Montag, Juli 03, 2006
Mittwoch, Juni 28, 2006
Geburtstage

Vor über einem Jahr gratulierten wir Frère Roger per Mail zu seinem neunzigsten Geburtstag. Er bedankte sich bei seinen Gratulanten, wie es eine Art war, mit einigen sehr einfachen Gebetsworten:
Jesus, unser Friede, du kommst und machst uns
zu geringen Menschen gemäß dem Evangelium.
Wir möchten so gerne begreifen:
Das Klarste in unserem Leben entsteht
durch das schlichte Vertrauen auf Gott,
in ihm liegt die Freude unseres Herzens.
Montag, Juni 12, 2006
You have been chosen for a Mission
Oha! Es geht auch anders, dachte ich mir, als ich diesen Hirtenbrief an die Jugendlichen las.
(Nein, nicht von Aringarosa, sondern von Hrzbischof Hart aus Melbourne!)
Anbei meine eigene, mangelhafte Übertragung aus dem Englischen. And don’t forget: You are on a Mission from GOD!
Hirtenbrief des Erzbischofs von Melbourne an die Jugendlichen seiner Diözese
Pfingsten 2006, Melbourne, Australien
Liebe Jugendliche!
Unterwegs im Auftrag des Herrn
Ihr habt eine Mission von Gott. Genauso wie ich. Tatsächlich ist diese Mission im Namen Gottes die einzige Begründung dafür, daß es so etwas wie Kirche überhaupt gibt. Es ist der Grund ihrer Identität; und daher ist es auch der Grund eurer Existenz, denn ihr seid volle Glieder der Kirche!
Gottes »Geheimagenten« in der Welt seid ihr gewesen seit dem Tag eurer Taufe, aber als ihr gefirmt wurdet, wurdet ihr aktiviert und mit eurem eigenen Auftrag betraut. Eure Firmung war euer eigenes, persönliches Pfingsten. Ihr wurdet mit dem geweihten Öl gesalbt und erhieltet daß »Siegel der Gabe des Heiligen Geistes«. Damit seid ihr startklar für euren Auftrag!
Warum gerade ihr?
Gerade darum, weil ihr jung seid.
Ihr seid enthusiastisch, voller Vertrauen, idealistisch! Ihr habt noch nicht die Verantwortungen für Familie oder berufliche Karriere! Ihr versteht die Sprache der Modernen Welt. Ihr habt Mitgefühl – das Verlangen, denen zu helfen, die Hilfe nötig haben. Ihr seid nicht zynisch geworden über dem Zustand der Welt. In euren Herzen brennt Hoffnung. Ihr habt eine Leidenschaft für die Wahrheit. Falschheit oder Heuchelei riecht ihr drei Kilometer gegen den Wind!
In einigen Bereichen habt ihr eure Elterngeneration ausgestochen. Ich kennt euch mit Technologien aus – besonders dem Internet. Ihr kennt und schätzt die Kraft, die Musik hat. Ihr wißt, wie man mit diesen Medien kommunizieren kann. Ihr wißt, daß man sie für das Gute und für das Schlechte gebrauchen kann.
Ältere Leute mögen vielleicht auf diese Charakteristika herabschauen, aber diese Züge sind genau das, was für Gottes Mission heute gefordert ist.
Das ist eure Mission!
Es ist wichtig, daß ihr versteht, worum es sich im wesentlichen bei diesem Einsatz handelt.
Jesus gab seinen Anhängern die Mission, die »Gute Nachricht« – auch bekannt als »Evangelium« – auf der ganzen Erde zu verbreiten. Daher auch der Name »Evangelisation«.
Aber was ist diese »Gute Nachricht«?
Zuerst, daß Gott uns nach seinem Bild gemacht hat. Wir Menschen sind keine Objekte, die von anderen benutzt oder gar mißbraucht werden dürften. Wir sind keine Zufallstreffer eines ansonsten gleichgültigen Universums. Jedes Menschenwesen hat einen unendlichen wert und eine unbeschreibliche Würde. Jeder hat ein Recht darauf, das von uns zu erfahren!
Zweitens: Alle Menschen haben eine Bestimmung. Gott hat uns geschaffen, damit wir in Beziehung zu ihm leben. Wir sind dazu berufen, als Gottes Freunde zu leben, von ihm geliebt zu werden und in alle Ewigkeit bei ihm zu sein. Auch das muß jedem bekanntgemacht werden!
Aber auch wenn wir diese beiden Aufgaben erfüllt haben, ist unser Auftrag noch nicht erfüllt. Wenn die Menschheit ihre Identität und ihre Bestimmung wirklich und vollständig erfahren soll, müssen wir Jesus Christus in diese Welt bringen! Er ist derjenige, der unsere wahre Identität als Kinder Gottes wiederherstellt und uns zu unserer ewigen Bestimmung als Kinder Gottes führt. Die Welt soll durch Christus erobert werden!
Risiken und Nebenwirkungen
Ihr werdet auch verstehen müssen, daß eure Mission sehr riskant ist. Ihr seid auf Feindesland geschickt worden – »wie Schafe mitten unter die Wölfe«, so sagt es zumindest Jesus. Ihr seid ausgesandt, Jesus Christus in das Leben eurer Familie, eurer Freunde und aller, mit denen ihr lebt und arbeitet, zu bringen. Das bedeutet, daß eure Mission Auswirkungen auf euer persönliches Leben und auf die Weise haben wird, in der andere von euch denken werden.
Jesus beschrieb eure Mission folgendermaßen: »wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich«. Das Kreuz Jesu tragen bedeutet für euch, wirklich radikal zu sein. Das Kreuz stellt die Welt auf den Kopf. Eure Mission ist eine Mission der Gegen-Kultur. Ihr müßt es wagen, anders zu sein.
Im Zuge eurer Mission seid ihr beauftragt, jeder Macht die Stirn zu bieten, die auf den Plan tritt, die Leute davon abzuhalten, Jesus Christus kennen- und liebenzulernen. Ich kann euch hier nur warnen: Diese Mächte sind sehr stark!
Im Zwanzigsten Jahrhundert haben zwei junge Männer die ganze Kraft dieser »Antichristlichen« Gewalten kennengelernt. In seiner Jugend erlebte Karol Wojtyla die Invasion der Nazis in seinem Heimatland Polen, und später mußte er sich der Tyrannei des Sowjet-Kommunismus stellen. Auf der anderen Seite der Kriegsfront wurde der junge Joseph Ratzinger in den Dienst des Naziregimes gezogen und entschied sich dort, sein ganzes Herz und seinen ganzen Verstand gegen das Übel einzusetzen, das es repräsentierte.
Später, als Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI, fuhren sie fort, junge Menschen zu ermutigen, nicht die Lüge der widerchristlichen Kultur und Ideologien zu akzeptieren, die sie umgab.
Der große Schwindel
Im Kontrast zu diesen Erfahrungen, die Karol und Joseph gemacht haben, scheinen wir heute in einer nahezu vollkommenen Freiheit zu leben. Wir sind frei, alles zu tun, was wir wollen, wann wir wollen und wie wir es wollen. Aber hinter dieser Freiheit steht eine Lüge. Papst Johannes Paul II warnte junge Leute »auf der Hut zu sein vor dem Betrug dieser Welt«. Wenn ihr eurem Auftrag im Namen Gottes folgt, wird die Welt viele Abwerbeversuche machen, »auf die andere Seite zu wechseln«: Sie wird Fantasiewelten von Alkohol und Drogen anbieten, kurzlebige geschlechtliche Beziehungen ohne sich in Ehe oder Familie binden zu wollen, Gleichgültigkeit, Zynismus oder sogar Gewalt.
Heutzutage hat eine ungeheure Anzahl von Menschen die Idee einfach geschluckt, daß Gott tot sei. Sie haben vergessen, wer und was sie sind. Wenn ihr auszieht, um andere an ihre wahre Identität zu erinnern, dann vergeßt eure eigene nicht.
Ihr seid in eine Kultur gesandt, die in Dunkelheit versinkt. Eure Aufgabe ist es, Gottes Licht zurück in diese Kultur zu bringen. Nutzt alle eure Kraft, zu unterstützen, was immer ihr an Güte, Wahrheit, Schönheit und Liebe ihr in dieser Welt finden könnt, und wenn ihr sie nicht finden könnt, dann sorgt selber dafür, daß sie geschehen können.
Welche Hilfen könnt ihr bei eurer Mission erwarten?
Wenn ihr euch an die Ausführung eurer Mission macht, denkt daran: Ihr seid nicht allein. Als ihr gefirmt wurdet, habt ihr die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Der Geist ist euer beständiger Lehrer und Begleiter.
Der Geist hat euch ein weltweites Unterstützer-Netzwerk gegeben: Die Kirche. Ihr habt ebenso »übernatürliche» Hilfe in den Gebeten derer, die bereits ihre Mission auf Erden erfüllt haben: den Heiligen. Zusätzlich zu diesem Schutz habt ihr noch den Beistand Gottes anderer »Agenten« in dieser Welt: den Engeln.
Jederzeit könnt ihr sozusagen dem Hauptquartier Bericht erstatten, wenn ihr die Messe besucht oder einfach in der Kirche vor dem Tabernakel betet. In der Tat solltet ihr das regelmäßig tun, denn es ist ein Teil eures Auftrags, euch mit denen zu versammeln, die sonntags gemeinsam Eucharistie feiern.
Oft werdet ihr in eurer Mission scheitern. Das bedeutet aber nicht, daß alles vorbei wäre. Wenn euch das einmal geschehen sein sollte, sucht Gottes Vergebung im Sakrament der Versöhnung. Gott wird niemals diejenigen im Stich lassen, die er doch mit einer Mission betraut hat.
Lernt eure Priester, Ordensleute und Bischöfe kennen. Lernt von Ihnen! Werdet ihre Freunde! Sie teilen euren Auftrag als Agenten Jesu. Laßt sie eure Ratgeber sein. Sie werden euch helfen, eure Gaben zu erkennen und wie ihr sie bei eurem Auftrag am besten einsetzt.
Werdet mit den Handbüchern der Kirche vertraut: Die Heilige Schrift, der Katechismus und das neue »Kompendium« des Katechismus.
Und schließlich: Jugendliche, die mit euch auf dem Weg sind, werden euch Kraft geben und ebenso auch eure Bestärkung benötigen. Jugendliche sind die beste Ermutigung für andere Jugendliche.
Wo beginnen?
Startet ganz am Anfang: Gott ist die Liebe; und dann liebt die anderen, wie ihr geliebt wurdet. Arbeitet euch von da aus vor!
Seht keine Not an, ohne zu handeln. Seht keine Not an, ohne darüber zu beten. Gott sendet euch aus, damit ihr den Leuten zeigt, daß es einen höheren Sinn im Leben gibt. Es ist nicht eure Aufgabe, Jesus der Welt »aufs Auge zu drücken«, aber ihr könnt ihn in dem was ihr sagt und wie ihr euer Leben führt, der Welt vorschlagen. Seid Grundwasser für das Gute in eurem konkreten Lebensumfeld. Lebt ein Leben des Unterschieds.
Habt keine Angst. Ihr seid unterwegs im Auftrag des Herrn.
† Dennis J. Hart, Erzbischof von Melbourne
Für die Freunde der Originalsprache. Der Text ist mit Zitaten von Papst JP2, B16, Katharina von Siena, den Blues Brothers und Galadriel versehen. Cool, wa?
(Nein, nicht von Aringarosa, sondern von Hrzbischof Hart aus Melbourne!)
Anbei meine eigene, mangelhafte Übertragung aus dem Englischen. And don’t forget: You are on a Mission from GOD!
Hirtenbrief des Erzbischofs von Melbourne an die Jugendlichen seiner Diözese
Pfingsten 2006, Melbourne, Australien
Liebe Jugendliche!
Unterwegs im Auftrag des Herrn
Ihr habt eine Mission von Gott. Genauso wie ich. Tatsächlich ist diese Mission im Namen Gottes die einzige Begründung dafür, daß es so etwas wie Kirche überhaupt gibt. Es ist der Grund ihrer Identität; und daher ist es auch der Grund eurer Existenz, denn ihr seid volle Glieder der Kirche!
Gottes »Geheimagenten« in der Welt seid ihr gewesen seit dem Tag eurer Taufe, aber als ihr gefirmt wurdet, wurdet ihr aktiviert und mit eurem eigenen Auftrag betraut. Eure Firmung war euer eigenes, persönliches Pfingsten. Ihr wurdet mit dem geweihten Öl gesalbt und erhieltet daß »Siegel der Gabe des Heiligen Geistes«. Damit seid ihr startklar für euren Auftrag!
Warum gerade ihr?
Gerade darum, weil ihr jung seid.
Ihr seid enthusiastisch, voller Vertrauen, idealistisch! Ihr habt noch nicht die Verantwortungen für Familie oder berufliche Karriere! Ihr versteht die Sprache der Modernen Welt. Ihr habt Mitgefühl – das Verlangen, denen zu helfen, die Hilfe nötig haben. Ihr seid nicht zynisch geworden über dem Zustand der Welt. In euren Herzen brennt Hoffnung. Ihr habt eine Leidenschaft für die Wahrheit. Falschheit oder Heuchelei riecht ihr drei Kilometer gegen den Wind!
In einigen Bereichen habt ihr eure Elterngeneration ausgestochen. Ich kennt euch mit Technologien aus – besonders dem Internet. Ihr kennt und schätzt die Kraft, die Musik hat. Ihr wißt, wie man mit diesen Medien kommunizieren kann. Ihr wißt, daß man sie für das Gute und für das Schlechte gebrauchen kann.
Ältere Leute mögen vielleicht auf diese Charakteristika herabschauen, aber diese Züge sind genau das, was für Gottes Mission heute gefordert ist.
Das ist eure Mission!
Es ist wichtig, daß ihr versteht, worum es sich im wesentlichen bei diesem Einsatz handelt.
Jesus gab seinen Anhängern die Mission, die »Gute Nachricht« – auch bekannt als »Evangelium« – auf der ganzen Erde zu verbreiten. Daher auch der Name »Evangelisation«.
Aber was ist diese »Gute Nachricht«?
Zuerst, daß Gott uns nach seinem Bild gemacht hat. Wir Menschen sind keine Objekte, die von anderen benutzt oder gar mißbraucht werden dürften. Wir sind keine Zufallstreffer eines ansonsten gleichgültigen Universums. Jedes Menschenwesen hat einen unendlichen wert und eine unbeschreibliche Würde. Jeder hat ein Recht darauf, das von uns zu erfahren!
Zweitens: Alle Menschen haben eine Bestimmung. Gott hat uns geschaffen, damit wir in Beziehung zu ihm leben. Wir sind dazu berufen, als Gottes Freunde zu leben, von ihm geliebt zu werden und in alle Ewigkeit bei ihm zu sein. Auch das muß jedem bekanntgemacht werden!
Aber auch wenn wir diese beiden Aufgaben erfüllt haben, ist unser Auftrag noch nicht erfüllt. Wenn die Menschheit ihre Identität und ihre Bestimmung wirklich und vollständig erfahren soll, müssen wir Jesus Christus in diese Welt bringen! Er ist derjenige, der unsere wahre Identität als Kinder Gottes wiederherstellt und uns zu unserer ewigen Bestimmung als Kinder Gottes führt. Die Welt soll durch Christus erobert werden!
Risiken und Nebenwirkungen
Ihr werdet auch verstehen müssen, daß eure Mission sehr riskant ist. Ihr seid auf Feindesland geschickt worden – »wie Schafe mitten unter die Wölfe«, so sagt es zumindest Jesus. Ihr seid ausgesandt, Jesus Christus in das Leben eurer Familie, eurer Freunde und aller, mit denen ihr lebt und arbeitet, zu bringen. Das bedeutet, daß eure Mission Auswirkungen auf euer persönliches Leben und auf die Weise haben wird, in der andere von euch denken werden.
Jesus beschrieb eure Mission folgendermaßen: »wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich«. Das Kreuz Jesu tragen bedeutet für euch, wirklich radikal zu sein. Das Kreuz stellt die Welt auf den Kopf. Eure Mission ist eine Mission der Gegen-Kultur. Ihr müßt es wagen, anders zu sein.
Im Zuge eurer Mission seid ihr beauftragt, jeder Macht die Stirn zu bieten, die auf den Plan tritt, die Leute davon abzuhalten, Jesus Christus kennen- und liebenzulernen. Ich kann euch hier nur warnen: Diese Mächte sind sehr stark!
Im Zwanzigsten Jahrhundert haben zwei junge Männer die ganze Kraft dieser »Antichristlichen« Gewalten kennengelernt. In seiner Jugend erlebte Karol Wojtyla die Invasion der Nazis in seinem Heimatland Polen, und später mußte er sich der Tyrannei des Sowjet-Kommunismus stellen. Auf der anderen Seite der Kriegsfront wurde der junge Joseph Ratzinger in den Dienst des Naziregimes gezogen und entschied sich dort, sein ganzes Herz und seinen ganzen Verstand gegen das Übel einzusetzen, das es repräsentierte.
Später, als Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI, fuhren sie fort, junge Menschen zu ermutigen, nicht die Lüge der widerchristlichen Kultur und Ideologien zu akzeptieren, die sie umgab.
Der große Schwindel
Im Kontrast zu diesen Erfahrungen, die Karol und Joseph gemacht haben, scheinen wir heute in einer nahezu vollkommenen Freiheit zu leben. Wir sind frei, alles zu tun, was wir wollen, wann wir wollen und wie wir es wollen. Aber hinter dieser Freiheit steht eine Lüge. Papst Johannes Paul II warnte junge Leute »auf der Hut zu sein vor dem Betrug dieser Welt«. Wenn ihr eurem Auftrag im Namen Gottes folgt, wird die Welt viele Abwerbeversuche machen, »auf die andere Seite zu wechseln«: Sie wird Fantasiewelten von Alkohol und Drogen anbieten, kurzlebige geschlechtliche Beziehungen ohne sich in Ehe oder Familie binden zu wollen, Gleichgültigkeit, Zynismus oder sogar Gewalt.
Heutzutage hat eine ungeheure Anzahl von Menschen die Idee einfach geschluckt, daß Gott tot sei. Sie haben vergessen, wer und was sie sind. Wenn ihr auszieht, um andere an ihre wahre Identität zu erinnern, dann vergeßt eure eigene nicht.
Ihr seid in eine Kultur gesandt, die in Dunkelheit versinkt. Eure Aufgabe ist es, Gottes Licht zurück in diese Kultur zu bringen. Nutzt alle eure Kraft, zu unterstützen, was immer ihr an Güte, Wahrheit, Schönheit und Liebe ihr in dieser Welt finden könnt, und wenn ihr sie nicht finden könnt, dann sorgt selber dafür, daß sie geschehen können.
Welche Hilfen könnt ihr bei eurer Mission erwarten?
Wenn ihr euch an die Ausführung eurer Mission macht, denkt daran: Ihr seid nicht allein. Als ihr gefirmt wurdet, habt ihr die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Der Geist ist euer beständiger Lehrer und Begleiter.
Der Geist hat euch ein weltweites Unterstützer-Netzwerk gegeben: Die Kirche. Ihr habt ebenso »übernatürliche» Hilfe in den Gebeten derer, die bereits ihre Mission auf Erden erfüllt haben: den Heiligen. Zusätzlich zu diesem Schutz habt ihr noch den Beistand Gottes anderer »Agenten« in dieser Welt: den Engeln.
Jederzeit könnt ihr sozusagen dem Hauptquartier Bericht erstatten, wenn ihr die Messe besucht oder einfach in der Kirche vor dem Tabernakel betet. In der Tat solltet ihr das regelmäßig tun, denn es ist ein Teil eures Auftrags, euch mit denen zu versammeln, die sonntags gemeinsam Eucharistie feiern.
Oft werdet ihr in eurer Mission scheitern. Das bedeutet aber nicht, daß alles vorbei wäre. Wenn euch das einmal geschehen sein sollte, sucht Gottes Vergebung im Sakrament der Versöhnung. Gott wird niemals diejenigen im Stich lassen, die er doch mit einer Mission betraut hat.
Lernt eure Priester, Ordensleute und Bischöfe kennen. Lernt von Ihnen! Werdet ihre Freunde! Sie teilen euren Auftrag als Agenten Jesu. Laßt sie eure Ratgeber sein. Sie werden euch helfen, eure Gaben zu erkennen und wie ihr sie bei eurem Auftrag am besten einsetzt.
Werdet mit den Handbüchern der Kirche vertraut: Die Heilige Schrift, der Katechismus und das neue »Kompendium« des Katechismus.
Und schließlich: Jugendliche, die mit euch auf dem Weg sind, werden euch Kraft geben und ebenso auch eure Bestärkung benötigen. Jugendliche sind die beste Ermutigung für andere Jugendliche.
Wo beginnen?
Startet ganz am Anfang: Gott ist die Liebe; und dann liebt die anderen, wie ihr geliebt wurdet. Arbeitet euch von da aus vor!
Seht keine Not an, ohne zu handeln. Seht keine Not an, ohne darüber zu beten. Gott sendet euch aus, damit ihr den Leuten zeigt, daß es einen höheren Sinn im Leben gibt. Es ist nicht eure Aufgabe, Jesus der Welt »aufs Auge zu drücken«, aber ihr könnt ihn in dem was ihr sagt und wie ihr euer Leben führt, der Welt vorschlagen. Seid Grundwasser für das Gute in eurem konkreten Lebensumfeld. Lebt ein Leben des Unterschieds.
Habt keine Angst. Ihr seid unterwegs im Auftrag des Herrn.
† Dennis J. Hart, Erzbischof von Melbourne
Für die Freunde der Originalsprache. Der Text ist mit Zitaten von Papst JP2, B16, Katharina von Siena, den Blues Brothers und Galadriel versehen. Cool, wa?
Mittwoch, Juni 07, 2006
Dienstag, Mai 23, 2006
Christus und Mithras
Bild: Mithrasrelief von Neuenheim; Quelle: Wikipedia
So schreitet meine Sakrileg-Lektüre voran. Im fünfundfünfzigsten und den beiden darauffolgenden Kapiteln, während sich der liebe Silas eine kleine, verdiente Pause gönnen darf, genießt Sophie Neveu eine Ringvorlesung über die Herkunft des – Tusch! – Heiligen Grals.
Über Konstantin hat Dan Brown nur Mist zu sagen gewußt. Wie sieht es aber mit dem Rest aus? Zum Beispiel der Idee, die »Teabing« vorbringt, das Christentum sei eine Synthese aus einer Art Christentum vor Konstantin – Jesus als nice guy – und Heidentum gewesen? Konstantin als Priester des Sonnengotts habe den Jesusglauben mit dem Mithraskult verschmolzen? Doch wer hat hier von wem abgeschrieben? – Nun gut – Brown von Baigent, das ist klar …
Vielleicht dazu nur die Stimme eines frühen Zeugen der Christenheit, dem Philosphen und frühchristlichen Apologeten Justinus. Es trifft sich ganz gut, daß wir in wenigen Tagen sein Fest feiern. Wegen des Pfingstfestes dürfte das untergehen. Daher sollen hier seine berühmten Sätze zur Eucharistie zitiert werden, die um die Mitte des zweiten Jahrhunderts, also noch in Tuchfühlung zur Apostolischen Tradition stehen. Sie bezeugen die Feier der Eucharistie in der Kirche – und und bezeugen ihre apostolische Herkunft. Dieser Text ist zudem eines der vergleichsweise wenigen schriftlichen Zeugnisse über die Riten des Mithraskultes. Und er belegt, daß das Kultmahl der Mithrasanhänger von der christlichen Gemeinde als »Nachahmung« der Eucharistie gesehen wird. Lagge, lange vor Dan Brown. (Und lange, lange vor Konstantin, beziehungsweise vor dem, was Dan Brown für Konstantin hält.)
»Diese Nahrung heißt bei uns Eucharistie. Niemand darf daran teilnehmen, als wer unsere Lehren für wahr hält, das Bad zur Nachlassung der Sünden und zur Wiedergeburt empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt. Denn nicht als gemeines Brot und gemeinen Trank nehmen wir sie; sondern wie Jesus Christus, unser Erlöser, als er durch Gottes Logos Fleisch wurde, Fleisch und Blut um unseres Heiles willen angenommen hat, so sind wir belehrt worden, daß die durch ein Gebet um den logos, der von ihm ausgeht, unter Danksagung geweihte Nahrung, mit der unser Fleisch und Blut durch Umwandlung genährt wird, Fleisch und Blut jenes fleischgewordenen Jesus sei. Denn die Apostel haben in denen von ihnen stammenden Denkwürdigkeiten, welche Evangelien heißen, überliefert, es sei ihnen folgende Anweisung gegeben worden: Jesus habe Brot genommen, Dank gesagt und gesprochen: »Das tut zu meinem Gedächtnis, das ist mein Leib, und ebenso habe er den Becher genommen, Dank gesagt und gesprochen: »Dieses ist mein Blut« und er habe ihnen davon mitgeteilt. Auch diesen Brauch haben die bösen Dämonen in den Mithrasmysterien nachgeahmt und Anleitung dazu gegeben. Denn daß Brot und ein Becher Wassers bei den Weihen eines neuen Jüngers unter Hersagen bestimmter Sprüche hingesetzt werden, das wißt ihr und könnt es erfahren.»
(Justin, 1. Apologie, Kap. 66; aus BKV, 1. Reihe, Bd 12, Kempten 1912)
Samstag, Mai 20, 2006
Monsignore Aringarosa und das Da-Vinci-Debakel

Tja, tut mir ja leid für die armen Da-Vinci-Code-Fans. Da müßt ihr jetzt durch. Ihr müßt diesen langweiligen Film anschauen und euch wünschen, ihr wäret in SPIDERMAN. Und wir Katholiken werden uns jetzt die vier Wochen, die das »Filmereignis des Jahres« Dan Browns letzte Getreuen langweilen wird, köstlich über euren Kinogral amüsieren.
Nenenene, dann lieber »Parsifal«. Das ist kurzweiliger.
Yeah, I’m really sorry for the poor Da-Vinci-Fans. You have to go through it now. For the second time cheated: cheated by Browns lies, and now bored to death bei Howard’s cineastic word-by-word interpretation. Now you have to watch the movie and wish you were in SPIDERMAN.
Just to give you some comfort, here a little composing that will increase the credibility of the movie’s character »Bishop Aringarosa«.
Thanx to Amy Welborn. She does a really great job!
Die Geheimnisse des Dan Brown

Gestern abend kündigte ich meine bisherige Lieblingsstelle aus dem »Sakrileg« an. Voilà, hier ist sie: Da begegnet Schwester Sandrine ihrem Mörder - Silas, dem grausamen Opus-Dei-Mönch. Und statt der Nachwelt noch ein überliefernswertes Letztes Wort zu übergeben, sagt sie nur den einen Satz:
»Jesus hat uns nur eine Frohe Botschaft überbracht. Bei Opus Dei kann ich diese Frohe Botschaft nicht erkennen.«
Cool. Das ist der Beweis: »Sakrileg« ist echt. Denn … das sagen sie immer. Wäre der deutsche Übersetzer Piet van Poll predigterfahren, hätte er das Statement der Schwester auf die oben angeführte Parole »Frohbotschaft statt Drohbotschaft!« verkürzen können.
Na ja. Welches diese berühmte Frohe Botschaft denn nun sei … dieses Geheimnis muß Schwester Sandrine leider mit ins Grab nehmen. Auch hier ist »Sakrileg« durchaus authentisch.
Wir aber sagen aufmunternd: »Weiter so, Silas!«
Freitag, Mai 19, 2006
Mittwoch, Mai 17, 2006
Opus Dei verknotet Eiffelturm!

Paris. Wie der große Religionsphilosoph und Symbologe (oder was auch immer) Dan Brown heute in Texas (oder wo auch immer) mitteilte, haben Mitglieder der Katholischen Untergrundorganisation Opus Dei heute Nacht den Eiffelturm verknotet. Bei ihm sei ein Bekennerschreiben eingegangen, indem hochrangige Prälaten und andere Mönche des genannten Ordens ihn ultimativ aufforderten, seinen nächsten Band genauer zu recherchieren, der sich mit dem schwierigen Verhältnis von Pontius Pilatus zu seinem alten Waffenbruder Schwanzus Longus und der Verwicklung des Apostels Judas in diesen Phall befaßt … welch letzteren Dan Brown übrigens mit Julian dem Apostaten identifizieren konnte.
Wie verlautet, will Dan Brown seinen neuen Roman »allen Parisern« widmen. Einen Beleg seiner Behauptungen über diesen neuesten Anschlag der perfiden Albinos blieb Brown dem Korrespondenten schuldig. Schließlich, meinte er, könne ja jeder nach Paris fahren und sich von der Wahrheit seiner Worte überzeugen. E.R.
Donnerstag, Mai 11, 2006
Der Hund von Marie-Claire ...
Popetown und die Pressefreiheit
Einige wundern sich vielleicht, warum sich Christen so sehr gegen Popetown ins Zeug legen. Wäre es – fragen sie – nicht eine Verletzung der Pressefreiheit, wenn »Popetown« nicht hätte ausgestrahlt werden dürfen?
Ich meine, daß dieser Auffassung ein falsches Verständnis von Freiheit zugrundeliegt. Freiheit – als Willkür. Wenn Freiheit bedeutet, das zu tun, was ich will, ohne Rücksicht darauf, ob es mir oder anderen als gut erscheint, sind wir schnell bei gegenseitigem Terror angelangt.
Es ist eine Form des gesellschaftlichen Terrors, wenn Fernsehredakteure oder Content Manager es darauf anlegen, Jugendlichen die Kirche durch eine niveaulose Sendung sozusagen ex radice unmöglich zu machen.
Dietrich Bonhoeffer schrieb einmal:
Wer glaubt, sich durch einen »Support« von mtv um die Pressefreiheit verdient zu machen, muß sich vorhalten lassen, daß er damit sich und andere täuscht. Gerade die Akklamationsveranstaltung, »Diskussion« genannt, die tendenziös moderiert wurde – und während der keinen Augenblick außer Frage stehen konnte, wie die Entscheidung des Senders über weitere Ausstrahlung des »Formates« ausfallen würde, zeigte einen sehr beklagenswerten Mangel an Diskurskultur. Nur der Vertreter der Frankfurter Allgemeinen brachte es auf den Punkt, indem er die Diskussion auf den Punkt führte, auf den es letztlich ankam: Ist alles recht, wenn es um »Quote« und wirtschaftliche Interessen geht?
Es geht nicht um Popetown. Ich habe selten Dümmeres gesehen. Wir werden in gewissem Maße zu kontern verstehen. Zeichnen … kann ich auch. Aber ich bin verwundert, wenn einige Freunde meinen, sie müßten um der Pressefreiheit willen jubeln, nur weil die langweilige Klamotte jetzt für Kinder (infantes) gesendet werden darf. In Wirklichkeit ist wieder ein Stück Freiheit verloren gegangen. Ein Stück »Freiheit Für«.
Ich meine, daß dieser Auffassung ein falsches Verständnis von Freiheit zugrundeliegt. Freiheit – als Willkür. Wenn Freiheit bedeutet, das zu tun, was ich will, ohne Rücksicht darauf, ob es mir oder anderen als gut erscheint, sind wir schnell bei gegenseitigem Terror angelangt.
Es ist eine Form des gesellschaftlichen Terrors, wenn Fernsehredakteure oder Content Manager es darauf anlegen, Jugendlichen die Kirche durch eine niveaulose Sendung sozusagen ex radice unmöglich zu machen.
Dietrich Bonhoeffer schrieb einmal:
»Der Begriff der Freiheit ist auch in der deutschen Geistesgeschichte ein hohes Gut (Idealismus). Aber er bedarf der näheren Bestimmung. Das Freisein von etwas erfährt seine Erfüllung erst in dem Freisein für etwas. Freisein allein um des Freiseins willen aber führt zur Anarchie. Freiheit bedeutet biblisch: Frei sein für den Dienst an Gott und am Nächsten, Freisein für den Gehorsam gegen die Gebote Gottes. Das setzt voraus: Freisein von jedem inneren und äußeren Zwang, der uns an diesem Dienst hindert. Freiheit bedeutet also nicht Auflösung aller Autorität, sondern es bedeutet: leben innerhalb der durch Gottes Wort geordneten und begrenzten Autoritäten und Bindungen. Die Frage der individuellen Freiheiten, wie die Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit etc. ist erst in diesem übergeordneten Zusammenhang zu beantworten. Es kommt darauf an, wieweit diese Freiheiten notwendig und geeignet sind, die Freiheit des Lebens nach den Geboten Gottes zu fördern und sicherzustellen. Freiheit ist eben nicht in erster Linie ein individuelles Recht, sondern eine Verantwortung, Freiheit ist nicht in erster Linie ausgerichtet am Individuum, sondern am Nächsten.
(Dietrich Bonhoeffer, DBW 16.540, zit. nach »So will ich diese Tage mit euch leben«, Jahreslesebuch Hg.: M. Weber, Gütersloh 2005, ISBN-13: 978-3-579-07116-5)
Wer glaubt, sich durch einen »Support« von mtv um die Pressefreiheit verdient zu machen, muß sich vorhalten lassen, daß er damit sich und andere täuscht. Gerade die Akklamationsveranstaltung, »Diskussion« genannt, die tendenziös moderiert wurde – und während der keinen Augenblick außer Frage stehen konnte, wie die Entscheidung des Senders über weitere Ausstrahlung des »Formates« ausfallen würde, zeigte einen sehr beklagenswerten Mangel an Diskurskultur. Nur der Vertreter der Frankfurter Allgemeinen brachte es auf den Punkt, indem er die Diskussion auf den Punkt führte, auf den es letztlich ankam: Ist alles recht, wenn es um »Quote« und wirtschaftliche Interessen geht?
Es geht nicht um Popetown. Ich habe selten Dümmeres gesehen. Wir werden in gewissem Maße zu kontern verstehen. Zeichnen … kann ich auch. Aber ich bin verwundert, wenn einige Freunde meinen, sie müßten um der Pressefreiheit willen jubeln, nur weil die langweilige Klamotte jetzt für Kinder (infantes) gesendet werden darf. In Wirklichkeit ist wieder ein Stück Freiheit verloren gegangen. Ein Stück »Freiheit Für«.
Freitag, Mai 05, 2006
Die dunklen Geheimnisse der Kirche

Ich werde die Redakteure dieser Illustrierten sicherlich nicht als gemeingefährliche Demagogen bezeichnen, ebensowenig wie sie selber der Kirche Mordabsichten unterstellen, wenn sie in der neuen Ausgabe des Stern schreiben:
So einfach will die Kirche ihn [Dan Brown] nicht davonkommen zu lassen. Marc Carrogio, der Pressesprecher der römischen Opus-Dei-Zentrale, kündigte vor einiger Zeit an, man werde versuchen, »aus der Zitrone einen Saft zu machen«. Das heißt: Die ungewollte Aufmerksamkeit durch den verhassten und nun auch verfilmten Thriller für eigene Propaganda zu nutzen. Oder zieht nicht doch schon ein durchtrainierter frommer Albino wie Silas aus dem »Sakrileg« den Bußgürtel enger und wartet auf eine Gelegenheit, den Frevler wie eine Zitrone zu zerquetschen?
Dan Brown scheint die Macht der Mythen nicht mehr nur beim Blick auf seine Kontoauszüge zu spüren. Von der Baubehörde des Küstenstädtchens Rye nördlich von Boston ließ er sich kurz vor Ostern einen zwei Meter hohen, schmeideeisernen zaun rund um sein grundstück genehmigen. »Dan wollte das nicht tun«, erklärte Browns Anwalt dazu. »Er möchte leben wie alle anderen. Doch inzwischen hat er das Gefühl, diesen Zaun für die Sicherheit seiner Familie zu brauchen.«
Aha. Nun ja – ich bin Silas … Buh! Der Rest des Stern-Artikels ist das bekannte Sammelsurum aus Verschwörungstheorien, Unterstellungen und anachronistischen Geschichtsbetrachtungen. Nichts, das den Aufwand wirklich lohnte.
Nur der Wind gegen die Kirche … der scheint umso schärfer zu werden, je schlechter es den Leuten geht.
Donnerstag, Mai 04, 2006
Popetown und der Original-Papst
Gestern lief Popetown mit einem echten und einem falschen Papst. Aber in Wirklichkeit waren beide falsch. Und das haben nicht nur die bedauernswerten Waisenkinder bemerkt. Schwacher Auftakt, schwacher Humor. Also ich bin locker dafür, jetzt mal in die Gegenoffensive zu gehen. Denn – wir haben: DAS ORIGINAL!
Dabei kommt uns der Vorteil zu Hilfe, daß man schlecht einen kleinen Papst (altvordere Titanic-Leser erinnern sich …) patentieren lassen kann. In Ermangelung einer guten Website für Jugendliche leiten wir das »Original« auf die Vatikanseiten um.
Wenn Ralf einverstanden ist, könnte man demnächst diese T-Shirt-Motive über seinen Klamottenladen vertreiben:
Dabei kommt uns der Vorteil zu Hilfe, daß man schlecht einen kleinen Papst (altvordere Titanic-Leser erinnern sich …) patentieren lassen kann. In Ermangelung einer guten Website für Jugendliche leiten wir das »Original« auf die Vatikanseiten um.
Wenn Ralf einverstanden ist, könnte man demnächst diese T-Shirt-Motive über seinen Klamottenladen vertreiben:
Dienstag, Mai 02, 2006
Pfui, Constantin! Aus!

»Constantine will make you fall in love with a penguin. He will give you nightmares about circus midgets. He will pour sugar in your gas tank and shave off both your eyebrows while dating your girlfriend behind your back and billing the dinner and hotel room to your Discover card.«
Viruswarnung von Mark Shea
Montag, Mai 01, 2006
Dan Brown und ein gewisser Da Vinci

Was soll man tun – Dan Brown lesen, um »mithalten« zu können? Ich war dicht davor – aber eines bewahrt mich davor: Es ist Zeitverschwendung.
Viel spannender wäre es doch, sich mit dem echten Leonardo zu beschäftigen. Anregungen zum Weiterlesen bietet der Wikipedia-Artikel in Fülle … und die Interpretation des »Abendmahls« scheint mir zumindest lesenswert.
(Nachtrag: Es handelt sich eher um die lesenswerte Geschichte der Konservierung des Bildes … ;-))
Das kleine Werkzeugsymbol auf der Seite deutet an, daß die Dan-Brown-Klientel auch hier versucht, ihre Romanweisheiten einzustreuen … und die Wikipedia-»Qualitätssicherung« auf der Hut ist.
Lieber also wissen, wer Konstantin war, lieber wissen, wer Leonardo war (von Brown im Titel »Da Vinci« genannt – das ist, als bezeichnete man Jesus nur als »Aus Nazareth«) …
… und am besten: wissen, wer Jesus ist.
Samstag, April 29, 2006
Linkliste - Update
Aus der Linkliste »CatholiX« wurden die »Blogozesanen« Der Begriff kommt von dem Wort »Diözesanen«. – Die »Blogozese« als Pendant zur Diözese (Bistum) ist der liebevoll-selbstironische Begriff für die katholischen Blogger. Einige alte Bekannte habe ich (neu) in die Liste aufgenommen. Aber noch ist meine Linkliste nicht vollständig …
Falls jemand sich oder andere vermißt, bitte kundtun!
Falls jemand sich oder andere vermißt, bitte kundtun!
Deutschland, deine Diözesen ...
Warum sind eigentlich unsere Bischöfe so zurückhaltend in Sachen »Sakrileg« und Apologetik? Ich meine, man könnte doch das Negativ-Interesse an der Herkunft des christlichen Glaubens, das in den nächsten Wochen die Leute scharenweise ins Kino treiben wird, zu einer missionarischen Offensive nutzen.
Vielleicht, weil man mit dem Schund Reibach machen kann?
Ich will nicht ungerecht sein: ich verstehe das Dilemma. Wenn man mit einem populären Buchversand am Markt präsent sein will, kann man nicht an den Top-Bestsellern vorübergehen. Und vielleicht ist es der »Verlagsgruppe Weltbild« positiv anzurechnen, daß sie immerhin zur Vorsicht aufrufen.
Und doch bleibt ein übler Geschmack bei der Sache: Das Engagement der Bistümer in »Sakrileg« scheint größer zu sein als das Engagement dagegen.
(Wobei man ja nicht in das Geschnatter gewisser Leute einstimmen muß, die wie ich gerade sah, zum Proteststurm rüsten.)
Vielleicht, weil man mit dem Schund Reibach machen kann?
Ich will nicht ungerecht sein: ich verstehe das Dilemma. Wenn man mit einem populären Buchversand am Markt präsent sein will, kann man nicht an den Top-Bestsellern vorübergehen. Und vielleicht ist es der »Verlagsgruppe Weltbild« positiv anzurechnen, daß sie immerhin zur Vorsicht aufrufen.
Und doch bleibt ein übler Geschmack bei der Sache: Das Engagement der Bistümer in »Sakrileg« scheint größer zu sein als das Engagement dagegen.
(Wobei man ja nicht in das Geschnatter gewisser Leute einstimmen muß, die wie ich gerade sah, zum Proteststurm rüsten.)
Freitag, April 28, 2006
Donnerstag, April 27, 2006
Judas, Dan und Co.
Bischof Gerhard Ludwig Müller in seiner Osterpredigt zur aktuellen Debatte. Mit diesem Beitrag möchte ich eine Reihe von Anmerkungen zu Dan Browns »Da Vinci Code«, zu Deutsch »Sakrileg« starten.
Quelle: Zenit
Im Judasevangelium wird der Verräter Judas zum wahren Zeugen des Messias gegen die apostolische Kirche mit ihrem katholischen Glaubensbekenntnis und ihrer Liturgie. Besonders scharf wendete der Verfasser sich gegen den Opfercharakter der Eucharistie und den priesterlichen Dienst der Apostel und ihrer Nachfolger im Bischofs- und Priesteramt.
Eben dieses antikatholische Evangelium ist vor einiger Zeit in Ägypten in koptischer Übersetzung wiederentdeckt worden. Geschäftstüchtige Romanschreiber und Filmemacher haben es unter die Leute gebracht. Das Buch "Der da Vinci Code" und der Film "Sakrileg" sind bei einem sensationslüsternen Publikum gut angekommen. Nicht weil es wirkliche und gesicherte historische Kenntnis übermitteln würde, sondern weil es der eigenen Skepsis gegenüber dem überliefertem christlichen Glauben entgegenkommt.
Die Parallele zwischen dem zweiten und dem 21. Jahrhundert ist deutlich zu erkennen: Den Glauben an die Schöpfung des Kosmos als Teilhabe an der Güte Gottes hält man ebenso für undenkbar, wie die wirkliche Menschwerdung Gottes und die wirkliche Erlösung des Menschen durch Leiden und Tod Jesu Christi am Kreuz und seine leibliche Auferstehung von den Toten.
Und ebenso wie damals streut man bewusst den Zweifel aus an der geschichtlichen Zuverlässigkeit der Evangelien und der getreuen Überlieferung des apostolischen Glaubens in der katholischen Kirche aufgrund der rechtmäßigen Nachfolge der Bischöfe im Sendungsauftrag der Apostel. Man arbeitet mit einem klug ausgestreuten Verdacht: Der Vatikan opfere die Wahrheit dem Machtanspruch, so wie auch die Apostel und die Bischöfe der frühen Kirche aus Berechnung oder mangelnder Aufgeklärtheit sich ihre Wahrheiten von der Gottheit Christi und der Auferstehung von den Toten erfunden hätten. Dagegen sei der "wahre Jesus" unterdrückt worden. Nur das so genannte Judasevangelium, das aber schon von Irenäus als ein pseudoreligiöses Machwerk entlarvt worden war, beschreibe Jesus so, wie er wirklich gewesen sein soll.
Wie der Bischof Irenäus von Lyon haben die Bischöfe und alle wahrhaft Gläubigen bis heute die Aufgabe, diese Geschichtsfälschung zu entlarven. Jeder Mensch mit einem klaren Verstand erkennt, dass solche Machwerke wie das Judasevangelium und seine Aufbereitung in Romanen und Filmen niemals die Wahrheit des christlichen Glaubens antasten können. Wer kann sich von solchen gnostischen Phantastereien die Erlösung aus Sünde und Tod erwarten? Die Glaubwürdigkeit der Apostel und der Evangelien lässt sich weder historisch noch spekulativ erschüttern.
Quelle: Zenit
Abonnieren
Posts (Atom)



