauben, der auf die Fürsprache eines Verstorbenen hin eine Parkinsonpatientin, nachdem diese inständig darum flehte, von ihrem Leid geheilt hat. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass ein solcher Glaube noch in die nächsten Generationen tradiert werden kann.«
»Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.«
– Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mythologie, 1941, 18

