Donnerstag, März 31, 2011

An Frau Direktor Hans-Peter Schmitz

[SV] Dies brachte mich auf die Idee, ein wenig in die Zukunft zu schauen...

An Frau Direktor Hans-Peter Schmitz, im September 2014
Einheitsschule Rappelkiste
Emanzengasse 17
Mann/Frauheim


Sehr geehrte Dame und Herr,

vertrauensvoll wende ich mich an Sie in einer persönlichen Angelegenheit.
Mein Leihsohn Renate geht seit einigen Wochen nicht mehr zum Sportunterricht. Er kam seelisch nicht damit klar, dass die Tür zu Umkleidekabine (Umkleideraum der Kategorie 5, schwul praktizierend und biologisch feminin) von der HausmeisterIn ausgehängt wurde. Er fühlte seine Privatsphäre verletzt.
Die ErzieherIn der Kleinkindertagesstätte im Nebenraum beschwerte sich nun bei der Stufenleitung, weil ihr so ein Anschauungsbeispiel für die Aufklärungsspiele am Donnerstagmorgen fehlt. Sie war es, die die Tür entfernen und zudem ein Fenster in die Wand setzen ließ.
Nach einem klärenden Gespräch mit der ErzieherIn sieht Renate ein, dass er sich nicht verschließen kann und ist bereit, sich wieder vor den Kindern umzuziehen. (Wie er mir anvertraute, legt er einfach sein Gamegirl auf seinen Tornister, das die Kleinen dann nahezu vollständig von ihm ablenkt.)
Leider ist jedoch die Lehrkraft für Gleichstellung, Quotenregelung und Mathematik, deren Unterricht Renate während der ausfallenden Sportstunden beiwohnen musste, nicht bereit, ihn gehen zu lassen. Er sei nicht wirklich bei der Sache, interessiere sich nur für den Stoff und nicht für dessen soziale Einbettung und könne den Kurs keinesfalls verlassen, bevor er nicht in der Lage sei, Aufgaben zu lösen, die für seinen Entwicklungsstand (PISA III/7a, Kategorie alpha, identitätssuchend) angemessen seien.
Nun sind auch mein Mann Helga und ich nicht in der Lage, diese Aufgaben zu lösen. Wir fragen uns daher, ob da nicht persönliche Gründe dahinter stecken und die Lehrkraft Renate einfach bei sich behalten möchte. Die Fiktiven Kopf- und Körpernoten sind jedenfalls auffällig gut und das Tägliche Kompliment der Lehrkraft an die Schüler fällt Renate schon lästig, so anzüglich ist es.
Bitte erlauben Sie die erneute Teilnahme Renates am Sportunterricht, um eine unnötige Entfremdung zwischen ihm und der Lehrkraft und zugleich ihm und seinen MultiklassenkameradInnen zu verhindern.

Ein Beispiel für die verlangten Aufgaben hängen wir Ihnen an.

Mit hoffnungsvollen Grüßen
Sylvia Schwurbel, Erziehungs- und Aufklärungsberechtigte von Renate



Die Aufgabe:
5 Null-Energie-Häuser stehen nebeneinander; jedes Null-Energie-Haus in einer anderen Farbe.
In jedem Null-Energie-Haus wohnen Personen anderer Gender.
Jeder Null-Energie-Hausbewohner bevorzugt bestimmte Freunde, Drogen und Haustiere.
Frage: Wem gehört der Fisch?

1. Ein Schwuler wohnt im rosa Null-Energie-Haus.
2. Eine Lesbe hat einen Chow-Chow.
3. Der/die Transsexuelle mag Akademiker.
4. Das grüne Null-Energie-Haus steht links neben dem weißen Null-Energie-Haus.
5. Der/die BesitzerIn des grünen Null-Energie-Hauses steht auf Taxifahrer.
6. Die Person, die selbst angebautes Cannabis raucht, hält Vögel.
7. Die Person im mittleren Null-Energie-Haus steht auf Taxifahrer.
8. Der/die BesitzerIn des gelben Null-Energie-Hauses kifft.
9. Der/die Intersexuelle wohnt im ersten Null-Energie-Haus.
10. Der/die Marihuana-RaucherIn wohnt neben der Person, die Katzen hält.
11. Die Person, die einen Elch hält, wohnt neben dem, der kifft.
12. Die Person, die kokst, bevorzugt ErzieherInnen.
13. Der/die Intersexuelle wohnt neben dem blauen Null-Energie-Haus.
14. Der/die Bisexuelle schnüffelt Pattex.
15. Der/die Marihuana-RaucherIn hat eine(n) NachbarIn, der/die Reitlehrer aufreißt.

Mittwoch, März 23, 2011

Rüben-Vendetta


Futterrüben sind bekanntlich nicht die kleinsten unter den Früchten des Niederrheins. Und wenn man zufälligerweise auf einem Feld eine Futterrübe findet und sie sich unter den Arm klemmt, um sie dem dem braven Pferd mitzubringen und gleichzeitig noch den eigenwilligen Dackel an der Leine führt, dann ist man mitunter etwas abgelenkt.

Der Dachshundrüde Benni zog auf der schmalen landwirtschaftlichen Straße nach links, die Zuckerrübe lastete rechts und von hinten kam ein Auto herangebraust. Ich konnte gerade noch in die Hocke gehen, dem Dackel einen Stoß in Richtung Feld geben (nicht mit der Zuckerrübe), da brauste die Bunkenschleuder schon an mir vorbei.

Das trug sich übrigens im Sommer 1983 zu. Ich hatte gerade recht und schlecht Abitur gemacht und befand mich auf einem Sonntagsspaziergang mit Mutter und Brüdern.

Jedenfalls sauste der Kadett vorbei, ich in der Hocke, Dackel im Graben, Futterrübe auf dem Boden, Mutter und Brüder auch schnell zur Seite gesprungen … und ich gab dem Auto mit der flachen Hand einen Klaps auf den Radkasten. War halt knapp. Danach begann ich, Dackel und Rübe einzusammeln, da hörte ich Bremsen, meine Mutter rufen, ein Auto im Rückwärtsgang … und sah, daß die Mühle rückwärts auf mich zugeschossen kam.

Aber ich hatte – wie Hulk, der Rächer – eine Futterrübe in den über das Haupt erhobenen Händen. Und die landete erst einmal krachend auf der Heckscheibe des Autos! Durch – vermutlich – persönliches Einschreiten meines Schutzengels entstand kein Schaden an der Bunkenschleuder, aber der Typ und seine Freundin waren komischerweise sauer und schrieben sich unsere Fahrzeugnummer auf, als wir versuchten, uns unauffällig zu entfernen. Einige Zeit später landete auf dem Schreibtisch meines Vaters die Anzeige; aber nachdem wir bei der Krefelder Polizei den Vorgang unmittelbar nach dem Geschehen zu Protokoll gegeben hatten, mein Vater wohl auch seinen Rechtsanwalt einschaltete, und alles in allem außer ein paar durchgeknallten Geduldsfäden keinerlei Schaden entstanden war, verlief die Sache wohl irgendwie in den Aktenbergen der Krefelder Polizei. Ich habe jedenfalls nie wieder etwas von der Geschichte gehört.

Ich bin dann zur Bundeswehr gegangen, um völlig legal weit schlimmere Dinge auf den potentiellen Feind zu werfen und sollte … da Luftwaffe … eine Sicherheitseinstufung erhalten. (Mit dem Flieger Esser kann man Rüben stehlen.) Doch auf dem Fragebogen stand die Frage: »Sind sie vorbestraft?«

Das konnte ich – dank einiger Naivität – nach dem Dackelrübendesaster nun nicht mehr so eindeutig sagen. Ich kreuzte nichts an und schrieb einfach nur: »Weiß nicht«, worauf ich von einigen unauffällig gekleideten Herren vom Militärischen Abschirmdienst zu einer Befragung unter drei Augenpaaren gebeten wurde.

»Ja, was haben Sie denn angestellt?«

»Ich habe jemandem eine Rübe aufs Auto geworfen.«

(Stille. Ungläubige Gesichter, dezenter Heiterkeitsausbruch.)


Das sei, so wie ich es geschildert habe, kein so schreckliches Vergehen. Ob ich weiterhin an den Krefelder Krawallen teilgenommen hätte? ‎(Die waren damals gerade gewesen. Man hatte dem späteren US-Präsidenten George Bush sen. bei einem Besuch der Seidenstadt einen Sack Steine aufs Auto geworfen.)

Ich sagte, ich sei wohl an den Polizeisperren vorbeigegangen, hätte aber gerade keine Rübe dabeigehabt … und erhielt dann doch die Sicherheitseinstufung.

Freitag, März 18, 2011

Christus vincit! Christus regnat! Christus imperat!




Der »Stuhlkreis der Wölfe«, der seinen Eingang in die Präsentation der Petition Pro Ecclesia gefunden hat, nahm dann übrigens doch noch ein für das Schaf erfreuliches Ende …

Edit: Ich nehme Marcus’ Kommentar als neuen Titel für den Blogpost!

Donnerstag, März 17, 2011

Social Networks and Evangelization in ONE Sentence



THANKS to Julia!

Wir gratulieren zum Hundertsten!

[ER] Es war für uns »Petitionisten«, oder – wie ein Freund neulich am Telefon unkte – »Petitessen« eine große Freude, als Pater Anselm Günthör die Petition Pro Ecclesia unterschrieb. Ein fast Hundertjähriger, ein bekannter Moraltheologe, ein Benediktinerpater, der auf einen reichen Schatz an Lebenserfahrungen in und mit dem Spannungsverhältnis von Kirche und Gesellschaft zurückblicken konnte, machte sich den Text der Petition zu eigen. Das hat uns sehr viel Mut gemacht. Also doch keine Petitesse.

Gestern, am Tag der Überreichung der Petition, wurde der womöglich älteste Unterzeichner genau hundert Jahre alt.

[kath-info] Heute wird der Moraltheologe Anselm Günthör OSB 100 Jahre alt. 1929 in die Abtei Weingarten eingetreten, wurde er 1953 Moraltheologe in S. Anselmo in Rom. Im FE-Verlag ist seine Biographie Mein Leben in bewegten Zeiten erschienen. In ihr beschreibt er sein Leben in Rom, während der Nazi-Zeit und in der Abtei Weingarten. Seit der Auflösung Weingartens im Jahr 2009 lebt er in Altshausen.


Pater Engelbert Recktenwald berichtet davon auf seiner stets lesenswerten Internetseite kath-info.de (Das Portal zur Katholischen Geisteswelt).

Stuhlkreis der Wölfe

Mittwoch, März 16, 2011

Übergabe der Petition Pro Ecclesia

[ER] Heute Mittag haben wir in einer kleinen Abordnung der »Petition Pro Ecclesia« im Namen von rund 14.000 Unterzeichnern am Rande der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Paderborn die Petition und alle Unterschriften an den Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, übergeben. Die Übergabe der Unterlagen fand in einer sehr freundlichen Atmosphäre statt. Dabei richtete Pater Dr. Langendörfer folgende Worte an uns:

»Namens der deutschen Bischöfe und besonders des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz danke ich Ihnen und allen Initiatoren der Petition Pro Ecclesia für Ihre Initiative. Ihre Petition zeigt Ihre authentische Verbundenheit mit der Kirche, mit dem Papst und mit den Nachfolgern der Apostel und ist geprägt durch das Bestreben, den Dienst der Kirche in der Welt von heute zu unterstützen.

Die deutschen Bischöfe haben gestern die verschiedenen Äußerungen von Gläubigen, die in den letzten Wochen erfolgt sind, ausführlich, sorgfältig und im Bemühen um eine verantwortungsgeprägte Vorgehensweise beraten. Sie werden sich mit einem ›Wort der deutschen Bischöfe‹ an die Gläubigen wenden und ihre Einladung zu einem mehrjährigen Prozess des gemeinsamen Sprechens und Betens wiederholen. Diese Initiative soll dem Glauben und der Kirche in Deutschland dienen und ihr Zeugnis deutlich vernehmbar machen. Einer Reihe von Bitten, die Sie in der Petition vortragen, messen unsere Bischöfe hohe Bedeutung bei: der Unterstützung der Priester im Blick auf ihre zölibatäre Lebensform, der Stärkung der Bande zu den Professoren der Theologie, der Studierendenseelsorge, der würdigen Feier der Liturgie und dem Einsatz zum Wohl der Ehen und Familien im Sinn der Kirche. Insofern rennen Sie in der Tat, wie Sie sagen, offene Türen ein.

Ich möchte Sie bitten, in Ihrem Einsatz für die Kirche nicht zu ermüden. Ich möchte Sie auch um das Gebet für die Kirche und für ihre Oberhirten bitten, damit alle Gläubigen eine wirklich geistliche Gemeinschaft bilden und aus der Verbundenheit mit dem Herrn leben.

Schließlich danke ich Ihnen, dass Sie, was Ihnen nicht leicht gefallen ist, bei der Überreichung dieser Unterschriften der üblichen Vorgehensweise zugestimmt und mit der Person des Sekretärs vorlieb genommen haben, wodurch Sie einmal mehr Ihre Bereitschaft zur ganz selbstverständlichen Mitwirkung in der Kirche in Deutschland unterstrichen haben.«

P. Dr. Hans Langendörfer SJ

Montag, März 14, 2011

Wat is ene Kirchenreformer?

Da stelle mer uns janz dumm … und da sagen wir so:



Ein Kirchenreformer, das ist jemand, der auf der Schulter von Riesen einen Zwergenaufstand macht.

Donnerstag, März 10, 2011

Wer Blog säht, wird Zeitung ernten.

[SV] Irgendwann kommt das Echo. Irgendwann schwappt die Welle an Land, die von dem Steinchen stammt, das man ins Wasser warf.
Die Tagespost schrieb (hier):

Der Gastkommentar: Vorsicht Humor!: Im Rumpf des Schiffleins Kirche wird ein Leck entdeckt: Was tun?
Autor: Von Anonymus Iocus

Im Rumpf des Schiffleins Kirche wird ein Leck entdeckt: Was tun?
- Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz verweist darauf, in etwa acht Jahren beginnen zu können, Richtlinien zum Umgang mit Lecks zu entwickeln.
- Der Verband der Deutschen Diözesen (VDD) wird aber bereits heute gebeten, die Mittel für ein entsprechendes Referat bereitzustellen.
- Frau Professorin Demel fordert unter Hinweis auf CIC, dass nun neben dem Leck ein weiteres Loch gebohrt werden müsse, damit das Wasser wieder abfließen kann.
- Die Piusbrüder gießen den Rumpf des Schiffes mit Stahlbeton aus und setzen sich im Beiboot ab.
- Erzbischof Zollitsch beginnt mit dem Leck einen Dialog über die Offenheit der Kirche. Im nächsten Jahr soll zu dem Thema ein Brief an alle Gemeinden geschrieben werden.
- „Wir sind Kirche“ nennt sich um in „Wir sind Leck“.
- Die Charismatiker versuchen, das Loch mit erhobenen Händen zuzuhalten.
- Die Evangelikalen sind überzeugt, Holz mit Lecks drin sei unbiblisch.
- Die EKD begrüßt die Annäherung. Am Grunde sei man gar nicht so weit auseinander.
- Auf der EKD-Homepage darf Uta Ranke-Heinemann den Papst anklagen, an dem Leck schuld zu sein, weil er künstliche Geburtenkontrolle verbiete. Sie fordert, das Leck mit Kondomen zu stopfen.
- Alois Glück macht im Namen des ZdK geltend, dass Katholiken gerne baden gehen. Deshalb sollte sich die Kirche endlich den Bedürfnissen ihrer Gläubigen öffnen und das Leck begrüßen.
- Hans Küng schreibt gleichzeitig in der NZZ, El Pais, Le Monde, der New York Times und der FAZ, die Kirche lehne das Wasser noch immer ab und grenze es aus.
- Peter Wensierski fragt auf Spiegel online: Welche Rolle spielt der Zölibat bei dem Leck?
- Angela Merkel fordert eine deutlichere Distanzierung des Schiffleins vom Wasser.
- Schmidt-Salomon fordert Frau Merkel auf, als Kanzlerin aller Deutschen das Leck als Privatsache der Kirche zu behandeln.
- Das Bistum Aachen regt an, Lecks von Laien verwalten zu lassen. Geplant ist, mehrere Lecks miteinander zu verbinden.
- Weihbischof Jaschke fordert weibliche Lecks.
- Rom ist sich des Lecks voll bewusst und richtet eine Kommission ein. Bis über das Leck entschieden ist, soll das eindringende Wasser nicht getrunken werden.
- kreuz.net betrachtet das Loch als verdiente Strafe für den laxen Umgang mit Homosexuellen.
- Gotthold Hasenhüttl verteilt Clownnasen und rät zur Vorsicht gegenüber autoritären und rückwärtsgerichteten Kräften, die das Loch stopfen wollen, ohne dass vorher im Bongokreis bei Sternfrucht-Gurken-Bionade darüber diskutiert wurde.
- Eugen Drewermann füllt das Schiff mit Tränen, um für Gegendruck zu sorgen.
- Margot Käßmann ruft bei EKD-Chef Nikolaus Schneider an, woraufhin der das Loch zum Geschenk Gottes erklärt. Käßmann selbst kündigt eine bundesweite Vortragstourne an. Thema: „Mitte im Leck“.
- Die Petrusbruderschaft diskutiert über den Zusammenhang von Handkommunion und löchrigen Schiffswänden.
- Eine rasch eingerichtete Facebook-Gruppe hauptamtlicher BDKJ-Funktionäre bestreitet, dass es sich um ein Leck handelt.
- Die Präseuse der EKD, Katrin Göring Eckardt, ruft zu gewaltfreien Demonstrationen gegen den Versuch auf, das Leck zu stopfen. Mittlerweile habe sich eine Kolonie schwimmfähiger Juchtenkäfer im Schiffsrumpf angesiedelt, die dringend auf permanenten Wasserzufluss angewiesen sei.
- Die Europäische Kommission verabschiedet eine Richtlinie, die die Schließung des Lecks von einer vorherigen Umweltverträglichkeitsprüfung abhängig macht.
- Matthias Dobrinski schreibt in der „Süddeutschen Zeitung“, dass das Leck entstand, weil Bischof em. Mixa im Rumpf des Schiffes Wein gelagert haben soll. Das hätten neun Unbekannte eidesstattlich der SZ anvertraut. Die SZ bringt das auf der Titelseite und macht eine große Seite-3-Geschichte daraus.
- Mehr als 200 Theologen unterschreiben ein Protest-Memorandum und fordern ein grundlegendes Umdenken. Nicht das Leck sei das Problem, sondern das Schiff. Erst wenn das Schiff ganz leck sei, komme Bewegung in die Kirche.
- Im Umfeld von Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg taucht die Frage auf, ob promovierten Loch-Bohrern der theologische Doktortitel aberkannt werden sollte.
- Der Herderverlag kündigt eine Anthologie zum Thema an. Der Arbeitstitel „Leck mich“ wird als zu missverständlich verworfen. Die Sammlung erscheint schließlich unter dem Titel „Besser jeck sein, als leck sein“.

Der Autor hat offensichtlich Humor und hofft selbiges auch von seinen Lesern.

Freitag, März 04, 2011

Unsere liebe Frau vom Carneval

Bevor ich eine kleine Pause über die tollen Tage einlege, hier noch rasch ein paar Aquarelle nach einer kleinen, recht frühen Geschichte von Gertrud von le Fort über eine wundersame Begebenheit auf dem venezianischen Karneval. (Zu schade, daß diese Geschichte erfunden ist. Vermutlich jedenfalls.)



Der Salon der kleinen, »unberatenen« Rosabella Loredan …



… Papst Pius V., nach dem Gemälde von Tizian, gönnt sich einen sündhaft teuren Espresso auf der Piazza San Marco … (Kommt nicht in der Novelle vor, erschien mir aber reizvoll) …



Und die Renaissancekirche Santa Maria dei Miracoli, die allein schon einen Venedigbesuch lohnt … In Gertrud von le Forts Novelle hat das dortige Gnadenbild einen gehörigen Anteil am glücklichen Ausgang der Geschichte.

Sonntag, Februar 27, 2011

Die Mitte bleibt leer

Die Mitte bleibt leer, betont der freundliche Pfarrer – bestimmt artikulierend – am Ende dieses Imagefilms des ZdK über die Kapelle des ZdK-Hauptquartiers. Und ich stelle mir vor, wie die Liturgiewissenschaftler auf diese originelle Lösung gekommen sind. Durch Dialog.



(Hommage à Loriot)

((Anschauen des ZdK-Imagefilms auf eigene Gefahr.))

(((Akten. Akten. Akten. Actus tragicus.)))

((((Mit Dank an Elsa.))))

Samstag, Februar 26, 2011

Belagerungstaktiken

Das (…) macht uns (…) sehr betroffen.

Frischer Wind kommt in die Memorandumsdebatte durch einen Beitrag von Studierenden der Theologie.

»Die Mahnung zu Respekt vor der Freiheit des Gewissens wird in einem eigenen Punkt der sechs Forderungen konkret ausgefaltet. Die Absicht der Forderungen entspringt sicher der Wahrnehmung konkreter Leidsituationen von Menschen innerhalb der Kirche. Wird aber deren Durst nach der heilenden Liebe Gottes gestillt durch Anpassungen dieser Art? Es gilt immer, Menschen als von Gott geliebte Personen zu respektieren, sie anzunehmen und ihnen mit Liebe zu begegnen. Nach GS 16 ist sogar einem irrenden Gewissen zu folgen, das seine volle Würde behält. Das heißt aber nicht, dass das daraus entspringende Handeln richtig, befreiend und heilvoll für den Menschen selbst und seine Mitmenschen ist. Gewissen ist nicht das gleiche wie eine momentane subjektive Überzeugung. Daher ist es Aufgabe der Kirche und besonders der Theologie, Maßstäbe und Orientierungen herauszustellen, an denen das Gewissen sich so bilden kann, dass es den Menschen wirklich frei macht. Freiheit in diesem Sinne ist also nicht Willkür, sondern sie wächst durch die Bindung an Christus.«


Auch wenn es den Professoren vermutlich ihren Zweiten Fühling verhagelt – ich finde das Schreiben mutig und hervorragend. Man hört schon das Holz klappern, wenn die Alt-Memorandler verzweifelt nach Schubladen suchen, in die sie die Studierenden stecken können.

Freitag, Februar 25, 2011

Macht Rom uns den Dialog vor?

[SV] Während sich hier vieles darum dreht, wie man in einen Dialog eintreten kann (und darum, wie man von vorneherein klar macht, dass man Recht hat!), wird ein Dialog, der derzeit geführt wird und Vorbildcharakter haben könnte, in diesem Zusammenhang gar nicht beachtet, es sei denn als Gegenargument. Mir imponieren die Leute in Rom, die das Gespräch mit der Piusbruderschaft führen.

Wie soll man sich mit jemandem unterhalten, der einerseits die Autorität der Kirche einfordert, aber andererseits jede Aktion dieser Autorität missbilligt?
Ständig fordert die Bruderschaft, die Kirche müsse gegen diejenigen vorgehen, die meinen, dem Papst nicht gehorchen zu müssen, wenn da angeblich ihr Gewissen nicht mitspielt. Sie selbst tut genau das: erst gehorchen, wenn der Papst ihren eigenen Vorstellungen entspricht.
Klar sind das nicht ihre eigenen Vorstellungen, sondern nur die Wahrheit, die sich ergibt, wenn man nur wirklich treu zur Kirche stehe. Allerdings ist das nur auf den ersten Blick ein Unterschied: indem sie nämlich erklären, die von Ihnen erkannte Wahrheit sei der Rahmen, in dem sich die Autorität der Kirche abspiele, sind sie wieder am Ausgangspunkt. Wieder sind sie es, die dem Papst die Autorität verleihen. Wieder leben sie nicht die Unterordnung, die sie fordern.
Ein logisches Dilemma.

Wie kommen sie da heraus?
Es gibt Möglichkeiten, diesen Zirkelschluss aufzubrechen.
Die eine ist: der Papst hat derzeit gar keine Autorität - er muss sie erst durch entsprechende Umkehr wiedergewinnen. Das ist dann faktisch Sedisvakantismus, denn gerade nach der Definition der Piusbrüder gibt es einen Papst ohne Autorität überhaupt nicht. Dann wären auch alle Gespräche überflüssig, vielmehr müsste man die Amtsanmaßung Joseph Ratzingers anklagen. Das wäre das Ende des Dialogs.
Die andere Möglichkeit: Die Piusbrüder erklären, dass sie das Wesen der Kirche bis ins letzte voll verstanden haben und im Vollbesitz des Heiligen Geistes sind. Dass sie also nur Gott verkörpern, der Seine unvollkommene Kirche durch sie leiten will. Das aber würde nicht zur Demut passen, die sie berechtigterweise einfordern. Auch das Kirchenbild, das sie vertreten, wäre im selben Moment obsolet. (Dass diese Variante meiner Meinung nach definitiv auch nicht zu Gott passen würde, ist ein anderes Thema.) Auch das wäre das Ende des Dialogs.

Es gäbe eine dritte Möglichkeit: sich hinsetzen, gemeinsam beten und einmal klar und ehrlich nachdenken. Ich vermute, die Leute in Rom streben diesen Weg an. Sie tun dies ohne Beschwerden, ohne anzuprangern und in aller Diskretion, selbst wenn sie dafür angegangen werden.
Ich kann nur wiederholen: sie imponieren mir!

Was das Tagesevangelium verschweigt.





[ER]Ein mir namentlich bekannter Autor hat den Sitz im Leben des heutigen Evangeliums herausgefunden. Und ich freue mich sehr, das geneigte Publikum an den Früchten der mühseligen Rekonstruktionsarbeit theylhaben zu lassen. Herzlichen Dank an Anonymus!

"Von dort brach Jesus auf und kam nach Judäa und in das Gebiet jenseits des Jordan. Wieder versammelten sich viele Leute bei ihm, und er lehrte sie, wie er es gewohnt war. Da sagten seine Jünger: „Jesus, lass uns doch mal einen Dialog führen. Die Menschen möchten das. Von allen Seiten bedrängen sie uns. Dialog, Dialog – das ist es was sie wollen. Nicht immer nur zuhören.“ Und sogleich erhoben sich einige Theologen, nickten beifällig und eröffneten den Diskurs: „Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen?“ Jesus antwortete ihnen mit einer Gegenfrage: „Was hat euch Mose vorgeschrieben?“ Die Theologen sahen sich an, lächelten fein und sprachen: „Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen.“ Jesus entgegnete ihnen: „Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ Da wurden die Theologen zornig und verfassten an Ort und Stelle ein Memorandum: „Die Kirche ist kein Selbstzweck. Sie hat den Auftrag, den befreienden und liebenden Gott Jesu Christi allen Menschen zu verkünden. Das kann sie nur, wenn sie selbst ein Ort und eine glaubwürdige Zeugin der Freiheitsbotschaft des Evangeliums ist.“ Da trat ein kleines Grüpplein hervor, schwenkte eine Petition in Richtung der Jünger und entgegneten den Professoren: „Aber die Freiheitsbotschaft des Evangeliums ist doch das, was Jesus gerade gesagt hat, oder?“ Die Professoren schmunzelten über diesen kindischen Einwurf, warfen sich beredte Blicke zu und antworteten wie aus einem Munde: „Der Respekt vor dem individuellen Gewissen bedeutet, Vertrauen in die Entscheidungs- und Verantwortungsfähigkeit der Menschen zu setzen. Diese Fähigkeit zu unterstützen, ist auch Aufgabe der Kirche; sie darf aber nicht in Bevormundung umschlagen. Damit ernst zu machen, betrifft besonders den Bereich persönlicher Lebensentscheidungen und individueller Lebensformen. Die kirchliche Hochschätzung der Ehe und der ehelosen Lebensform steht außer Frage. Aber sie gebietet nicht, Menschen auszuschließen, die Liebe, Treue und gegenseitige Sorge in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft oder als wiederverheiratete Geschiedene verantwortlich leben.“ Auch die Jünger Jesu waren nun sehr verunsichert. Wer hatte nun recht? Deshalb befragten die Jünger Jesus noch einmal darüber: „Also was sollen wir den Leuten denn jetzt sagen? Was ist denn jetzt deine Freiheitsbotschaft in dieser Frage? Nur damit wir es den Leuten nicht falsch erklären?“ Jesus sagte: „Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.“ Und er stand auf und ging. Die Theologen aber riefen ihm nach: „Selbstgerechter moralischer Rigorismus steht der Kirche nicht gut an! Die Kirche kann nicht Versöhnung mit Gott predigen, ohne selbst in ihrem eigenen Handeln die Voraussetzung zur Versöhnung mit denen zu schaffen, an denen sie schuldig geworden ist!“ Jesus aber war schon auf dem Weg nach Jerusalem."

Bekennerschreiben bei Sende-Zeit

[SV] Nach dem von Peter hier auch mein Bekennerschreiben für "Sende-Zeit" des Erzbistums Freiburg, das am 25.2. online ging.
Einige Zeit nach dem Schreiben muss ich sagen, dass meine Aussage, ich lebe katholisch, recht anmaßend ist. Sagen wir: ich versuche es bisweilen. Die beschriebene Motivation ist authentisch.


Warum ich katholisch bin?

Meine spontane Antwort auf die Frage: Sie ist nicht richtig gestellt. Wenn es darum geht, warum ich katholisch BIN, ist die Antwort: weil ich katholisch getauft wurde. Das wird hier nicht gemeint sein. Ich denke, es geht um die Frage: Warum LEBE ich bewusst katholisch und schreibe inzwischen sogar in einem katholischen Blog mit? Die Antwort ist länger.

Als erstes fallen mir dazu Gründe ein, warum ich eigentlich ungern in der katholischen Kirche bin. Ich fand nach vielen Jahren ohne jede christliche Gemeinschaft zur Charismatischen Erneuerung, vor allem in den Freikirchen. Dort bekam ich das, was mir immer gefehlt hatte: ein persönliches Verhältnis zu Jesus Christus, zu Gott dem Vater und zum Heiligen Geist. Gott begegnete mir persönlich in Personen. Sie rückten plötzlich von ihrem Plateau der Unnahbarkeit mitten in mein persönliches Leben. So sehr mitten hinein, dass es nichts mehr gab, was ohne sie stattgefunden hätte. Mir wurde klar, dass alle Werte, Regeln und Lebensziele sekundär sind, weil sie nicht der Glaube selbst sind, sondern Früchte meines Verhältnisses zu Gott. Ich liebte (und liebe!) die freien Gebete, in denen mit Jesus als Anwesendem gesprochen wird, die einfach, herzlich und ehrlich sind.

Das vermisse ich in den katholischen Gemeinden, die ich kenne, sehr. Dort fand ich den Glauben begraben unter Formen, die man ohne Anteilnahme vollziehen konnte, und das war’s. Gespräche über die Bibel, über Jesus? Fehlanzeige. Gemeinsames Suchen nach Gottes Nähe? Kaum. Gemeinsames Suchen nach Gottes Weg für uns? Gefährlich! Das waren angeblich alles Vorschriften, die einengen und für den Einzelnen nicht zählen. Fundamentalistisch, wer bereit war, darin Gottes Willen zu erkennen oder auch nur zu erahnen. So fühlte (und fühle) ich mich in unserer Kirche oft sehr alleine.

Den Umschwung brachte eine katholische Gemeinschaft, in der es beides gab: persönliche Freundschaft mit Gott und die Sakramente. Dort erfuhr ich, dass ich Gott immer noch auf einem Plateau hatte: dem der Unberührbarkeit. Ich erfuhr, dass ich auf dem richtigen Weg war, aber dass der noch viel weiter geht: Gott ist nicht nur anwesend – er lässt sich konkret anfassen. Er hat Bereiche geschaffen, in denen er handelt, hier, jetzt, in dieser Welt: die Sakramente. Seine Sehnsucht nach Nähe zu mir übersteigt jede mögliche Sehnsucht von mir nach ihm. Er schafft eine Nähe, die so intensiv ist, dass sie eigentlich unbegreiflich ist: er lässt sich essen. Von mir. Er will nicht dicht neben mir sein, sondern in mir. Er will nicht mein Freund sein, sondern in mir aufgehen. Er schenkt mir Nähe, die es so nur in der Eucharistie gibt. Und die Eucharistie gibt es in der katholischen Kirche.

Weil ich begonnen habe, all das zu ahnen, lebe ich katholisch.

Dienstag, Februar 22, 2011

Bekennerschreiben bei Sende-Zeit

[ER] Der Blog der Medienpastoral im Erzbistum Freiburg »Sende-Zeit«, hat katholische Blogger und Bloggerinnen gebeten, einen Text zum Thema »„Warum ich katholisch bin« zu schreiben. Am 7. Februar erschien mein kurzer Aufsatz. Ich veröffentliche ihn an dieser Stelle, damit die Leser meines Blog sich ein etwas genaueres Bild davon machen können, wer hier schreibt und zeichnet. Ich hoffe, daß sich demnächst auch Co-Autor Sebastian (Sierra Victor) äußert …

Im Juli 1962, eine Woche nach meiner Geburt, wurde ich in der Krankenhauskapelle “Zum Guten Hirten” getauft. Darum bin ich katholisch. Es steht zu befürchten, dass diese Erklärung heute nicht mehr ausreicht, um eine Glaubensentscheidung zu begründen dennoch ist für mich die Erfahrung wichtig, dass es zuerst Gottes Entscheidung für mich ist, die die Bedingungen für mein Ja zu Ihm schafft.

Meine Kindheit und Jugend war durch das hektische Auf und Ab eines Familienbetriebs geprägt. Metzgereien sind kalte und hektische Betriebe; da stehen Kinder meist im Weg herum. Ich musste mir meine eigenen Orte suchen, die nüchterne Umgebung trieb mich, in meiner Phantasie andere Orte aufzusuchen Schlösser, Burgen, Kathedralen, Seereisen berühmter Entdecker. Klassische Musik liebte ich zuletzt landete ich bei Richard Wagner. Glücklicherweise nahmen mich meine Freunde meist mit meinen schrulligen Vorlieben; ich bin heute mitunter ein wenig wehmütig, dass mir für viele ihrer Dummheiten schlicht der Mut fehlte. Jedenfalls “erdeten” sie, was ohne Freunde leicht hinweg geschwebt oder versunken wäre.

Hat das Erschaffen innerer Welten die zeichnerische Begabung gefördert oder trat diese zu meinen inneren Orten hinzu? Mitten in meinem Designstudium “begegnete” mir der Lebendige Gott. In der Bibel heißt es über Gott, der den Menschen findet: “Er fand ihn in der Wüste, in der Steppe, wo wildes Getier haust” (Dtn 32,10).
Dieser Fund Gottes geschah nicht nur durch ein bestimmbares Erlebnis, auch wenn es einen “Bekehrungstag” für mich gab. Da war die Vorbereitung durch Erzählungen, die immerhin offen für einen Hinweis auf Gott waren. Da war der agnostische Lehrer, der bekannte, die Sehnsucht nach Christus sei ihm geblieben. Die Schönheit der Musik. Das Gebet einiger Freunde für mich, von dem ich später erst erfuhr. Das Beispiel einer Freundin, die lange vor mir zum Glauben gefunden hatte.

Letzten Endes war es ein Besuch in einer Freikirche, als mir Jesus Christus in einer Deutlichkeit und Klarheit aufschien, dass ich mich entscheiden konnte, mich ihm ganz anzuvertrauen. Ich bin froh, dass mein Weg ganz klar weiter in die katholische Kirche wies. Konfessionelle Umwege sind mir dadurch erspart geblieben. Die Liebe zu den freikirchlichen Glaubensgeschwistern ist geblieben.

Träumer haben es, wie es die Geschichte des alttestamentlichen Josef zeigt, manchmal schwer, in der Realität anzukommen. Dieser Kampf besteht für mich bis heute. Was für die Kreativität ein Geschenk, ist für den Alltag oft ein Stolperstein. Als ich C. S. Lewis’ Autobiographie “Surprised by Joy” las, war mir jedenfalls klar, warum ich mich von ihm wie von keinem Autoren sonst verstanden fühlte. Die Verbindung von erfrischendem Denken, erzählerischem Genius und kindlichem Glauben sind Wesensmerkmale, denen ich dankbar und mit schwachen Mitteln folge.

Warum bin ich katholisch? Weil Gott mich in Jesus als sein Kind angenommen hat. Wozu bin ich katholisch? Das würde ein neues “Bekennerschreiben” erfordern.

Montag, Februar 21, 2011

Auf geht's!

[SV] In Zeiten des Aufbruchs wie diesen will die Schrift recht verstanden sein, auf dass klar werde, wie sehr die Anstrengungen zur Reform den Kern der Botschaft widerspiegeln.
Wir rufen dazu auf, die Schrift so wiederzugeben, dass ihre Authentizität in der heutigen Lebenswirklichkeit deutlich wird.
Dazu ein erster unbeholfener Versuch.


Halleluja! Lobt Gott in seinem Zentralkomitee, lobt ihn in seiner reformbedürftigen Institution!

Lobt ihn für seine große Solidarität, lobt ihn in seiner gewaltigen Kommunikation!

Lobt ihn mit dem Schall der Ausdrucksformen, lobt ihn mit Individualität und freien Lenbensentscheidungen!

Lobt ihn mit Titeln und Unterschriften, lobt ihn mit Krisen und Possenspiel!

Lobt ihn mit hehren Memoranden, lobt ihn mit klingenden Worten!

Alles, was fordern kann, lobe den Herrn! Halleluja!

Mittwoch, Februar 16, 2011

Alipius schreibt der Presse

Alipius schreibt den Printmedien … and I couldn’t agree more. Wenn es in unserem Land einen Rest von Objektivität in der Berichterstattung gibt, sollte dieser nüchterne Beitrag gehört werden.

3700 Voten für die Kirche – und es werden mehr.

Die Petition Pro Ecclesia kann mit mehr als 3700 Unterschriften nicht mehr übersehen oder ignoriert werden. Mit 99 Jahren ist Prof. P. Dr. Anselm Günthör OSB, dessen Nachricht auf dem Postweg einging, möglicherweise der älteste Unterzeichner. Auch wenn wir die Massenware des sogenannten »Memorandums Freiheit« nicht toppen können und wollen, freut uns der mächtige Zuspruch für die Kirche.

Aus einem Bericht aus dem Südkurier:

Irgendwann am Ende des Nachmittags spricht der bald 100-jährige Benediktinermönch von der Sorge und der Hoffnung, dass die katholische Kirche gestärkt aus der Krise hervorgeht. Und plötzlich, ohne danach gefragt zu werden: „Ich muss schon an den Tod denken. Aber ich vertraue auf die Güte Gottes“. Dazu lächelnd der Nachsatz: „Vielleicht hätte ich mehr beten sollen.


(Mit Dank an Michael H.!)