Freitag, Dezember 30, 2005
Am sechsten Tag ...
Am sechsten Tag der Weihnachtsoktav wünsche ich euch allen von Herzen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Übergang ins Neue Jahr.
Freitag, Dezember 23, 2005
Griesgram
Heute bei Walter Kasper gefunden (Kasper, Die Methoden der Dogmatik, Kösel 1967):
»Der schlimmste Einwand ist der, daß die Theologie im Grunde so kleingläubig und argwöhnisch, so giesgrämig und so humorlos geworden ist.«
»Der schlimmste Einwand ist der, daß die Theologie im Grunde so kleingläubig und argwöhnisch, so giesgrämig und so humorlos geworden ist.«
Daily Toon – Apokryphen

Mit diesem »Toon« geht’s erst mal in die Holy Days. Ich danke Ralf fürs gemeinsame Blödeln und wünsche euch allen gesegnete Weihnachten. »Jesus is the Reason for the Season!« (Gloria Gaynor)
Zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken!
Mittwoch, Dezember 21, 2005
Daily Toon
Dienstag, Dezember 20, 2005
Sonntag, Dezember 18, 2005
Samstag, Dezember 17, 2005
Narnia – Die Verführung

Ich habe heute abend die Narnia-Verfilmung im Kino gesehen - und ganz gut genossen. War das nun Disney-typisch? Zumindest meine direkten Nachbarn, ein paar Jungs zur einen und ein Pärchen zur anderen Seite langweilten sich. Die Symbolik blieb ihnen wohl eher fremd. Der Kommentar hinterher war vernichtend: grottig! Wirklich hatte ich das Gefühl, die Handlung werde nicht in einem gleichbleibenden Tempo vorangetrieben. Rasche »Actionszenen«, Verfolgungsjadgen wechselten mit eher beschreibenden Szenen; oft hatte man das Gefühl, die Bewegung müsse nun wieder künstlich abgebremst werdden, weil der mittlerweile schon etwas ältere Plot unter der Rasanz der computeranimierten Bilder ächzte und zu reißen drohte. Das machten die Jungs zur Rechten nicht mit. Während der ersten Stunde hatten sie noch mehrere Liter Cola und ein größeres, faßähnliches Gefäß mit Popcorn, mit dem sie sich kauend ablenken konnten. Als die Nahrung nicht mehr vorhielt, bot der Film nicht mehr genügend Anreiz, sich zu konzentrieren.
Dabei ist der Film nicht schlecht: Der Psychologie der Hauptfiguren, der Pevensie-Kinder, wird viel Raum gewidmet. In einer dramatischen Ausmalung des ersten Satzes der Lewis’schen Erzählung (die Kinder mußten London wegen der Bombenangriffe verlassen) wird dem heutigen Leser die Ausgangssituation klarer: Es herrscht Krieg, die Menschen sind erschöpft, bedroht und müde, die Sitten unter der Oberfläche der Wohlerzogenheit verroht. Der ungeheure Druck, unter dem Edmund steht, der jüngere der beiden Jungen, der seinen an der Front kämpfenden Vater vermißt, wird deutlicher herausgearbeitet. Und dieser ohnehin durch Sehnsucht und mangelndes Vertrauen angeschlagene Junge wird Opfer der Verführungskunst der Hexe. Schön, aber kühl, mit märchenhafter, etwas morbider Präsenz dargestellt von Tilda Swinton.
Lassen wir das Bild beiseite und nehmen nur das Faktum der Verführung zum Verrat Edmunds, sind mir einige Punkte sehr stark aufgefallen, die – oh Wunder von Narnia! – auch gleich ihre Nutzanwendung im realen Leben finden.
Erstens: Die Wohlanständigkeit und das Besserwissertum seiner älteren Geschwister helfen ihm nicht. Im Gegenteil – unter der Fuchtel seiner älteren Schwester und seines Bruders wird er sich immer als der Zurückgesetzte fühlen. Kein Wunder, daß die Verheißung aus dem Mund der Hexe, er werde ihr dereinst als König auf den Thron folgen, auf offene Ohren und nur allzu bereiten Glauben stößt.
Und ein Zweites: Die Versuchung arbeitet nicht nur mit Lügen. Sie sagt dem Menschen auch Wahres über sich selbst. Am Baum im Paradies hieß es: Euch werden die Augen aufgehen. Und hier: die Verheißung des Königtums. Freilich ist diese Vorstellung mit allerhand Irrtümern behaftet – so zum Beispiel, daß das Leben eines Königs bedeute, Zimmer voll mit türkischem Honig zu besitzen (die Speise, durch die die Hexe den Jungen gerade erst gefügig gemacht hatte), aber am Ende hat die Hexe hierin sogar recht behalten: Edmund sitzt als König auf dem Thron – wohl jedoch mit seinen Geschwistern. Sie hat ihn bei der Ahnung gepackt, was aus ihm tatsächlich einmal werden würde.
Aber - um das zu übertragen: Der Teufel war (in der biblischen Geschichte) deshalb überzeugend, weil er sich einer echten Bestimmung des Menschen bedient hatte - und diese mit allerlei Tand behängte wie Gumbo mit der Lichterkette. Genauso hier: die Verheißung, als König zu herrschen, von der Hexe als »der Bösen schlechthin« pervertiert, war das Einfallstor für Verrat und Tod. Und dabei war die Verheißung des Königtums »echt«!
Meine Nachbarn waren nach dem Film schnell mit dem Thema durch. Der Film war halt grottig, und die Angelegenheiten ihrer Clique drängten sich wieder in den Vordergrund. Zum ersten Mal in meinem Leben erlebte ich dann auf der Heimfahrt mit dem Bus, daß der Fahrer sich im Weg vertat. Er mußte am Stadtwald wenden. Zwischen den Bäumen des Waldes konnte ich deutlich das Licht einer Straßenlaterne erkennen.
Freitag, Dezember 16, 2005
Freude – stärker als der Tod
Pius-Aimone Reggio in seinem Vorwort zu dem kleinen Buch »Vergiß die Freude nicht«, Herder, Freiburg 1958:Der Christ hat mehr als jeder andere die Freude nötig. Die Traurigkeit ist schlimm für alle, für ihn aber ist sie verhängnisvoll. Das war für mich die Veranlassung, diese Seiten zu schreiben.
Wohl verstanden ist die Freude, um die es sich hier handelt, nicht irgendwelche Freude. Es ist nicht die Freude, die man leicht mit Vergnügen verwechselt. Selbst wenn es richtig ist, zu behaupten, daß beim Menschen eine gewisse Freude mit jedem Vergnügen verbunden ist, so ist die Freude, genau gesehen, geistiger Art, das Vergnügen sinnlicher Art: Die Freude entstammt aus einer Wertschätzung der Vernunft, das Vergnügen aus einer Empfindung. Es gibt sogar Freuden, die nicht fühlbar, also nicht von Vergnügen begleitet sind und nur in der Tiefe des Geistes schwingen. Freuden des Denkens und der Betrachtung, der Selbsthingabe und des Opfers. Die Freude, von der hier die Rede sein soll, gehört zu diesen letzten.
Sie ist eine der geistigsten unter den geistigen Freuden, eine tiefe Freude, tiefer als der tiefe Schmerz, und es kommt vor, daß sie nur in der Tiefe lebt. Sie ist fähig, inmitten aller Arten von Prüfungen und selbst Bitterkeiten fortzudauern. Sie ist eine Freude der Ewigkeit, die nach der Ewigkeit verlangt. Sie bezeugt die Größe des Menschen und seine wesensmäßige Freiheit, da sie zeigt, daß er fähig ist, sich über die gegenwärtige Stunde zu erheben, so schwer sie auch sein mag. Die Freude verleiht dem Christen, diesem unvermeidlich geprüften Wesen, Flügel, jene Freude nämlich, wie sie die Apostel verkosteten, wenn sie etwas um des Namens Jesu willen zu leiden hatten (Apg 5, 41). Kurz, es handelt sich um die Freude, die zum Wesen der Menschwerdung gehört, um die Freude, die mit Jesus geboren wurde und die, wie die Liebe, stärker ist als der Tod.
Leckerbissen
Donnerstag, Dezember 15, 2005
Vergiß die Freude nicht
Das liturgische Tagesgebet für den heutigen Tag:Heiliger Gott, wir sind vor dir schuldig geworden, und die Sünde belastet uns. Schenke deinen unwürdigen Dienern die Freude wieder durch die heilbringende Ankunft deines Sohnes, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Die Freude – ein zentraler Begriff des Glaubens; und mehr als ein netter Geschenkbuchtitel. So nennt C. S. Lewis seine Autobiographie »Überrascht von Freude« – »Surprised by Joy». Der Apostel Paulus bezeichnet sein Dienstamt als »Helfer zu eurer Freude«. Und überhaupt – wir stehen in der Woche, die mit dem Sonntag Gaudete begonnen hat.
»In die Freude einzutreten«, sagte mir einmal ein Freund, «kann eine Form der Buße sein«. Vor einigen Tagen fand ich beim Entrümpeln einer alten Bücherkiste das Buch von Pius-Aimone Reggio, »Vergiß die Freude nicht«; Herder 1958. Wie konnte ich diese kleine Meisterwerk nur zur Seite legen? Pius-Aimone Reggio schöpft aus dem reichen Schatz der Tradition und legt dar, welche Bedeutung die Freude im geistlichen Leben hat. Ich habe das Büchlein (gerade mal achtzig Seiten) wieder in mein Regal eingeräumt und lege es jedem ans Herz, der es mal irgendwo antiquarisch auftreiben kann. Ich wünsche uns eine freudevolle Bußzeit!
Ciceros Katholon
Eine kleine Werbung für Peter ... äääh ... Ciceros Weblog. Ich wünsche uns viele inspirierende Beiträge. (Gestern bleistiftsweise zu Madeleine Delbrêl.)
Daily Toon
Dienstag, Dezember 13, 2005
Peter’s Sketchbook
Sooo. Heute gibt’s keinen Toon – jedenfalls jetzt noch nicht, sondern eine kleine Promo-Aktion in eigener Sache. Mancher hat im wahrsten Sinne des Wortes doch sehr ungläubig geguckt, daß er in meinem Blog so fromm empfangen wurde. Daher habe ich mir zu diesem weißen auch ein schwarzes Blog gegönnt, in dem ich meine Arbeiten als Illustrator vorstelle.
Welcome to Peter’s Sketchbook!
(Es wird natürlich einen Link auf diese Seite geben … und hier … blogt der Papst!)
Welcome to Peter’s Sketchbook!
(Es wird natürlich einen Link auf diese Seite geben … und hier … blogt der Papst!)
Montag, Dezember 12, 2005
Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Wir feiern heute das Fest Unserer lieben Frau beider Amerikas, vom Tepeyac, von Guadalupe. Die Frau, die Juan Diego in Gestalt einer Aztekin erschienen ist, deren Bild in Mexico-Stadt aufbewahrt wird, zu der heute Hunderttausende gepilgert sind.
Ich gebe diese Worte wieder, die Juan Diego, den Papst Johannes Paul II im Jahr 2002 heiliggesprochen hat, von der geheimnisvollen Frau hörte:
»Nichts soll dich erschrecken, nichts dich betrüben, nichts soll dein Antlitz, dein Herz verfinstern. Fürchte nicht diese Krankheit oder irgendeine andere Krankheit oder einen Kummer, einen Schmerz. Bin ich denn nicht hier, deine Mutter? Bist du denn nicht in meinem Schatten, unter meinem Schutz? Bin ich nicht der Brunnen deiner Freude? Bist du nicht in den Falten meines Mantels, in der Beuge meiner Arme? Brauchst du noch mehr als das?«
Touching Xmas …
Damit die Wartezeit auf den nächsten Cartoon nicht zu lange wird, hier ein Fundstück aus dem Prospekt eines Markendiscounters in der letzten Woche. Ich glaube, ich muß dazu nicht viel sagen: Ein Toilettenpapier, das »Touching« heißt, nach Spekulatius duftet und mit zarter Rentiererotik beworben wird. (»Hoho, meine Dame, der nächste Verehrer lauert schon im Gestrüpp!«) … das muß ein Renner werden.
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