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Montag, Februar 27, 2012

Aufbruch, Aufbruch! Überall Aufbruch!




Eigentlich hatte sich Eberhard den neuen Aufbruch anders vorgestellt.

Samstag, Juli 02, 2011

Ihr Völker der Erde …




… lest diesen Blog! Auf den Link klicken. Elsa bearbeitet den Trist in der Gegenwart, bis nicht mehr viel von ihm übrigbleibt. Wir aber sagen: Recht so.

Dienstag, Juni 21, 2011

Angstfreie Superschurken

Ich hänge immer uns Magnus Striet nach … und Dialogo, dem diözesanen Superschurken im Universum von Schwester Robusta und ihrem Bischof.

Warum, frage ich mich, also … warum müssen die Diabolos, pardon, Dialogos dieser Welt ihre Wortspenden immer mit Aufrufen zu mehr Mut beenden. Als sei der Mut nicht gefragt, bevor man darangeht, derlei Pamphlete zu lesen.

Auch Magnus Striet beendet seinen interreligiösen Beitrag mit: »Mehr Mut also!« (Seufz.)

Die Sache ist natürlich einfach. Wer zu Mut aufruft, setzt beim anderen vermutlich Ängstlichkeit voraus. Und hat die gegnerische Position mit minimalem Aufwand diskreditiert. Das ganze läuft hervorragend, aber nur bis zur dritten Wiederholungsschleife, wie Dialogo, der diözesane Superschurke, vollkommen angst- und merkfrei dokumentiert.

Montag, Juni 20, 2011

Strieten wider den Heiligen Geist

Magnus Striet mal wieder. Der Freiburger Fundamentaltheologe baut seine ganze Argumentation um die Grundannahme herum: Gott handelt nicht. Jedenfalls handelt Striets Gott nicht so, daß ein Unterschied wahrnehmbar wäre, ob er nun existierte oder nicht.

»Viele Gläubige leben in zwei Welten. Sie setzen im Krankheitsfall auf eine Hochleistungsmedizin und sollen im nächsten Moment an einen Gott glauben, der auf die Fürsprache eines Verstorbenen hin eine Parkinsonpatientin, nachdem diese inständig darum flehte, von ihrem Leid geheilt hat. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass ein solcher Glaube noch in die nächsten Generationen tradiert werden kann.«



Damit echot er nur dem alten Bultmann nach:

»Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.«

– Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mythologie, 1941, 18


Diese Haltung kann natürlich die Hoffnung auf Auferstehung nicht zulassen. Folgerichtig kann man damit auch nicht von Eucharistie reden. – Und damit erscheint es nur konsequent, den Zugang zum kollektiven Mahl nicht an Vorbedingungen zu knüpfen. Ich sehe nicht, wie man Striets Auffassungen auch nur entfernt als »christlich« bezeichnen könnte. Sein Dialogbeitrag ist sicher sehr lobenswert. Allerdings eher in der Kategorie des interreligiösen als des innerkirchlichen Dialogs.

Samstag, Juni 11, 2011

Wir sind Himmel



Enthüllungen und kein Ende. Wie ich soeben erfahre, hat die allseits beliebte Massenkirchenfolkbewegung »Wir sind Kirche« jetzt eine Tochtergruppierung in der Ewigkeit gegründet.

(Idee von Sebastian (Sierra Victor), Photoshop Effects by Timon.)

Samstag, Mai 21, 2011

Das Eucharistische Wunder des Sozialismus

An einem lauen Sonnabend denkt man über mancherlei nach … so zum Beispiel über die Frage: Woher bekommt der BDKJ eigentlich sein Geld für die Heftzwecken und Klebestreifen.

Früher hätte ich gedacht: Klar! Gibt es nur eine Antwort drauf. Das ist der Russe. Der KGB unterstützt den BDKJ. Klingt so ähnlich … und die Rhetorik ist auch nicht viel anders.

Nun muß ich erfahren, daß die Sowjetunion nicht mehr existiert, der BDKJ aber interessanterweise doch noch. Ein Leben ganz ohne Geld- oder Nahrungszufuhr; das ist etwas, das ich nur aus Heiligenviten kenne. Und so wird der BDKJ zum großen Eucharistischen Wunder des Sozialismus!

Santo subito, kann ich da nur sagen. Und das Bekräftigungswunder hat sich auch schon ereignet: Durch einfaches Handaufheben wurde aus einem stattlichen Mann wieder ein agiler Jugendlicher! Lætificat iuventutem meam!

Irre!

Montag, April 04, 2011

Hardliner an der Waterkant – ein offener Leserbrief an den SPIEGEL

Sehr geehrte SPIEGEL-Redakteure,

ich hatte heute vormittag die Gelegenheit, ihren netten Artikel zu lesen. Kardinal Meisner, den Sie so grell überzeichnen, hat in seinem Fastenhirtenbrief nichts anderes getan, als das katholische Ehe- und Familienverständnis darzulegen und seinen Finger auf die Begleitkatastrophe der sogenannten »sexuellen Revolution« zu legen: Die demographische Entwicklung in Deutschland. Mir ist bei Lektüre Ihres polemischen Artikels natürlich klar, daß der Therapiebedürftige gegen die Kur »wettern« muß, um das schöne Verb selber zu benutzen, daß Sie speziell für Kirchenfürsten und andere Spaßverderber reserviert zu haben scheinen. (Sie haben ja diese schöne und stilprägende, lange Tradition der manipulativen Berichterstattung.) Die Behandlung muß ins überkommene Weltbild einschneiden, ansonsten wirkt sie nicht.

Daß Sie nicht so einfach den katholischen Standpunkt annehmen können, daß sie keinerlei Toleranz für Meinungen, die von Ihrem hedonistischen Weltverständnis abweichen, aufbringen werden, ist bedauerlich, aber auch nicht weiter überraschend.

Ihr Artikel einerseits – der Fastenhirtenbrief des alten Erzbischofs andererseits; ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß in fünfzig Jahren eines dieser beiden Textstücke sehr altbacken aussehen wird. Und ich vermute, daß es nicht der Fastenhirtenbrief ist.

In diesem Sinne noch eine gesegnete Fastenzeit,
Ihr Peter Esser

Montag, März 14, 2011

Wat is ene Kirchenreformer?

Da stelle mer uns janz dumm … und da sagen wir so:



Ein Kirchenreformer, das ist jemand, der auf der Schulter von Riesen einen Zwergenaufstand macht.

Sonntag, Februar 27, 2011

Die Mitte bleibt leer

Die Mitte bleibt leer, betont der freundliche Pfarrer – bestimmt artikulierend – am Ende dieses Imagefilms des ZdK über die Kapelle des ZdK-Hauptquartiers. Und ich stelle mir vor, wie die Liturgiewissenschaftler auf diese originelle Lösung gekommen sind. Durch Dialog.



(Hommage à Loriot)

((Anschauen des ZdK-Imagefilms auf eigene Gefahr.))

(((Akten. Akten. Akten. Actus tragicus.)))

((((Mit Dank an Elsa.))))

Freitag, Februar 25, 2011

Was das Tagesevangelium verschweigt.





[ER]Ein mir namentlich bekannter Autor hat den Sitz im Leben des heutigen Evangeliums herausgefunden. Und ich freue mich sehr, das geneigte Publikum an den Früchten der mühseligen Rekonstruktionsarbeit theylhaben zu lassen. Herzlichen Dank an Anonymus!

"Von dort brach Jesus auf und kam nach Judäa und in das Gebiet jenseits des Jordan. Wieder versammelten sich viele Leute bei ihm, und er lehrte sie, wie er es gewohnt war. Da sagten seine Jünger: „Jesus, lass uns doch mal einen Dialog führen. Die Menschen möchten das. Von allen Seiten bedrängen sie uns. Dialog, Dialog – das ist es was sie wollen. Nicht immer nur zuhören.“ Und sogleich erhoben sich einige Theologen, nickten beifällig und eröffneten den Diskurs: „Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen?“ Jesus antwortete ihnen mit einer Gegenfrage: „Was hat euch Mose vorgeschrieben?“ Die Theologen sahen sich an, lächelten fein und sprachen: „Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen.“ Jesus entgegnete ihnen: „Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ Da wurden die Theologen zornig und verfassten an Ort und Stelle ein Memorandum: „Die Kirche ist kein Selbstzweck. Sie hat den Auftrag, den befreienden und liebenden Gott Jesu Christi allen Menschen zu verkünden. Das kann sie nur, wenn sie selbst ein Ort und eine glaubwürdige Zeugin der Freiheitsbotschaft des Evangeliums ist.“ Da trat ein kleines Grüpplein hervor, schwenkte eine Petition in Richtung der Jünger und entgegneten den Professoren: „Aber die Freiheitsbotschaft des Evangeliums ist doch das, was Jesus gerade gesagt hat, oder?“ Die Professoren schmunzelten über diesen kindischen Einwurf, warfen sich beredte Blicke zu und antworteten wie aus einem Munde: „Der Respekt vor dem individuellen Gewissen bedeutet, Vertrauen in die Entscheidungs- und Verantwortungsfähigkeit der Menschen zu setzen. Diese Fähigkeit zu unterstützen, ist auch Aufgabe der Kirche; sie darf aber nicht in Bevormundung umschlagen. Damit ernst zu machen, betrifft besonders den Bereich persönlicher Lebensentscheidungen und individueller Lebensformen. Die kirchliche Hochschätzung der Ehe und der ehelosen Lebensform steht außer Frage. Aber sie gebietet nicht, Menschen auszuschließen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als wiederverheiratete Geschiedene verantwortlich leben.“ Auch die Jünger Jesu waren nun sehr verunsichert. Wer hatte nun recht? Deshalb befragten die Jünger Jesus noch einmal darüber: „Also was sollen wir den Leuten denn jetzt sagen? Was ist denn jetzt deine Freiheitsbotschaft in dieser Frage? Nur damit wir es den Leuten nicht falsch erklären?“ Jesus sagte: „Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.“ Und er stand auf und ging. Die Theologen aber riefen ihm nach: „Selbstgerechter moralischer Rigorismus steht der Kirche nicht gut an! Die Kirche kann nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne selbst in ihrem eigenen Handeln die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, an denen sie schuldig geworden ist!“ Jesus aber war schon auf dem Weg nach Jerusalem."