Sonntag, Juli 11, 2010

Heute, in Köln ...



Ein Hauch von Weltjugendtagsstimmung heute auf dem Roncalliplatz. Wenn die Süddeutsche Zeitung über die Kundgebung von Deutschland pro Papa in München zu sagen wußte, es seien vorwiegend ältere Teilnehmer gewesen, dann fiel jedenfalls mir in Köln auf, daß alle Altersstufen vertreten waren und sich in einer fröhlichen Volksfeststimmung in Gedanken an den Heiligen Vater versammelten. (Ich sehe daher Anlaß, auch die Darstellung der Süddeutschen höflich zu bezweifeln.)

Besonders bewegend war für mich, daß so viele Menschen auf einem öffentlichen Platz einmütig den Engel des Herrn beteten.

Ein Wort zu den unterschiedlichen Schätzungen der Teilnehmerzahlen. Ich glaube, wir werden es nie so genau wissen. Zum einen gibt es die Anmeldungen der einzelnen Gruppen und Gemeinden. Dann der vollkommen überfüllte Dom zum Pontifikalamt. Beim Roncalliplatz verschätzt man sich leicht, zumal sehr viele Teilnehmer unter den schattenspendenden Arkaden des Römisch-Germanischen Museums standen. Eines ist jedenfalls sicher: Es waren erheblich mehr als tausend.

Elsas Nacht(b)revier berichtet.

Und hier noch der Link zu meinem Picasa-Album

Freitag, Juli 09, 2010

Nashörnchen



In den letzten beiden Wochen war ich nicht sehr oft online; mein Blog mußte ruhen.

Nun bin ich glücklicher Dauerkartenbesitzer des (sehr) nahegelegenen Zoos. Und ich möchte das Blog nutzen, einige Nachbarn vorzustellen. Da ist zum Beispiel das Spitzmaulnashornpärchen Nane und Usoni, die seit letzten Sonntag Nachwuchs haben. Ein Nashörnchen, oder vielmehr, ein Nasohnehörnchen.

Dienstag, Juni 22, 2010

Kleine Maria oder großer Alexander?




Wer dieser Tage in Augsburg das Gnadenbild der »Knotenlöserin« betrachtet, wird vielleicht auf die Idee kommen, die verworrene und vielschichtig gebrochene Situation im Bistum der Aufmerksamkeit Marias, der Mutter Jesu, anzuvertrauen. Mich hat dieses Bild immer fasziniert – zum Beispiel wenn ich am Heiligabend die Lichterketten entwirren oder unter den Schreibtisch kriechen muß, um das Kabelgewirr zu ordnen.

Das Gnadenbild erinnert mich in dieser Situation daran, daß der Ausweg aus den sehr diesseitigen Augsburger Verworrenheiten nicht im Durchschlagen des Gordischen Knotens bestehen kann, wie es die Legende von Alexander dem Großen berichtet.



Der marianische Weg geduldigen Lösens hat zudem den Vorteil, daß das Seil unzertrennt bleibt …

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade.
Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Freitag, Juni 18, 2010

What Shall We Do With The Vuvuzela?




Hat sich jemand bereits der andrängenden Frage gestellt, was aus den Tonnen von Vuvudingsdas wird, die in Deutschland über die Ladentheke gingen? Echo Romeo macht Vorschläge zur sinnvollen Verwendung der WM-Tröten nach dem Match.

Dienstag, Juni 15, 2010

TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT!



Aus einem Kommentar der Katholischen Tageszeitung »Die Tagespost«. Sie findet die Diskussion um ein Verbot der Vuvuzelas unmöglich …

»… weil dieses Begehren im Grunde ein mentaler kolonialistischer Reflex ist, den man endlich überwunden zu haben glaubte. Da klopfen sich die Großen im Fußball der FIFA aus Europa gegenseitig auf die Schulter, weil sie Afrika (…) zum Austragungsort eines globalen sportlichen Großereignisses machten, um so dem Kontinent etwas Wahres, Gutes und Schönes zu tun (…) – nimmt sich dieses Afrika jedoch tatsächlich das Recht heraus, selbstbewusst mit der Tröte im Mund das Gute, Wahre und Schöne der eigenen Fan-Kultur im wahrsten Sinne des Wortes frei herauszuposaunen, dann ist es dem kulturpaternalistischen Europa auch wieder nicht recht.«

Montag, Mai 31, 2010

Deutschland Pro Papa!




Wie, ihr habt keinen Bundespräsidenten mehr? Macht nichts, wir sind immer noch Papst!

Wie das kleine gallische Dorf das Imperium Romanum, so versucht die Aktion »Deutschland Pro Papa« das Land, das einstmals Papst war, aufzumischen und so ein sichtbares Votum für den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI zu sein.

Keine Chance für ein so kurzfristig anberaumtes Projekt, ohne Unterstützung (dafür mit freundlichen Grüßen) seitens der Bischofskonferenz?

Wir werden sehen. Und wir werden uns sehen. Zum Beispiel am 11. Juli zum Angelus am Dom.


Link: Solidaritätskundgebung »Deutschland Pro Papa«

Lena und ihr Triton




Dafür werden mich die Kunstfreunde steinigen. Zu Recht, wie ich finde. Ich ducke mich rasch.

Es war allerdings schwer, sich in den letzten Tagen der Präsenz dieses fröhlich zappelnden, singenden und quasselnden Mädchens zu entziehen. Und ich kann Frère Wolfgangs Rührung über die Einfachheit der neuen Pop-Prinzessin gut nachvollziehen, wird doch der Hügel in Burgund Jahr für Jahr von Hunderten solcher Lenas überschwemmt.

Was macht die Faszination aus? Mir kamen als erstes jene Schönheiten der italienischen Renaissance in den Sinn, die von Malern von Botticelli über Tizian bis Lotto gemalt, uns heute noch als Darstellungen griechischer Göttinnen und christlicher Madonnen erfreuen. Sehnsucht nach dem reinen, jungfräulichen Anfang? Die Kind-Frau als Ausdruck unserer Hoffnung, noch einmal neu anfangen zu können, in der ganzen Frische und Schönheit des Beginns?

Die Illusion war nur von kurzer Dauer, denn wie ein Böcklinscher Triton schob sich das Gesicht Stefan Raabs daneben. Und dann dieses Lied … lassen sich Form und Inhalt tatsächlich trennen? Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen über den Inhalt des Contest Songs, wenn die junge Dame von der blauen Unterwäsche singt, die sie eigens kaufte, um einem durchaus auswechselbaren Typen zu gefallen?

Es bleiben gemischte Gefühle. Und ein Wunsch für Lena: Daß sie noch oft, oft die Gelegenheit hat, am Song Practise in Taizé teilzunehmen.

Sonntag, Mai 30, 2010

Termin in Köln

Ich teile hiermit meinem regelmäßigen Leser (in Gestalt einer lieben Freundin) mit, daß ich am 11. Juli in Köln den Angelus vor dem Dom zu beten gedenke.

Hier Elsas Kommentar vom gewaltigen Eindruck, den die Aktion »Deutschland pro Papa« auf den Pressesprecher der Bischofskonferenz gemacht hat.

»Ihrer Initiative wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf und bin mit herzlichen Grüßen«, schreibt er da. Das kriegen wir Rheinländer kürzer hin: »Tschöööhöööö!«

Samstag, Mai 29, 2010

Requiescat in Pace


Die Anteilnahme war riesig. Es werden vermutlich über tausend Menschen gewesen sein, die an der Beerdigungsmesse und dem anschließenden Begräbnis unseres Pfarrers teilnahmen. Georg Weigel, 1971 Abiturient – ein Jahr bevor ich an sein ehemaliges Gymnasium kam, nach Berufsausbildung Theologiestudium; in Rom 1982 von Kardinal Ratzinger zum Priester geweiht. Pfarrseelsorge, Studentenseelsorge, Leitung des Theologenkonvikts des Bistums Aachen in Bonn. Seit 2002 Pfarrer in Krefeld-Fischeln, Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden in Krefelder Süden.

Auch wenn wir nie gemeinsam die Schulbank gedrückt haben … das Arndt-Gymnasium hat einen gewissen Stallgeruch vermittelt, an dem wir, denke ich, uns erkannt haben. Es war sehr schön, ihn kennen zu dürfen; und die Vorstellung, ihn in diesem Leben nicht mehr sehen zu können, versetzt mir einfach nur einen schmerzenden Stich. Zu plötzlich kamen für uns Krankheit, Schwäche und Tod.

Es bleibt, wie so oft beim Sterben eines Menschen, nur die staunende Erkenntnis: Welcher Reichtum eines Lebens … und welche Vorläufigkeit!

Ich wünsche ihm und bitte für ihn, daß sich die Pforten des Himmels weit für ihn öffnen. Möge er in Frieden ruhen. (Und möge er beim Himmlischen Hochzeitsmahl den Küchendienst anleiten!)

Freitag, Mai 28, 2010

Schluß, aus, Ende!

Schluß, aus, Ende mit der Blogpause. Ab jetzt muß wieder mit Echo Romeo gerechnet werden. In der Zwischenzeit habe ich mir erheblich zu viele Gedanken gemacht, wie ich meinen Blog auf eigenem Webspace vitalisiere. Und dabei liegen die ganzen alten Cartoons und eine ganze Stecke Bloggergeschichte hier bei Echo Romeo.

Was ist zu tun … neben dem Zeichnen neuer Daily Toons? Meine Blogroll aktivieren und für neue Labels sorgen. Auf mehr Persönliches achten, auch wenn dieses Blog kein Tagebuch ersetzen soll – das führe ich lieber auf Papier und … geheim. Aber wie oft habe ich in der letzten Zeit gedacht: Darüber würde ich gerne bloggen.

Ich beginne also hier, wo ich vor langer Zeit aufgehört habe, neu.

Dienstag, November 07, 2006

Heiliger Willibrord

Zu Sankt Willibrord begann’s; zu Willibrord endet’s. Zumindest das Weblog an DIESER Stelle. Zwar ist der Blogosaurus am anderem Ort mit dem Tapezieren noch nicht fertig – doch heute abend wird der neue Ort bekanntgegeben und freigeschaltet.

(Und, wie’s sich gehört, der Schutzheilige dieses Weblogs gefeiert!)

Und jetzt erscheint dieser Eintrag doch einen Tag später. Weiter geht’s hier.

Freitag, November 03, 2006

Daily Toon: Proskynese



Liebe Kinder! Heute erklärt uns Kurt Dömel den Begriff »Proskynese«.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Daily Toon


Sah ein Knab ein Röslein stehn.

(Kleine Nachlese des dahingegangenen Sommers.)

Parlez-vous PHP?


Das hab’ ich nun davon. Der Blog-Umzug in die neue WG steht an; aber die ganze Technik ist doch etwa zuviel für einen armen Illustrator wie mich.

Ein Glück, daß mir der Blogosaurus zur Hand geht. Sollte es allerdings in den kommenden Tagen (der kommenden Woche) zu Schwierigkeiten beim Aufruf dieses Weblogs kommen, so hat das sicherlich keinen anderen Grund als meine überragenden organisatorischen Fähigkeiten. Oder so.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Donald in a Moment of True Reverence


The Kneeling Donald collection beautifully blends the religious and secular aspects of Christmas. The Kneeling Donald figurines depict DD gazing at the Christ child, brought to his knees in a moment of true reverence. This resin-stone figure is 13 inches tall.

Am I exaggerating? Not too much

Montag, Oktober 23, 2006

Happy Halloween!



In einem erlesenen Zirkel tauchte die Frage auf, ob angesichts der Grußbotschaft des Vatikans an die Muslime zum Ende des Fastenmonats Ramadan schon einmal der umgekehrte Fall bekannt geworden sei … daß nämlich eine andere Religionsgemeinschaft ein Grußwort an die Katholiken anläßlich eines christlichen Festes gerichtet habe.

Aber … wünschen wir uns das wirklich?

Daily Toon: Platz auf dem Thrönchen

Heute klären wir die eminent wichtige Frage: »Watt iss ene Sedisvakantist?«
Und da stelle mer uns janz dumm (*) und sagen so: »En Sedisvakantist, dat is einer, der noch Platz aufm Thrönchen hat.«



(*) Einige Jungs müssen sich natürlich nicht erst dumm stellen.

Sonntag, Oktober 22, 2006

Das Schweigen der Blogger

Nun, zumindest ist es nur dieser Weblog, der schweigt. Das hatte zuerst berufliche Gründe - zum anderen hat es aber auch mit einer Revision du Blog zu tun. Der Trend geht anscheinend dahin, das eigene Weblog auch auf dem eigenen Webspace zu hosten: Wordpress macht die Sache einfach.

So bereite auch ich gerade den großen Umzug vor, was sich bei Strato als nicht einfach erwies.

Also ab in die Server-WG. Mehr dazu demnächst.

Sonntag, Oktober 01, 2006

Idomedingsda.




À propos Idomenefix, oder wie die Oper heißt:

2006; ein bundesdeutscher Opernintendant begehrt Einlaß an der Himmelspforte.

Mittwoch, September 27, 2006

Hl. Vinzenz von Paul



Muß ich es erwähnen? Vinzentinerinnen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Einige Limmericks einer lieben Freundin, die die Vinzentinerinnen und ihre Hauben priesen, erinnerten mich an die Geschichte von Schwester Martha im Regen:

Wie Schwester Martha einst bemerkte,
die ihre Hauben nicht gern stärkte:
Der Regenschwall nicht enden wollt,
da hat die Haube sich entrollt.
Das war ihr peinlich - ihre Werke
versieht sie nie mehr ohne Stärke.

Das ziert die Hauben
und den Glauben.