Donnerstag, Januar 31, 2013
Vorwärtsgewandte Werte in Zeiten der Inflation
[Von Bastian]
Bitte keine geschlechtergetrennten Schulen – sowas vermittelt „rückwärtsgewandte Werte“.
Nur: was soll das eigentlich sein: eine „rückwärtsgewandte Wertevermittlung“?
Da Werte keine Richtung im Raum haben, kann damit nur eine zeitliche Entwicklung gemeint sein: Werte haben sozusagen eine Evolution. Die Werte, die da kommen (sollen), sind allemal besser, als die Werte, die früher waren. Vor den Werten von früher müssen wir unsere Kinder schützen - vorwärts müssen sie schauen!
Chesterton meint in seiner „Orthodoxie“ dazu, die Idee von Dingen, die nur in einer bestimmten Zeit Gültig seien, sei absurd. Wenn man sage, ein Glaubenssatz habe im 12. Jahrhundert Gültigkeit gehabt, aber nicht heute, könne man auch sagen, ein Argument sei nur montags gültig, dienstags aber falsch.
Ich hingegen sehe in Zeiten der Inflation in vorwärtsgewandten Werten eine Chance für alle „Rückwärtsgewandten“. Denn da der Euro stetig an Wert verliert, müsste doch ein Handel möglich sein. Ich biete allen Vorwärtsgewandten für jeden Euro 98 Cent. In deren Augen ist das ein Bombengeschäft – hat der Euro doch für sie, vorwärtsgewandt wie sie sind – einen erheblich geringeren Wert. Bei 2% Inflation machen sie bereits im 2. Jahr Gewinn! Ich gönne es ihnen von Herzen und bin mit meinen gewonnen 2 Cent zufrieden – man soll nicht gierig sein.
Liebe Fortschrittler – wäre das nicht etwas für Euch? Das Angebot steht.
Bitte keine geschlechtergetrennten Schulen – sowas vermittelt „rückwärtsgewandte Werte“.
Nur: was soll das eigentlich sein: eine „rückwärtsgewandte Wertevermittlung“?
Da Werte keine Richtung im Raum haben, kann damit nur eine zeitliche Entwicklung gemeint sein: Werte haben sozusagen eine Evolution. Die Werte, die da kommen (sollen), sind allemal besser, als die Werte, die früher waren. Vor den Werten von früher müssen wir unsere Kinder schützen - vorwärts müssen sie schauen!
Chesterton meint in seiner „Orthodoxie“ dazu, die Idee von Dingen, die nur in einer bestimmten Zeit Gültig seien, sei absurd. Wenn man sage, ein Glaubenssatz habe im 12. Jahrhundert Gültigkeit gehabt, aber nicht heute, könne man auch sagen, ein Argument sei nur montags gültig, dienstags aber falsch.
Ich hingegen sehe in Zeiten der Inflation in vorwärtsgewandten Werten eine Chance für alle „Rückwärtsgewandten“. Denn da der Euro stetig an Wert verliert, müsste doch ein Handel möglich sein. Ich biete allen Vorwärtsgewandten für jeden Euro 98 Cent. In deren Augen ist das ein Bombengeschäft – hat der Euro doch für sie, vorwärtsgewandt wie sie sind – einen erheblich geringeren Wert. Bei 2% Inflation machen sie bereits im 2. Jahr Gewinn! Ich gönne es ihnen von Herzen und bin mit meinen gewonnen 2 Cent zufrieden – man soll nicht gierig sein.
Liebe Fortschrittler – wäre das nicht etwas für Euch? Das Angebot steht.
Mittwoch, Januar 30, 2013
Donnerstag, Januar 24, 2013
Wo ist denn da die Logik?
[Von Bastian]
Immer wieder will mir scheinen, dass es bei der Diskussion um Abtreibung nicht um Argumente geht.
Hier (LINK) wird berichtet, wie wichtig, ja geradezu prägend für die Entwicklung des Menschen die Zeit vor der Geburt ist, und wie vielfältig die Einflüsse sind. Der Gesellschaft, die in großen Teilen für Abtreibung ist, ist sehr klar, dass es sich dabei um kleine, schon bald lernfähige Menschen handelt. Nur die Menschenrechte, die mag sie diesen Wesen nicht einräumen. Ihr fehlt nicht das Wissen, sondern die Fähigkeit, das Wissen konsequent anzuwenden.
Wie eine gute Freundin es formulierte: was das Herz nicht hinein lässt, bekommt der Kopf nicht klar. Und die Ungeborenen machen dem Herz Angst: Angst vor dem Erschrecken über sich selbst, über die eigene Leichtgläubigkeit und Oberflächlichkeit, über gemachte Äußerungen und getane Taten. Die Angst vor unangenehmen Konsequenzen oder unbequemer Selbsterkenntnis blockiert offensichtlich die Denkfähigkeit. Unsere Argumente können nicht nachvollzogen werden. Man sieht dasselbe Prinzip in klein bei jedem Schüler, der für ein ungeliebtes Fach lernen soll.
Christus zeigt uns den Weg: geht und verkündet das Evangelium. Helft den Armen. Verkündet die Vergebung! Öffnet die Herzen. (Er sagt übrigens nicht, man solle vorher eruieren, was die Köpfe hören wollen, ohne dass sich das Herz allzusehr öffnen muss, (LINK))
Was fehlt, sind offene Herzen. Die klaren Köpfe folgen nach.
Soviel heute zum Thema Glaube und Intellekt.
Immer wieder will mir scheinen, dass es bei der Diskussion um Abtreibung nicht um Argumente geht.
Hier (LINK) wird berichtet, wie wichtig, ja geradezu prägend für die Entwicklung des Menschen die Zeit vor der Geburt ist, und wie vielfältig die Einflüsse sind. Der Gesellschaft, die in großen Teilen für Abtreibung ist, ist sehr klar, dass es sich dabei um kleine, schon bald lernfähige Menschen handelt. Nur die Menschenrechte, die mag sie diesen Wesen nicht einräumen. Ihr fehlt nicht das Wissen, sondern die Fähigkeit, das Wissen konsequent anzuwenden.
Wie eine gute Freundin es formulierte: was das Herz nicht hinein lässt, bekommt der Kopf nicht klar. Und die Ungeborenen machen dem Herz Angst: Angst vor dem Erschrecken über sich selbst, über die eigene Leichtgläubigkeit und Oberflächlichkeit, über gemachte Äußerungen und getane Taten. Die Angst vor unangenehmen Konsequenzen oder unbequemer Selbsterkenntnis blockiert offensichtlich die Denkfähigkeit. Unsere Argumente können nicht nachvollzogen werden. Man sieht dasselbe Prinzip in klein bei jedem Schüler, der für ein ungeliebtes Fach lernen soll.
Christus zeigt uns den Weg: geht und verkündet das Evangelium. Helft den Armen. Verkündet die Vergebung! Öffnet die Herzen. (Er sagt übrigens nicht, man solle vorher eruieren, was die Köpfe hören wollen, ohne dass sich das Herz allzusehr öffnen muss, (LINK))
Was fehlt, sind offene Herzen. Die klaren Köpfe folgen nach.
Soviel heute zum Thema Glaube und Intellekt.
Dienstag, Januar 22, 2013
Samstag, Januar 19, 2013
Aus und Phobie!
[Von Bastian]
Relativismus: „Was können wir nur gegen diese Christen tun? Die sind einfach nicht kleinzukriegen!“
Zeitgeist: „Wir müssen Sie verjagen!“
Relativismus: „Die haben aber viel weniger Angst als andere Menschen.“
Zeitgeist: „Dann müssen wir ihnen eben Angst machen!“
Relativismus: „Angst machen? Moment, das… geht! Das ist - genial!“
Zeitgeist: „Genau! Genial. – Äh, warum?“
Relativismus: „Pass auf. Die Christen haben selbst keine Angst. Das ist schwer zu ändern. Viel leichter ist es, alle anderen glauben zu machen, die Christen hätten Angst. Wer Angst hat – das ist relativ.“
Zeitgeist: „Wie das denn?“
Relativismus: „Ganz einfach. Wir suchen uns irgendetwas, das Christen nicht tun. Und dann behaupten wir einfach, der Grund dafür sei Angst.“
Zeitgeist: „Und wozu soll das gut sein?“
Relativismus: „Mensch, das ist doch klar! Eine Meinung, die aus Angst vertreten wird, braucht keiner ernst zu nehmen. Und auf Menschen, die aus Angst heraus argumentieren, hört niemand wirklich. Die Angst muss sie unfrei machen, sie versklaven. Eine Phobie! Das wäre meine Taktik. Da musst du doch was draus machen können!“
Zeitgeist: „Jetzt kapiere ich. Du, das geht noch viel weiter! Wenn wir da genügend Ängste zusammenbekommen, haben wir einen Grund, die Christen zu heilen, auch gegen ihren Willen. Am Ende steht die Christenverfolgung als Werk der Barmherzigkeit und der psychischen Volksgesundheit. Und dass andere Menschen auch mal aggressiv reagieren, wenn sie mit so einer geballten Ladung Angst und Lebenskrampf konfrontiert werden, ist doch verständlich. Wer Angst hat, ist an den Folgen selbst schuld.“
Relativismus: „Und sobald die sich wehren, verstehen das alle als Zeichen von Angst.“
Zeitgeist: „Gut, fangen wir an. Welche Angst nehmen wir? Was tun Christen nicht, andere aber schon?“
Relativismus: „Sie gehen z.B. am Karfreitag nicht tanzen.“
Zeitgeist: „Gute Idee. Da werde ich mal was draus machen. Aber ich sage dir aus Erfahrung: was nur einmal im Jahr stattfindet, reicht nicht für eine allgemeine Aussage. Zu schwach für eine Angst.“
Relativismus: „Sie sind friedfertig. Angst vor Gewalt.“
Zeitgeist: „Nee, das taugt auch nichts. Und Angst vor Gewalt haben andere auch. Die 10 Gebote sind noch viel zu sehr common sense. Klauen, morden, üble Nachrede – niemand will das. Die scheiden aus.“
Relativismus: „Moment – nicht alle. Christen haben eine Sexualmoral, die heute unmodern ist. Angst vor Sex?“
Zeitgeist: „Haben die nicht. Glaub mir.“
Relativismus: „Aber sie sind nicht schwul oder versuchen zumindest, es nicht zu sein.“
Zeitgeist: „Das ist es! Wir haben es! Schwulenangst. Homophobie! Damit mache ich sie kalt!“
Relativismus: „Genau. Man wird herausfinden, dass sie ihre ganze Moral nur aus Angst vor ihren dunklen Seiten haben.“
Zeitgeist: „Es gibt sexuell gestörte unter ihnen!“
Relativismus: „Ein perverses Abreagieren ihrer unterdrückten Triebe.“
Zeitgeist: „Zölibat!“
Relativismus: „Der verzweifelte Versuch, die Triebunterdrückung zu institutionalisieren. Finde einen perversen Katholiken, und du kannst das ganze System daran beweisen. Solche musst du suchen.“
Zeitgeist: „Wird gemacht.“
Relativismus: „Übrigens, wo wir gerade dabei sind: willst Du den Moslems auch gleich eins verplätten? Angst vor Schweinefleisch? Porcophobie? Das wäre dasselbe Prinzip."
Zeitgeist: „Lieber nicht. Vor denen habe ich Angst.“
Relativismus: „Was können wir nur gegen diese Christen tun? Die sind einfach nicht kleinzukriegen!“
Zeitgeist: „Wir müssen Sie verjagen!“
Relativismus: „Die haben aber viel weniger Angst als andere Menschen.“
Zeitgeist: „Dann müssen wir ihnen eben Angst machen!“
Relativismus: „Angst machen? Moment, das… geht! Das ist - genial!“
Zeitgeist: „Genau! Genial. – Äh, warum?“
Relativismus: „Pass auf. Die Christen haben selbst keine Angst. Das ist schwer zu ändern. Viel leichter ist es, alle anderen glauben zu machen, die Christen hätten Angst. Wer Angst hat – das ist relativ.“
Zeitgeist: „Wie das denn?“
Relativismus: „Ganz einfach. Wir suchen uns irgendetwas, das Christen nicht tun. Und dann behaupten wir einfach, der Grund dafür sei Angst.“
Zeitgeist: „Und wozu soll das gut sein?“
Relativismus: „Mensch, das ist doch klar! Eine Meinung, die aus Angst vertreten wird, braucht keiner ernst zu nehmen. Und auf Menschen, die aus Angst heraus argumentieren, hört niemand wirklich. Die Angst muss sie unfrei machen, sie versklaven. Eine Phobie! Das wäre meine Taktik. Da musst du doch was draus machen können!“
Zeitgeist: „Jetzt kapiere ich. Du, das geht noch viel weiter! Wenn wir da genügend Ängste zusammenbekommen, haben wir einen Grund, die Christen zu heilen, auch gegen ihren Willen. Am Ende steht die Christenverfolgung als Werk der Barmherzigkeit und der psychischen Volksgesundheit. Und dass andere Menschen auch mal aggressiv reagieren, wenn sie mit so einer geballten Ladung Angst und Lebenskrampf konfrontiert werden, ist doch verständlich. Wer Angst hat, ist an den Folgen selbst schuld.“
Relativismus: „Und sobald die sich wehren, verstehen das alle als Zeichen von Angst.“
Zeitgeist: „Gut, fangen wir an. Welche Angst nehmen wir? Was tun Christen nicht, andere aber schon?“
Relativismus: „Sie gehen z.B. am Karfreitag nicht tanzen.“
Zeitgeist: „Gute Idee. Da werde ich mal was draus machen. Aber ich sage dir aus Erfahrung: was nur einmal im Jahr stattfindet, reicht nicht für eine allgemeine Aussage. Zu schwach für eine Angst.“
Relativismus: „Sie sind friedfertig. Angst vor Gewalt.“
Zeitgeist: „Nee, das taugt auch nichts. Und Angst vor Gewalt haben andere auch. Die 10 Gebote sind noch viel zu sehr common sense. Klauen, morden, üble Nachrede – niemand will das. Die scheiden aus.“
Relativismus: „Moment – nicht alle. Christen haben eine Sexualmoral, die heute unmodern ist. Angst vor Sex?“
Zeitgeist: „Haben die nicht. Glaub mir.“
Relativismus: „Aber sie sind nicht schwul oder versuchen zumindest, es nicht zu sein.“
Zeitgeist: „Das ist es! Wir haben es! Schwulenangst. Homophobie! Damit mache ich sie kalt!“
Relativismus: „Genau. Man wird herausfinden, dass sie ihre ganze Moral nur aus Angst vor ihren dunklen Seiten haben.“
Zeitgeist: „Es gibt sexuell gestörte unter ihnen!“
Relativismus: „Ein perverses Abreagieren ihrer unterdrückten Triebe.“
Zeitgeist: „Zölibat!“
Relativismus: „Der verzweifelte Versuch, die Triebunterdrückung zu institutionalisieren. Finde einen perversen Katholiken, und du kannst das ganze System daran beweisen. Solche musst du suchen.“
Zeitgeist: „Wird gemacht.“
Relativismus: „Übrigens, wo wir gerade dabei sind: willst Du den Moslems auch gleich eins verplätten? Angst vor Schweinefleisch? Porcophobie? Das wäre dasselbe Prinzip."
Zeitgeist: „Lieber nicht. Vor denen habe ich Angst.“
Freitag, Januar 18, 2013
Gedanke
[Von Bastian]
Es hat wenig Sinn, dem "Geist des Konzils" einen "Geist des wahren Katholizismus" entgegenzusetzen. Beides geht gleichermaßen am Ziel vorbei.
Es hat wenig Sinn, dem "Geist des Konzils" einen "Geist des wahren Katholizismus" entgegenzusetzen. Beides geht gleichermaßen am Ziel vorbei.
Donnerstag, Januar 17, 2013
Salzig
[Von Bastian]
„Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden“
Wir sind das Salz der Erde. Wir sollen das nicht sein - wir sind es. Ob es uns passt oder nicht.
Der heute übliche Ansatz ist: bemühe dich, als Christ zu leben, bemühe dich, salzig zu sein. Doch dieser Ansatz ist falsch - er greift viel zu kurz. Christus sagt, wir seien salzig und sollten uns davor hüten, nicht mehr salzig zu sein, denn dann seien wir nutzlos. Das Salz im Essen ist dazu da, salzig zu schmecken. Auch wenn der gesamte Rest der Suppe nach Fisch und Gemüse schmeckt - das Salz muss nach Salz schmecken. Sein Job ist es, anders zu sein. Doch nicht irgendwie anders, sondern salzig.
Die Idee, man sei besonders gutes Salz, wenn man nach dem Rest der Suppe schmeckt, mag der Presse gefallen - Gott gefällt sie nicht. Er hält nichts davon, Geruch und Geschmack der Gesellschaft anzunehmen, um möglichst gut zu harmonieren. Glaubt man ihm, geht dieser Schuss ohnehin nach hinten los: nicht das Salz, dass salzig bleibt, wird von den Menschen zertreten, sondern das, das fade wurde.
Der Papst fordert daher auf, sich nicht zu ducken, sondern den Anpassungsforderungen der Welt eine Absage zu erteilen, sich sozusagen zu entweltlichen.
Nehme ich das Gotteswort ernst, komme ich zu dem Schluss: Wenn sich die Kirche nicht entweltlicht, wird die Welt sich entkirchlichen. Ob es uns passt oder nicht.
„Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden“
Wir sind das Salz der Erde. Wir sollen das nicht sein - wir sind es. Ob es uns passt oder nicht.
Der heute übliche Ansatz ist: bemühe dich, als Christ zu leben, bemühe dich, salzig zu sein. Doch dieser Ansatz ist falsch - er greift viel zu kurz. Christus sagt, wir seien salzig und sollten uns davor hüten, nicht mehr salzig zu sein, denn dann seien wir nutzlos. Das Salz im Essen ist dazu da, salzig zu schmecken. Auch wenn der gesamte Rest der Suppe nach Fisch und Gemüse schmeckt - das Salz muss nach Salz schmecken. Sein Job ist es, anders zu sein. Doch nicht irgendwie anders, sondern salzig.
Die Idee, man sei besonders gutes Salz, wenn man nach dem Rest der Suppe schmeckt, mag der Presse gefallen - Gott gefällt sie nicht. Er hält nichts davon, Geruch und Geschmack der Gesellschaft anzunehmen, um möglichst gut zu harmonieren. Glaubt man ihm, geht dieser Schuss ohnehin nach hinten los: nicht das Salz, dass salzig bleibt, wird von den Menschen zertreten, sondern das, das fade wurde.
Der Papst fordert daher auf, sich nicht zu ducken, sondern den Anpassungsforderungen der Welt eine Absage zu erteilen, sich sozusagen zu entweltlichen.
Nehme ich das Gotteswort ernst, komme ich zu dem Schluss: Wenn sich die Kirche nicht entweltlicht, wird die Welt sich entkirchlichen. Ob es uns passt oder nicht.
Mittwoch, Januar 16, 2013
Ordinariat für Lutheraner?
[Von Bastian]
Kath.net berichtet, in Rom prüfe man den Gedanken eines Ordinariates für Lutheraner, die in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zurückkehren wollen, ähnlich der Struktur, die Papst Benedikt XVI. für die Anglikaner eingerichtet hat. (LINK)
Spontan freue ich mich darüber: offensichtlich gibt es so viele, die sich den Katholizismus wünschen, dass Rom beginnt, sich auf sie vorzubereiten. Einige der Reaktionen darauf verwundern allerdings: offensichtlich können nicht alle Menschen lesen.
Das Thema wird teilweise behandelt, als sei die Aussage, Roms wolle die volle Gemeinschaft mit der evangelischen Kirche. Und alle Stacheln werden aufgerichtet. Da wird mit Zirkelschlüssen und Feindbildern argumentiert, dass sich die Balken biegen. Protestanten sind schlecht, katholisch ist gut. Wenn Protestanten zu uns kommen, ist das schlecht, weil es Protestanten sind. Die Katholiken, die sie aufnehmen wollen, sind auch schlecht, weil sie sich schlechten Protestanten annähern. Wir sind aber gut, weil wir keine schlechten Protestanten sind. Wir lehnen ab, was da aus Rom kommt, gerade weil wir katholisch sind. Das Konzil ist daran schuld. Klar. *seufz*
Es ist erstaunlich, dass immer wieder einige, die am misstrauischsten gegenüber Rom sind, zugleich laut Romtreue einfordern. So sehr ich selbst um Treue zum Lehramt schätze, so lehne ich doch diese in sich eingefangene Denkweise ab. Die Katholische Lehre ist wahr, weil der Heilige Geist in ihr wirkt, nicht weil ich mich mit ihr in eine innere Festung zurück ziehe. Ich denke, die Katholische Kirche hat mehr zu bieten, als die Ablehnung dessen, was ich für nicht katholisch halte. Der Garten Gethsemane besteht aus mehr, als der Mauer drumherum.
Mir will scheinen, die infrage kommenden Protestanten haben die Attraktivität unserer Kirche besser begriffen als mancher, der sie verteidigt. Mein Vorschlag: Gott vertrauen und das, was aus Rom kommt, annehmen.
Kath.net berichtet, in Rom prüfe man den Gedanken eines Ordinariates für Lutheraner, die in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zurückkehren wollen, ähnlich der Struktur, die Papst Benedikt XVI. für die Anglikaner eingerichtet hat. (LINK)
Spontan freue ich mich darüber: offensichtlich gibt es so viele, die sich den Katholizismus wünschen, dass Rom beginnt, sich auf sie vorzubereiten. Einige der Reaktionen darauf verwundern allerdings: offensichtlich können nicht alle Menschen lesen.
Das Thema wird teilweise behandelt, als sei die Aussage, Roms wolle die volle Gemeinschaft mit der evangelischen Kirche. Und alle Stacheln werden aufgerichtet. Da wird mit Zirkelschlüssen und Feindbildern argumentiert, dass sich die Balken biegen. Protestanten sind schlecht, katholisch ist gut. Wenn Protestanten zu uns kommen, ist das schlecht, weil es Protestanten sind. Die Katholiken, die sie aufnehmen wollen, sind auch schlecht, weil sie sich schlechten Protestanten annähern. Wir sind aber gut, weil wir keine schlechten Protestanten sind. Wir lehnen ab, was da aus Rom kommt, gerade weil wir katholisch sind. Das Konzil ist daran schuld. Klar. *seufz*
Es ist erstaunlich, dass immer wieder einige, die am misstrauischsten gegenüber Rom sind, zugleich laut Romtreue einfordern. So sehr ich selbst um Treue zum Lehramt schätze, so lehne ich doch diese in sich eingefangene Denkweise ab. Die Katholische Lehre ist wahr, weil der Heilige Geist in ihr wirkt, nicht weil ich mich mit ihr in eine innere Festung zurück ziehe. Ich denke, die Katholische Kirche hat mehr zu bieten, als die Ablehnung dessen, was ich für nicht katholisch halte. Der Garten Gethsemane besteht aus mehr, als der Mauer drumherum.
Mir will scheinen, die infrage kommenden Protestanten haben die Attraktivität unserer Kirche besser begriffen als mancher, der sie verteidigt. Mein Vorschlag: Gott vertrauen und das, was aus Rom kommt, annehmen.
Dienstag, Januar 15, 2013
Essers kleine Bibelkunde [1]
»Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.« (Mk 10,25)
Führende Exegeten weisen darauf hin, dass es große Nadelöhre und kleine Kamele gibt. Es gibt allerdings auch große Kamele. Das ist nach übereinstimmender Ansicht ein Problem.
Professor Knötgens von der Theologischen Akademie Tönisvorst vertritt die Ansicht, es handele sich um ein mündlich tradiertes Logion, in dem ursprünglich von einem Nudelohr die Rede gewesen sei. Dies gilt jedoch nur als eine Einzelmeinung.
Klaus Berger (Heidelberg) dazu: Der Mann hat einfach nicht für fünf Pfennig Gemeindebildung.
Donnerstag, Januar 03, 2013
Merkwürdig...
[Von Bastian]
RP online veröffentlicht ein Interview mit Präses Schneider, den ich schätze, anlässlich der Neubesetzung seines Amtes in der nächsten Zeit. (LINK)
Themen wie problematische Baustellen, Finanzprobleme, die öffentliche Wahrnehmung der evangelischen Kirche, aber auch seine persönlichen Amtserfahrungen werden angesprochen. Dass das Interview dennoch inhaltlich etwas dürftig und oberflächlich erscheint, muss weniger Herrn Schneider, als der mangelhaften Recherche durch die Presse angelastet werden, die es konsequent versäumte, die kritischen Fragen zu stellen, die man eigentlich erwarten durfte: erstaunlicherweise wurden die Themen Rückschläge in der Ökumene, gemeinsames Abendmahl und Homosexualität nicht angesprochen. Nicht einmal Sex an sich kommt vor.
Der Mann, ein Kirchenmann, wirkt auf diese Weise geradezu authentisch und sympathisch. Da muss doch was faul sein. Werden wir manipuliert?
Wirklich merkwürdig...
RP online veröffentlicht ein Interview mit Präses Schneider, den ich schätze, anlässlich der Neubesetzung seines Amtes in der nächsten Zeit. (LINK)
Themen wie problematische Baustellen, Finanzprobleme, die öffentliche Wahrnehmung der evangelischen Kirche, aber auch seine persönlichen Amtserfahrungen werden angesprochen. Dass das Interview dennoch inhaltlich etwas dürftig und oberflächlich erscheint, muss weniger Herrn Schneider, als der mangelhaften Recherche durch die Presse angelastet werden, die es konsequent versäumte, die kritischen Fragen zu stellen, die man eigentlich erwarten durfte: erstaunlicherweise wurden die Themen Rückschläge in der Ökumene, gemeinsames Abendmahl und Homosexualität nicht angesprochen. Nicht einmal Sex an sich kommt vor.
Der Mann, ein Kirchenmann, wirkt auf diese Weise geradezu authentisch und sympathisch. Da muss doch was faul sein. Werden wir manipuliert?
Wirklich merkwürdig...
Samstag, Dezember 29, 2012
Stephanus-Predigt, nachträglich.
[Von Bastian]
Es war wie üblich: Stephanus‘ Martyrium so kurz nach Weihnachten war der Stimmungskiller schlechthin.
In der schön dekorierten Kirche, direkt vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum ein paar Meter rechts von der liebevoll aufgebauten Krippe, um die die geschnitzten Schäfchen kauern, wird zwischen zwei Weihnachtsliedern vorgelesen, wie ein heldenhafter Christ von einer Meute religiös Verstockter langsam umgebracht wird.
Der Geistliche bemüht sich in der Predigt wie immer redlich, den Kontrast verständlich zu machen. Die Auswahl an Argumenten ist übersichtlich: man dürfe nicht in der Weihnachtsromantik hängen bleiben, Leiden und Tod gehörten auch zum Leben, das Leben der frühen Christen sei nun einmal schwer und gefährlich gewesen, diese Lesung sei halt an diesem Tag, der Bericht verweise schon jetzt auf das Kreuz.
Nicht, dass ich diese Predigten schlecht fände – vor allem der letzte Punkt hat einiges, was mich ans Nachdenken bringt. Doch hat meine Frau mich dieses Jahr mit einer Aussage zu Stephanus überrascht, die ich so noch nicht gehört hatte, die mich aber überzeugt und für die ich ihr sehr dankbar bin.
Die Lesung von Stephanus stellt keinen Kontrast zu Weihnachten dar – im Gegenteil schließt sie die Weihnachtsbotschaft erst ab. Denn der Himmel, der sich in der Heiligen Nacht über der Welt öffnete und den die Hirten im Chor der Engel offen stehen sahen, zeigt hier, dass er weiterhin offen ist.
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. (Apg 7, 55-56)
So oft ist von der großen Demut der Hirten und dem Heldenmut des Stephanus die Rede, doch viel zu selten wird das betrachtet, was die Ursache für beides ist: der offen stehende Himmel. Der Himmel muss schon etwas faszinierendes sein, wenn die Hirten alles stehen und liegen lassen, sobald sie die Engel sehen und hören, und Stephanus sterben und vergeben kann, wenn er ihn offen stehen sieht. Das Glück, ihn wahrzunehmen, war die Kraft, die beide erfüllte. Die Lesung von Stephanus zeigt, was es tatsächlich bedeutet, dass der Himmel zu uns kam: dass er sich nach Weihnachten nicht wieder verschloss.
Weihnachten: Gott kommt zu den Menschen. Stephanus: Menschen kommen zu Gott.
Weihnachten: Gott zeigt sich im Leben. Stephanus: Gott zeigt sich im Sterben.
Weihnachten: Gott ist im Anfang. Stephanus: Gott ist im Ende.
Für uns: in unserem Anfang wie in unserem Ende zeigt sich Gott. Der Himmel ist offen. Immer und überall.
Stephanus zeigt, was Gott zu Weihnachten will: nicht nur lieblich kommen, sondern alles überwinden, was es an Dramatik im menschlichen Leben gibt, selbst den Tod. Für mich ist die Kombination von Weihnachten mit Stephanus eine der genialsten, die ich kenne.
Es war wie üblich: Stephanus‘ Martyrium so kurz nach Weihnachten war der Stimmungskiller schlechthin.
In der schön dekorierten Kirche, direkt vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum ein paar Meter rechts von der liebevoll aufgebauten Krippe, um die die geschnitzten Schäfchen kauern, wird zwischen zwei Weihnachtsliedern vorgelesen, wie ein heldenhafter Christ von einer Meute religiös Verstockter langsam umgebracht wird.
Der Geistliche bemüht sich in der Predigt wie immer redlich, den Kontrast verständlich zu machen. Die Auswahl an Argumenten ist übersichtlich: man dürfe nicht in der Weihnachtsromantik hängen bleiben, Leiden und Tod gehörten auch zum Leben, das Leben der frühen Christen sei nun einmal schwer und gefährlich gewesen, diese Lesung sei halt an diesem Tag, der Bericht verweise schon jetzt auf das Kreuz.
Nicht, dass ich diese Predigten schlecht fände – vor allem der letzte Punkt hat einiges, was mich ans Nachdenken bringt. Doch hat meine Frau mich dieses Jahr mit einer Aussage zu Stephanus überrascht, die ich so noch nicht gehört hatte, die mich aber überzeugt und für die ich ihr sehr dankbar bin.
Die Lesung von Stephanus stellt keinen Kontrast zu Weihnachten dar – im Gegenteil schließt sie die Weihnachtsbotschaft erst ab. Denn der Himmel, der sich in der Heiligen Nacht über der Welt öffnete und den die Hirten im Chor der Engel offen stehen sahen, zeigt hier, dass er weiterhin offen ist.
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. (Apg 7, 55-56)
So oft ist von der großen Demut der Hirten und dem Heldenmut des Stephanus die Rede, doch viel zu selten wird das betrachtet, was die Ursache für beides ist: der offen stehende Himmel. Der Himmel muss schon etwas faszinierendes sein, wenn die Hirten alles stehen und liegen lassen, sobald sie die Engel sehen und hören, und Stephanus sterben und vergeben kann, wenn er ihn offen stehen sieht. Das Glück, ihn wahrzunehmen, war die Kraft, die beide erfüllte. Die Lesung von Stephanus zeigt, was es tatsächlich bedeutet, dass der Himmel zu uns kam: dass er sich nach Weihnachten nicht wieder verschloss.
Weihnachten: Gott kommt zu den Menschen. Stephanus: Menschen kommen zu Gott.
Weihnachten: Gott zeigt sich im Leben. Stephanus: Gott zeigt sich im Sterben.
Weihnachten: Gott ist im Anfang. Stephanus: Gott ist im Ende.
Für uns: in unserem Anfang wie in unserem Ende zeigt sich Gott. Der Himmel ist offen. Immer und überall.
Stephanus zeigt, was Gott zu Weihnachten will: nicht nur lieblich kommen, sondern alles überwinden, was es an Dramatik im menschlichen Leben gibt, selbst den Tod. Für mich ist die Kombination von Weihnachten mit Stephanus eine der genialsten, die ich kenne.
Donnerstag, Dezember 27, 2012
Weihnachtsgedanken
[Von Bastian]
Wir Menschen sind schon was Cooles!
Einer von uns ist zugleich Gott!!
Wir Menschen sind schon was Cooles!
Einer von uns ist zugleich Gott!!
Sonntag, Dezember 23, 2012
Lass es...
Lass es wie einen Unfall aussehen!
(Mein Sohn zu mir, als ich in Begriff bin einen Schokonikolaus anzubrechen...)
Freitag, Dezember 21, 2012
Pfeifen austauschen
[Von Bastian]
Um ein Haar wäre es unseren Kirchenorgeln an den Kragen gegangen.(LINK)
Die EU tut wieder einmal, was sie am besten kann: regeln. Mit viel guter Absicht. Blei, bekanntlich giftig, soll aus Elektrogeräten verschwinden. Eine gute Sache, denn das Zeugs belastet Benutzer und Umwelt. Fragt sich nur, was ein Elektrogerät im Sinne dieser Verordnung ist. Und da passierte es: Orgeln, deren Pfeifen oft Blei enthalten, werden elektrisch betrieben. Sie sind daher vor dem Gesetz einer Espressomaschine und einem Fön gleichgestellt. Die Pfeifen müssten somit ausgetauscht werden. Der Europaabgeordneter und Organist Martin Kastler (CSU) intervenierte - Orgeln werden nun ausgenommen. Da hat jemand aufgepasst. (Man erinnere sich an das ernsthafte Vorhaben der EU, Orchestermusiker aufgrund der Lärmbelastung nur noch mit Gehörschutz spielen zu lassen - nein, das ist kein Scherz.)
Die Regelwut kennt keine Grenzen. Wie war das doch gleich? Die 10 Gebote passen locker auf auf eine DIN A4-Seite, die EU-Richtlinien über die zulässigen Abmessungen und Krümmungen von Gewürzgurken sind über 30 Seiten lang...
Unsere Orgeln sind fürs Erste gerettet. Was aber das Austauschen von Pfeifen angeht: in Brüssel gäbe es da offensichtlich einiges zu tun.
Um ein Haar wäre es unseren Kirchenorgeln an den Kragen gegangen.(LINK)
Die EU tut wieder einmal, was sie am besten kann: regeln. Mit viel guter Absicht. Blei, bekanntlich giftig, soll aus Elektrogeräten verschwinden. Eine gute Sache, denn das Zeugs belastet Benutzer und Umwelt. Fragt sich nur, was ein Elektrogerät im Sinne dieser Verordnung ist. Und da passierte es: Orgeln, deren Pfeifen oft Blei enthalten, werden elektrisch betrieben. Sie sind daher vor dem Gesetz einer Espressomaschine und einem Fön gleichgestellt. Die Pfeifen müssten somit ausgetauscht werden. Der Europaabgeordneter und Organist Martin Kastler (CSU) intervenierte - Orgeln werden nun ausgenommen. Da hat jemand aufgepasst. (Man erinnere sich an das ernsthafte Vorhaben der EU, Orchestermusiker aufgrund der Lärmbelastung nur noch mit Gehörschutz spielen zu lassen - nein, das ist kein Scherz.)
Die Regelwut kennt keine Grenzen. Wie war das doch gleich? Die 10 Gebote passen locker auf auf eine DIN A4-Seite, die EU-Richtlinien über die zulässigen Abmessungen und Krümmungen von Gewürzgurken sind über 30 Seiten lang...
Unsere Orgeln sind fürs Erste gerettet. Was aber das Austauschen von Pfeifen angeht: in Brüssel gäbe es da offensichtlich einiges zu tun.
Montag, Dezember 17, 2012
An die werten Damen und Herren Kommentatoren
Uns erreichte heute die Meldung, Christen lebten in einem Meinungsbunker und wollten allen anderen im Auftrag des Heiligen Vaters ihre Art zu denken aufzwingen, insbesondere in sexuellen Fragen. Diese Meldung erreichte uns in Form eines schriftlichen Kommentars. Nach einer sorgfältigen Prüfung von ca. 5sec. Dauer entschlossen wir uns, sie auf dieser Website nicht weiter zu verbreiten. So nahm sie vorzeitig den Weg alles Irdischen.
Wir bitten, dies im Falle geplanter Äußerungen zu berücksichtigen.
Herzlichen Dank.
Wir bitten, dies im Falle geplanter Äußerungen zu berücksichtigen.
Herzlichen Dank.
Alles Liebe, Deine…
[Von Bastian]
Meine Frau und ich twittern auf altmodische Weise.
„Hast Du eine Idee für ein Geschenk für Siggi? Alles Liebe, Deine…“ Wenn ich Briefchen dieser Art von ihr auf dem Küchentisch finde, bin ich fröhlicher. Nein, nicht, weil uns ein Geschenk fehlt, sondern weil sie im Briefchen für mich da ist. Weil es von ihr ist. Und wenn wir uns an diesem Tag zuhause nicht überschneiden, schreibe ich eine Antwort drauf: „Nein, noch nicht, aber ich werde drüber nachdenken. Alles Liebe zurück.“ Und dann freut sie sich. Weil es von mir kommt.
Durch unsere Zetteltweets werden keine großen Probleme gelöst. Sie ersetzen kein Gespräch, verkünden keine neuen Erkenntnisse über unser Eheleben und sind von ihrem Intellektuellen Anspruch her beschränkt. Die Zettel sind klein. Trotzdem schreiben wir sie immer wieder – sie machen Freude, schaffen Gemeinsamkeit. Manchmal, wenn es nichts mitzuteilen gibt, schreibe ich nur einen Gruß. Denn bei unseren Zetteltweets gilt: es ist der Absender, der zählt.
Jetzt twittert der Papst. Für mich fällt das genau in diese Sparte: Millionen von Followern erwarten keine virtuelle Audienz, sondern ein Briefchen vom Papst. Ein kurzes „Habt Ihr eine Idee, wie...“ oder ein „Ich denke an Euch…“ mit einem Gruß oder Segenswunsch am Ende. Der Papst, dessen Titel immerhin von Papa kommt und familiäre Nähe in sich trägt, nutzt ein Medium, um Gemeinsamkeit zu schaffen. Eine gute und gelungene Aktion.
Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, eine solche Idee misszuverstehen. Das ist vorprogrammiert, denn die Tweets sind öffentlich. Man stelle sich nur vor, meine Frau und ich müssten unsere Zettel auf offener Straße in einer belebten Fußgängerzone deponieren. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis der erste dumm-pubertierende Jugendliche drunter kritzelte: “Ey, Alter, kennste nich mal nen guten versauten Witz?“ (Link) Viele würden sich das Maul zerreißen und fänden sich cool. Sollen sie. Nicht meine Zielgruppe.
Andere wollen nicht cool, sondern intellektuell überlegen sein. Sie nehmen die dummen Antworten und geben – ähnlich dümmlich - zu denken, wer solche Briefchen schreibe, müsse lernen, dass es Reaktionen gibt. (Link). Dabei bleibt unklar, ob man hier davon ausgehen soll, dass der Papst sie Reaktionen auf seine Aussagen noch nicht bemerkt hat, oder ob der Schreiber dieser Zeilen noch nicht wusste, dass der Papst öffentlich wahrgenommen wird. Da diese Anmerkung allerdings aus den katholischen Medien selbst kommt, ist sie etwas ärgerlicher, als die anderen „Kritiken“. Auch ich wäre enttäuscht, käme ein Teil des eher dummen Gekritzels unter meinem Zettel von einem meiner Kinder.
Nicht spontan oder persönlich genug, nicht inhaltsreich genug, vom Wesen her falsch, zu lang, zu kurz, unpassend und überhaupt sollte ein Papst sowas nicht tun und die Öffentlichkeit mit sich belästigen. All diese Kritik kann getrost stehen bleiben. Sie wirft weniger Licht auf den Papst als auf manche – bei weitem nicht alle! – der Kritiker selbst. Denn alle Kritiker, die meinen, ihre persönliche Kritik sei hier allgemeingültig, haben eines gemeinsam: sie glauben besser zu wissen, was Freude bereitet, als die, die sich freuen. Sie erliegen der gleichen intellektuellen Falle wie die Gegner von „Weihnachten im Schuhkarton“: das eigene Denken wird zum Maßstab, der wiederum zum KO-Kriterium dafür wird, woran andere Freude haben dürfen. Allerdings ändert das nichts. Ich habe meine Freude daran und interessiere mich überhaupt erst für Twitter, seitdem man dort vom Papst lesen kann.
Die Tweets sind für die, die Freude daran haben. Für die meisten dürfte auch hier gelten: es ist der Absender, der zählt. .
Meine Frau und ich twittern auf altmodische Weise.
„Hast Du eine Idee für ein Geschenk für Siggi? Alles Liebe, Deine…“ Wenn ich Briefchen dieser Art von ihr auf dem Küchentisch finde, bin ich fröhlicher. Nein, nicht, weil uns ein Geschenk fehlt, sondern weil sie im Briefchen für mich da ist. Weil es von ihr ist. Und wenn wir uns an diesem Tag zuhause nicht überschneiden, schreibe ich eine Antwort drauf: „Nein, noch nicht, aber ich werde drüber nachdenken. Alles Liebe zurück.“ Und dann freut sie sich. Weil es von mir kommt.
Durch unsere Zetteltweets werden keine großen Probleme gelöst. Sie ersetzen kein Gespräch, verkünden keine neuen Erkenntnisse über unser Eheleben und sind von ihrem Intellektuellen Anspruch her beschränkt. Die Zettel sind klein. Trotzdem schreiben wir sie immer wieder – sie machen Freude, schaffen Gemeinsamkeit. Manchmal, wenn es nichts mitzuteilen gibt, schreibe ich nur einen Gruß. Denn bei unseren Zetteltweets gilt: es ist der Absender, der zählt.
Jetzt twittert der Papst. Für mich fällt das genau in diese Sparte: Millionen von Followern erwarten keine virtuelle Audienz, sondern ein Briefchen vom Papst. Ein kurzes „Habt Ihr eine Idee, wie...“ oder ein „Ich denke an Euch…“ mit einem Gruß oder Segenswunsch am Ende. Der Papst, dessen Titel immerhin von Papa kommt und familiäre Nähe in sich trägt, nutzt ein Medium, um Gemeinsamkeit zu schaffen. Eine gute und gelungene Aktion.
Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, eine solche Idee misszuverstehen. Das ist vorprogrammiert, denn die Tweets sind öffentlich. Man stelle sich nur vor, meine Frau und ich müssten unsere Zettel auf offener Straße in einer belebten Fußgängerzone deponieren. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis der erste dumm-pubertierende Jugendliche drunter kritzelte: “Ey, Alter, kennste nich mal nen guten versauten Witz?“ (Link) Viele würden sich das Maul zerreißen und fänden sich cool. Sollen sie. Nicht meine Zielgruppe.
Andere wollen nicht cool, sondern intellektuell überlegen sein. Sie nehmen die dummen Antworten und geben – ähnlich dümmlich - zu denken, wer solche Briefchen schreibe, müsse lernen, dass es Reaktionen gibt. (Link). Dabei bleibt unklar, ob man hier davon ausgehen soll, dass der Papst sie Reaktionen auf seine Aussagen noch nicht bemerkt hat, oder ob der Schreiber dieser Zeilen noch nicht wusste, dass der Papst öffentlich wahrgenommen wird. Da diese Anmerkung allerdings aus den katholischen Medien selbst kommt, ist sie etwas ärgerlicher, als die anderen „Kritiken“. Auch ich wäre enttäuscht, käme ein Teil des eher dummen Gekritzels unter meinem Zettel von einem meiner Kinder.
Nicht spontan oder persönlich genug, nicht inhaltsreich genug, vom Wesen her falsch, zu lang, zu kurz, unpassend und überhaupt sollte ein Papst sowas nicht tun und die Öffentlichkeit mit sich belästigen. All diese Kritik kann getrost stehen bleiben. Sie wirft weniger Licht auf den Papst als auf manche – bei weitem nicht alle! – der Kritiker selbst. Denn alle Kritiker, die meinen, ihre persönliche Kritik sei hier allgemeingültig, haben eines gemeinsam: sie glauben besser zu wissen, was Freude bereitet, als die, die sich freuen. Sie erliegen der gleichen intellektuellen Falle wie die Gegner von „Weihnachten im Schuhkarton“: das eigene Denken wird zum Maßstab, der wiederum zum KO-Kriterium dafür wird, woran andere Freude haben dürfen. Allerdings ändert das nichts. Ich habe meine Freude daran und interessiere mich überhaupt erst für Twitter, seitdem man dort vom Papst lesen kann.
Die Tweets sind für die, die Freude daran haben. Für die meisten dürfte auch hier gelten: es ist der Absender, der zählt. .
Sonntag, Dezember 16, 2012
Anknüpfend an Alipius...
... Kindermissverständnisse.
[Von Bastian]
Das schönste, das ich kenne:
"Wie heißen die Erzengel?"
"Michael, Gabriel, Raphael und Kurt."
"Kurt?!"
"Ja, wie im Kirchenlied. Bald ist Heilige Nacht. Kurt, der Engel, erwacht."
[Von Bastian]
Das schönste, das ich kenne:
"Wie heißen die Erzengel?"
"Michael, Gabriel, Raphael und Kurt."
"Kurt?!"
"Ja, wie im Kirchenlied. Bald ist Heilige Nacht. Kurt, der Engel, erwacht."
Samstag, Dezember 15, 2012
Real wie die Wandlung
[Ein Gastbeitrag von BXIV, einem 14jährigen Sohn von SierraVictor]
Für mich ist klar, dass man bei der Wandlung und in der Eucharistie miterleben darf, wie Gott selbst zu einem persönlich kommt. Jeder Katholik weiß oder sollte zumindest wissen, dass die Eucharistie mit der Ankunft und der Auferstehung von Jesus, dem Erlöser, den Kern des katholischen Glauben ausmacht.
Der Vorgang der Wandlung lässt keinen Spielraum für Interpretation. Es geschieht nur das eine: die Gaben werden zu Gott.
Als Messdiener habe ich nichts anderes erlebt; ich bringe die Gaben zu Altar und nach der Wandlung habe ich dann nicht mehr das Brot sondern Gott selbst in der Hand. Man kann nichts anderes behaupten. Man sollte sich nur daran erfreuen, dass Gott zu einem Mensch kommt, der es definitiv nicht verdient hat.
So wie das Brot zu Fleisch wird und der Wein zu Blut wird, so wird beides zu Gott selbst.
Es ist etwas Schönes, da man so seinem Gott und seinem Beschützer selbst in sich aufnehmen darf und ihm so begegnet. Es ist real und man sollt dankbar dafür sein. Damit und mit Gebet kann man seine eigne persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und selber mit ihm reden, ganz unabhängig was andere sagen oder machen. Es ist eine Beziehung von einem Gläubigen zu einem Freund. Einem Freund, auf dessen Hilfe man immer zählen kann und zu dem man mit jedem Anliegen kommen darf.
Das Einzige was er von einem möchte, aber nicht erzwingt, ist der Glauben. Der Glauben an die ewige Liebe von Gott zu jedem und an alles was er für uns getan hat. An das ewige Leben, die Auferstehung und die Sakramente, in denen er sich immer wieder zeigt und sich uns gibt.
Etwas von diesen Dingen zu verneinen ist eine persönliche Entscheidung, aber sie gehört nicht zum katholischen Glauben. Ohne das ewige Leben, die Auferstehung von Jesus und die vollkommen reale Wandlung, die eine der Qualitäten vom katholischen Glauben ist, geht es nicht.
Man sollte jedes dieser Dinge als ein Geschenk dankbar annehmen und nichts davon anzweifeln, denn Gott will nichts mehr als ein Freund von jedem zu sein. Wir sollen nur diese Freundschaft und Liebe von Gott im Glauben erwidern.
Für mich ist klar, dass man bei der Wandlung und in der Eucharistie miterleben darf, wie Gott selbst zu einem persönlich kommt. Jeder Katholik weiß oder sollte zumindest wissen, dass die Eucharistie mit der Ankunft und der Auferstehung von Jesus, dem Erlöser, den Kern des katholischen Glauben ausmacht.
Der Vorgang der Wandlung lässt keinen Spielraum für Interpretation. Es geschieht nur das eine: die Gaben werden zu Gott.
Als Messdiener habe ich nichts anderes erlebt; ich bringe die Gaben zu Altar und nach der Wandlung habe ich dann nicht mehr das Brot sondern Gott selbst in der Hand. Man kann nichts anderes behaupten. Man sollte sich nur daran erfreuen, dass Gott zu einem Mensch kommt, der es definitiv nicht verdient hat.
So wie das Brot zu Fleisch wird und der Wein zu Blut wird, so wird beides zu Gott selbst.
Es ist etwas Schönes, da man so seinem Gott und seinem Beschützer selbst in sich aufnehmen darf und ihm so begegnet. Es ist real und man sollt dankbar dafür sein. Damit und mit Gebet kann man seine eigne persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und selber mit ihm reden, ganz unabhängig was andere sagen oder machen. Es ist eine Beziehung von einem Gläubigen zu einem Freund. Einem Freund, auf dessen Hilfe man immer zählen kann und zu dem man mit jedem Anliegen kommen darf.
Das Einzige was er von einem möchte, aber nicht erzwingt, ist der Glauben. Der Glauben an die ewige Liebe von Gott zu jedem und an alles was er für uns getan hat. An das ewige Leben, die Auferstehung und die Sakramente, in denen er sich immer wieder zeigt und sich uns gibt.
Etwas von diesen Dingen zu verneinen ist eine persönliche Entscheidung, aber sie gehört nicht zum katholischen Glauben. Ohne das ewige Leben, die Auferstehung von Jesus und die vollkommen reale Wandlung, die eine der Qualitäten vom katholischen Glauben ist, geht es nicht.
Man sollte jedes dieser Dinge als ein Geschenk dankbar annehmen und nichts davon anzweifeln, denn Gott will nichts mehr als ein Freund von jedem zu sein. Wir sollen nur diese Freundschaft und Liebe von Gott im Glauben erwidern.
Es ist so aufbauend!
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| Missionarische Weihnachtskarte des Bistums Osnabrück. [Von Bastian, siehe auch diesen LINK] |
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